Anspruch und Wirklichkeit: Dutt spricht vom "Niemandsland"



Re: Anspruch und Wirklichkeit: Dutt spricht vom "Niemandslan

Beitragvon Kreisklasse » Mi 24. Apr 2019, 15:00

Das Erschreckende ist, dass Kiel aktuell einen Zuschauerdurchschnitt von knapp 10.000 hat. Dazu überschaubare Werbe- und Merchandising-Einnahmen (die konkurrieren in ihrem Staedtchen mit THW).
Ohne Transfergewinne waeren die schnell weg. Dummerweise machen die bislang genug Schnäppchen. Hut ab vor der aktuell herausragenden Arbeit.
Durch leidenschaftlichen, ehrlichen und erlebnisreichen Fußball
vermitteln wir Freude, Faszination und Begeisterung.

Re: Anspruch und Wirklichkeit: Dutt spricht vom "Niemandslan

Beitragvon peschelserben » Mi 24. Apr 2019, 20:18

BomBast1847+1 hat geschrieben:
freifang hat geschrieben:
b24unsereheimat hat geschrieben:... Anspruch ist Mittelfristig die Bundesliga. Aussage Villis. ... Wenn ich es zur JHV zeitlich einrichten kann, erwarte ich auch hier eine verpflichtende Erklärung von Villis bezüglich der Ziele. Und diese Ziele sind dann konsequent zu verfolgen und nicht einfach so zu ändern, wie es einem gerade passt.

Ich bin durchaus der Meinung, dass Ziele korrigiert und verändert werden müssen, wenn diese nicht mehr realistisch erscheinen. ...

Selbstverständlich können Ziel angepasst werden, vor allem, wenn sie unrealistisch sind. Aber es gibt, nennen wir sie mal "Elementarziele", wenn man die aufgibt, dann kann man 'den Laden' (hier: die Pommesbude) auch gleich schließen. Im Sport ist so ein Ziel der Sieg, die Meisterschaft oder ein möglichst gutes Abschneiden.

Ist denn ein Aufstieg für den VfL Bochum unrealistisch?
Ist es unrealistisch, dass der VfL Bochum so agieren kann, wie Kiel oder Paderborn oder andere Mannschaften, die auch nicht "im Geld baden"?

Ja, das ist es derzeit!

Mit diesem Kader und dieser Vorgehensweise bei der Kaderplanung, bei diesem Scouting, bei dieser allgemeinen Selbstzufriedenheit (vgl. die Aussagen der Spieler im westline Artikel), ist es ziemlich sicher nicht realistisch, das der Verein höhere Ziele (direkter Aufstieg, Relegation, besseres Abschneiden im Pokal) erreicht; das haben die letzten Jahre bewiesen. Und das liegt nicht nur am fehlenden Geld!

Und was nun?
Längst wäre es Aufgabe einer Führung gewesen, die eigene Vorgehensweise zu hinterfragen und gegebenenfalls zu verändern. Eine ambitionierte Führung würde sich durch zielgerichtetes Handeln ausrichten bzw. immer wieder neu positionieren.

Wenn man es sich jedoch einfach machen will, setzt man die Ziele herunter, veranstaltet man Ablenkungsmanöver!

Top 25 ist so ein "Ablenkungsmanöver", weil es auch Platz 1 mit einschließt, aber eben auch bis zum bedeutungslosen Platz 7 in der 2. Liga reicht. Dagegen wäre z. B. Top 20 ein ambitioniertes Ziel, weil es den dauerhaften Anspruch, in Tuchfühlung mit der Bundesliga zu bleiben, zum Gegenstand hat.
Stuttgart macht es gerade vor: trotz akuter Abstiegssorgen(!), wollen sie sich mittelfristig im oberen Drittel der Bundesliga etablieren! So geht Profisport; aber "uns" haben sie ja Volkssport (auch so ein Ablenkungsmanöver) verordnet.

Zusammengefasst muss man feststellen, dass dem Verein eine zu den Aufgaben und Herausforderungen des Profifußballs passende Führung fehlt. Villis mag sich Verdienste beim Verwalten eines Quasi-Monopolisten erworben haben, den für den Profisport benötigten Ehrgeiz hat er nicht. Und das strahlt er auch so aus. Und das hat sich längst auf den Verein übertragen; auch der wirkt mittlerweile vollkommen 'uninspiriert'.

Das wirkt sich natürlich auf Sponsoren, das Management, den Trainer und auch die Spieler aus. Gerade auch auf die Spieler, denn das sind oder sollten i. d. R. ehrgeizige Profisportler sein, die sich weiterentwickeln wollen, die mehr erreichen wollen.

Aber gerade das ist doch beim VfL immer mehr in Frage gestellt: Weiterentwicklung, höhere Ziele!

Und deshalb finden sich tatsächlich immer häufiger Spieler ein, die ihren sportlichen Zenit überschritten haben und im Grunde beim VfL noch ein paar Jahre eine "ruhige Kugel schieben" und möglichst lange hohe 6-stellige Gehälter einfahren wollen.
Die hier oft genannten möglichen Transferkandidaten mit (Erstliga-)Potential werden sehr genau hinschauen, natürlich zuerst auf das Geld, aber eben auch, was sie mit dem Verein erreichen können, was der Verein anstrebt, ausstrahlt. Und diesbezüglich gehen den Kaderverantwortlichen beim VfL sicher immer öfter die Argumente aus, mit denen sie den aktuellen VfL hervorheben können.

Es passt leider alles zusammen. Und deshalb stehen "wir" nun da, wo wir stehen: im Niemandsland!
Trösten können wir uns nur damit, dass alles noch viel schlimmer hätte kommen können. :(


VfL, oh VfL, 'rauf geht's langsam, 'runter schnell.



Machte Manche Sachen stimmen, bei manchen könnte man locker Gegenargumente liefern.

Abenteuerlich finde ich was du zu Stuttgart schreibst. So geht es eben gar nicht. Da wurden Ziele ausgegeben die völlig falsch waren, eine Mannschaft zusammengestellt, die sicher vieles kann, aber kein Abstiegskampf, weil damit hat man ja laut Führung "nix zu tun". Je nachdem wer der Gegner in der Relegation wird, werden die absteigen. Ziel war top 6. Das ist ganz miserabel. Da ist unser Ziel passender formuliert

Re: Anspruch und Wirklichkeit: Dutt spricht vom "Niemandslan

Beitragvon peschelserben » Mi 24. Apr 2019, 20:22

b24unsereheimat hat geschrieben:
freifang hat geschrieben:
b24unsereheimat hat geschrieben:Zumal die Aussage hier von Westline auch nicht richtig ist. Anspruch ist Mittelfristig die Bundesliga. Aussage Villis. Daran müssen sich die Verantwortlichen messen lassen. Nur weil sie ihre eigene Inkompetenz verbergen wollen, werden Ziele nach unten korrigiert. Das ist nicht akzeptabel. Villis hat BuLi ausgegen, das zählt. Das das theoretisch möglich ist, zeigen Paderborn, Heidenheim und Kiel die mit Low-Budget oben mitmischen oder letzte Saison (Kiel) richtig mitgemischt haben. Verletzungen etc. sind da keine Ausreden. Sesi hat einen entsprechenden Kader zusammen zu stellen und Dutt diese entsprechend zu motivieren, dass diese auf dem Platz performen. Passiert das nicht sind beide Posten fehlbesetzt und man muss reagieren. Alles andere ist nicht mehr akzeptabel. Wenn ich es zur JHV zeitlich einrichten kann, erwarte ich auch hier eine verpflichtende Erklärung von Villis bezüglich der Ziele. Und diese Ziele sind dann konsequent zu verfolgen und nicht einfach so zu ändern, wie es einem gerade passt.


