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Re: Zurück

Beitragvon No.3 » Di 13. Mär 2018, 17:18

Heizungsfuzzy hat geschrieben:
Standfußballer hat geschrieben:
4400 hat geschrieben:...
Fakt ist, dass ich richtig viele Leute aus meinem A- und B-Block Umfeld kenne, die gerade dabei sind total abzustumpfen und denen die frühere Emotionalität total abgeht.

...


Fakt ist aber auch, dass dieser Prozess schon vor der Ausgliederung begonnen hatte.

Das hat doch in Unterhaching(en) bei vielen angefangen..... da sind Träume zerstört worden... mir wird jetzt noch schlecht....... :cry:


Ich weiß gar nicht was an Unterhachingen so besonders traumatisierend war. Preußen hat die dicke Chance und hat sie versemmelt. Das sind meine Jungs. Alles wie immer...
Nicht nur wissen wo man her kommt,
auch wissen wo man hin will

Those who know cannot explain
those who don't cannot understand

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Beitragvon dike77 » Di 13. Mär 2018, 17:35

Alle rund 10 Jahre aufstiegsmäßig einen vor den Latz zu kriegen gehört doch dazu..

2013 Hachingen
2001 Fortuna Köln
1993 Essen

Also in 3-4 Jahren gibt es wieder vor den Latz

Re: Zurück

Beitragvon Heizungsfuzzy » Di 13. Mär 2018, 17:37

Aufstieg vor Augen, was auf die Fresse, klar wie immer..... aber das was da geliefert wurde von den Flaschen auf der Wiese.... ich will nochmal zweite Liga... ker....
SC Preußen 06 e.V. Münster
Sektion Ernies Münster

Re: Zurück

Beitragvon hansindersahne » Di 13. Mär 2018, 19:11

Heizungsfuzzy hat geschrieben:Aufstieg vor Augen, was auf die Fresse, klar wie immer..... aber das was da geliefert wurde von den Flaschen auf der Wiese.... ich will nochmal zweite Liga... ker....


Das einzige an was ich mich erinnern kann war auch was mit Flasche und Wiese. Allerdings hatte das nix mehr mit Fußball zu tun, sondern mit ner sehr hohen Schnaps Rechnung.

Re: Zurück

Beitragvon Alt-Possum » Di 13. Mär 2018, 20:17

Irgendwie stell´ ich mir das doch recht schwer vor, wenn man, wie z.B. Frank, sein Leben lang SCP-Fan war, und jetzt nur noch emotionslos im A-Block hockt.
Der muss doch in jeder Sekunde des Spiels nur noch einen Gedanken haben : "Bei Tor für uns, nicht jubeln, bei Tor für uns, nicht jubeln. Du darfst nicht jubeln."
Desgleichen für die Leute inner Kurve. Wenn die wirklich SCP-Fans waren, (oder gar noch sind): "Beim Tor nicht jubeln."
Das is mal ´ne Körperbeherrschung. Chapeau!

Re: Zurück

Beitragvon Sendenscheit » Di 13. Mär 2018, 22:29

Ich glaube das denkt sich der frank nicht, er hat sich durch viele gründe soweit entfernt,dass ihn nicht großartig juckt.
Und die Jungs in der Kurve sind eh keine Fans lediglich selbstdarsteller.
Erzähl solch einen Quatsch doch mal bitte jemanden der ne Serie von 5-10 Jahren hat, ich behaupte solche Serien hat bis auf vllt holger keiner im Stadion. Nur einige ultras.
Aber keine fans, nein nein.

