Die Werte und Fähigkeiten eines optimalen BVB-Trainers


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Re: Die Werte und Fähigkeiten eines optimalen BVB-Trainers

Beitragvon müsje » Di 13. Mär 2018, 16:59

MattiBeuti hat geschrieben:Welche Korrektur meinst Du? Die Höhe der Abwehrreihe?

Genau, Weigl und Sahin mehr raus, Dahoud mehr rein.

Re: Die Werte und Fähigkeiten eines optimalen BVB-Trainers

Beitragvon Andi-latte » Di 13. Mär 2018, 17:57

müsje hat geschrieben:
MattiBeuti hat geschrieben:Welche Korrektur meinst Du? Die Höhe der Abwehrreihe?

Genau, Weigl und Sahin mehr raus, Dahoud mehr rein.


Sahin spielt( zum Glück) keine Rolle mehr ;)
In diesem Augenblick schlafen 1,9 Mrd. Menschen 400 Mio. haben Sex, 1,3 Mrd. essen, 600 Mio. betreiben Körperpflege,
und ein Depp liest gerade meine Signatur und denkt sich, ach das will ich auch.

Re: Die Werte und Fähigkeiten eines optimalen BVB-Trainers

Beitragvon Space Lord » Di 13. Mär 2018, 18:17

MattiBeuti hat geschrieben:...

Ich finde auch, dass man Favre nicht aufgrund der derzeitigen Situation von Nizza zu schlecht bewerten sollte. Er hat in Gladbach und Berlin gezeigt, was er erreichen kann und auch in Nizza war bei weitem nicht alles schlecht. Eben seine Detailbesessenheit gefällt mir ebenfalls gut und dass er die Spieler besser macht, hatte ich ja auch schon geschrieben.

Bei den Spielerverpflichtungen sehe ich es etwas kritischer, da es in Gladbach durchaus Stimmen gab, dass er sich bei Transfers schwer tut sich zu entscheiden. Das KÖNNTE ein Bereich sein, bei dem Favre etwas komplizierter denkt, als es sein müsste. Aber das ist nur so ein Gefühl von mir und muss nicht stimmen.

Wie gesagt, aktuell bin ich auch für Favre. Er spricht Deutsch, hat schon bewiesen, dass er in der Bundesliga richtig was bewegen kann und den Faktor Reus in diesem Zusammenhang, finde ich auch ganz sympathisch. :)
Das habe ich auch gelesen. Das sehe ich nicht unbedingt als Nachteil, es zeugt für mich eher davon, dass er sich sehr gründlich mit einer potentiellen Verstärkung befasst.

In dem Zusammenhang glaube ich mich an eine Episode zu erinnern, als es um die Verpflichtung Luuk de Jongs (zur Saison 2012/13) ging, soll Favre davon gar nicht so überzeugt gewesen sein und selber einen anderen Spielertyp favorisiert haben.

Im Rückblick lag er mit seiner Einschätzung wohl richtig, denn zum Winter der nächsten Saison wurde de Jong bereits an die Magpies weiterverliehen.

Um das valide beurteilen zu können, müsste man natürlich tiefere Einblicke in die Strukturen von Gladbach besitzen. Aber sollte es zutreffen, werte ich das eher als weiteren Pluspunkt Pro Favre.

Favre scheint sehr klare Vorstellungen hinsichtlich der Optimierung des Kaders zu besitzen und Defizite auch konkret benennen zu können. Wir haben uns, was das angeht, zuletzt auch nicht immer mit Ruhm bekleckert, sodass ich einen Trainer, der weiss, welche Spielertypen für seinen Fussball haben will, unbedingt begrüsse.

Nebenbei gab es eine Zeit, da hätte ich ihn nicht als ersten Wunsch-Kandidaten genannt. ;)

Doch so wie die Dinge heute bei uns stehen, ist er für mich der absolute (vor allem machbare) Top-Favorit für den (hoffentlich) dann vakanten Trainerposten hier.

