Vorstellung Ausgliederungspläne für Mitglieder


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Re: Vorstellung Ausgliederungspläne für Mitglieder

Beitragvon SCP MS » Sa 13. Jan 2018, 01:17

Wenn es weiteren Beleges wirklich noch bedurft hätte, dann jetzt wieder Jack und seine Verdrehungen bis zur Nichtmehrnachvollziehbarkeit - die Nebelkerzenstrategie halt. Doch dies langweilt nur noch und bringt eh nichts. Nun gut.

Ich möchte nur daraufhinweisen, dass der Mainstream des Forums pro Ausgliederung nicht zwangsläufig den Verhältnissen in der Vereinsmitgliederschaft entsprechen muss.

Es wird eine demokratische Abstimmung, auf dessen Ergebnis man gespannt sein darf.

Re: Vorstellung Ausgliederungspläne für Mitglieder

Beitragvon Jack_1906 » Sa 13. Jan 2018, 01:37

:roll:
Ich bin nur dafür verantwortlich was ich schreibe. Nicht dafür, was Du verstehst.

Re: Vorstellung Ausgliederungspläne für Mitglieder

Beitragvon Spielertrainer » Sa 13. Jan 2018, 09:47

Heute stand in der WN das man mit einer 3 - sündigen Veranstaltung rechnen muss. Bedeutet also das erst einzeln geheim über die verschiedenen Änderungen der Paragraphen der Satzungsänderung (5 Paragraphen sind betroffen) abstimmen muss. Erst wenn diese Änderungen mit einer 2/3 Mehrheit durchgehen, kann über die Ausgliederung geheim abgestimmt werden. Diese kommt nur durch bei einer 3/4 Mehrheit. Vor beiden Abstimmungen kann noch diskutiert werden....Puh das gibt nen Marathon oder sehe ich das falsch?
Gegen die willkürliche Bestrafung durch den DFB und gegen die weitere Beschneidung der traditionellen und modernen Fankultur durch DFB, Polizei und Ordnungsbehörden.

Re: Vorstellung Ausgliederungspläne für Mitglieder

Beitragvon Schweini » Sa 13. Jan 2018, 10:57

Und der Kommentar von Herrn Rellmann ist - wie ich finde - lesenswert und bringt so einiges noch mal auf den Punkt.

http://www.wn.de/Sport/Lokalsport/Preus ... n-Fuehrung
28.08.1976: SCP - Bonner SC 6:0 - Mein erstes Spiel live im Stadion

Re: Vorstellung Ausgliederungspläne für Mitglieder

Beitragvon hjkffm » Sa 13. Jan 2018, 11:01

Morgen entscheiden die Preußen-Mitglieder darüber, ob sie der Vereinsführung eine carte blanche geben, zur Ausgliederung der Profis und damit auch den Bau eines neuen Stadion mit einer Endkapazität von bis zu 40.000 Zuschauern.
Wird bereits am Montag das große Rad in Bewegung gesetzt? Preußen Münster im Mittelpunkt oder nur Mittel zum Zweck?
Sichere Zukunft für den Verein oder hohe Renditen für die Investoren..
Sind die Schuldenprobleme des Vereins mit einer Übertragung der Verbindlichkeiten auf die Kapitalgesellschaft gelöst? Sicher nicht, aufgrund der fünfjährigen Haftung könnten noch einige schwierige Situationen entstehen, insbesondere dann, wenn die KG Anleger realisieren sollten, dass sich ihre Ziele nicht verwirklichen lassen.

Eine Bereitschaft von den Präsidiums- und Aufsichtsratsmitglieder ihre Darlehen im Zuge der Ausgliederung in Kommanditkapital umzuwandeln, um den Verein finanzielle Stabilität zu geben, gibt es nicht.

