Sergej W. vor Gericht - Prozess um Anschlag auf BVB beginnt


Moderator: amoroso2008

Re: Sergej W. vor Gericht - Prozess um Anschlag auf BVB begi

Beitragvon daysleeper18783 » Mi 28. Nov 2018, 14:07

Bart65 hat geschrieben:Du unterstellst hier Dinge, die jeder Grundlage entbehren.
Niemand will "Menschen brechen" und "Hände abhacken" oder dergleichen. Was soll der Blödsinn?


Mal anders gefragt: Was bringt es dir persönlich, wenn er 22 statt 14 Jahre im Knast sitzt? Wenn er nach 14 Jahren (oder 10) rauskommt und keiner Fliege mehr was zuleide tut, alle Nachahmer durch die verhältnismäßig harte Strafe abgeschreckt sind und die tatsächlich Betroffenen mit der Sache endlich abschließen können, dann ist doch alles gut oder? Warum unverhältnismäßig hohe Strafen fordern?

Re: Sergej W. vor Gericht - Prozess um Anschlag auf BVB begi

Beitragvon Bart65 » Mi 28. Nov 2018, 14:30

Über die "Verhältnismäßigkeit" der Strafe in Relation zur Tat gehts hier doch grade. Ich finde sie zu mild, du richtig bzw. zu streng.

Mir persönlich bringt das natürlich gar nichts, wenn der Täter lange einsitzt. Außer dem für mich erfreulichen Gefühl, dass er in dieser Zeit keine weiteren Straftaten verüben kann.

Re: Sergej W. vor Gericht - Prozess um Anschlag auf BVB begi

Beitragvon daysleeper18783 » Mi 28. Nov 2018, 16:03

Bart65 hat geschrieben:Über die "Verhältnismäßigkeit" der Strafe in Relation zur Tat gehts hier doch grade. Ich finde sie zu mild, du richtig bzw. zu streng.

Mir persönlich bringt das natürlich gar nichts, wenn der Täter lange einsitzt. Außer dem für mich erfreulichen Gefühl, dass er in dieser Zeit keine weiteren Straftaten verüben kann.


Von zu streng habe ich nirgendwo etwas gesagt. Genau richtig. Verhältnismäßigkeit bestimmt sich auch anhand von der Bestrafung anderer. Warum die Strafe in diesem Zusammenhang nach unserem Rechtssystem richtig und verhältnismäßig ist, habe ich erläutert. Bei 15 Jahren Maximum bleibt halt nicht so viel Spielraum. Warum lebenslänglich vorliegend unsachgemäß wäre, habe ich ebenfalls erläutert, auch in Bezug auf andere Straftaten.

Der Junge hat 30 Jahre gelebt ohne eine Straftat begannen zu haben. Dann hatte er eine perfide Idee, wahrscheinlich zudem getragen von Selbstmordgedanken (so behauptet er). Die Wahrscheinlichkeit, dass er erneut auf so eine Schnapsidee kommt ist daher der Erfahrung nach recht gering. Wenn überhaupt läuft der vll wegen des psychischen Knacks nach seiner Entlassung Amok. Das würde er dann aber wohl nach 8, 9, 14 oder 22 Jahren machen. Eine längere Strafe bringt schlicht nix, außer manchem Genugtuung.

Re: Sergej W. vor Gericht - Prozess um Anschlag auf BVB begi

Beitragvon DeathAngel » Mi 28. Nov 2018, 16:32

Bart65 hat geschrieben:Mir ist es wichtig, das der Täter möglichst lange und möglichst strikt der Gesellschaft entzogen wird. Diese Person zu resozialisieren kann dann gerne ab 2040 stattfinden, wenn es diesen bislang in den meisten Fällen gescheiterten Ansatz dann überhaupt nocht gibt.

Wieso sollte das eine nicht möglich sein, während das andere geschieht? Erstmal halbes Leben bestrafen und dann sage "komm, du hast noch eine Chance verdient"? So klappt das nicht. Hast du ein paar Daten, die den "gescheiterten Ansatz" belegen? Die Daten, die ich aus dem amerikanischen vs. deutschen System kenne, sprechen klar für das deutsche.
Das deutsche Rechts- und Vollzugssystem wird von den meisten anderen Staaten eher gelobt als verteufelt. Was drakonische Strafen, minimal Strafen und "die Gesellschaft vor Straftätern schützen" für Auswüchse mit sich bringen, zeigen die USA hervorragend. Einfach mal einen Blick über den Atlantik werfen, da sieht man eine Gesellschaft, die der Polemik der "Law and Order" Politiker seit den späten 80er frühen 90er Jahren hart verfallen ist und wo ganze Schichten zugrunde gehen daran.

