Preußenstadion, aktuelle Diskussion... Politik, Standort etc


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Re: Preußenstadion, aktuelle Diskussion... Politik, Standort

Beitragvon Cpt.Howdy » Fr 9. Nov 2018, 08:59

Joseph-Boyz hat geschrieben:Endlich hast du es gerafft


Stell dir vor. Das hab ich vor Monaten schon geschrieben. Und mit Dike sogar drum gewettet.
And on the 8th Day, God created Preußen Münster

Re: Preußenstadion, aktuelle Diskussion... Politik, Standort

Beitragvon Tommy Knauer » Fr 9. Nov 2018, 09:34

Was passieren wird?
Die VF wird in Kürze bekannt geben, daß sie keine weiteren Standorte haben und das Angebot der Stadt annehmen. Über die Summe müsse aber noch verhandelt werden...
Man einigt sich schließlich auf eine Summe von 40-50 Mio über 4-5 Jahre (also 10 Mio pro Jahr).
Dann fängt man 2019 an die Westkurve zu modernisieren, also keine neue direkt am Rasen, sondern neue Stufen für den gesperrten Bereich. Dazu kommt ein neuer Trainingsplatz, hier ein bißchen streichen, da ein wenig Unkraut zupfen, evtl noch ein neuer Rasen und schon sind die 10 Mio für 2019 verbraucht. Jetzt geschieht etwas woran kaum einer geglaubt hat, die Preußen steigen auf!
Also frisch ans Werk und weiter modernisieren, schließlich spielen wir ja jetzt 2. Liga. Nur hat die Stadt Münster überhaupt keine Gelder für 2020 oder später für Preußen vorgesehen. Sie vertröstet die VF, daß man sich in der Liga erst mal etablieren muß, dann könne man über weitere Gelder sprechen.
Letzten Endes wird die VF genervt die Brocken hinschmeißen und bei der neuen VF weiß die Stadt nichts mehr von bestehenden Vereinbarungen. Wir spielen mittlerweile in der 4. Liga und kämpfen um die Existenz und solange wir noch nicht Insolvent sind will die Stadt Münster durch überzogene Mietvorderungen die 10 Mio zurück haben .....

Re: Preußenstadion, aktuelle Diskussion... Politik, Standort

Beitragvon Cpt.Howdy » Fr 9. Nov 2018, 10:24

Interessant, dass 1860 wegen 3600 Plätzen in einer Stadt wie München ebenso Schwierigkeiten hat.
Auch interessant, dass sich so ein Traditionsverein mit sicher höheren Ambitionen mit einem Stadion unter 20.000 zufrieden gibt. Neubaupläne sind ja auch dort gescheitert.

https://www.liga3-online.de/gruenwalder ... t6VYbq40GE
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Re: Preußenstadion, aktuelle Diskussion... Politik, Standort

Beitragvon SCP-Arch » Fr 9. Nov 2018, 13:41

Und warum sind die dort gescheitert? Lag es ebenfalls an der mangelnden Kommunikation – wie auch hier – den allen beteiligten vorgeworfen wird?
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Es erinnert mich gerade an das Westline-Forum hier:

Seit mehreren Tagen gibt es große technische Probleme, aber es gab erst wirklich spät eine Wortmeldung dazu. Andere geben eine Meldung schon nach Minuten ab, bzw. haben es auf der „Fehlerseite“ stehen.

Hier gab es zwar Rückmeldungen per Mail, aber das ist – wenn man ehrlich ist - noch weniger Öffentlichkeitsarbeit als die des Vereins zur Stadionfrage.

Warum ich das sage? Es wird verlangt die Leute mehr mitzunehmen und zu informieren, aber im eigenen Bereich schaffen es die „Medien“ auch nicht richtig. Dies obwohl es schon genügend Anfragen in anderen Threads dazu gab.

