Ultras auflösen



Sollten sich die Ultras auflösen.

Umfrage endete am Sa 17. Mär 2018, 19:32

Ja
28
74%
Nein
10
26%
 
Abstimmungen insgesamt : 38

Re: Ultras auflösen

Beitragvon BomBast1847+1 » Mi 14. Mär 2018, 12:39

wersonst1848 hat geschrieben:...
Die Herrschaft der Mehrfach-Nicks hat gebrochen.
Sorry, gesprochen. Sogar im Strahl.

Und was er sagte, ... das war doch gut.

Zumindest war es gut gemeint. :lol:

Warumdennauchnicht1848?

... wir sind die Fans, die Fans, die Fans vom VfL ...

Re: Ultras auflösen

Beitragvon Soccerholic » Mo 19. Mär 2018, 04:41

Ich finde man sollte das Thema Ultras gar nicht zu hoch hängen. Man kann es sich auch nicht so einfach machen und sagen die Ultras sind alles böse Jungs. Aber so wie Hans sie darstellt das es alles liebe nette Jungs mit toller schulischer und beruflicher Ausbildung sind ist es eben auch nicht. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich in der Mitte. Auch in so einer Gruppe hast du Leute dabei die mit Pyro zündeln oder auf Krawall aus sind, und ein andere Teil wird ganz vernünftig sein. Am Ende kostet der eine Teil der Gruppe den Verein immer wieder Geld oder sorgt für negative Schlagzeilen. Auf der anderen Seite muss man ihnen zu gute halten das sie oft, gerade Auswärts, für Stimmung sorgen, gute Choreos machen und sich auch für soziale Sachen einsetzen.
Im Endeffekt muss man sich halt fragen wollen sie Teil der Fan Szene sein? Ich glaube eher sie wollen da eine Führungsrolle haben, das fände ich auch okay, wiederspricht sich aber in dem Moment wo sie die Unterstützung der Mannschaft einstellen in einer Situation wo gerade die Mannschaft es am nötigsten hatte. Ich finde sie haben den Verein in einer ganz wichtigen Situation im Stich gelassen und genau das macht es für mich schwierig zu glauben das es Ihnen in erster Linie um den Erfolg geht, anscheinend doch mehr um sich selbst. Wenn man es ohne Ultras hinbekommt die Stimmung im Stadion zu verbessern wird sich das Thema eh bald erledigt haben.
" Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht"
Abraham Lincoln

Re: Ultras auflösen

Beitragvon freifang » Mo 19. Mär 2018, 14:59

Soccerholic hat geschrieben:Ich finde man sollte das Thema Ultras gar nicht zu hoch hängen. Man kann es sich auch nicht so einfach machen und sagen die Ultras sind alles böse Jungs. Aber so wie Hans sie darstellt das es alles liebe nette Jungs mit toller schulischer und beruflicher Ausbildung sind ist es eben auch nicht. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich in der Mitte. Auch in so einer Gruppe hast du Leute dabei die mit Pyro zündeln oder auf Krawall aus sind, und ein andere Teil wird ganz vernünftig sein. Am Ende kostet der eine Teil der Gruppe den Verein immer wieder Geld oder sorgt für negative Schlagzeilen. Auf der anderen Seite muss man ihnen zu gute halten das sie oft, gerade Auswärts, für Stimmung sorgen, gute Choreos machen und sich auch für soziale Sachen einsetzen.
Im Endeffekt muss man sich halt fragen wollen sie Teil der Fan Szene sein? Ich glaube eher sie wollen da eine Führungsrolle haben, das fände ich auch okay, wiederspricht sich aber in dem Moment wo sie die Unterstützung der Mannschaft einstellen in einer Situation wo gerade die Mannschaft es am nötigsten hatte. Ich finde sie haben den Verein in einer ganz wichtigen Situation im Stich gelassen und genau das macht es für mich schwierig zu glauben das es Ihnen in erster Linie um den Erfolg geht, anscheinend doch mehr um sich selbst. Wenn man es ohne Ultras hinbekommt die Stimmung im Stadion zu verbessern wird sich das Thema eh bald erledigt haben.


Das sehe ich 1:1 genauso! Die Ultras sind gerade dabei, sich selbst abzuschaffen, denn sie zeigen mehr als deutlich, dass ihnen die Situation, in der sich der Verein befand/befindet, am Allerwerteten vorbeigeht! Also ich persönlich hatte zwischenzeitlich akute Existenzängste um den Verein. Da kannst du doch nicht einfach sagen: Ne, mit euch will ich nichts zu tun haben!

Die letzten 5-6 Wochen haben deutlich gezeigt: Der Verein kann auch ohne "Ultras"! Aber können die "Ultras" auch ohne den Verein? Werden sie irgendwann wieder in die Ost gekrochen kommen? Spätestens dann wird ihre ohnehin beschädigte Reputation entgültig unglaubwürdig werden.

Jedem das seine und ich bin für jeden, der den VfL aktiv unterstützen will. Aber die "Ultras" werden in Zukunft stets das gebranntmarkte Kind...

Re: Ultras auflösen

Beitragvon VfL_Block_N » Di 20. Mär 2018, 09:44

http://www.reviersport.de/368595---vfl-ultras-bochum-bleiben-budenzauber-fern.html
Die Ultras nehmen am diesjährigen "Hallenzauber" Fan-Turnier nicht teil.
Der Abschied ist schleichend ;)

Re: Ultras auflösen

Beitragvon wersonst1848 » Di 20. Mär 2018, 14:02

Sie ziehen ihr Ding durch.

Was auch immer das sein mag ???

Vielleicht die Antwort auf das letzte Fantreffen, wo beschlossen wurde, die Stimmung im Stadion auch ohne Ultras zu verbessern. Geht ja mal gar nicht :o

Einerseits finde ich das schade. Fast traurig.

Andererseits fehlen sie aber auch keinem mehr.
Weder beim Budenzauber, noch im Stadion.

Re: Ultras auflösen

Beitragvon talueng » Mi 21. Mär 2018, 06:02

freifang hat geschrieben:sie zeigen mehr als deutlich, dass ihnen die Situation, in der sich der Verein befand/befindet, am Allerwerteten vorbeigeht!

Nach dieser Logik geht der Verein ca. 95% aller Zuschauer und bestimmt 75% aller Ostkurven-Fans am arsch vorbei, denn die sind ungefähr genauso wenig aktiv wie die Ultras momentan, und das im
Übrigen nicht erst seit der Ausgliederung, sondern ganz grundsätzlich. Bevor man also so einen Unsinn raus haut, sollte man vielleicht mal zwei Minuten lang überlegen, wie viele Choreografien, Gesänge, Fanartikel, soziale Engagements, Auswärtsfahrten, etc. pp. der ganze Rest der Anhängerschaft (inkl. man selbst) so auf die Beine stellt.

Aber ganz ehrlich: Es geht hier doch gar nicht um sachliche Diskussion. Über was soll man auch diskutieren; es bleibt jedermann (und so auch einem Ultra) selbst überlassen, wo und wie er ins Stadion geht. Die ganze Angelegenheit und solche Threads hier dienen einzig und allein einigen dazu, eine weitere Gelegenheit zum pflegen ihres Lieblingsfeindbildes zu finden. Egal wie hanebüchen auch immer.

wersonst1848 hat geschrieben:Andererseits fehlen sie aber auch keinem mehr.

Auch solche Aussagen sind undifferenziert und Ausdruck von persönlichen Feindbildern. Es kann in niemandem Interesse sein, dass die Ultras verschwinden und damit ein Vakuum hinterlassen, von dem niemand weiß, wer es wie füllen wird.

Denn schlussendlich sind tolle choreographien und böse Pyrotechnik doch alles nur Oberflächlichkeiten. Die wesentliche Funktion, die die Ultras erfüllen, ist eine soziale: Sie bieten Jugendlichen in Zeiten von Orientierungslosigkeit eine Anlaufstelle, wo sie sich für etwas engagieren können. Das kann eine bunte Kurve sein, das kann Fußballpolitik sein, das kann auch einfach nur das Gruppenleben sein. Das alles ist besser, als wenn sie sich anderen, gefährlicheren Dingen zuwenden.

Wir können bereits heute (bevor die Ultras ihre Aktivitäten eingestellt haben) sehen, dass sich neben den Ultras neue, kleinere Gruppen bilden, die ihren Fokus wieder vermehrt auf „Wald und Wiese“ legen. Diese Gruppen haben auch deshalb Zulauf erhalten, weil die Ultras sich in den letzten Jahren schon stückweise zurückgezogen haben und für Jugendliche weniger attraktiv wurden, als zu Zeiten, in denen die Gruppe wesentlich aktiver war.

Wer sich heute freut, dass die Ultras sich zurückziehen, der soll sich morgen bitte nicht beschweren, wenn radikalere Gruppen entstehen, die statt Bengalos zu zünden die körperliche Auseinandersetzung suchen.

Aber auch hier gilt: Wer einfach nur sein Feindbild pflegen will, der ist natürlich blind, solche Zusammenhänge zu sehen.

Re: Ultras auflösen

Beitragvon freifang » Mi 21. Mär 2018, 10:09

talueng hat geschrieben:
freifang hat geschrieben:sie zeigen mehr als deutlich, dass ihnen die Situation, in der sich der Verein befand/befindet, am Allerwerteten vorbeigeht!

Nach dieser Logik geht der Verein ca. 95% aller Zuschauer und bestimmt 75% aller Ostkurven-Fans am arsch vorbei, denn die sind ungefähr genauso wenig aktiv wie die Ultras momentan, und das im
Übrigen nicht erst seit der Ausgliederung, sondern ganz grundsätzlich. Bevor man also so einen Unsinn raus haut, sollte man vielleicht mal zwei Minuten lang überlegen, wie viele Choreografien, Gesänge, Fanartikel, soziale Engagements, Auswärtsfahrten, etc. pp. der ganze Rest der Anhängerschaft (inkl. man selbst) so auf die Beine stellt.

Aber ganz ehrlich: Es geht hier doch gar nicht um sachliche Diskussion. Über was soll man auch diskutieren; es bleibt jedermann (und so auch einem Ultra) selbst überlassen, wo und wie er ins Stadion geht. Die ganze Angelegenheit und solche Threads hier dienen einzig und allein einigen dazu, eine weitere Gelegenheit zum pflegen ihres Lieblingsfeindbildes zu finden. Egal wie hanebüchen auch immer.

[...]

Aber auch hier gilt: Wer einfach nur sein Feindbild pflegen will, der ist natürlich blind, solche Zusammenhänge zu sehen.


Na na, vielleicht sollte man erst einmal aufhören, gezielt Phrasen aus dem Kontext zu reißen, um überhaupt anfangen zu können zu diskutieren.

Es ist doch nur logisch, dass es der Reputation der "Ultras" schadet, wenn man sich gezielt dazu entscheidet, den Support für die Mannschaft einzustellen. Und das, obwohl sich der Verein in seiner wohl größten Krise seit Gründung befindet. Auch hier im Forum sind sicherlich Leute zu finden, die "keinen Bock mehr auf den Verein hatten", aber von einer Gruppierung, die sich als "Zentrum der Bochumer Fan-Szenerie" sieht, habe ich persönlich mehr erwartet! Und dabei geht es mir auch nicht darum, was die "Ultras" in der Vergangenheit an Positiven (Choreos, Auswärtsfahrten, Soziales, etc.) oder Negativen (Pyro, Schlägereien, Zusammenschluss mit GE und DO, etc.) geleistet haben!

Mich persönlich hat noch nicht mal ein Hochstätter aus dem Stadion bekommen, denn dieser Verein, den ich - seit ich sechs Jahre alt bin - vergöttere, ist größer als eine Person! Er ist auch größer als eine Fangruppierung, die gerade im Begriff ist, sich selbst abzuschaffen. Und das nicht, weil der Verein ja ein ach so böser ist. Nein, weil sie ihren Willen nicht bekommen haben!

Und das ist - um es mit wersonst Worten zu sagen - einerseits traurig, weil der VfL über jedes aktive Fan-Mitglied froh sein kann, andererseits machen sie sich durch ihr Verhalten auch überflüssig, weswegen sie bei Zeiten entweder wieder in die Ost gekrochen kommen oder komplett in der Senke verschwinden und vollends in Vergessenheit geraten.

Wie bereits oben erwähnt: Jedem das seine! Aber nicht auf dem Rücken des Vereins!

