Die Nachbarn und ihr unausrottbarer Minderwertigkeitskomplex


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Die Nachbarn und ihr unausrottbarer Minderwertigkeitskomplex

Beitragvon BuB » Do 10. Jan 2019, 20:58

Vfl-Manager Kaenzig stänkert gegen uns und die Zecken

https://www.google.de/amp/s/www.dortmun ... kritk/amp/

Phantasialand? Inszenierungen? Popstars? Klingt doch sehr schwer nach dem Neid der Besitzlosen...
Bild Lieber Staub aufwirbeln als Staub ansetzen!!!Bild

Re: Die Nachbarn und ihr unausrottbarer Minderwertigkeitskom

Beitragvon Ballbesitz04 » Do 10. Jan 2019, 21:34

Dass mit den Popstars (Pokalfinale) und Inszenierungen bezog sich wohl mehr auf den Fußball allgemein.

Ansonsten schrieb ich an anderer Stelle schon, dass der Revierfußball jenseits von Schalke und Dortmund tot ist.
Bochum kann bei günstigem Saisonverlauf mal aufsteigen, aber dauerhaft erste Liga sehe ich nicht. Da haben vergleichbare Vereine wie Freiburg oder Mainz schon jahrelangen Vorlauf.
Der MSV stolpert eher Richtung Liga 3. RWE ist unaufsteigbar. Bei RWO reicht das Geld auch nicht für mehr. Wattenscheid ist pleite.

St. Pauli und Union halten sich in ihren Städten, weil sie sich konsequent (politisch) als Alternative zum großen Fußball vermarkten. 1860 hat das in München verpasst, da begann der Untergang. als man sich als Kleiner Bruder der Bayern sah.

Wenn die Bochumer vernünftig sind, würden sie sich wirklich am besten als kleiner, überschaubarer Familienverein jenseits von S04 und BVB positionieren. Vielleicht noch die paar Promi-Fans aus der Kulturszene für ein solches Image nutzen.
Ist das noch Fußball?

Re: Die Nachbarn und ihr unausrottbarer Minderwertigkeitskom

Beitragvon hannover1958 » Do 10. Jan 2019, 21:37

Ich fahr immer gern ins Ruhrstadion. Und das Fiege ist lecker.

Re: Die Nachbarn und ihr unausrottbarer Minderwertigkeitskom

Beitragvon $stan » Do 10. Jan 2019, 21:59

BuB hat geschrieben:Vfl-Manager Kaenzig stänkert gegen uns und die Zecken

https://www.google.de/amp/s/www.dortmun ... kritk/amp/

Phantasialand? Inszenierungen? Popstars? Klingt doch sehr schwer nach dem Neid der Besitzlosen...

Für mich ein völlig legitimer Versuch sich zwischen Schalke und bvb zu positionieren und mit sehr nachvollziehbaren Aussagen, oder findest du seine Feststellung falsch?

„Ich denke, dass die Zuschauer, die zum Fußball gehen, keinen Bock auf Inszenierungen, Halbzeit-Shows mit Popstars oder die totale Vermarktung ihres Sports haben.“

Re: Die Nachbarn und ihr unausrottbarer Minderwertigkeitskom

Beitragvon BuB » Do 10. Jan 2019, 22:26

Nö. Aber die gibt es bei uns und mW auch in Lüdenscheid genauso wenig wie in Bochum.
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Re: Die Nachbarn und ihr unausrottbarer Minderwertigkeitskom

Beitragvon pewpewlazorgunz » Fr 11. Jan 2019, 04:01

Jeder Verein sucht sich halt in der Vermarktung seine Nische: der BVB versucht mit "echte Liebe" und dem offensiven Fußball eine hippe Alternative zu den Bayern zu sein, bei euch wird der Bergbau ausgeschlachtet und den Bochumern bleibt wahrscheinlich nicht viel anderes übrig, als aus der Not eine Tugend zu machen und die Graumäusigkeit als antikommerziellen Lifestyle zu verkaufen.

Re: Die Nachbarn und ihr unausrottbarer Minderwertigkeitskom

Beitragvon Der Steiger » Fr 11. Jan 2019, 06:58

Der VfL hat es an sich von allen kleineren Ruhrpott-Vereinen am Schwersten, weil er durch seine Lage genau zwischen den Platzhirschen Schalke und Dortmund liegt. Da haben es RWE und vor allem der MSV leichter. Gerade der MSV kann im westlichen Ruhrgebiet auf eine durchaus respektable Anhängerschaft bauen. An sich müsste das Ruhrgebiet auch groß genug sein für drei Bundesligaclubs. Klar, die Strukturschwäche und das Image machen es schwerer für den Ballungsraum als für London oder Moskau (um nur die beiden Größten in Europa zu nennen). Stellt sich halt die Frage, wer das sein/werden könnte.
Außer Bochum und Duisburg sind wohl alle übrigen Tradititionsclubs zu weit abgehängt, sportlich wie finanziell, als das sie es in absehbarer Zeit zu mehr als nacktem Überleben schaffen.
Bochum arbeitet eigentlich seit Jahrzehnten vorausschauend und klug, hat aber (s.o.) den größten Standortnachteil. Auch wurde hier schon viel über das Image probiert, ohne nennenswerten Erfolg. Vllt nochmal so versuchen, wie Ballbesitz04 vorgeschlagen hat.
Duisburg hat da prinzipiell die besseren Voraussetzungen, sie sind nicht eingekeilt von S04 und BvB, zu Mönchengladbach steht der Rhein im Weg, eine solide Fanbasis ist vorhanden. Nur steht der MSV sich selbst im Weg, traditionell sozusagen. Wenn man Duisbuerg-Fans so hört, muss die Vereinsführung da sowas wie Schalke zum Quadrat sein. Wenn man da endlich vernünftig arbeiten würde, könnte man sich sicherlich dauerhaft eine Nische in der 1. Liga suchen.
I am a supporter of the glorious FC Schalke 04 and of ANY team playing against Borussia Dortmund. ;)

