Scoutingabteilung


Moderatoren: Erwin u Helmut, EddieW

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Beitragvon Neunzehnnullvier » Sa 13. Apr 2019, 17:11

Wenn man den kolportierten Zahlen glauben schenkt, durfte Heidel 160.000.000 € ausgeben.

Trotzdem hat unsere Mannschaft die größte Mühe die Erstligatauglichkeit nachzuweisen.

In der Winterpause konnte nicht eine der vielen Baustellen adäquat geschlossen werden.

Wir verpflichten Mendyl für 6Mio.€, der neben der mangelnden sportlichen Eignung, vor allem durch charakterliche Defizite auffällt.

Mir stellt sich die Frage, wieso unsere Scoutingabteilung nicht mehr auf die Kette kriegt ? Wie sind wir da eigentlich aufgestellt ? Wer ist (neben dem Vorstand Sport) verantwortlich ? Wieviel Geld wird dort investiert? Wie läuft das Ganze ab ?
"Schalke ist so ein Verein, der geht unter die Haut und das geht nie wieder weg" (Klaas-Jan Huntelaar)

Re: Scoutingabteilung

Beitragvon Raulissimo » Sa 13. Apr 2019, 19:26


Re: Scoutingabteilung

Beitragvon Neunzehnnullvier » Sa 13. Apr 2019, 20:09



Bedeutet, dass Sportstudenten, die "irgendwann mal im Fußball arbeiten wollen", also quasi völlige Amateure eine der wichtigsten Aufgaben erledigen: Die Spieler zu finden die künftig für uns kicken. :o

Ich halte das für einen verwegenen Plan :roll:

Was denkt ihr ?
"Schalke ist so ein Verein, der geht unter die Haut und das geht nie wieder weg" (Klaas-Jan Huntelaar)

Re: Scoutingabteilung

Beitragvon Ballbesitz04 » Sa 13. Apr 2019, 20:15

Naja, Datenbanken auswerten können solche Leute sicher. Frage mich, in welches Raster beispielsweise Mendyl passte. Und wer den dann vor Ort gesichtet hat.
Ist das noch Fußball?

Re: Scoutingabteilung

Beitragvon hannover1958 » Sa 13. Apr 2019, 20:55

Ich hab auch die Befürchtung, dass nach Video und Statistik gescoutet wurde. Das beste Scouting ist immer noch vor Ort sich die Spieler anzugucken.

Re: Scoutingabteilung

Beitragvon Blaubär » Sa 13. Apr 2019, 21:04

Der beste Scouter war Schnusenberg zu Hause auf der Couch - so kam Rafinha zu uns. ;)

Re: Scoutingabteilung

Beitragvon 21 » So 14. Apr 2019, 09:10

hannover1958 hat geschrieben:Ich hab auch die Befürchtung, dass nach Video und Statistik gescoutet wurde. Das beste Scouting ist immer noch vor Ort sich die Spieler anzugucken.

Ist doch auch genauso anfangs kommuniziert worden. Im Grunde bekommst du damit ja auch einen guten Überblick über den Markt. Dazu hat man die Beobachter gepimpt auf bestimmte Eigenschaften zu achten. Wenn dann einer ins Raster passt kann man seine Scouts gezielt losschicken. Scouts und flächendeckendes Videostudium wären wohl ein gutes System. Heidel wollte damit proaktiv auf neue Spieler zugehen. Die Vorgänger, so wird es gesagt, haben sich unter anderem auch viel Vorschläge z.B. von den Spielerberatern machen lassen. Das könnte ein Grund für das Gepöbel um Meyer mit Wittmann gewesen sein. Auch ein Haitotip kam nicht durch. Nun ist Heidel relativ unrühmlich gegangen und seine Änderungen erfahren nun ebenfalls Ablehnung. Man sollte das Scouting unabhängig vom Tabellenstand bewerten. Den proaktiven Ansatz fand ich gut. Aber auch dann kann ein Transfer in die Hose gehen.

Harit, Mendyl und Matondo müssen nun schnell erwachsen werden und könnten unter einem anderen Trainer wieder integriert werden. Zumindest bei Matondo und Harit habe ich noch Hoffnung.
Bwg
21

Re: Scoutingabteilung

Beitragvon hannover1958 » So 14. Apr 2019, 09:43

21 hat geschrieben:
hannover1958 hat geschrieben:Ich hab auch die Befürchtung, dass nach Video und Statistik gescoutet wurde. Das beste Scouting ist immer noch vor Ort sich die Spieler anzugucken.

