Oberlandesgericht verhandelt Streit im Schalker Aufsichtsrat


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Re: Oberlandesgericht verhandelt Streit im Schalker Aufsicht

Beitragvon BuB » Di 29. Aug 2017, 21:40

Miles hat geschrieben:Eine solche Frist mit Absicht verstreichen zu lassen, wenn man keinen positiven Ausgang des Hauptsacheverfahrens erwartet, wäre keine dumme Idee. Jedenfalls steht man damit besser da als mit einer letztinstanzlichen Niederlage.


...dann wäre es einfacher und weniger publicityträchtig gewesen, gar nicht erst zu klagen.
Bild Lieber Staub aufwirbeln als Staub ansetzen!!!Bild

Re: Oberlandesgericht verhandelt Streit im Schalker Aufsicht

Beitragvon Beani » Di 29. Aug 2017, 22:23

Radieschen hat geschrieben:Das Gericht hat nicht zur Sache entschieden. Horn hat wegen der Verfristung den Rechtsbehelf zurückgenommen. Ob er irgendwas fortsetzt, ist damit nicht gesagt.


Ich hab ja bereits geschrieben das zur Sachlage nichts entschieden wurde. Aber evtl. hat der Senat sehr wohl zur Auslegung von Schalke tendiert und dies auch kund getan. So das erkennbar war wie die Kammer entscheiden würde. Wir wissen es nicht und daher empfinde ich es nicht als Tatsache das Schalke 04 lügt.

Dadurch das Herr Dr. Horn den Rechtsmittelverzicht erklärt hat ist dieses Verfahren sehr wohl beendet. Er müsste dann ein neues Verfahren anstreben.

Re: Oberlandesgericht verhandelt Streit im Schalker Aufsicht

Beitragvon Miles » Di 29. Aug 2017, 23:16

BuB hat geschrieben:
Miles hat geschrieben:Eine solche Frist mit Absicht verstreichen zu lassen, wenn man keinen positiven Ausgang des Hauptsacheverfahrens erwartet, wäre keine dumme Idee. Jedenfalls steht man damit besser da als mit einer letztinstanzlichen Niederlage.


...dann wäre es einfacher und weniger publicityträchtig gewesen, gar nicht erst zu klagen.


Sicherlich. Aber die Klage erfolgte sicherlich auch aus einem erheblichen emotionalen Antrieb, der mit einem gewissen Abstand zur Situation möglicherweise in eine differenziertere juristische Analyse mündete bzw. einer rationalen Chancen-Risiko-Abwägung gewichen ist.

Ist natürlich Spekulation,
Scio nescio

Re: Oberlandesgericht verhandelt Streit im Schalker Aufsicht

Beitragvon Frahe04 » Mi 30. Aug 2017, 09:05

Wenn dieser Horn nur einen Funken Anstand und Ehre hätte, würde er endlich sein AR-Mandat niederlegen!
Wer königsblau im Herzen trägt, sieht niemals schwarz!

Re: Oberlandesgericht verhandelt Streit im Schalker Aufsicht

Beitragvon us.online » Mi 30. Aug 2017, 13:01

Kein Ruhmesblatt für den Anwalt von Herrn Horn.

Dass man eine einstweilige Verfügung vollziehen muss (was hier nichts anderes bedeutet als sie von Anwalt zu Anwalt zuzustellen) - unabhängig davon, ob der Gegner freiwillig erfüllt oder nicht - ist eigentlich Basiswissen -.

Eine neue einstweilige Verfügung wird mE wegen desselben Ehrenratbeschlusses kaum möglich sein (aufgrund der Rechtskraftwirkung dieses Verfahrens und mangels Eilbedürftigkeit nach zig Monaten), weshalb ich die Berufungsrücknahme auch keineswegs für einen anwaltlichen Kunstgriff halte.

Ich vermute vielmehr, dass da in der Euphorie über die ergangene einstweilige Verfügung noch ein weiterer Stockfehler gemacht wurde. Die Hauptsacheklage hätte mE längst erhoben werden müssen. Da gibt es kurze Fristen bis zu einer Verwirkung.

BWG

U.

Nachklapp: Ob das OLG Hamm wirklich (wie vom S04 behauptet) hat erkennen lassen, dass es in der Sache evtl. anders entscheiden würde, als die Vorinstanz wäre einzig von echtem Interesse. Daran habe ich aber nach der Pressemitteilung begründete Zweifel.
Es ist zwar alles kein Geheimnis und ich stehe auch dazu, doch wäre es schön, diese Zeilen nicht 1 zu 1 im Internet wieder zu finden.

