Was macht eigentlich...?


Moderatoren: Erwin u Helmut, EddieW

Re: Was macht eigentlich...?

Beitragvon Der Steiger » Di 4. Jun 2019, 23:14

Ballbesitz04 hat geschrieben:Viel interessanter als RR ist, was RB da wieder im Schilde führt

https://www.welt.de/sport/fussball/bund ... sliga.html


Die Geister die ich rief...

Da hat die DFL sich ne ganz töfte Truppe ins Haus geholt. Wettbewerbsverzerrung, ick hör dir trapsen. Und der Verband steht daneben und klatscht Beifall... :evil:
I am a supporter of the glorious FC Schalke 04 and of ANY team playing against Borussia Dortmund. ;)

Frei nach Marcus P. Cato: "Im übrigen bin ich der Meinung, dass Robert Hartmann keine Spiele mit Schalker Beteiligung pfeifen sollte!"

Re: Was macht eigentlich...?

Beitragvon RoyalBlue » Mi 5. Jun 2019, 09:16


Re: Was macht eigentlich...?

Beitragvon hannover1958 » Mi 5. Jun 2019, 11:18



Wenn ich nicht auf die Kohle achten muss kann ich auch ziemlich locker da dran gehen.

Re: Was macht eigentlich...?

Beitragvon Schorsch » Mi 5. Jun 2019, 11:23

Eine "Kooperation" zweier Vereine, in welcher Form auch immer, die in einer(!) Liga oder einem (zumindest internationalen) Wettbewerb spielen, muss bei jedem konkurrierenden Verein, Verbandsfunktionär, ganz sicher bei den Medien und vor allem auch bei jedem Fan eigentlich zwingend(!) einen Sturm der Entrüstung auslösen.

Niemand geht davon aus, dass sich "verschwägerte" Vereine auf Ergebnisse einigen. Obwohl wir alle wissen, dass es selbst das schon gegeben hat. Und das nicht ganz selten. Im obigen Fall aber würde schon der dezenteste Hinweis des sportlichen Paten reichen, dass man doch bitte gegen seinen eigenen Gönner nicht zu hart einzusteigen habe, so man ihn nicht vergrämen möchte. Im für die Protagonisten besten Fall muss man das nicht einmal aussprechen. Denn welcher Spieler grätscht schon Leipziger Protagonisten um, wenn die Leipziger Chefetage für seine Zukunft von nicht unerheblicher Bedeutung ist.

Spieler, die sich zum Wohle beider Vereine absprechen, werden wie organisierte Kriminelle abgehört, verhört, bestraft und geächtet. Für Vereine muss zwingend das Gleiche gelten, wenn man sich ethisch von Korrupten und Kriminellen abheben möchte.

Bei solchen Kooperationen müssen zwischen den beteiligten Vereinen mindestens zwei Ligen Abstand sein, um auch ein eventuelles Aufeinandertreffen in einem Relagationsspiel von vorneherein auszuschließen.
2,3,4, marschieren wir ...
im schnellen Lauf, Tabelle rauf ...

Re: Was macht eigentlich...?

Beitragvon Resser Marker » Mi 5. Jun 2019, 11:36

Schorsch hat geschrieben:Eine "Kooperation" zweier Vereine, in welcher Form auch immer, die in einer(!) Liga oder einem (zumindest internationalen) Wettbewerb spielen, muss bei jedem konkurrierenden Verein, Verbandsfunktionär, ganz sicher bei den Medien und vor allem auch bei jedem Fan eigentlich zwingend(!) einen Sturm der Entrüstung auslösen.

Muss. Tut es aber nicht. Warum auch, die beißen nicht die Hand, die sie füttert. Mit Leipzig gibt es neben den Bayern demnächst einen weiteren Big Player, da werdet nicht mal ihr mithalten und so hat man den Konkurrenzkampf, den man medial als "hochspannend" ausschlachten kann. Obwohl das Spannendste dabei eines Tages der Wettbewerb um die besten Transfers sein wird. Fußball (also der Sport) ist ja auch echt überwertet...
Patriotismus ist die Tugend der Boshaften! (Oscar Wilde)

Re: Was macht eigentlich...?