Zu dem Geldroulette paßt, dass es zufälligerweise die Stadioninvestoren sein sollen, die die ersten Aktien an der KGaA erwerben. Sie geben damit denStartschuss zur Realisierung ihres Projektes! Es geht also nicht in erster Linie um das Überleben des SC Preußen, sondern um den Zugang zu den Fleischtöpfen, zu den Fernsehgeldern. Den Gedanken, dass die vielleicht noch umschwenken, wenn sich abzeichnet, dass auch im Umland kein Stadionneubau zu realisieren ist, verwerfe ich lieber gleich wieder.
Ausgliederung und Stadionneubau zwei paar Schuhe? Nein, beide Themen sind eng miteinander verknüpft, das hat sich die Vereinsführung auf die Fahnen geschrieben und sie ziehen zweifellos ihren Plan durch.
Die zukünftige Rolle des SC Preußen eV? Der stellt ein qualifiziertes Management, das Sponsoren sucht und pflegt, die Vermarktung vorantreibt, eine eine kluge Einkaufspolitik betreibt und die Tickets verkauft. Alles völlig risikolos für den Verein:. No risk, no fun, scheint ausgehebelt. Ein modernes Märchen.

Einige verbinden mit der Ausgliederung die Erwartung, dass durch Satzungsänderungen die Mitglieder einen größeren demokratischen Spielraum bekommen könnten. Man fragt man sich, warum sollten Mitglieder, die in der Vergangenheit ihre Rechte kaum wahrgenommen haben, ihr Verhalten jetzt plötzlich ändern?
Ein mehr an Demokratie wird aber nicht bedeuten, dass es mehr Mitsprache bei den Fußballthemen oder gar bei der Entscheidung über den Stadionneubau geben wird. Mit der Zustimmung zur Ausgliederung ist auch dieses Thema entschieden!
Die Direktwahl des Vereinspräsidenten hätte man im Übrigem schon mit der aktuellen Satzungsänderung verbinden können, um auch hier ein Zeichen zu setzen.

Kein Mateschitz, kein Kind, der da um die Ecke kommt, möglicherweise aber ein Bäumer, sollte die Ausgliederung scheitert, so zu lesen in einem Kommentar (oder ungewollte Entscheidungshilfe?) bei westline.
Wahrscheinlicher ist wohl ein Kühne (oder mehrere), der Management und Verein auf die Füße tritt, wenn Zusammenstellung der Mannschaft und Entwicklung außer seiner Sicht nicht zielführend sind.

Um den Verein vor Einflussnahme von aussen zu schützen, könnten hohe Hürden aufbauen aufgebaut werden. Durch Leitplanken für die Aufnahme von Aktionären, Haltefristen, Regelungen zum Weiterverkauf von Aktien, Absage von Treuhandkonstruktionen, Vertreter von Aktionäre in den Gremien des Vereins, Beschränkung von Kreditaufnahmen, keine Haftung des e.V. für Verpflichtungen der KGaA, etc. Verzichtet man darauf, hat man natürlich mehr Verhandlungsspielraum für Zugeständnisse an Investoren.

Zugegeben, die Entscheidung, für oder gegen eine Ausgliederung zu stimmen, ist sehr schwierig. Ich bin hin- und hergerissen. Die finanzielle Lage scheint geradezu nach einer Ausgliederung zu schreien.
Glaube ich aber daran, dass es Investoren gibt, die dem SCP Zeit und Geld zur finanziellen Konsolidierung und für einen Stadionneubau geben? Alle Chancen bei den Preußen, alle Risiken bei den Investoren? Nein, daran kann ich nicht glauben. Alles hat seinen Preis und hier fehlt eindeutig das Preisschild.

Am Sonntag werde ich für eine Satzungsänderung stimmen, um eine Ausgliederung in der Zukunft möglich machen. Zustimmen könnte ich einer kleineren Variante, d.h. Konsolidierung der Finanzen, Ausgliederung Verbleib/Ausbau Preußenstadion an der Hammer Straße.

Bei der Abstimmung über die Ausgliederung werde ich mich der Stimme enthalten, es sei denn, es käme - aus heiterem Himmel - die Zusage, dass bei der grundsätzlichen Entscheidung über den Stadionneubau und den damit einzugehen Verpflichtungen, die Mitglieder noch einmal mitbestimmen dürfen. Einen Freifahrtschein möchte ich jetzt nicht geben.

Wie wichtig die Beteiligung jedes Einzelnen an der Wahl ist, habe ich versucht in zwei Beiträgen in zwei anderen Threads zu pointieren, was sogar zu der Frage führte, für wie blöd ich die Mitglieder eigentlich halte, die Reaktion beruht vielleicht auf ein bewußtes Missverständnis, da ich gegen die Ausgliederung schreibe, aber egal, Schwamm drüber, ich wollte und will niemanden zu nahe treten.

Also geht alle abstimmen, fällt dann auch leichter mit dem Ergebnis umzugehen.
Die Menschen, die sich rühmen, ihre Ansicht niemals zu wechseln, sind Toren, die an ihre Unfehlbarkeit glauben.
(Honore de Balzac)

Re: Vorstellung Ausgliederungspläne für Mitglieder

Beitragvon Klein Peppi » Sa 13. Jan 2018, 11:20

westline/cs hat geschrieben:
hansindersahne hat geschrieben:
Klein Peppi hat geschrieben:Jaja, das Forum :roll:


Schweig und trink Bier.


Ist sowieso gelegentlich die bessere Wahl ;)

Wie darf ich das denn jetzt verstehen? :shock: ;)



Weitermachen.

Re: Vorstellung Ausgliederungspläne für Mitglieder

Beitragvon SCP-FaFF » Sa 13. Jan 2018, 11:44

hjkffm hat geschrieben:Morgen entscheiden die Preußen-Mitglieder darüber, ob sie der Vereinsführung eine carte blanche geben, zur Ausgliederung der Profis und damit auch den Bau eines neuen Stadion mit einer Endkapazität von bis zu 40.000 Zuschauern.
Wird bereits am Montag das große Rad in Bewegung gesetzt? Preußen Münster im Mittelpunkt oder nur Mittel zum Zweck?
Sichere Zukunft für den Verein oder hohe Renditen für die Investoren..
Sind die Schuldenprobleme des Vereins mit einer Übertragung der Verbindlichkeiten auf die Kapitalgesellschaft gelöst? Sicher nicht, aufgrund der fünfjährigen Haftung könnten noch einige schwierige Situationen entstehen, insbesondere dann, wenn die KG Anleger realisieren sollten, dass sich ihre Ziele nicht verwirklichen lassen.

Eine Bereitschaft von den Präsidiums- und Aufsichtsratsmitglieder ihre Darlehen im Zuge der Ausgliederung in Kommanditkapital umzuwandeln, um den Verein finanzielle Stabilität zu geben, gibt es nicht.

Zu dem Geldroulette paßt, dass es zufälligerweise die Stadioninvestoren sein sollen, die die ersten Aktien an der KGaA erwerben. Sie geben damit denStartschuss zur Realisierung ihres Projektes! Es geht also nicht in erster Linie um das Überleben des SC Preußen, sondern um den Zugang zu den Fleischtöpfen, zu den Fernsehgeldern. Den Gedanken, dass die vielleicht noch umschwenken, wenn sich abzeichnet, dass auch im Umland kein Stadionneubau zu realisieren ist, verwerfe ich lieber gleich wieder.
Ausgliederung und Stadionneubau zwei paar Schuhe? Nein, beide Themen sind eng miteinander verknüpft, das hat sich die Vereinsführung auf die Fahnen geschrieben und sie ziehen zweifellos ihren Plan durch.
Die zukünftige Rolle des SC Preußen eV? Der stellt ein qualifiziertes Management, das Sponsoren sucht und pflegt, die Vermarktung vorantreibt, eine eine kluge Einkaufspolitik betreibt und die Tickets verkauft. Alles völlig risikolos für den Verein:. No risk, no fun, scheint ausgehebelt. Ein modernes Märchen.