Re: Oberlandesgericht verhandelt Streit im Schalker Aufsicht

Beitragvon RoyalBlue » Mi 30. Aug 2017, 15:50

Naja. Jetzt hat das nun auch ein Ende. Die großen Revoluzzer verlassen mit gesenkten Köpfen das Spielfeld. Hefer von der JHV ins Nirgendwo gewählt, Horn gehörnt. Auch Reipen aus dem Wahlausschuss entfernt. Und Wiese wird sich überlegen, ob er auf "Linie" bleibt, oder er doch lieber den Weg der Anpassung geht - zur Sicherung des Platzes am Fleischtöpfle.
Ehrliche Opposition hätte was werden können. Mit Omnipotenzphantasien und Narzissmus geht das aber nicht.
DT

Re: Oberlandesgericht verhandelt Streit im Schalker Aufsicht

Beitragvon JoAtmon » Mi 30. Aug 2017, 15:59

RoyalBlue hat geschrieben:Naja. Jetzt hat das nun auch ein Ende. Die großen Revoluzzer verlassen mit gesenkten Köpfen das Spielfeld. Hefer von der JHV ins Nirgendwo gewählt, Horn gehörnt. Auch Reipen aus dem Wahlausschuss entfernt. Und Wiese wird sich überlegen, ob er auf "Linie" bleibt, oder er doch lieber den Weg der Anpassung geht - zur Sicherung des Platzes am Fleischtöpfle.
Ehrliche Opposition hätte was werden können. Mit Omnipotenzphantasien und Narzissmus geht das aber nicht.

Und was der Verein davon hat, dass die "Opposition" nicht zum Zuge kommt, sehen wir ja im Moment. Aber Zerfleischung gehört wohl immer dazu, und wenn es Selbstzerfleischung ist.
"Mein Leipzig lob’ ich mir / Es ist ein klein Paris und bildet seine Leute." (JWG)

Re: Oberlandesgericht verhandelt Streit im Schalker Aufsicht

Beitragvon us.online » Mi 30. Aug 2017, 16:43

RoyalBlue hat geschrieben:Naja. Jetzt hat das nun auch ein Ende. Die großen Revoluzzer verlassen mit gesenkten Köpfen das Spielfeld. Hefer von der JHV ins Nirgendwo gewählt, Horn gehörnt. Auch Reipen aus dem Wahlausschuss entfernt. Und Wiese wird sich überlegen, ob er auf "Linie" bleibt, oder er doch lieber den Weg der Anpassung geht - zur Sicherung des Platzes am Fleischtöpfle.
Ehrliche Opposition hätte was werden können. Mit Omnipotenzphantasien und Narzissmus geht das aber nicht.


Bist Du denn der Meinung, dass ohne das Austragen von Konflikten überhaupt relevante Opposition gegen einen Tönnies zu machen ist?

Im übrigen bin ich nicht der Auffassung, dass überhaupt in irgendeiner Weise Häme angebracht ist. Der Versuch war mE eher ehrenwert und das sage ich insbesondere mit Blick auf den Fall Hefer.
Der hat aus meiner Sicht richtiges getan, dazu angemessen abgestuft und nachdem alles letztlich nicht geholfen hat auch zu Recht vor Gericht gewonnen. Absolut schade, dass das von der JHV nicht angemessen honoriert wurde.
Es ist zwar alles kein Geheimnis und ich stehe auch dazu, doch wäre es schön, diese Zeilen nicht 1 zu 1 im Internet wieder zu finden.

Re: Oberlandesgericht verhandelt Streit im Schalker Aufsicht

Beitragvon Tommy » Sa 2. Sep 2017, 15:57

Das Verhalten von Hefer in Sachen Eilausschuss konnte ich auch noch recht gut nachvollziehen, und finde es gerechtfertigt dass er entsprechend vor Gericht recht bekommen hat.
Aber: Insgesamt haben Wiese, Horn und eben auch Hefer sowie ihre Sympathisanten alles auf eine derart überspitzte Art und Weise inszeniert, bei der man sich über spätere Häme nicht wundern muss. Das wirkte immer so, als ob die drei die einzige aufrechte und unbeugsame Opposition und letzte Chance des Universums gegen Darth Tönnies sind, der mit bösartigen Winkelzügen und sinistrer Verführung fast das gesamte Umfeld auf die dunkle Seite der Macht ziehen konnte und Schalke so in seinen Klauen gefangen hält.

Re: Oberlandesgericht verhandelt Streit im Schalker Aufsicht

Beitragvon Langewilli » So 3. Sep 2017, 14:18

BuB hat geschrieben:http://www1.wdr.de/nachrichten/regionalnachrichten/essen/Streit-aufsichtsrat-schalke-100.html

Der Text auf der Homepage muss mit mindestens 4 Promille verfasst worden sein.


Der Link ist direkt im "Fehlersumpf" gelandet - heute am 3.9.82. :P äh2017.
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