TV-Tipp



Re: TV-Tipp

Beitragvon Schwejk Josef » Do 10. Jan 2019, 22:59

Oh dear! Oh dear! Fehlende Impulskontrolle: :oops:
Bild

Hörtipp

Beitragvon Schwejk Josef » Mi 16. Jan 2019, 13:08

Deutschlandfunk Kultur: heute, 19:30 Zeitfragen. Feature

“Grab ‚em by the pussy!”
Trump, Alt-Right und die Pornofizierung der Politik

Von Klaus Walter

Bei der sogenannten „Alt-Right“-Bewegung in den USA dient Pornografie als Resonanzraum.
„When they go low, we go high!” Für diesen Satz bekam Michelle Obama viel Applaus von aufgeklärten Liberalen und Linken rund um den Globus. Der Satz steht für die moralische Überlegenheit der Obama-Demokraten gegenüber der Alt-Right-Bewegung am äußersten Rand der politischen Rechten und Donald Trump.
Aber Alt-Right und rechte Republikaner ziehen sich den Schuh umgekehrt an: „When they go high, we go low!” Männer wie Trump und sein Ex-Berater Steve Bannon lassen die moralisierende, auf vermeintliche Political Correctness fußende Kritik an ihren Äußerungen, ihrem Lebensstil und ihrer Politik ins Leere laufen.
Wenn der republikanische Präsident Sex mit einem Pornostar hat, dann tut das seiner Popularität keinen Abbruch – im Gegenteil. „Grab ‚em by the pussy“ – Du kannst ihre Pussy begrapschen. Diesen Satz sprach Donald Trump schon vor seiner Wahl zum Präsidenten. Gewählt wurde er trotzdem.
Die Alt-Right-Bewegung propagiert vor allem die weiße Vorherrschaft – White Supremacy. Dazu schreibt der afroamerikanische Schriftsteller Ta-Nehisi Coates: „White Supremacy hatte schon immer eine perverse sexuelle Note.” So wird Pornografie als Folie für Identitätspolitik benutzt.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/pr ... 82.de.html

Re: TV-Tipp

Beitragvon Schwejk Josef » Do 17. Jan 2019, 21:22

Absolut sehenswert :!: :

ZDFinfo Doku - Trumps Russland-Connection

Seit der Amtseinführung von Donald Trump im Januar 2017 tobt in Washington ein ernst zu nehmender Kampf um die Demokratie. Könnte der 45. Präsident der USA doch noch gestürzt werden?

FBI-Sonderermittler Robert Mueller lässt nicht locker: Welche Rolle haben die Russen bei der Trump-Wahl gespielt? Wenn dem Präsidenten geheime Absprachen und Behinderungen der Justiz nachzuweisen sind, könnte es doch noch zu einem Amtsenthebungsverfahren kommen.

Jaques Charmelot und Pascal Vasselin nehmen Trumps Sieg und die ersten Monate seiner Amtszeit bis zu den Midterms im November 2018 unter die Lupe. Sie gehen der Frage nach: Wie hat sich Amerika in dieser kurzen Zeit verändert? Und wie sehr symbolisiert die derzeitige politische Krise in Washington einen Kampf ums Überleben westlicher Demokratie?


Beitragslänge: 59 min
Verfügbarkeit: Video verfügbar bis 23.01.2020, 23:59
https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinf ... n-104.html

Re: TV-Tipp

Beitragvon Schwejk Josef » Mo 21. Jan 2019, 12:18

Arte: Dienstag, 22.01.2019, 22.00 - 21.30 Uhr:

Trump und der Staatsstreich der Konzerne - Dokumentarfilm, Kanada 2018


Laut Definition herrscht in einer Demokratie das Volk. Doch was passiert, wenn Politiker sich nicht dem Volkswillen, sondern viel eher dem Finanzdiktat von Lobbyisten unterwerfen, die mit Milliarden die Gesetzgebung zu ihren Gunsten beeinflussen? Ein Trend, der sich weltweit abzeichnet, nimmt insbesondere in den USA groteske Ausmaße an - und das nicht erst seit Trumps Präsidentschaft, sondern bereits seit den 1970er Jahren. Der amerikanische Pulitzerpreisträger Chris Hedges geht dem schleichenden Staatsstreich der übermächtig scheinenden Großkonzerne und seinen Auswirkungen auf die Bevölkerung in seiner Heimat auf den Grund.

Geld regiert die Welt. Kein anderes Land verkörpert dieses Mantra besser als die USA - ein Paradebeispiel für überbordenden Lobbyismus. Die Macht der Wirtschaftseliten wächst ins Unermessliche, während der politische Einfluss der Bürger auf ein unbedeutendes Maß schrumpft. Ein Ungleichgewicht, das das Grundgerüst der Demokratie erschüttert und sich seit Donald Trumps Präsidentschaft radikal zuspitzt.

Inzwischen versuchen etwa einflussreiche Lobbyisten den Kongress dazu zu bewegen, Finanzmarktregulierungen, die in Folge der Wirtschaftskrise 2007 etabliert wurden, aufzuweichen. Als "Staatsstreich in Zeitlupe" hat der kanadische Essayist John Ralston Saul diesen politischen Einfluss der Konzerne bezeichnet.

Seinen Anfang nahm dieser allerdings bereits weit vor der Ära Trump in den 1970er Jahren. Damals fingen Großkonzerne erstmals an, durch Outsourcing in Länder mit niedrigeren Lohnkosten und laxeren Steuergesetzen, ihre Gewinne zu maximieren. Hunderttausende gut ausgebildete Angestellte verloren ihre Arbeit und standen vor dem finanziellen Ruin.

Ganze Landstriche und ehemals stolze Industriestandorte wurden dem Verfall preisgegeben. So auch der sogenannte Rostgürtel im Nordosten der USA, ehemals eine Demokraten-Hochburg. Nicht nur dort begegnet der amerikanische Journalist und Pulitzerpreisträger Chris Hedges vielen Wählern, die ihr gesamtes Vertrauen in die demokratischen Institutionen verloren und auf den Immobilienmilliardär Trump gesetzt haben. Ein Heilsbringer?

Der Dokumentarfilm deckt schonungslos die grotesken Auswüchse des Neoliberalismus auf und zeigt eindrücklich, wer die wahren Lenker des Staates sind.


Verfügbar vom 21.01.2019 bis 20.02.2019

https://www.arte.tv/de/videos/084760-00 ... -konzerne/