Lucien Favre (60 Jahre jung) ✓



Re: Lucien Favre (60 Jahre jung) ✓

Beitragvon Tschuttiball » Mo 29. Apr 2019, 09:01

Bernd1958 hat geschrieben:Man wusste wen man sich als Trainer holt. Favre kommt nicht über die emotionale Schiene.
Was mich stört: Es wird immer wieder gesagt Favre kann keine Krise. In Gladbach konnte er das zu Beginn seiner Amtszeit sehr wohl. Hat er sie nicht vor dem Abstieg gerettet? Da war Gladbach auch in der Krise. Oder uns. Wir kamen aus einer Krisensaison und was er innerhalb eines Dreiviertel Jahres geschafft hat ist schon aller Ehren wert.
Natürlich kritisiere auch ich ihn für manche Entscheidungen, aber im großen und ganzen hat er uns doch gut getan. ( vor allem nach Stöger ) Und eine Derbyniederlage haben schon ganz andere Größen des Trainergeschäfts erleben müssen.


Korrekt. Er hat sehr viel bewegt und geleistet in seinem ersten Jahr. Er meinte bei dem grossen Sky-Interview (wo der Ecki Häuser zu Gast in Dortmund war), dass er bei der ersten Transferperiode nicht wirklich da war und nun im Sommer das nun ja sei.

Für mich bedeutet dies nur folgendes: er kennt nun den Kader, er weiss wo die Schwachstellen sind um den Kader noch zu verbessern. Er wird im Sommer nun Spieler kriegen, die in sein System passen und die wo nicht, wird man aussortieren z.B. Philipp, Dahoud oder Schmelzer.

Im ersten Jahr hat Klopp auch nicht gleich um den Titel mitgespielt, er hat Zeit benötigt seine Mannschaft zu formen und auf sein System einzuschwören. Was am Ende dabei raus kam wissen wir alle: 3 Titel!

Mir gefällt dieses Ganze rumgejammere und "Trainer raus" Geschreie gar nicht. Wir sollten uns nicht auf ein Niveau wie der 1. FC Köln begeben welche den Trainer nach einer kurzen Serie von Misserfolgen rausschmeisst. Als Klopp eine Krise hatte, haben wir auch zu ihm gehalten und dies waren dann auch unsere besten Jahren seit dem wir es so handhaben (krasse Krisensituation ala Bosz aussen vor!). Ich bin gar kein Fan davon, sich aufgrund einer kleinen Krisenphase gleich vom Trainer zu trennen. Ich finde sowas unprofessionell und auch nicht zielführend zum Erfolg! Er liefert in seine ersten Saison deutlich über dem erwarteten und dies sollte man auch mit Vertrauen honorieren!

In seiner zweiten Saison erwarte ich eine Stabilisierung unserer Mannschaft. Sprich, dass wir keine Leistungsschwankungen wie gegen Mainz mehr erleben und unsere Defensive stabiler steht. Das sind für mich die Punkte, an die sich Favre in seiner zweiten Saison bei uns messen lassen muss. Sollte er dies nicht schaffen, dann kann man beginnen zu diskutieren, aber nicht jetzt wo wir noch im Umbruch sind und deutlich "über-performen"!
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Re: Lucien Favre (60 Jahre jung) ✓

Beitragvon Enno1909 » Mo 29. Apr 2019, 12:49

Wir spielen mit Favre gerade um die Meisterschaft mit, ich weiß, ist schwer zu glauben mit der Leistung der Rückrunde. Aber auch das, hat Favre in der Hinrunde angedeutet, dass vieles für uns gelaufen ist, was in der Rückrunde nicht mehr so gelaufen ist.

Sorry, der Favre Fußball in der Hinrunde war schon der Wahnsinn! Genuss pur für jeden Fußball-Fan. Es wird Gründe geben, die die teilweise schlechten Spiele der Rückrunde erklären.