Re: Die Werte und Fähigkeiten eines optimalen BVB-Trainers

Beitragvon daysleeper18783 » Di 13. Mär 2018, 18:23

müsje hat geschrieben:
MattiBeuti hat geschrieben:Welche Korrektur meinst Du? Die Höhe der Abwehrreihe?

Genau, Weigl und Sahin mehr raus, Dahoud mehr rein.


Wenn Fußball so einfach wäre. Das mit der Abwehrreihe hat er am Ende versucht, Ergebnis bekannt. Nimmst du nur die Abwehrkette zurück, lässt den Rest aber attakieren, entstehen Löcher im Mittelfeld. Dann laufen die Konter zwar nur noch mit voller Wucht auf unsere Abwehrkette zu und nicht mehr allein auf unseren Keeper, dafür aber in doppelter Anzahl, weil es keinen Zugriff mehr im Mittelfeld gibt. Ob Mo, der grad nach 30-40 Minuten abzubauen scheint, diese Löcher im Alleingang geschlossen hätte, wage ich zu bezweifeln. Gerade Systeme, die auf frühem Pressing basieren, sind äußerst infragile Systeme, bei denen jeder mitziehen und seine Rolle kennen muss. Da kannst du nicht einfach die Abwehrreihe zurückziehen. Bosz hätte einen Akanji gebraucht, einen Dahoud in Topform und einen Reus.

Re: Die Werte und Fähigkeiten eines optimalen BVB-Trainers

Beitragvon sw2105 » Di 13. Mär 2018, 19:03

müsje hat geschrieben:
MattiBeuti hat geschrieben:Welche Korrektur meinst Du? Die Höhe der Abwehrreihe?

Genau, Weigl und Sahin mehr raus, Dahoud mehr rein.


Weigl zu demontieren, weil auf falscher Position aufgestellt, war PB's größter Fehler.
Dahoud kommt doch erst so langsam in Schwung. Der war zu Beginn der Saison ein noch größeres Risiko, als Weigl.

Re: Die Werte und Fähigkeiten eines optimalen BVB-Trainers

Beitragvon MattiBeuti » Mi 14. Mär 2018, 16:21

Space Lord hat geschrieben:Das habe ich auch gelesen. Das sehe ich nicht unbedingt als Nachteil, es zeugt für mich eher davon, dass er sich sehr gründlich mit einer potentiellen Verstärkung befasst.

In dem Zusammenhang glaube ich mich an eine Episode zu erinnern, als es um die Verpflichtung Luuk de Jongs (zur Saison 2012/13) ging, soll Favre davon gar nicht so überzeugt gewesen sein und selber einen anderen Spielertyp favorisiert haben.

Im Rückblick lag er mit seiner Einschätzung wohl richtig, denn zum Winter der nächsten Saison wurde de Jong bereits an die Magpies weiterverliehen.

Um das valide beurteilen zu können, müsste man natürlich tiefere Einblicke in die Strukturen von Gladbach besitzen. Aber sollte es zutreffen, werte ich das eher als weiteren Pluspunkt Pro Favre.

Favre scheint sehr klare Vorstellungen hinsichtlich der Optimierung des Kaders zu besitzen und Defizite auch konkret benennen zu können. Wir haben uns, was das angeht, zuletzt auch nicht immer mit Ruhm bekleckert, sodass ich einen Trainer, der weiss, welche Spielertypen für seinen Fussball haben will, unbedingt begrüsse.

Nebenbei gab es eine Zeit, da hätte ich ihn nicht als ersten Wunsch-Kandidaten genannt. ;)

Doch so wie die Dinge heute bei uns stehen, ist er für mich der absolute (vor allem machbare) Top-Favorit für den (hoffentlich) dann vakanten Trainerposten hier.