Ist doch auch genauso anfangs kommuniziert worden. Im Grunde bekommst du damit ja auch einen guten Überblick über den Markt. Dazu hat man die Beobachter gepimpt auf bestimmte Eigenschaften zu achten. Wenn dann einer ins Raster passt kann man seine Scouts gezielt losschicken. Scouts und flächendeckendes Videostudium wären wohl ein gutes System. Heidel wollte damit proaktiv auf neue Spieler zugehen. Die Vorgänger, so wird es gesagt, haben sich unter anderem auch viel Vorschläge z.B. von den Spielerberatern machen lassen. Das könnte ein Grund für das Gepöbel um Meyer mit Wittmann gewesen sein. Auch ein Haitotip kam nicht durch. Nun ist Heidel relativ unrühmlich gegangen und seine Änderungen erfahren nun ebenfalls Ablehnung. Man sollte das Scouting unabhängig vom Tabellenstand bewerten. Den proaktiven Ansatz fand ich gut. Aber auch dann kann ein Transfer in die Hose gehen.

Harit, Mendyl und Matondo müssen nun schnell erwachsen werden und könnten unter einem anderen Trainer wieder integriert werden. Zumindest bei Matondo und Harit habe ich noch Hoffnung.
Bwg
21


Dagegen sprechen allerdings die Aussagen von Hajto, der zu dem Zeitpunkt als er Heidel ansprach schon ein gewisses Standing als Vermittler hatte. Wenn ein Ex-Schalke-Spieler auf mich zukommt, muss ich einfach davon ausgehen dass dieser es bevorzugen würde einen Spieler aus alter Verbundenheit zu Schalke zu vermitteln. Da frag ich nicht irgendeinen Studenten(wovon ich mal ausgehe, dass es so gewesen sein muss) der sich den ganzen Tag Videos anschaut, sondern setze mich ins Auto und guck mir den Spieler vor Ort an. Haben Huub und Rudi damals übrigens auch so gemacht (als Rudi das Auto vollgequalmt hat und Huub dieses aushalten musste).

Re: Scoutingabteilung

Beitragvon 21 » So 14. Apr 2019, 10:09

Hab ich ja geschrieben. Ohne persönliches Scouting geht es auch nicht. Die Scoutingmethode per Video ist eben nur eine Ebene der Sichtung. Wenn Heidel sich dogmatisch darauf alleine verlassen hat ist das natürlich dumm. Aber der Ansatz ist jetzt nicht so schlecht. Der Trainer gibt Profile vor, manchmal findet man die durch einen Scout, oder sie werden einem passend angeboten. Zusätzlich grast man aber eben noch das ganze Feld ab. Einwenig Glück gehört trotzdem dazu. Wenn man hier erfolgreich agieren will muss man wohl den ganzen Mix abdecken. Aber ich würde den Heidelsansatz jetzt nicht mit Pauken und Trompeten verdammen.Grundsätzlich ist es richtig die Personalauswahl aktiv zu bestimmen und sich keinen Obasi aufschwatzen zu lassen. Das ist genauso wie die Forderung, das der Verein eine Spielphilosophie festlegen sollte und danach einstellt.. Das gleiche gilt für ein Spielerprofil, man muss es vorformulieren und dann suchen. Auch wenn es jetzt nicht so aussieht, aber das von Heidel eingeführte System erscheint mir ganz ok, wenn man es als einen Teil des Ganzen sieht.
Bwg
21

Re: Scoutingabteilung

Beitragvon Neunzehnnullvier » So 14. Apr 2019, 17:24

Hm...

Ich denke, es wäre besser, in allen interessanten Liegen einen gut vernetzten Fachmann zu haben, der auch an Insiderinfos aus den Clubs (und deren Nachwuchsabteilungen) herankommt. Ich denke da nicht zuletzt auch an Informationen über den Charakter der Spieler.
Mendyl ist hier ja ein Beispiel über das man nachdenken muss. Denn das hätte man durchaus in Erfahrung bringen können. Scouting ist mehr als zu wissen wie schnell der Junge die 100m läuft. Und da auf Sportstudenten zu vertrauen, na ich weiß nicht...
Mir fehlt da der nachgewiesene Fußballsachverstand.

Allein die Erfolglosigkeit des Ganzen, sollte aus meiner Sicht Grund zum Nachbessern sein. Wenn man eine Mannschft übernimmt die einen einstelligen Tabellenplatz erreicht hat und in zweieinhalb Jahren 160.000.000€ nachlegen kann (Ich kann die Zahl gar nicht glauben), und danach gegen den Abstieg kämpft, ist so ziemlich alles schief gelaufen, was schief laufen konnte.

Wir geben Philipp Max ab, und verpflichten Mendyl. Da muss man erst mal drauf kommen.
"Schalke ist so ein Verein, der geht unter die Haut und das geht nie wieder weg" (Klaas-Jan Huntelaar)