Beitragvon pewpewlazorgunz » Mi 5. Jun 2019, 12:04

Die Leute sagen immer, dass RB den Fußball dominieren wird, aber bis dahin ist es noch ein sehr weiter Weg. Im Moment haben sie wie viel Umsatz? 200mio? Bayern hat 600mio, der BVB wird wohl 350-400mio anvisieren.

Wie möchte Leipzig diese Differenz aufholen? Für Sponsoren werden sie, ähnlich wie Leverkusen, nie interessant sein, weil der Werbewert von RB vollständig verbraucht wird. Fans/Merchandise? In Deutschland scheinen die Leute zum Glück immer noch eine Plastikallergie zu haben: auch hier wieder das Bsp Leverkusen, die länger und erfolgreicher Bundesliga spielen als die meisten Traditionsvereine und trotzdem erhebliche Probleme haben ihre 30tsd Karten zu verkaufen.

Ich rechne eher damit, dass es der Plan von RB ist den aktuellen Status Quo zu halten und Leipzig mit "moderaten" Zuschüssen durch junge Spieler, die hippen Fußball spielen in den top 4 und der CL zu halten.

Re: Was macht eigentlich...?

Beitragvon RoyalBlue » Mi 5. Jun 2019, 12:42

https://www.sport1.de/fussball/bundesliga/2019/06/paderborn-fans-fordern-beendigung-der-angestrebten-kooperation-mit-rb-leipzig

Das dürfte spannend werden. Ein Kompromiss ist wohl kaum möglich. Mal sehen, ob der SCP einknickt, oder aber zur "aktiven" Fanszene sagt, "dann bleibt zu Hause" und auf die angedachten sportlichen Perspektiven setzt.

Re: Was macht eigentlich...?

Beitragvon Resser Marker » Mi 5. Jun 2019, 12:43

pewpewlazorgunz hat geschrieben:Die Leute sagen immer, dass RB den Fußball dominieren wird, aber bis dahin ist es noch ein sehr weiter Weg. Im Moment haben sie wie viel Umsatz? 200mio? Bayern hat 600mio, der BVB wird wohl 350-400mio anvisieren.

Wie möchte Leipzig diese Differenz aufholen? Für Sponsoren werden sie, ähnlich wie Leverkusen, nie interessant sein, weil der Werbewert von RB vollständig verbraucht wird. Fans/Merchandise? In Deutschland scheinen die Leute zum Glück immer noch eine Plastikallergie zu haben: auch hier wieder das Bsp Leverkusen, die länger und erfolgreicher Bundesliga spielen als die meisten Traditionsvereine und trotzdem erhebliche Probleme haben ihre 30tsd Karten zu verkaufen.

Ich rechne eher damit, dass es der Plan von RB ist den aktuellen Status Quo zu halten und Leipzig mit "moderaten" Zuschüssen durch junge Spieler, die hippen Fußball spielen in den top 4 und der CL zu halten.

Wenn Du das mal mit anderen Sportarten vergleichst, in denen RB sich breitgemacht hat, z.B. die Formel 1, halte ich es für einigermaßen unwahrscheinlich, dass Mateschitz sich mit so einer Art Kronprinzenrolle zufrieden gibt. Zudem ist das Potenzial durchaus anders als Leverkusen, die Standortwahl Ostdeutschland war ziemlich schlau.
Patriotismus ist die Tugend der Boshaften! (Oscar Wilde)

Re: Was macht eigentlich...?

Beitragvon pewpewlazorgunz » Mi 5. Jun 2019, 13:06

Ich verfolge die Formel 1 ehrlich gesagt seit langem nicht mehr nahe, aber soweit ich weiß ist es seit Vettels Abgang doch deutlich ruhiger um "RB Racing" geworden?

Wenn man die Zahlen hier (https://www.motorsport-total.com/formel ... t-18122704) als Maßstab nimmt - 270mio budget, finanziert durch 130mio Einnahmen vom "Verband, plus ein bisschen von Sponsoren, dann kommt das doch den Zahlen von Leipzig relativ nahe und die deutlich höheren Budgets von Ferrari und Mercedes sprechen doch auch dafür, dass RB eben nicht mit aller Gewalt dominieren möchte.