Dahoud, Pulisic, Phillip, Toprak und teilweise Weigl fand ich schon sehr enttäuschend in dieser Saison. Vielleicht ist das ein Grund, dass die die wir auf der Bank hatten, keinen gleichwertigen Ersatz darstellten.

Freu mich auf das nächste Jahr und auf die Favre Anpassung des Kaders! Wird interessant zu sehen wer sich unserem BvB im nächsten Jahr anschließt. Hazard ist ja schon mal eine top Nummer! :D
"Ich sehe heute noch das Spiel in Köln vor meinen Augen. Hummels und Subotic haben die Kugel eiskalt laufen lassen, immer wieder ins Mittelfeld rein. Der Novakovic war völlig fertig und hat fast auf den Rasen gebrochen." -Jürgen Klopp-

Re: Lucien Favre (60 Jahre jung) ✓

Beitragvon Happy09 » Mo 29. Apr 2019, 13:30

Es ist vieles richtig was ihr schreibt, Tschutti und Enno.

Allerdings hat es das Trainerteam es nicht geschafft, die zweifellos vorhandene Qualität von den genannten Spielern (Dahoud, Phillip, Weigl) weiter auszubauen.

Auch bei den oft diskutieren Problemen bei Standards muss der Trainer eine vernünftige Lösung finden. Es kann nicht sein, dass einem jedes Mal der Atem stockt, wenn solche Situationen anstehen.

Warum ist z.B.auch in entscheidenen Spielen (Tottenham, Bayern, Schalke) kein unbedingter Siegeswillen zu erkennen ?

Also, es gibt auch einige kritische Punkte, die man ruhig einmal ansprechen darf.

Re: Lucien Favre (60 Jahre jung) ✓

Beitragvon pewpewlazorgunz » Mo 29. Apr 2019, 14:11

WIllst du ihm jetzt wirklich Dahoud, Philipp und Weigl vorwerfen?

Keiner davon war ein Kauf unter Favre, alle haben ihre Chance bekommen:
Philipp stand 11x in der Startelf, Dahoud 12x - sie haben ganz einfach nichts draus gemacht.

Weigl hat man Witsel vor die Nase gesetzt, der ist schlicht der bessere Spieler, was nicht Favres Schuld ist. Dafür hat er es ihm ermöglich sich in der Rückrunde als IV zum Stammspieler zu entwickeln.

Da sind bei Guardiola schon weitaus bessere Spieler auf der Stecke geblieben. Das ist kein starker Kritikpunkt.

Re: Lucien Favre (60 Jahre jung) ✓

Beitragvon Tschuttiball » Mo 29. Apr 2019, 16:10

Happy09 hat geschrieben:Es ist vieles richtig was ihr schreibt, Tschutti und Enno.

Allerdings hat es das Trainerteam es nicht geschafft, die zweifellos vorhandene Qualität von den genannten Spielern (Dahoud, Phillip, Weigl) weiter auszubauen.

Auch bei den oft diskutieren Problemen bei Standards muss der Trainer eine vernünftige Lösung finden. Es kann nicht sein, dass einem jedes Mal der Atem stockt, wenn solche Situationen anstehen.

Warum ist z.B.auch in entscheidenen Spielen (Tottenham, Bayern, Schalke) kein unbedingter Siegeswillen zu erkennen ?

Also, es gibt auch einige kritische Punkte, die man ruhig einmal ansprechen darf.


Weigl hat Tuchel zu nem IV gemacht, Sancho hat er auf ein nächstes Level gehoben (aber da war wohl der Spieler allein zuständig, nicht der Trainer, woll?)

Standards hatte schon Trainer-Gott-Tuchel nicht im Griff, ebenso wenig Bosz, Stöger oder teils auch Klopp. Da liegt es eher an den Spielern als an den Trainern.