Re: Ultras auflösen

Beitragvon Kreisklasse » Mi 21. Mär 2018, 10:24

In der Tat befindet sich der VfL immer noch in der wohl grössten Krise seiner Geschichte. Umso erstaunlicher finde ich es, dass man sich hier über viele Seiten an den Ultras abarbeitet. Und nicht an dem Herrn, der für diese Krise die Verantwortung trägt und immer noch im Amt ist. Sind das Übersprungshandlungen?
Ich könnte wunderbar ohne die Ultras leben. Aber die haben ganz sicher nicht den VfL an den Rand der Existenz getrieben. Das waren die Leute, die Hochstätter viel zu lange machen liessen. Auch noch, als es diesem erkennbar nur noch um verbrannte Erde und die Inszenierung seines Abgangs ging.
Durch leidenschaftlichen, ehrlichen und erlebnisreichen Fußball
vermitteln wir Freude, Faszination und Begeisterung.

Re: Ultras auflösen

Beitragvon 4630-4-ever » Mi 21. Mär 2018, 11:13

sehe ich genau so.
es stellt sich bloß nach wie vor die frage nach einem nachfolger. bis jetzt hat da meines wissens noch keiner laut "hier" geschrien, dem man es auch zutrauen würde.

Re: Ultras auflösen

Beitragvon wersonst1848 » Mi 21. Mär 2018, 13:08

talueng hat geschrieben:
wersonst1848 hat geschrieben:Andererseits fehlen sie aber auch keinem mehr.


Auch solche Aussagen sind undifferenziert und Ausdruck von persönlichen Feindbildern. Es kann in niemandem Interesse sein, dass die Ultras verschwinden und damit ein Vakuum hinterlassen, von dem niemand weiß, wer es wie füllen wird.
Denn schlussendlich sind tolle choreographien und böse Pyrotechnik doch alles nur Oberflächlichkeiten. Die wesentliche Funktion, die die Ultras erfüllen, ist eine soziale: Sie bieten Jugendlichen in Zeiten von Orientierungslosigkeit eine Anlaufstelle, wo sie sich für etwas engagieren können. Das kann eine bunte Kurve sein, das kann Fußballpolitik sein, das kann auch einfach nur das Gruppenleben sein. Das alles ist besser, als wenn sie sich anderen, gefährlicheren Dingen zuwenden.
Wir können bereits heute (bevor die Ultras ihre Aktivitäten eingestellt haben) sehen, dass sich neben den Ultras neue, kleinere Gruppen bilden, die ihren Fokus wieder vermehrt auf „Wald und Wiese“ legen. Diese Gruppen haben auch deshalb Zulauf erhalten, weil die Ultras sich in den letzten Jahren schon stückweise zurückgezogen haben und für Jugendliche weniger attraktiv wurden, als zu Zeiten, in denen die Gruppe wesentlich aktiver war.
Wer sich heute freut, dass die Ultras sich zurückziehen, der soll sich morgen bitte nicht beschweren, wenn radikalere Gruppen entstehen, die statt Bengalos zu zünden die körperliche Auseinandersetzung suchen.
Aber auch hier gilt: Wer einfach nur sein Feindbild pflegen will, der ist natürlich blind, solche Zusammenhänge zu sehen.



Talueng, du verhälst dich wie ein Politiker.
Argumente übergehen, einzelne Auszüge aus dem Kontext rauspicken und danach den Leuten, die eine andere Meinung vertreten, inhaltslose Unterstellungen nachzusagen.
Von einem "Feindbild Ultras" hat hier kein einziger irgendetwas geschrieben.
Das hättest du vermutlich gerne. Nach dem Motto : Keiner mag uns, aber das macht uns besonders stark.
Hier ist lediglich sachliche Kritik geübt worden. Und zwar am Verhalten der Ultras, sowohl positiv, als auch negativ. Das positive übersiehst du halt einfach mal. (Einerseits-Andererseits)

Und zur Kröhnung des Ganzen kommt dann die Behauptung :
Weil sich die Ultras zurückziehen, gibt es zukünftig mehr Gewalt.

Und ob sich bei einem Rückzug der Ultras ausschließlich radikalere Gruppen bilden, die lieber auf "Wald und Wiese" boxen statt Böller zünden, ist doch hahnebüchen.
Du übersiehst die Möglichkeit, dass sich auch Gruppen bilden, die "weder-noch" in Betracht ziehen. Da gibt es genügend Fan-Clubs, die dieses vorleben.