Natürlich hat Leipzig im Osten weniger Konkurrenz, als bspw Leverkusen in ihrer Region, aber das bedeutet ja nicht, dass sie auch nur im Ansatz an die Strahlkraft der Traditionsvereine herankommen. Ihr Stadion haben sie zum Beispiel trotz der insgesamt wirklich guten Saison nur 5/17 Mal ausverkauft, was die Gesamtzuschauerzahl anbelangt sind sie zwischen Nürnberg und Hannover gelandet.
Die werden sehr bald ein natürliches Limit erreichen.

Ich sehe da jetzt wenig Grund zur Annahme, dass RB da mal eben 300mio mehr im Jahr reinschleust, weil sie unbedingt Titel gewinnen wollen. Vielleicht noch für die erste Meisterschaft, aber auf Dauer? Wenn diese Bereitschaft da wäre, wieso haben sie dann noch nicht damit angefangen?
Zuletzt geändert von pewpewlazorgunz am Mi 5. Jun 2019, 13:13, insgesamt 1-mal geändert.

Re: Was macht eigentlich...?

Beitragvon Der Steiger » Mi 5. Jun 2019, 13:09

Schorsch hat geschrieben:Eine "Kooperation" zweier Vereine, in welcher Form auch immer, die in einer(!) Liga oder einem (zumindest internationalen) Wettbewerb spielen, muss bei jedem konkurrierenden Verein, Verbandsfunktionär, ganz sicher bei den Medien und vor allem auch bei jedem Fan eigentlich zwingend(!) einen Sturm der Entrüstung auslösen.

Niemand geht davon aus, dass sich "verschwägerte" Vereine auf Ergebnisse einigen. Obwohl wir alle wissen, dass es selbst das schon gegeben hat. Und das nicht ganz selten. Im obigen Fall aber würde schon der dezenteste Hinweis des sportlichen Paten reichen, dass man doch bitte gegen seinen eigenen Gönner nicht zu hart einzusteigen habe, so man ihn nicht vergrämen möchte. Im für die Protagonisten besten Fall muss man das nicht einmal aussprechen. Denn welcher Spieler grätscht schon Leipziger Protagonisten um, wenn die Leipziger Chefetage für seine Zukunft von nicht unerheblicher Bedeutung ist.

Spieler, die sich zum Wohle beider Vereine absprechen, werden wie organisierte Kriminelle abgehört, verhört, bestraft und geächtet. Für Vereine muss zwingend das Gleiche gelten, wenn man sich ethisch von Korrupten und Kriminellen abheben möchte.

Bei solchen Kooperationen müssen zwischen den beteiligten Vereinen mindestens zwei Ligen Abstand sein, um auch ein eventuelles Aufeinandertreffen in einem Relagationsspiel von vorneherein auszuschließen.



:!:

Ich finde es schockierend, dass es keinerlei Aufschrei in der Medienlandschaft gibt und auch nicht wenigstens eine Stellungnahme der DFL, diesen Vertrag genauestens unter die Lupe zu nehmen. Red Bull scheint de facto über den Regeln zu stehen, sowohl den per Verbandsstatuten festgelegten als auch den moralischen.
Und nur an der Hoffnung bzw der Aussicht auf sportlichen Wettbewerb kann es nicht liegen. Denn ganz ehrlich: wen interessiert bitteschön ein Meisterschaftskampf zwischen Bayern und den Dosen? Das dürften deutschlandweit die beiden größten Unsympathen im Geschäft sein. Wem soll ich als "neutraler" Fan da die Daumen drücken? Die Bauern-Kundschaft schielt eh vornehmlich auf den Henkelpott und Leipzigs Fansbasis ist ziemlich überschaubar und wird es vermutlich auf Sicht auch noch bleiben.
Wie gesagt, ich finde es ungeheuerlich, dass diese Ankündigung so kritiklos abgenickt wird!
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