Frei nach Marcus P. Cato: "Im übrigen bin ich der Meinung, dass Robert Hartmann keine Spiele mit Schalker Beteiligung pfeifen sollte!"

Re: Die Nachbarn und ihr unausrottbarer Minderwertigkeitskom

Beitragvon Ballbesitz04 » Fr 11. Jan 2019, 12:43

den MSV siehst du meiner Ansicht nach zu optimistisch. Letztlich sind die Zuschauerzahlen von MSV und VfL nahezu identisch. Sieht man die Verteilung der Vereinsmitglieder an, sitzen nördlich von Duisburg viele Schalke-Fans, ab Krefeld beginnt das Einzugsgebiet der Borussia. Für Fortuna kenne ich keine Daten, aber ab Ratingen orientiert man sich eher nach Düsseldorf. Sowohl In Bochum und Duisburg dürfte sich das Potenzial auf die eigene Stadt begrenzen. Die größten Chancen hätte eigentlich RWE. Aber da wird wohl nichts mehr draus.
Ist das noch Fußball?

Re: Die Nachbarn und ihr unausrottbarer Minderwertigkeitskom

Beitragvon Der Steiger » Fr 11. Jan 2019, 14:53

Ballbesitz04 hat geschrieben:den MSV siehst du meiner Ansicht nach zu optimistisch. Letztlich sind die Zuschauerzahlen von MSV und VfL nahezu identisch. Sieht man die Verteilung der Vereinsmitglieder an, sitzen nördlich von Duisburg viele Schalke-Fans, ab Krefeld beginnt das Einzugsgebiet der Borussia. Für Fortuna kenne ich keine Daten, aber ab Ratingen orientiert man sich eher nach Düsseldorf. Sowohl In Bochum und Duisburg dürfte sich das Potenzial auf die eigene Stadt begrenzen. Die größten Chancen hätte eigentlich RWE. Aber da wird wohl nichts mehr draus.


Die Zuschauerzahlen dürften am sportlichen (Miss-)Erfolg liegen. Duisburg hat die ersten vier (?) Heimspiele verloren und punktet auch sonst - wenn überhaupt - eher auswärts.
Das Fanpotenzial würde ich schon als höher ansehen, neben Duisburg selbst gibt es nennenswerte Fanzahlen auch im benachbarten Kreis Wesel oder Oberhausen. In unserer Schule (südlicher Kreis Wesel) würde ich bspw schätzen, dass nach wie vor die meisten Schüler (!) Duisburg-Fans sind - noch vor den Nachbarn und weit vor uns. Fairerweise muss man sagen, dass die Stadtgrenze zu Duisburg maximal 2 km entfernt ist.
I am a supporter of the glorious FC Schalke 04 and of ANY team playing against Borussia Dortmund. ;)

Frei nach Marcus P. Cato: "Im übrigen bin ich der Meinung, dass Robert Hartmann keine Spiele mit Schalker Beteiligung pfeifen sollte!"

Re: Die Nachbarn und ihr unausrottbarer Minderwertigkeitskom

Beitragvon mit-glied68 » Sa 12. Jan 2019, 11:24

[quote="BuB"]Vfl-Manager Kaenzig stänkert gegen uns und die Zecken

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Phantasialand? Inszenierungen? Popstars? Klingt doch sehr schwer nach dem Neid der Besitzlosen...[/quote]

Oh ha, haste Langeweile?

Wenn das stänkern ist, kommst du aber nur schwer durch den Tag. Ein unglückliches Interview, in dem man sich meiner Meinung nach mal wieder viel zu klein macht.

Genau solches Denken hat dazu geführt, dass wir seit gefühlten 50 Jahren in der 2. Liga dümpeln.
Dieses Suchen nach Entschuldigungen, warum wir es so schwer haben nervt mich kolossal.

Ob es Inszenierung ist, wenn bei schlechtem Wetter Dächer auf und zugeschoben werden und der Rasen zum Lüften an die frische Luft kommt, ist mir völlig Latte.

Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass sowohl Schalke als auch Dortmund too big to fail sind. Ansonsten wären einige Situationen mit Sicherheit anders ausgegangen.

Ich glaube es gibt gerade aktuell bei euch) wichtigeres und interessanteres, als Interviews der „grauen Maus“ zu diskutieren.