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Nur so als Gedankenanstoß, da man es selber (egal welches Thema) immer mit anderen Augen sieht.
Jack_1906 : 14.300 Zuschauer dürfen ins Stadion - es sei denn, es wird voll, dann dürfen aus Sicherheitsgründen nur 13.800 Zuschauer ins Stadion.

Re: Preußenstadion, aktuelle Diskussion... Politik, Standort

Beitragvon Jack_1906 » Fr 9. Nov 2018, 14:02

Cpt.Howdy hat geschrieben:Interessant, dass 1860 wegen 3600 Plätzen in einer Stadt wie München ebenso Schwierigkeiten hat.
Auch interessant, dass sich so ein Traditionsverein mit sicher höheren Ambitionen mit einem Stadion unter 20.000 zufrieden gibt. Neubaupläne sind ja auch dort gescheitert.

https://www.liga3-online.de/gruenwalder ... t6VYbq40GE

Nur, dass in München das drittgrößte Stadion der Stadt betroffen ist, bei uns das größte. Sollte den Sehzigern das Grünwalder nicht mehr reichen, weil sie in Liga 2 um den Aufstieg spielen oder gar aufgestiegen sind, wird es dort eine Lösung geben.
Bei uns bedeutet Ausbau der Hammer Straße auf 20.000 Stillstand für die nächsten 20-30 Jahre.

Und wir du selber schon sagst: ob es tatsächlich einen vernünftigen Ausbau in Berg Fidel geben wird, den sich der SCP auch leisten kann, ist durchaus fraglich!

Re: Preußenstadion, aktuelle Diskussion... Politik, Standort

Beitragvon Adlertraeger » Fr 9. Nov 2018, 18:50

Eagle-rider hat geschrieben:Naja, man hätte natürlich auch etwas mehr liefern können als eine vage Absichtserklärung. Habe ich nicht verstanden, wieso man nicht eine konkrete Diskussionsgrundlage geliefert hat. Das hätte zwar Geld gekostet, aber man hätte konkret drüber reden können. So war das ganze Projekt leider merkwürdig nebulös. Das hilft nicht, wenn man Menschen überzeugen möchte.


Du machst dir das ein bisschen zu einfach, wie ich finde.

Wenn wir über ein Stadiongelände mit Stadion und Trainingsplätzen reden für, sagen wir 40 Millionen Euro, dann kostet eine konkrete Planung nicht nur "ein bisschen". Ich denke, ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich das mal locker auf einen mittleren sechsstelligen Betrag schätze. Hier wird es aber sicher Architekten geben, die das besser wissen.

Und ernsthaft jetzt: Woher sollen wir das löhnen, wenn selbst die Kohle für die Übernachtungen mittlerweile extern rangeschafft werden muss? Klar, man kann wieder Schulden aufnehmen...super. Wir sind die alten nur losgeworden, weil wir, ich sags mal bewusst überspitzt, unseren Verein verhökert haben. Nochmal: eine bewusste Übertreibung, bevor hier wieder manchem der Kitt aus der Brille fliegt.

Und keine Privatperson hat Geld zu verschenken. Die Kollegen in der Vereinsführung sollten mal öffentlich machen wieviel die in den Verein gestopft haben, damit hier nicht die Lichter ausgehen. Ich vermute, dass sich dann auch niemand trauen würde die mal zu fragen, ob die die Planung nicht extern finanzieren können.

Und vor allem: wofür? Als ob das IRGENDEINEN Unterschied gemacht hätte, dass Weber und Lewe ihr unwesen treiben oder Menschen wie unser Verteidiger des gallischen Dorfes mal das Hirn einschalten und plötzlich vernünftig werden. Es lag doch verdammt nochmal alles auf dem Tisch. Ein Stadion mit Trainingsplätzen am Arsch der Welt. 2 km entfernt von der nächsten Bebauung, direkt an der Autobahn, privat finanziert, und ne Bahnlinie ist auch noch dazwischen.
Evt. in Verbindung mit einem Gewerbegebiet.
Welche Information fehlt denn da bitte? WELCHE??? Welche Information fehlt, dass ich so eine Panik schiebe?