Was man bei Favre sicher kritisch ansprechen darf ist: die wohl kaum vorhandenen Motivationskünste. Das wird er aber nicht mehr lernen, da Ü60. Der BVB wusste was er für einen Trainer kriegt, und da war der Fokus sicher nicht auf Motivation bei Favre. Kann man ihm vorwerfen, aber eben ändern wird er sich da nicht mehr.

Weiter finde ich, dass Favre die ideale Position für Reus gefunden hat. Früher hat Reus kaum zentral gespielt, kam meistens von Aussen.

Für mich zählt, wie weiter oben geschrieben, die 2. Saison. Da muss er die Defensive sowie unsere Leistungen stabilisieren. Hierbei muss er sich für mich messen lassen.
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Re: Lucien Favre (60 Jahre jung) ✓

Beitragvon Happy09 » Mo 29. Apr 2019, 16:35

Na ja, Weigl wurde zwangsläufig ein IVer, da ansonsten keine besseren Alternativen vorhanden waren. Es ging mir auch mehr darum, die Spielstärke des Spielers zu verbessern.

Phillip war in der Vorsaison eine Klasse besser, was nun mit ihm los ist, weiß ich allerdings auch nicht (Körpersprache) :( .

Natürlich hatten wir auch früher Probleme mit den Standards. Vergesst aber nicht, das wir inzwischen unsere Abwehr auch aufgerüstet haben.

Ich stehe zwar Favre in einigen Punkten etwas kritisch gegenüber, wünsche aber trotzdem, das er in den nächsten 3-4 Jahren als ein sehr erfolgreicher BVB-Trainer in die Geschichte eingeht.

Re: Lucien Favre (60 Jahre jung) ✓

Beitragvon smolli91 » Mo 29. Apr 2019, 17:56

Statt die Motivationskünste von Favre zu hinterfragen (kann er nicht), könnte man sich auch fragen wiso unsere Mannschaft soviel externe Extramotivation braucht? Jeder einzelne sollte allein von sich aus darauf bedacht sein immer das Beste aus sich rauszuholen, Stichwort eigener Karriereplan.
"Geniale Menschen beginnen grosse Werke, fleissige Menschen vollenden..." (Leonardo da Vinci)

Re: Lucien Favre (60 Jahre jung) ✓

Beitragvon Zubitoni » Mo 29. Apr 2019, 18:31

smolli91 hat geschrieben:Statt die Motivationskünste von Favre zu hinterfragen (kann er nicht), könnte man sich auch fragen wiso unsere Maninschaft soviel externe Extramotivation braucht? Jeder einzelne sollte allein von sich aus darauf bedacht sein immer das Beste aus sich rauszuholen, Stichwort eigener Karriereplan.


Wenn der trainer die richtigen worte findet, bringt das immer ein paar prozent. Wenn es kitzelig wird wie im derby sogar mehr! Das einstellen der mannschaft MUSS zum repertoir der heutigen toptrainer gehören. Er soll sich ja nicht zum affen machen, aber mal den jungs in die augen gucken und die bedeutung klarmachen, das muss schon drin sein.
BVB o9

Re: Lucien Favre (60 Jahre jung) ✓

Beitragvon Dede 4ever BVB » Mo 29. Apr 2019, 18:37

Sowas kann und darf auch gerne ein Mitspieler machen - das hätte dann auch eine deutlich bessere Wirkung...
"Kritik sollte vor allem förderlich sein und nicht einfach nur blöd"
A. Frei

Re: Lucien Favre (60 Jahre jung) ✓

Beitragvon Space Lord » Mo 29. Apr 2019, 18:58

Also, wenn es einer Mannschaft, die sich gerade im Schlussspurt um den Titel befindet, an Motivation fehlt, dann stimmt gewaltig was mit den Spielern nicht.

Wer da die fehlende Motivationsansprache des Trainer beklagt, der sollte sich entweder einen anderen Job suchen oder zumindest mal fragen, wofür er überhaupt Fußball spielt und wieso gerade bei uns.. :shock: