Preußenstadion, aktuelle Diskussion... Politik, Standort etc


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Re: Preußenstadion, aktuelle Diskussion... Politik, Standort

Beitragvon Klein Peppi » Fr 12. Okt 2018, 07:38

schwarzer adler hat geschrieben:Auch eine Grundeinstellung der Menschen die in Münster und der Umgebung leben, passt auch zum Thema Stadion, erst einmal die Risiken sehen und alles schlecht reden, anstatt einfach die Dinge etwas entspannter und offener anzugehen... :!:

https://m.wn.de/Muensterland/3510380-Le ... eit-hinten

"trotz günstiger Wohnkosten" :shock:

Wo lebt der?

Re: Preußenstadion, aktuelle Diskussion... Politik, Standort

Beitragvon senni » Fr 12. Okt 2018, 08:15

Eins ist doch klar. Wenn man die Bedenken in Senden/Bösensell, oder wo auch immer ein Standort für ein Stadion sein soll, ausräumen will, dann geht dies nur mit Offenheit und mit Beteiligung der betroffenen Bürger.

Dies ist doch bis jetzt versäumt worden und der Verein muss einfach mit allen Beteiligten an einen Strang ziehen und die vielen Bedenken ausräumen.

Ich als Anwohner würde mich auch ein wenig unwohl fühlen, wenn es heißen würde, dass ein Stadion in meiner näheren Umgebung gebaut werden würde.

Natürlich müssen auch Gespräche über die Machbarkeit eines Standortes erst hinter verschlossenen Türen stattfinden, aber dann muss mit den Betroffenen offen und ehrlich diskutiert werden.

Dies ist bis jetzt leider nicht geschehen und so entsteht dann eine negative Stimmung gegenüber dem Stadionneubau.

Mangelnde Kommunikation war immer schon ein Problem beim SCP - leider.

Re: Preußenstadion, aktuelle Diskussion... Politik, Standort

Beitragvon SteinfurterSCP06 » Fr 12. Okt 2018, 08:17

In der WN spricht sich selbst der Ex-Preuße Rainer Leifken gegen ein Stadion in Bösensell aus. Auch er verfällt in die polemische Masche, das Fußballspiele mit einer Horde gewaltbereiter Fans in die Orte einziehen.
Wenn in Bösensell nun der dortige Ortsverband der CDU Ende Oktober zu einer Informationsveranstaltung einlädt, bin ich mal auf die Inhalte gespannt. Eigentlich ist ja noch Stillschweigen vereinbart. Die Gespräche laufen ja noch. Auf der anderen Seite sollte man natürlich auch die Chance nutzen, auf die tatsächlichen Möglichkeiten in Bösensell aufmerksam zu machen. Dazu gehört für mich auch die Aufklärung, dass durch die geographische Lage des potentiellen Stadions im Ort, die Wohnbebauung gar nicht tangiert würde. Wer mit dem Auto anreist kommt über die Abfahrt der A43 und fährt von dort direkt auf die Parkplätze. Reisende mit der Bahn werden sich wohl kaum in die nördlich weiter entfernte Wohngebiete begeben, wenn dass Stadion 500m südlich vom Haltepunkt entfernt liegt. Hier wird eine Panikmache betrieben, die jeglicher Grundlage entbehrt.
Wie dem Artikel in der WN zu entnehmen war scheint die Infrastruktur in Bösensell wohl ein wenig zu bröckeln. Banken schließen ihre Standorte oder im besten Fall verkleinern sie die nur. Auch andere Einrichtungen werden scheinbar dort zurück gefahren.
Mit dem Stadion soll ein interkommunales Gewerbegebiet entstehen. Neben den dringend benötigten Gewerbeflächen in sehr guter Lage, erhalten die beteiligten Kommunen auch auf Dauer höhere Steuereinnahmen. Die kommen letztendlich auch dem Bürger wieder zu Gute. Und für die Erschließung solcher Flächen tragen die Städte sogar nur ein geringes finanzielles Risiko. Die Förderung aus Landesmitteln beträgt hierfür 80% der Kosten.
All diese Themen gehören ohne Vorverurteilung von Fußballfans auf die Agenda. Leider befürchte ich, dass sich auch hier wieder laienhafte Kommunalpolitiker beweisen wollen. Obwohl es den Deutschen im eigenen Land eigentlich eher sehr gut geht, wird immer ein Horrorszenario bei geplanten Objekten aufgebaut und auch viele andere Themen madig gemacht. Es gibt auf der Welt wohl kaum ein Volk, was so pessimistisch und depressiv eingestellt ist.

@ Senni

Es war und ist Stillschweigen vereinbart worden. Die Vorgespräche schienen bislang ja auch noch nicht abgeschlossen zu sein. Jetzt sind durch eine undichte Stelle Inhalte bekannt geworden.
Bislang sehe ich aber noch kein Defizit in der Kommunikation seitens des SCP. Warum soll er eine Verabredung brechen, wenn es überhaupt noch keine echten Ergebnisse gibt. Wir sollten als Fans mal dazu übergehen, mehr Vertrauen und Unterstützung gegenüber dem Club bei diesem Thema zu entwickeln. In den letzten zwei Jahren wurde bereits mehr erreicht, als in Jahrzehnten vorher.

Re: Preußenstadion, aktuelle Diskussion... Politik, Standort

Beitragvon Kleini » Fr 12. Okt 2018, 08:48

Ach ja, die Geschichte von den marodierenden Fanscharen.
Vielleicht sollte man ja mal die Anwohner in Berg Fidel dazu fragen, wie die so 'n Spieltag erleben - wenn die überhaupt was davon mitkriegen.
Das ist stumpfes Stammtisch Gelaber, der Leifken sollte es eigentlich besser wissen.

Steinfurter, du hast Recht es wurde von den Beteiligten Stillschweigen vereinbart.
Aber nun weht durch die Geschehnisse der letzten Tage ein anderer Wind und der SCP täte gut daran den Skeptikern nicht allein das Feld in der Öffentlichkeit zu überlassen.
Die Vorurteile lassen sich nur mit guten Argumenten bekämpfen, von denen du ja selbst immer wieder viele nennst.

Re: Preußenstadion, aktuelle Diskussion... Politik, Standort

Beitragvon Cpt.Howdy » Fr 12. Okt 2018, 09:04

Klein Peppi hat geschrieben:
schwarzer adler hat geschrieben:Auch eine Grundeinstellung der Menschen die in Münster und der Umgebung leben, passt auch zum Thema Stadion, erst einmal die Risiken sehen und alles schlecht reden, anstatt einfach die Dinge etwas entspannter und offener anzugehen... :!:

https://m.wn.de/Muensterland/3510380-Le ... eit-hinten

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Wo lebt der?


Da steht, dass auch Teile des Ruhrgebiets mit eingeschlossen wurden. Wohlmöglich wurden nur Menschen aus Castrop-Rauxel, Datteln und Dortmund-Nord befragt.
And on the 8th Day, God created Preußen Münster

Re: Preußenstadion, aktuelle Diskussion... Politik, Standort

Beitragvon Cpt.Howdy » Fr 12. Okt 2018, 09:14

SteinfurterSCP06 hat geschrieben:In der WN spricht sich selbst der Ex-Preuße Rainer Leifken gegen ein Stadion in Bösensell aus. Auch er verfällt in die polemische Masche, das Fußballspiele mit einer Horde gewaltbereiter Fans in die Orte einziehen.
Wenn in Bösensell nun der dortige Ortsverband der CDU Ende Oktober zu einer Informationsveranstaltung einlädt, bin ich mal auf die Inhalte gespannt. Eigentlich ist ja noch Stillschweigen vereinbart. Die Gespräche laufen ja noch. Auf der anderen Seite sollte man natürlich auch die Chance nutzen, auf die tatsächlichen Möglichkeiten in Bösensell aufmerksam zu machen. Dazu gehört für mich auch die Aufklärung, dass durch die geographische Lage des potentiellen Stadions im Ort, die Wohnbebauung gar nicht tangiert würde. Wer mit dem Auto anreist kommt über die Abfahrt der A43 und fährt von dort direkt auf die Parkplätze. Reisende mit der Bahn werden sich wohl kaum in die nördlich weiter entfernte Wohngebiete begeben, wenn dass Stadion 500m südlich vom Haltepunkt entfernt liegt. Hier wird eine Panikmache betrieben, die jeglicher Grundlage entbehrt.
Wie dem Artikel in der WN zu entnehmen war scheint die Infrastruktur in Bösensell wohl ein wenig zu bröckeln. Banken schließen ihre Standorte oder im besten Fall verkleinern sie die nur. Auch andere Einrichtungen werden scheinbar dort zurück gefahren.
Mit dem Stadion soll ein interkommunales Gewerbegebiet entstehen. Neben den dringend benötigten Gewerbeflächen in sehr guter Lage, erhalten die beteiligten Kommunen auch auf Dauer höhere Steuereinnahmen. Die kommen letztendlich auch dem Bürger wieder zu Gute. Und für die Erschließung solcher Flächen tragen die Städte sogar nur ein geringes finanzielles Risiko. Die Förderung aus Landesmitteln beträgt hierfür 80% der Kosten.
All diese Themen gehören ohne Vorverurteilung von Fußballfans auf die Agenda. Leider befürchte ich, dass sich auch hier wieder laienhafte Kommunalpolitiker beweisen wollen. Obwohl es den Deutschen im eigenen Land eigentlich eher sehr gut geht, wird immer ein Horrorszenario bei geplanten Objekten aufgebaut und auch viele andere Themen madig gemacht. Es gibt auf der Welt wohl kaum ein Volk, was so pessimistisch und depressiv eingestellt ist.

@ Senni

Es war und ist Stillschweigen vereinbart worden. Die Vorgespräche schienen bislang ja auch noch nicht abgeschlossen zu sein. Jetzt sind durch eine undichte Stelle Inhalte bekannt geworden.
Bislang sehe ich aber noch kein Defizit in der Kommunikation seitens des SCP. Warum soll er eine Verabredung brechen, wenn es überhaupt noch keine echten Ergebnisse gibt. Wir sollten als Fans mal dazu übergehen, mehr Vertrauen und Unterstützung gegenüber dem Club bei diesem Thema zu entwickeln. In den letzten zwei Jahren wurde bereits mehr erreicht, als in Jahrzehnten vorher.



Es soll ja sogar Menschen geben, die sich tiefst besorgt zeigen, wenn 5Km von ihrem Häuschen entfernt ein Flüchtlingsheim entsteht. So ist der Mensch halt. Warum sollte es bei den Fußballfans anders sein?
Es gibt auch ne Menge Leute, die sich an Spieltagen anpissen, weil in der Innenstadt eben ein paar Fußballfans rumlaufen und ein bisschen singen.
Ich habe da zwar kein Verständnis für, aber das nicht jeder Bürger über so einen Neubau begeistert sein wird, war eigentlich klar und es wird eine Menge Überzeugungsarbeit kosten, dass aus den Köpfen raus zu bekommen.
And on the 8th Day, God created Preußen Münster

Re: Preußenstadion, aktuelle Diskussion... Politik, Standort

Beitragvon senni » Fr 12. Okt 2018, 09:42

Steinfurter, ich sehe es etwas anders, denn es war und ist falsch, dass vieles im Hinterstübchen beredet wird. Auch wenn darüber Stillschweigen vereinbart worden ist, was sowieso nicht zu halten war, wie man jetzt merkt...

Spätestens als klar war, dass der Standort Bösensell heiß wird, hätte man die Bürger ins Boot holen müssen, denn so sind doch Gerüchten und auch Ängsten die Tore geöffnet worden.

Und es geht sehr schnell, dass sich dann in der Bevölkerung eine bestimmte Meinung bildet, die dem Vorhaben negativ gegenübersteht.

Dei Einwohner von Bösensell fühlen sich einfach übergangen und irgendwie kann ich dies auch verstehen.

Re: Preußenstadion, aktuelle Diskussion... Politik, Standort

Beitragvon SCP-Arch » Fr 12. Okt 2018, 09:49

Aber erst einmal brauch man doch die positive Entscheidung, ob es überhaupt möglich wäre dort zu bauen: „ladder of intent“. Denn steht schon vorher klar, dass seitens der Verantwortlichen kein Interesse besteht, brauchst du dich auch nicht mit den weiteren Schritten beschäftigen.

Die Bürger sollen / müssen direkt danach kommen. Aber vorher schon am Tisch der „Absichtserklärung“ zu sitzen, ist aus meinen Augen zu früh.

Re: Preußenstadion, aktuelle Diskussion... Politik, Standort

Beitragvon Kleini » Fr 12. Okt 2018, 09:54

Du hast schon Recht senni, man sieht ja was heraus kommt wenn Gerüchte, Halbwahrheiten und Stammtisch Parolen die Meinungshoheit übernehmen.
SCP-Arch: Natürlich braucht es erstmal Planungen und Entscheidungen.
Aber die Öffentlichkeit ganz den Stadiongegnern zu überlassen ist falsch.
Setzen sich erstmal Vorurteile und Bedenken fest, so ist es viel schwerer dagegen anzukämpfen.

Re: Preußenstadion, aktuelle Diskussion... Politik, Standort

Beitragvon senni » Fr 12. Okt 2018, 09:58

Ich kann nur ein Beispiel aus Warendorf nennen, wo ein großes Baugebiet zusammen mit den betroffenen Anwohnern geplant wurde bzw. sie wurden frühzeitig in die Planung einbezogen.

Proteste dagegen gibt es nicht, weil Bedenken sofort mit den Bewohnern besprochen worden sind und so ein vertrauenvolles Klima entstanden ist.

Natürlich ist so ein Stadion noch eine andere Hausnummer, aber vielleicht sollte man einfach mal versuchen mit offeneren Karten zu spielen. Dies könnte auch mal mit Vertrauen zurück gezahlt werden.