Mir muss doch keiner Geschichten erzählen. Es gibt ein paar Personen, die einfach aus politischen Gründen und/oder persönlichen Animositäten den Standort Hammer Str. durchdrücken wollen. ENTGEGEN dessen, was die Vereinsführung will und ENTGEGEN dessen, was bei Tageslicht und nüchtern betrachtet das Beste für die Zukunft des Vereines ist - zumindest aus sportlicher und finanzieller Sicht. Die Fußballromantik, die durchaus ihre Berechtigung hat, würde da eher auf der Strecke bleiben.
Bitte, plötzlich werden die geheimen Verhandlungen in die Öffentlichkeit gezerrt, bekommen von allen Seiten Dauerbeschuss, werden medial zerrissen und sind plötzlich gescheitert. Direkt mit nem öffentlichen Statement des OB, der sich vorher nen Scheiß interessiert hat. Und klar, der Bauer verzichtet mir nix dir nix auf Ausgleichsflächen von 1:3??? Das ich nicht Lache.
Das wäre IMMER passiert. VOR jeder Planung wäre genau das passiert, was hier passiert ist.

Re: Preußenstadion, aktuelle Diskussion... Politik, Standort

Beitragvon SCP-Arch » Fr 9. Nov 2018, 20:16

Die Kosten für die Leistung wird nach der HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure berechnet). Dort werden die anrechenbaren Kosten als Grundlage angenommen (Kostengruppe 300 – 400), sowie aus der Honorarzone und dem Honorarsatz ermittelt.

Dazu könnt ihr „vereinfachte Onlinerechner“ finde. Hier als Beispiel genügt es folgenden zu nehmen: https://www.hoai.de/online/hoai_rechner/index.php

Je nach Anforderung kann man Honorarzone 4 oder 5 annehmen. Beim Stadion eher 5, aber sind wir mal großzügig, nur 4 und den Mittelsatz (Honorarsatz). Da aber ab Kosten von über 25.000.000 EUR extra Verhandlungen nötig sind, reicht es aus, dass wir erstmal nur die 25.000.000 EUR annehmen, um die „Mindestkosten“ für eine Stadionplanung zu erhalten. Unter dieser Annahme wird sich wahrscheinlich niemand für die Planung finden lassen.

Jetzt müssen wir nur noch wissen, was noch gewünscht ist. Nach allen Beurteilungen der Gespräche her, wird ein Entwurf verlangt. Somit entspricht es ein Kostenanteil von 24% der Gesamtleistung, ganz ohne „besondere Leistungen“.

Dann ergeben sich die Kosten – die hier gefordert werden – von 635.816,88 EUR.

Da die Grundlagenermittlung von anderen Parteien schon übernommen wurde (- 52.984,74 EUR) sind es nur noch Kosten in Höhe von 582.832,14 EUR.

Aber vielleicht hätte ja auch nur schon eine Vorplanung – was ich nicht glaube – ausgereicht. In diesem Fall sind es Kosten von „nur“ 185.446,59 EUR.
Jack_1906 : 14.300 Zuschauer dürfen ins Stadion - es sei denn, es wird voll, dann dürfen aus Sicherheitsgründen nur 13.800 Zuschauer ins Stadion.