Re: Zurück

Beitragvon Eagle-rider » Mi 14. Mär 2018, 01:30

Ich nehme diese Entfernung auch wahr. Das mag mehrere Gründe haben, die im Verein und auch außerhalb liegen.
Was mich in unserem Verein seit Längerem stört, ist dass es kaum Identifikationsfiguren gibt. Die Spieler sind größtenteils austauschbar (Scherder und Grimaldi vllt. ausgenommen) und in der Führungsebene haben wir Leute, die zwar kompetent zu sein scheinen, aber ansonsten für mich nicht den Verein Preußen Münster repräsentieren. So einer wie Christoph Metzelder könnte Einer sein, er ist aber nahezu komplett unsichtbar. Sein Bruder hat null Charisma. MdA und Krimphove waren irgendwie mehr meine Wellenlänge, unabhängig von deren Leistungen gesehen. Schade, dass es mit Benno nicht geklappt hat. Das hätte eine Identifikationsfigur werden können.
Das Zweite ist, dass wir als Verein auch schon vor der Ausgliederung tief zerrissen waren. Es fing an mit der Aufspaltung der Curva und den resultierenden zwei aktiven Fanszenen, die sich auch mal gerne auswärts aufs Maul gehauen haben. Die anderen Sektoren im Stadion entfernten sich auch immer weiter von der Szene und vice versa. Die "gemeiNsam" Aktion hätte dazu führen können, dass sich das entspannt, aber leider hat das wohl nicht gereicht. Es gab einige Aktionen aus der Szene, die halt überhaupt nicht gut bei den anderen Zuschauern angekommen sind. Ich will da gar nicht ins Detail gehen. Die anderen Zuschauer haben auch die Motive der Kurve nicht verstanden oder unterstützt. In den letzten Jahren gab es gefühlt alle 4 Spieltage irgendwelche Stimmungsboykotts, Blocksperren oder Sonstiges. Es ging mir alles einfach gewaltig auf den Sack.
Der dritte Punkt ist, dass man eigentlich nicht wirklich ein Vereinsleben hat. Inwiefern das bei anderen Vereinen in den ersten drei Ligen der Fall ist kann ich nicht beurteilen. Ich kann mir gut vorstellen, dass man ab einer gewissen Größe das einfach nicht mehr so hinbekommt. Aber es gibt immernoch keinen wirklichen Treffpunkt, wo man sich untereinander austauschen kann und will. Das Engagement des Fanports und des Fanprojektes mit diversen Aktionen in allen Ehren, aber es kann nicht so schnell repariert werden, was über Jahrzehnte verpennt wurde. Die Gruppen bleiben für sich.

Vielleicht war das vor 10-15 Jahren auch schon so wie jetzt und ich hab es als jüngerer Mensch nur nicht so klar gesehen. Vielleicht hat auch diese ganze überhitzte, überdramatisierende Diskussionkultur, die mittlerweile im Fußball Einzug gehalten hat dazu mit beigetragen, dass man sich gegenseitig im selben Stadion nicht mehr mag. Oder aber es liegt daran, dass man sich eben nicht so verbunden ist, wie man das vllt. dachte. Ein Wappen alleine reicht nicht aus, dass man sich darunter vereinen kann. Da gehört mehr dazu.
Pro neues Stadion, zur Not eben außerhalb!

Re: Zurück

Beitragvon Mattes75 » Mi 14. Mär 2018, 08:09

Dazu eine Anmerkung zu Punkt Identifikationsfiguren in der Vereinsführung. Ich finde, da urteilst du unfair, bzw. zu früh. Die Verantwortlichen sind seit 1 1/2 Jahre hier. Wie lange war MA und vorallem Krimphove hier, bevor du das über sie sagen konntest? Die VF hatte bisher einen Haufen Arbeit zu erledigen und Arbeit daran, den Verein auf gesunde Beine zu stellen. Die Identifikation entwickelt sich doch bei solchen Leuten erst mit der Zeit. Gerade malte ist verdammt jung und muss viel lernen. Von daher gib ihnen etwas Zeit und Urteile dann ;)
Fussballfans sind keine Verbrecher!!

Münster - Erphoviertel - Hier schlägt das Herz des Fußballs

Re: Zurück

Beitragvon Inselpreuße » Mi 14. Mär 2018, 09:17

Eagle-rider hat geschrieben:Vielleicht war das vor 10-15 Jahren auch schon so wie jetzt und ich hab es als jüngerer Mensch nur nicht so klar gesehen.

Es war 10-15 Jahren so und vor dreißig und vierzig. Ich denke der größte Fehler den man machen kann ist den eigenen Verein als was besonders zu sehen und vor allem als den Verein bei dem alles anders und besser ist als bei anderen.
Preußen ist für uns etwas besonderes weil es unser Heimatverein ist und Papa uns da als Kotens mit hingeschlörrt hat. Oder aus einem anderen ähnlich emotionalen Grund.
Sachlich gesehen ist Preußen Münster ein Fussballverein wie jeder andere auch.

Aber wir verbinden auch oft Musik mit Emotionen, eine Band die wir aus einem bestimmten emotionalen Grund liebgewonnen haben, später dann merken das die neue Scheibe irgendwie Kacke ist und uns nix mehr gibt. Warum auch immer.
Ähnlich ist es bei Filmen, Büchern oder auch alten Freunden von früher die man nach 20 Jahren wiedertrifft und es dann manchmal eher peinlich als gut ist.
Warum das alles so ist, kann man schlecht erklären, es sind einfach emotionale Dinge, das muss und kann man auch nicht erklären.
Man wird älter, Wandel der Zeit, andere Sicht der Dinge, such dir was aus.

Eagle-rider hat geschrieben:Vielleicht hat auch diese ganze überhitzte, überdramatisierende Diskussionkultur, die mittlerweile im Fußball Einzug gehalten hat dazu mit beigetragen, dass man sich gegenseitig im selben Stadion nicht mehr mag. Oder aber es liegt daran, dass man sich eben nicht so verbunden ist, wie man das vllt. dachte. Ein Wappen alleine reicht nicht aus, dass man sich darunter vereinen kann. Da gehört mehr dazu.

Geschichtlich gesehen reicht ein Wappen ;)

Ich bin ja größtenteils nur einer der so verpönten Internetfans, aber es tut manchmal gut zu der ganzen Geschichte ein bisschen Abstand zu haben.
Mal ein kleiner Denkanstoß:
Was hat sich den seit der beschlossenen Ausgliederung vor acht Wochen verändert?
Der Bierstand ist der gleiche, die Bratwurst auch, die Leute die in der Kurve stehen.
Die Spiele sind die gleichen, sogar meist ziemlich spannend. Nicht immer im positiven Sinne, aber das zeigt auch das Fussball trotz Ausgliederung Fussball bleibt.
Der Ball liegt am Mittelpunkt, Anpfiff, los gehts.

Übrigens, kleiner Fussballromantikanstoss: Wenn abends nach Feierabend auf dem Bolzplatz der Ball rollt fragt keiner wo der andere arbeitet. Ob (aus Fussballromantikersicht) tugendhafter Handwerker oder der böse Ingenieur und Architekt aus der Hausbau GmbH&Co.Kg. Übrigens könnte auch der brave Handwerker bei einer GbR o.ä. angestellt sein. Fragt aber keiner nach. Weils keinen interessiert.
Weil alle gleich sind in kurzen Hosen und Pölern, so zumindest ist die romantische Ansicht das Fussball alle gleich macht. Aber das nur als Anmerkung.

Ich sag dir was oder wer sich verändert hat:
Die Leute die davor gewarnt haben das sich was verändert.

Mein Bruder hat immer noch seine Dose auf dem Kopp.
Hegelvatta steht immer noch in der Ost.
Fuzzy rennt immer noch orientierungslos durch die Gegend.
Kick und otte haben immer noch den Taktiktisch auf der Tribüne ausgebreitet.
Die GG singt immer noch alte Lieder, es wird bisken getrommelt, der A-Block brüllt...alles gleich.
Nur die, die die Veränderung nicht wollten haben sich verändert.
Sie singen nicht, sie klatschen nicht, sie unterstützen nicht.
Genau die Leute die vor negative Veränderung gewarnt haben, vor Spaltung der Fans und vor Kommerz, genau diese Leute führen jetzt selber diese Veränderungen herbei.

Und diese richtige Aussage sei noch mal hervorgehoben:
Eagle-rider hat geschrieben:Vielleicht hat auch diese ganze überhitzte, überdramatisierende Diskussionkultur, die mittlerweile im Fußball Einzug gehalten hat dazu mit beigetragen, dass man sich gegenseitig im selben Stadion nicht mehr mag.

Wobei ich "im selben Stadion" durch "im selben Fussball wie früher und wie er immer gewesen ist" ersetzen würde.
Das Spiel 11 gegen 11 hat sich nicht verändert, völlig egal wann angepfiffen wird. Ob Montags um fünf oder Donnserstags um drei. Sobal der Ball rollt ist Fussball. Wenn man das denn will. Und wenn man nicht verlangt das der Fussball sich an eigene Befindlichkeiten anpassen muss, sondern wir uns an den Fussball.

Re: Zurück

Beitragvon Kleini » Mi 14. Mär 2018, 11:25

Klasse geschrieben, Inselpreuße.
Ich habe immer gesagt das es an uns liegt dem Ganzen mit Leben zu füllen, eine Seele zu geben.
Wenn wir auf der GG die Lieder singen, die wir schon vor dreißig Jahren gesungen haben, dann ist es egal ob 10.000 oder 1.000 Leute im Stadion sind, ob in der Ostkurve was anderes gesungen wird oder Schweigen herrscht.
Da ist der Zusammenhalt da.
Man kann viel von Entfremdung reden, es hängt aber auch davon ab wie der Einzelne zum Verein und zum Fußball steht.
Du sagst ganz richtig, das mancher halt mit dem Fußball etwas verbindet was dieser Sport im ursprünglichen Sinne gar nicht geben kann.
Da wird ein Verein wie eine Religion angesehen, die Gruppe um einen herum als Familie usw und man ist dann enttäuscht wenn man diese emotionale Bindung nicht bzw nicht mehr spürt.
Wieso die Jungs auf dem Platz nicht mehr "meine Mannschaft" ist, weil die nicht mehr als e.V. sondern GmbH & Co KGaA auflaufen, kann man doch logisch nicht erklären.
Eagle-rider vermisst die Leitfiguren an der Spitze des Vereins.
Natürlich ist das verständlich.
Aber man macht es sich auch einfach und schaut auf die dort oben.
Es liegt doch an uns.
Wenn man sich wie ein "Kunde" oder Eventgänger verhält, dann darf man sich nicht wundern wenn die Atmosphäre im Stadion so kühl, man kann sogar beinahe steril sagen, wird.
Es liegt doch an uns Zuschauern, Fans, Mitgliedern.