Diese Interpretation wäre natürlich am besten. Kann auch gut sein, dass Du damit recht hast. Ich hatte es damals eher so interpretiert, dass Favre sich schwertut sich überhaupt dann festzulegen. Dass er bei Luuk de Jongs Verpflichtung nicht überzeugt war, kann ich mir gut vorstellen und spricht für ihn. Aber am Ende müssen ja neue Spieler her, die auch in der Realität zu bekommen sind. Und ich hatte es damals so verstanden, als wenn Max Eberl ein bisschen angedeutet hätte, dass es Favre schwerfällt sich auf einen Spieler festzulegen. Denn auch das gehört ja dazu.

So oder so. Ich hoffe, dass es möglich ist ihn von Nizza loszueisen.

Re: Die Werte und Fähigkeiten eines optimalen BVB-Trainers

Beitragvon MattiBeuti » Mi 14. Mär 2018, 16:26

sw2105 hat geschrieben:
müsje hat geschrieben:
MattiBeuti hat geschrieben:Welche Korrektur meinst Du? Die Höhe der Abwehrreihe?

Genau, Weigl und Sahin mehr raus, Dahoud mehr rein.


Weigl zu demontieren, weil auf falscher Position aufgestellt, war PB's größter Fehler.
Dahoud kommt doch erst so langsam in Schwung. Der war zu Beginn der Saison ein noch größeres Risiko, als Weigl.


Hmm, ich bin mir nicht ganz sicher, inwiefern er Weigl demontiert hat?!? Weigl spielt seit einigen Monaten sehr durchwachsen. Und wenn er dann unter Bosz auch noch anfing eine gewisse Lustlosigkeit bezüglich des Systems auszuleben, ja dann hätte wohl jeder Trainer etwas versucht um wieder Leistung ins Training und ins Spiel zu bekommen, oder? Weigl ist noch jung. Und wenn es mal nicht läuft, gehört das zum Leben dazu. Aber in solchen jungen Jahren trägt man die Tore und die Bälle und das war´s. Ich gebe auch ganz offen zu, dass ich seine "Fake-Love-Aktion" nicht gelungen fand.

Re: Die Werte und Fähigkeiten eines optimalen BVB-Trainers

Beitragvon MattiBeuti » Mi 14. Mär 2018, 16:29

daysleeper18783 hat geschrieben:
müsje hat geschrieben:
MattiBeuti hat geschrieben:Welche Korrektur meinst Du? Die Höhe der Abwehrreihe?

Genau, Weigl und Sahin mehr raus, Dahoud mehr rein.


Wenn Fußball so einfach wäre. Das mit der Abwehrreihe hat er am Ende versucht, Ergebnis bekannt. Nimmst du nur die Abwehrkette zurück, lässt den Rest aber attakieren, entstehen Löcher im Mittelfeld. Dann laufen die Konter zwar nur noch mit voller Wucht auf unsere Abwehrkette zu und nicht mehr allein auf unseren Keeper, dafür aber in doppelter Anzahl, weil es keinen Zugriff mehr im Mittelfeld gibt. Ob Mo, der grad nach 30-40 Minuten abzubauen scheint, diese Löcher im Alleingang geschlossen hätte, wage ich zu bezweifeln. Gerade Systeme, die auf frühem Pressing basieren, sind äußerst infragile Systeme, bei denen jeder mitziehen und seine Rolle kennen muss. Da kannst du nicht einfach die Abwehrreihe zurückziehen. Bosz hätte einen Akanji gebraucht, einen Dahoud in Topform und einen Reus.


Bosz hätte so einiges gebraucht, glaube ich. Aber ja, ich stimme Dir zu. Aber das zeigt auch nochmal, dass sein System einfach eine Nummer zu anspruchsvoll für unsere Mannschaft war. Mit Barca kann man das bestimmt gut spielen. Aber nicht mit unserem Kader. Und das hätte Bosz eigentlich früher erkennen müssen. Und von einem Profitrainer erwarte ich dann, dass er flexibel genug ist und sich auf das vorhandene Spielermaterial einstellt.