Re: Preußenstadion, aktuelle Diskussion... Politik, Standort

Beitragvon G. Netz. » Fr 9. Nov 2018, 22:15

Tommy Knauer hat geschrieben:Was passieren wird?
Die VF wird in Kürze bekannt geben, daß sie keine weiteren Standorte haben und das Angebot der Stadt annehmen. Über die Summe müsse aber noch verhandelt werden...
Man einigt sich schließlich auf eine Summe von 40-50 Mio über 4-5 Jahre (also 10 Mio pro Jahr).
Dann fängt man 2019 an die Westkurve zu modernisieren, also keine neue direkt am Rasen, sondern neue Stufen für den gesperrten Bereich. Dazu kommt ein neuer Trainingsplatz, hier ein bißchen streichen, da ein wenig Unkraut zupfen, evtl noch ein neuer Rasen und schon sind die 10 Mio für 2019 verbraucht. Jetzt geschieht etwas woran kaum einer geglaubt hat, die Preußen steigen auf!
Also frisch ans Werk und weiter modernisieren, schließlich spielen wir ja jetzt 2. Liga. Nur hat die Stadt Münster überhaupt keine Gelder für 2020 oder später für Preußen vorgesehen. Sie vertröstet die VF, daß man sich in der Liga erst mal etablieren muß, dann könne man über weitere Gelder sprechen.
Letzten Endes wird die VF genervt die Brocken hinschmeißen und bei der neuen VF weiß die Stadt nichts mehr von bestehenden Vereinbarungen. Wir spielen mittlerweile in der 4. Liga und kämpfen um die Existenz und solange wir noch nicht Insolvent sind will die Stadt Münster durch überzogene Mietvorderungen die 10 Mio zurück haben .....


Demnach also doch wieder die weite Entfernung zum Spielgeschehen und keine überdachten Geraden hinter beiden Toren? Dafür hatte ich mich stark gemacht und wurde aber sofort hier von Mattes75 zurechtgewiesen. Dies sei doch immer so geplant gewesen! Alles nur Schönfärberei ...?

Re: Preußenstadion, aktuelle Diskussion... Politik, Standort

Beitragvon G. Netz. » Fr 9. Nov 2018, 22:19

Martin hat geschrieben:
Adlertraeger hat geschrieben:Wer glaubt das Grundstück sei das Problem gewesen dem ist nun echt nicht mehr zu helfen



Wieso? Herr Radau war ja auch nur ein einfacher Anwohner :lol:


Nicht zu verwechseln mit Michael Radau vom Superbiomarkt!

Re: Preußenstadion, aktuelle Diskussion... Politik, Standort

Beitragvon Jack_1906 » Fr 9. Nov 2018, 23:38

G. Netz. hat geschrieben:Demnach also doch wieder die weite Entfernung zum Spielgeschehen und keine überdachten Geraden hinter beiden Toren? Dafür hatte ich mich stark gemacht und wurde aber sofort hier von Mattes75 zurechtgewiesen. Dies sei doch immer so geplant gewesen! Alles nur Schönfärberei ...?

Die bisherige Planung sieht ein vollständig überdachtes und geschlossenes reines Fußballstadion mit 20.000 Plätzen vor. Dazu 4 Trainingsplätze, ein Extra-Gebäude für die Geschäftsstelle und die entsprechenden Parkplätze inklusive einer neuen Zufahrt für Gäste und Busse von der Hammer Straße aus.
Bild hier - Klick!

Aber bereits noch vor Beschluss des Bebauungsplanes wurde ja von einigen Politikern bereits die Streichung eines Trainingsplatzes angeregt, um Geld zu sparen. Nun darfst Du Dich gerne fragen, ob Du meinst, dass das die einzige Sparmaßnahme bleiben wird? Da wird an allen Ecken und Enden darüber diskutiert werden, wo man eine preiswertere Lösung finden kann und was nicht unbedingt sein muss.

Und für den Verein könnte das sogar wichtig werden, denn wie wir wissen, will die Stadt ihre Investitionen komplett zurück haben. Rechnet Euch mal selber aus, wie viele Jahre der Verein welche Summe zurück zahlen muss, wenn die Stadt 20, 30 oder gar 40 Mio. an der Hammer Straße investiert...

Es ist also eher nicht damit zu rechnen, dass der Entwurf, der zum Bebauungsplan erstellt wurde, wirklich in die Tat umgesetzt wird.