Hier sind einige verdammt nah am "gesunden Volksempfinden", nach dem sich die Richter gefälligst zu urteilen haben.

Hat sich überhaupt ein Beteiligter schon zu dem Urteil geäußert?

Re: Sergej W. vor Gericht - Prozess um Anschlag auf BVB begi

Beitragvon Bernd1958 » Mi 28. Nov 2018, 16:54

Wir sollten das Urteil so akzeptieren, denn es ist in meinen Augen angemessen wenn man unser Strafrecht und andere Urteile wegen versuchten Mordes betrachtet.
Die Betroffenen werden sich wohl nicht äußern, nur kann man davon ausgehen das nun auch noch Privatklagen von Spielern und / oder Verein folgen werden. Damit wird der Straftäter seines Lebens finanzielle Not haben, denn da werden einige Zahlungen auf ihn zukommen.
Zudem werden die mindestens 10 Jahre Knast kein Zuckerschlecken und auch danach wird die Eingliederung in die Gesellschaft nicht so einfach werden.
Also Strafe genug in meinen Augen und in meinem Rechtsverständnis

Re: Sergej W. vor Gericht - Prozess um Anschlag auf BVB begi

Beitragvon smolli91 » Mi 28. Nov 2018, 19:39

Viel schlimmer find ich, dass heute schon oder auch erst Wochenende bestimmt wieder irgend ein bekloppter Moderator auf die Idee kommt einen Spieler oder Verantworlichen aus unserem Verein zu diesem Thema zu befragen, bzw "was halten Sie von dem Urteil von 14Jahren?"

PS. und ja ich trau der deutschen Medienlandschaft alles zu.
"Geniale Menschen beginnen grosse Werke, fleissige Menschen vollenden..." (Leonardo da Vinci)

Re: Sergej W. vor Gericht - Prozess um Anschlag auf BVB begi

Beitragvon Zubitoni » Mi 28. Nov 2018, 20:04

smolli91 hat geschrieben:Viel schlimmer find ich, dass heute schon oder auch erst Wochenende bestimmt wieder irgend ein bekloppter Moderator auf die Idee kommt einen Spieler oder Verantworlichen aus unserem Verein zu diesem Thema zu befragen, bzw "was halten Sie von dem Urteil von 14Jahren?"

PS. und ja ich trau der deutschen Medienlandschaft alles zu.


ich seh den wasserziehr schon vorbauen, eine minute vor spielbeginn: „herr zorc, bitte haben sie verständnis, aber wir müssen das fragen.“
BVB o9

Re: Sergej W. vor Gericht - Prozess um Anschlag auf BVB begi

Beitragvon bvbfan_92 » Mi 28. Nov 2018, 20:52

smolli91 hat geschrieben:Viel schlimmer find ich, dass heute schon oder auch erst Wochenende bestimmt wieder irgend ein bekloppter Moderator auf die Idee kommt einen Spieler oder Verantworlichen aus unserem Verein zu diesem Thema zu befragen, bzw "was halten Sie von dem Urteil von 14Jahren?"

PS. und ja ich trau der deutschen Medienlandschaft alles zu.


Die Frage kam auf der PK vor dem CL Spiel schon. Wenige Minuten nach dem Urteil...

Re: Sergej W. vor Gericht - Prozess um Anschlag auf BVB begi

Beitragvon Denise09 » Fr 30. Nov 2018, 18:53

14 Jahre sind ihm zu viel BVB-Bomber zieht vor BGH
Der Fall wird nun auch den Bundesgerichtshof beschäftigten: BVB-Bomber Sergej W. (29) will seine Verurteilung zu 14 Jahren Haft nicht akzeptieren. Auch die Staatsanwaltschaft ist nicht zufrieden.

Beide hätten Revision eingelegt, teilte das Dortmunder Landgericht am Freitag mit.

https://www.bild.de/news/2018/news/bvb- ... .bild.html
"Glaube an Wunder, Liebe und Glück. Schau nach vorn und nicht zurück. Tue was du willst und steh dazu, denn dein Leben lebst nur DU "

Re: Sergej W. vor Gericht - Prozess um Anschlag auf BVB begi

Beitragvon Zubitoni » Sa 1. Dez 2018, 11:55

lächerlich. hofft der wirklich, dass jemand seine version kauft? würde selbst das amtsgericht gelsenkirchen nicht tun.
BVB o9