Einige verbinden mit der Ausgliederung die Erwartung, dass durch Satzungsänderungen die Mitglieder einen größeren demokratischen Spielraum bekommen könnten. Man fragt man sich, warum sollten Mitglieder, die in der Vergangenheit ihre Rechte kaum wahrgenommen haben, ihr Verhalten jetzt plötzlich ändern?
Ein mehr an Demokratie wird aber nicht bedeuten, dass es mehr Mitsprache bei den Fußballthemen oder gar bei der Entscheidung über den Stadionneubau geben wird. Mit der Zustimmung zur Ausgliederung ist auch dieses Thema entschieden!
Die Direktwahl des Vereinspräsidenten hätte man im Übrigem schon mit der aktuellen Satzungsänderung verbinden können, um auch hier ein Zeichen zu setzen.

Kein Mateschitz, kein Kind, der da um die Ecke kommt, möglicherweise aber ein Bäumer, sollte die Ausgliederung scheitert, so zu lesen in einem Kommentar (oder ungewollte Entscheidungshilfe?) bei westline.
Wahrscheinlicher ist wohl ein Kühne (oder mehrere), der Management und Verein auf die Füße tritt, wenn Zusammenstellung der Mannschaft und Entwicklung außer seiner Sicht nicht zielführend sind.

Um den Verein vor Einflussnahme von aussen zu schützen, könnten hohe Hürden aufbauen aufgebaut werden. Durch Leitplanken für die Aufnahme von Aktionären, Haltefristen, Regelungen zum Weiterverkauf von Aktien, Absage von Treuhandkonstruktionen, Vertreter von Aktionäre in den Gremien des Vereins, Beschränkung von Kreditaufnahmen, keine Haftung des e.V. für Verpflichtungen der KGaA, etc. Verzichtet man darauf, hat man natürlich mehr Verhandlungsspielraum für Zugeständnisse an Investoren.

Zugegeben, die Entscheidung, für oder gegen eine Ausgliederung zu stimmen, ist sehr schwierig. Ich bin hin- und hergerissen. Die finanzielle Lage scheint geradezu nach einer Ausgliederung zu schreien.
Glaube ich aber daran, dass es Investoren gibt, die dem SCP Zeit und Geld zur finanziellen Konsolidierung und für einen Stadionneubau geben? Alle Chancen bei den Preußen, alle Risiken bei den Investoren? Nein, daran kann ich nicht glauben. Alles hat seinen Preis und hier fehlt eindeutig das Preisschild.

Am Sonntag werde ich für eine Satzungsänderung stimmen, um eine Ausgliederung in der Zukunft möglich machen. Zustimmen könnte ich einer kleineren Variante, d.h. Konsolidierung der Finanzen, Ausgliederung Verbleib/Ausbau Preußenstadion an der Hammer Straße.

Bei der Abstimmung über die Ausgliederung werde ich mich der Stimme enthalten, es sei denn, es käme - aus heiterem Himmel - die Zusage, dass bei der grundsätzlichen Entscheidung über den Stadionneubau und den damit einzugehen Verpflichtungen, die Mitglieder noch einmal mitbestimmen dürfen. Einen Freifahrtschein möchte ich jetzt nicht geben.

Wie wichtig die Beteiligung jedes Einzelnen an der Wahl ist, habe ich versucht in zwei Beiträgen in zwei anderen Threads zu pointieren, was sogar zu der Frage führte, für wie blöd ich die Mitglieder eigentlich halte, die Reaktion beruht vielleicht auf ein bewußtes Missverständnis, da ich gegen die Ausgliederung schreibe, aber egal, Schwamm drüber, ich wollte und will niemanden zu nahe treten.

Also geht alle abstimmen, fällt dann auch leichter mit dem Ergebnis umzugehen.