Ich bin durchaus der Meinung, dass Ziele korrigiert und verändert werden müssen, wenn diese nicht mehr realistisch erscheinen. Was meiner Meinung aber nach fehlt, ist, dass jemand wie Villis auf der JHV ans Pult geht und sagt:
"Als ich 2012 hier übernommen habe, habe ich das mittelfristige Ziel ausgegeben, aufzusteigen. Dies wurde unter meiner Führung nicht erreicht." Ich bin jetzt keiner, der dann einen Rauswurf aufgrund nicht erreichter Ziele fordern würde (auch aufgrund von mangelnden, kompetenten Alternativen), aber dieses ewige Rumgerede von Wegen "die Schere zwischen 1. und 2. Liga", "die wirtschaftliche Konsolidierung hatte Priorität" oder "die Verletzungen haben uns zurückgeworfen" raubt mir so langsam den letzten Nerv. Das sind alles nur Ausreden und Makulatur.
Klare Kante zeigen, sich wirklich mal hinstellen und sagen: "Wir haben es verkackt!" Und zwar nicht jetzt, sondern in den ersten beiden Jahren unter Villis, wo man auf Spieler wie Scheidhauer, Iashvili, Gelashvili, Chaftar, Rothenbach, Cwielong, Ilsö und Co. setzte... Die beiden Saisons auf Platz 14 und 15 haben uns um Jahre zurückgeworfen. Theoretisch (sofern nicht damals geschehen) hätte man sich schon 2014 hinstellen müssen und alles hinterfragen müssen - auch die ausgegebenen Ziele!


Naja, dass wäre aber doch nur ablenken von der eigenen Inkompetenz wenn man die Ziele nach unten korrigiert. Paderborn, Kiel, Heidenheim usw. beweisen doch, dass man auch mit geringen Mitteln das Maximum herausholen kann. Dafür benötigt man aber fähiges Personal und eine strategische Ausrichtung eben genau auf die Zielerreichung. Wenn das Personal nicht fähig ist diese Ziele zu erreichen, muss man sich halt von denen trennen. Sesi hat zur neuen Saison einen Kader zusammen zu stellen, der bis zum Ende um den Aufstieg mitspielt. Es wird nächste Saison wahrscheinlich keine zwei so starken Absteiger geben wie Köln und Hamburg. Sesi MUSS!!! also liefern. Schafft er das nicht und der Saisonstart geht in die Buchse muss er ausgetauscht werden. Nicht mehr und nicht weniger. Da dürfen auch keine Ausreden mehr gelten.



Das bleibt Mal abzuwarten.Hannover, Nürnberg, ggf Stuttgart. Da sehe ich schon starke Absteiger. Die brauchen nur die meisten Spieler zu halten und dann wird es schon gehen. Sesi wird in der kommenden Periode viele Spieler kaufen müssen. Daran muss er sich messen lassen.

Re: Anspruch und Wirklichkeit: Dutt spricht vom "Niemandslan

Beitragvon Mr.Hahn » Mi 24. Apr 2019, 20:38

peschelserben hat geschrieben:Abenteuerlich finde ich was du zu Stuttgart schreibst. So geht es eben gar nicht. Da wurden Ziele ausgegeben die völlig falsch waren, eine Mannschaft zusammengestellt, die sicher vieles kann, aber kein Abstiegskampf, weil damit hat man ja laut Führung "nix zu tun". Je nachdem wer der Gegner in der Relegation wird, werden die absteigen. Ziel war top 6. Das ist ganz miserabel. Da ist unser Ziel passender formuliert


Vor allem: Würde man das beim VfL so machen(Reden vom oberen Bundesligadrittel und performen wie ein Absteiger) wäre das sicherlich alles nur kein "Profisport".
In Stuttgart macht man seit Jahren Schritt 4 vor dem 1.
Nichts aus dem letzten Abstieg gelernt. Nein, nach der mehr als optimal verlaufenen Rückrunde 17/18 direkt vom übernächsten Schritt träumen. Und dann voll auf´n Hintern legen. Und anstatt jetzt mal etwas herunterzukommen, geht es fröhlich weiter.