Re: Die Werte und Fähigkeiten eines optimalen BVB-Trainers

Beitragvon daysleeper18783 » Mi 14. Mär 2018, 18:27

MattiBeuti hat geschrieben:Bosz hätte so einiges gebraucht, glaube ich. Aber ja, ich stimme Dir zu. Aber das zeigt auch nochmal, dass sein System einfach eine Nummer zu anspruchsvoll für unsere Mannschaft war. Mit Barca kann man das bestimmt gut spielen. Aber nicht mit unserem Kader. Und das hätte Bosz eigentlich früher erkennen müssen. Und von einem Profitrainer erwarte ich dann, dass er flexibel genug ist und sich auf das vorhandene Spielermaterial einstellt.


Ich glaube nicht, dass es an der Klasse der Spieler gescheitert ist, schließlich war er mit Ajax erfolgreich. Man muss kein Barcelona trainieren um Bosz-System durchsetzen zu können. Man braucht nur zusätzlich zu den technischen Fähigkeiten eine gewisse Athletik, Spielintelligenz und den Willen der Spieler, was bei uns hier und da gefehlt hat. Die Spieler haben nach den ersten Niederlagen den Glauben an das System verloren. In dem Moment war es eigentlich unmöglich das Ruder rumzureissen. Athletik und Spielintelligenz waren vor allem im Zentrum das Problem. Unsere IV sind zu langsam und erkennen Spielsituationen nicht optimal. Da hätte ein Akanji geholfen, der genau das kann. Im Mittelfeld fehlt die Athletik um das Gegenpressing konsequent durchzuziehen. Götze ist kein Pressingspieler und auch weder der schnellste noch der Zweikampfstärkste. Dahoud scheint insoweit ein klares Upgrade im Mittelfeld zu sein (Götze dafür vorne besser aufgehoben). Und in vorderster Front fehlten die Spieler, die in der Lage sind Pressingdruck situativ aufzubauen. Das macht Marco herausragend. Auch Schü ist darin gut. Aber ja, auch sonst war sicherlich nicht alles perfekt von Bosz, aber eben auch nicht so schlecht wie es manchmal geredet wird (ähnlich wie bei Stöger).

Re: Die Werte und Fähigkeiten eines optimalen BVB-Trainers

Beitragvon sw2105 » Mi 14. Mär 2018, 19:57

MattiBeuti hat geschrieben:Hmm, ich bin mir nicht ganz sicher, inwiefern er Weigl demontiert hat?!? Weigl spielt seit einigen Monaten sehr durchwachsen. Und wenn er dann unter Bosz auch noch anfing eine gewisse Lustlosigkeit bezüglich des Systems auszuleben, ja dann hätte wohl jeder Trainer etwas versucht um wieder Leistung ins Training und ins Spiel zu bekommen, oder? Weigl ist noch jung. Und wenn es mal nicht läuft, gehört das zum Leben dazu. Aber in solchen jungen Jahren trägt man die Tore und die Bälle und das war´s. Ich gebe auch ganz offen zu, dass ich seine "Fake-Love-Aktion" nicht gelungen fand.


Natürlich muss der Spieler Weigl dort spielen, wo der Trainer ihn aufstellt. Und zwar ohne Murren. Und er hat dort seine beste Leistung zu zeigen.
So weit, so richtig.
Aaaber, und jetzt kommt der entscheidende Fachmann, der er sein sollte, ins Spiel. Der Trainer kann einen Spieler natürlich auch auf anderer Position einsetzen, als der es gewohnt ist. Und, das darf man auch nicht vergessen, auf der er Nationalspieler wurde.
Die neue Position kann nämlich auch dem jungen Spieler helfen, den nächsten Entwicklungsschritt zu gehen. Ein Trainer sollte aber schon erkennen, auf welcher Position ein Spieler einer Mannschaft helfen kann.
Letztendlich wird der Trainer u. a. auch daran gemessen, ob er Spieler besser machen kann oder nicht. Das hat er, anders als sein Vorgänger, wohl bei keinem Spieler geschafft.