Ich nehme jetzt mal einfach diesen Teil raus, um die komplexe Inhaltslosigkeit der Kontra-Argumente darzulegen. Viele der Gegener sehen einen Hauptkritikpunkt darin, dass aus dem "Forderungskatalog" nicht genügend Punkte bezüglich der Möglichkeit der Mitentscheidung über Investoren, Anteilstausch etc. berücksichtigt wurden. Und gleichzeitig wird eingestanden, dass in den golden Zeiten des hochgelobten e.V. genau dieses Mitspracherecht nur ungenügend wahrgenommen wurde...?????? Häh?????

Ja und das Vereinsleben.....WAS HATTEN wir als e.V. NUR FÜR EIN VEREINSLEBEN!!!!!! Das ist dann auf einmal nach der Ausgliederung verschwunden.....DIESES VEREINSLEBEN!

Ich möchte mal den Gedanken einer Nicht-Ausgliederung weiterspinnen. Die jetzige VF hat gesagt, dass die Ausgliederung wesentlicher Bestandteil ihrer mittel- und langfristigen Planung für den SCP ist. Dementsprechend würde ich einen geordneten Rückzug zum nächstmöglichen Zeitpunkt vermuten. Bis dahin haben wird dann 3,5-4,0 Mio. Minus incl. der Vakanz Hauptsponsor. Nach Meinung vieler Ausgliederungsgegner geht es ja "irgendwie weiter". Glaubt denn ernsthaft einer der E.V.-Befürworter, dass dann eine total basisdemokratische Investorengruppe oder ein einzelner Investor kommt, der supidupi basisdemokratisch den Verein entschuldet und weiterführt? Pyro für alle! Keine Stadionverbote mehr! Scheiss DFB!.....ja so wird es wohl laufen!

Hoffentlich ist endlich Montag!

Re: Vorstellung Ausgliederungspläne für Mitglieder

Beitragvon schnettker » Sa 13. Jan 2018, 11:59

FICKT EUCH ALLE! ähm ...

Geht bitte morgen ALLE zur Urne!

Re: Vorstellung Ausgliederungspläne für Mitglieder

Beitragvon rubikon » Sa 13. Jan 2018, 12:45

Als Nichtmitglied muss ich wohl meinen Mund halten. Jedoch darf mal angemerkt werden das es wohl keine basisdemokratischere Wahl gibt als die zur Ausgliederung. D.h. 26% der abgegebenen Stimmen dominieren über die verbleibenden 74%. Mehr geht wohl nicht. Entspricht zwar nicht meinem Demokratieverständniss aber die Regeln sind halt so. Ich hoffe die Ausgliederung geht durch und wir und der Verein haben eine Perspektive und das die Investoren Geld verdienen wollen ist legitim , möchte wahrscheinlich jeder von uns auch!!!!
flach spielen, hoch gewinnen

Re: Vorstellung Ausgliederungspläne für Mitglieder

Beitragvon Jack_1906 » Sa 13. Jan 2018, 12:46

Lustig, ich hatte mir auch genau diesen Teil raus gepickt:
Einige verbinden mit der Ausgliederung die Erwartung, dass durch Satzungsänderungen die Mitglieder einen größeren demokratischen Spielraum bekommen könnten. Man fragt man sich, warum sollten Mitglieder, die in der Vergangenheit ihre Rechte kaum wahrgenommen haben, ihr Verhalten jetzt plötzlich ändern?
Tja, aber würden die Mitglieder ihr Verhalten plötzlich ändern, wenn wir nicht ausgliedern? Immerhin ist es ja auch eine Forderung vieler Ausgliederungsgegner, dass der Verein stärker dem Einfluss der Mitglieder ausgesetzt sein soll.
Ob wir aber nun im reinen e.V. die falschen Leute wählen und ein Sponsor die ganzen Fäden in der Hand hält oder ob wir in der KG-Struktur die falschen Leute wählen und ein Investor die ganzen Fäden in der Hand hält, ist doch nun wirklich nur marginal relevant. Die Mitglieder müssen sich so oder so besser ihrer Verantwortung bewusst werden und das fängt spätestens am Sonntag um 11 an!