Normal müssten die wirklich nochmal absteigen(am besten direkt), auch wenn ich mir das aus VfL Sicht nicht wünsche.
Mal schauen, wie es dann mit dem Ziel oberes Bundesliga Drittel bis 2022 aussieht.

Re: Anspruch und Wirklichkeit: Dutt spricht vom "Niemandslan

Beitragvon Hansemann » Mi 24. Apr 2019, 20:57

Fast 50 Jahre ununterbrochen Profifußball im kleinen Provinznest Bochum.
Das sollten sich alle mal vor Augen halten , vor allem in so ner kleinen Provinz durch GE und BVB nebebdran.
Es war klar das das irgendwann mal in Liga 2 mitttelmass endet.
Aber alles gut einmal VfL immer VfL liebe kennt keine Liga !

Re: Anspruch und Wirklichkeit: Dutt spricht vom "Niemandslan

Beitragvon Winne » Mi 24. Apr 2019, 21:08

Dann schau mal nach, wieviel Einwohner Mainz, Freiburg, Hoffenheim oder Gelsenkirchen haben.

Re: Anspruch und Wirklichkeit: Dutt spricht vom "Niemandslan

Beitragvon peschelserben » Mi 24. Apr 2019, 23:26

Mr.Hahn hat geschrieben:
peschelserben hat geschrieben:Abenteuerlich finde ich was du zu Stuttgart schreibst. So geht es eben gar nicht. Da wurden Ziele ausgegeben die völlig falsch waren, eine Mannschaft zusammengestellt, die sicher vieles kann, aber kein Abstiegskampf, weil damit hat man ja laut Führung "nix zu tun". Je nachdem wer der Gegner in der Relegation wird, werden die absteigen. Ziel war top 6. Das ist ganz miserabel. Da ist unser Ziel passender formuliert


Vor allem: Würde man das beim VfL so machen(Reden vom oberen Bundesligadrittel und performen wie ein Absteiger) wäre das sicherlich alles nur kein "Profisport".
In Stuttgart macht man seit Jahren Schritt 4 vor dem 1.
Nichts aus dem letzten Abstieg gelernt. Nein, nach der mehr als optimal verlaufenen Rückrunde 17/18 direkt vom übernächsten Schritt träumen. Und dann voll auf´n Hintern legen. Und anstatt jetzt mal etwas herunterzukommen, geht es fröhlich weiter.

Normal müssten die wirklich nochmal absteigen(am besten direkt), auch wenn ich mir das aus VfL Sicht nicht wünsche.
Mal schauen, wie es dann mit dem Ziel oberes Bundesliga Drittel bis 2022 aussieht.


Da hast Recht, aber ganz ehrlich, die Glocken hat man in Bochum auch erst nicht hören wollen. Hochstädter war der erste der irgendwann mal "blasphemisch" sagte "nein, wir sind nicht eigentlich ein Erstligist, wir sind 2 ligist und das nicht erst seit gestern"

Von daher waren wir ähnlich Doof vor 9 Jahren und hatten nicht 5 Meisterschaften (letzte 2007)+2013 DFB Pokal Finale auf der Habenseite.

Re: Anspruch und Wirklichkeit: Dutt spricht vom "Niemandslan

Beitragvon ViolentPinguin » Sa 27. Apr 2019, 00:23

Glaubt mal bloß nicht dass die Kieler das Geld auch wieder vollständig in neue Spieler investieren konnten/ können.
Die haben nach dem Aufstieg doch nur unter Auflagen die spielgenehmigung bekommen, weil am Stadion noch einiges gemacht werden musste. Auch in die Infrastruktur allgemein müssen sie viel mehr als wir investieren, weil der Standard dort einfach noch auf 3.Liga Niveau war und zum Teil noch ist.