Warum ich aber dennoch darauf hoffe, dass am Ende die Ausgliederung bei so etwas besser abschneiden würde (wenn es denn eine Möglichkeit gäbe, das überhaupt zu vergleichen)? Ich hoffe darauf, dass diese gesamte Diskussion die Aufmerksamkeit der Mitglieder geweckt hat und dass vor allem die Mitglieder, die zwar dafür stimmen aber dennoch Bauchschmerzen haben, genau wegen dieser Bauchschmerzen zumindest in den nächsten Jahren genauer hinschauen werden. Von denjenigen, die mit Nein stimmen, erwarte ich das eh. Allein schon, weil die Ausgliederung ein neuer Schritt ist, wird diese unter größerer Beobachtung stehen - zumindest bis wir uns alle daran gewöhnt haben und in ein paar Jahren der Alltag einkehrt.
Ohne Ausgliederung ist dieser Effekt des "kritischen Beobachtens" wahrscheinlich nicht so arg ausgeprägt. Zudem wissen wir nicht, was wir in der nahen Zukunft noch an Zwängen ausgesetzt sein könnten, eine unliebsame Entscheidung zu treffen, nur damit es überhaupt weiter geht.
Aber wie gesagt, beide Wege stehen und fallen mit den Mitgliedern! Und wenn wir uns nicht mal selber vertrauen, können wir den Laden gleich ganz dicht machen und an einen Scheich oder Brausehersteller verhökern.

Aber auch aufgrund der Strukturen der Ausgliederung sehe ich Vorteile für die Mitglieder. In der Vergangenheit waren die großen Sponsoren immer im Aufsichtsrat deutlich überrepräsentiert. Wir haben gerade erst seit einem Jahr mal ein Mitglied im AR, dass nicht von einem Sponsor kommt. Wenn die Investoren aber zukünftig bereits in der Aktionärsversammlung und eventuell über den AR der KG in den Strukturen repräsentiert sind, kann der Vereins-AR einfacher besetzt werden, weil der Anspruch auf einen Gremienplatz der Geldgeber nicht mehr so ausgeprägt ist.
Außerdem hoffe ich darauf, dass man gerade nach der Ausgliederung die älteren Herren in den ersten Reihen der JHV eher davon überzeugen kann, dass ein AR-Mitglied nicht seit 30 Jahren Geschäftsführer sein muss, sondern durchaus auch aus den Reihen der Mitglieder und Fans kommen kann. Schließlich gilt es ja dann verstärkt, den Einfluss der Mitglieder zu erhalten! Und ich halte gerade diese ältere Herren durchaus für einen entscheidenden Faktor auf den JHVen: sie wagen es nämlich regelmäßig, ihre Stimmen zu erheben und haben einen großen Einfluss auf eine breite Masse von Mitgliedern, die eher ohne eigene Meinung auf der Versammlung sitzen und dort den Weg des geringsten Widerstandes wählen.


Die anderen Bereiche, warum zum Beispiel dieser 5-jährige Fall-Back der Schulden eigentlich kaum wirklich relevant ist und warum eine zwischengeschaltete KG durchaus dafür sorgen kann, dass der e.V. sicherer und stabiler in die Zukunft geht, hatten wir hier schon 1.000 mal besprochen. Damit verschone ich euch :mrgreen:

Wichtig ist mir nur, dass wir alle endlich mal einsehen, dass es die Mitglieder sind, die in einem großen Maße dafür verantwortlich sind, dass die richtigen Menschen die Geschicke des Clubs führen - und zwar unabhängig davon, ob ausgegliedert oder nicht! Wir müssen uns selber vertrauen und unsere Verantwortung wahr nehmen, ansonsten ist es völlig egal, in welcher Rechtsform wir drin stecken!
Ich bin nur dafür verantwortlich was ich schreibe. Nicht dafür, was Du verstehst.