Trainingsüberlegungen im technisch-taktischen Bereich


Moderator: amoroso2008

Re: Trainingsüberlegungen im technisch-taktischen Bereich

Beitragvon LEF » Mi 6. Mär 2019, 23:05

El Emma hat geschrieben:
LEF hat geschrieben:
Joerch70 hat geschrieben:Kommt es hier nicht auf die Situation an?

Bruun Larsen in Augsburg? Sensationelle Ballmitnahme und dann kann er den Torwart fragen, soll ich links oder rechts an dir vorbei den Ball ins Tor schieben.

Stattdessen mit Vollspann und voller Kraft platziert auf den mittig stehenden Torwart.

Also ich finde schon, dass unsere mal häufiger aus der zweiten Reihe auf das Tor schiessen könnten.

Aber nur mit Kraft ist es ist nicht getan. Präzision wäre in den letzten Wochen wünschenswert gewesen.


Idealerweise dann mit Kraft und Vollspann in die Ecke..... ;)

Und wie viel Zeit hatte er da, um sich für eine Ecke zu entscheiden? Es gab doch nur die Möglichkeit, direkt abzuziehen. Volles Risiko drauf, so wie hier oben gefordert wurde. Hat dann leider nicht geklappt.

Anderes Beispiel Mario Götze: Gegen LEV mit dem schönen platzierten Flachschuss zum 3:1 getroffen. Gegen FCA auch den Schlenzer ausgepackt, den der Kobler noch rausfischt. Dann soll das die falsche Entscheidung gewesen sein? Und gestern ein überaus platzierter Ball ins obere Toreck, den Lloris gerade so noch angeln kann.

Sorry, auch im Fußball gibt es Glück und Pech. Richtige Entscheidungen haben manchmal fürchterliche Ergebnisse und mißglückte Aktionen können zum Erfolg führen. Neuerdings nennt man das ja gerne mal "Momentum".


Bitte auf das Smiley ;) achten. Das war ironisch gemeint :!:

Re: Trainingsüberlegungen im technisch-taktischen Bereich

Beitragvon El Emma » Mi 6. Mär 2019, 23:15

LEF hat geschrieben:
El Emma hat geschrieben:
LEF hat geschrieben:
Idealerweise dann mit Kraft und Vollspann in die Ecke..... ;)

Und wie viel Zeit hatte er da, um sich für eine Ecke zu entscheiden? Es gab doch nur die Möglichkeit, direkt abzuziehen. Volles Risiko drauf, so wie hier oben gefordert wurde. Hat dann leider nicht geklappt.

Anderes Beispiel Mario Götze: Gegen LEV mit dem schönen platzierten Flachschuss zum 3:1 getroffen. Gegen FCA auch den Schlenzer ausgepackt, den der Kobler noch rausfischt. Dann soll das die falsche Entscheidung gewesen sein? Und gestern ein überaus platzierter Ball ins obere Toreck, den Lloris gerade so noch angeln kann.

Sorry, auch im Fußball gibt es Glück und Pech. Richtige Entscheidungen haben manchmal fürchterliche Ergebnisse und mißglückte Aktionen können zum Erfolg führen. Neuerdings nennt man das ja gerne mal "Momentum".


Bitte auf das Smiley ;) achten. Das war ironisch gemeint :!:

Ja, OK, nix für ungut!

Re: Trainingsüberlegungen im technisch-taktischen Bereich

Beitragvon daysleeper18783 » Do 7. Mär 2019, 08:24

Ich glaube nicht, dass unser Problem ein technisch-taktisches ist, sondern ein mentales. Dieselben Spieler haben in der Hinrunde aus einer halben Chance gefühlt zwei Tore gemacht. Jetzt brauchen sie 10 für ein Tor. Es fehlt an mentaler Frische und Selbstvertrauen. Beides gerade im Abschluss (und im übrigen auch im Passspiel) ganz wichtig. Die Hinrunde haben die Jungs wie auf einer Wolke gespielt. Jetzt landen sie gerade mit voller Wucht auf dem Erdboden. Wer glaubt, dass sich das nicht auf die Psyche auswirkt, ist realitätsfremd. Wir brauchen Erfolgserlebnisse. Z.B. so ein 7:0, dann läufts wieder (wie in der Hinrunde, denn da waren es die (teils späten) Erfolgserlebnisse gegen Nürnberg, Leverkusen und Augsburg, die den Stein erst so richtig ins Laufen gebracht haben).

Re: Trainingsüberlegungen im technisch-taktischen Bereich

Beitragvon Jasper1902 » Do 7. Mär 2019, 08:59

daysleeper18783 hat geschrieben:Ich glaube nicht, dass unser Problem ein technisch-taktisches ist, sondern ein mentales. Dieselben Spieler haben in der Hinrunde aus einer halben Chance gefühlt zwei Tore gemacht. Jetzt brauchen sie 10 für ein Tor. Es fehlt an mentaler Frische und Selbstvertrauen. Beides gerade im Abschluss (und im übrigen auch im Passspiel) ganz wichtig. Die Hinrunde haben die Jungs wie auf einer Wolke gespielt. Jetzt landen sie gerade mit voller Wucht auf dem Erdboden. Wer glaubt, dass sich das nicht auf die Psyche auswirkt, ist realitätsfremd. Wir brauchen Erfolgserlebnisse. Z.B. so ein 7:0, dann läufts wieder (wie in der Hinrunde, denn da waren es die (teils späten) Erfolgserlebnisse gegen Nürnberg, Leverkusen und Augsburg, die den Stein erst so richtig ins Laufen gebracht haben).


so sehe ich das auch - wir benötigen mal wieder dieses "Aha-Erlebnis" !

sgG
Petra sieht mich an - zieht mich in den Bann
und macht ein Angebot - was ich nicht ausschlagen kann
SAUFEN

Re: Trainingsüberlegungen im technisch-taktischen Bereich

Beitragvon Shafirion » Do 7. Mär 2019, 09:24

Wenn man das hier so liest, könnte man meinen, Lucien Favre verzichte auf jedes Torschuss-Training.

Re: Trainingsüberlegungen im technisch-taktischen Bereich

Beitragvon ImperatoM » Sa 9. Mär 2019, 18:14

Heute mal wieder ein Sieg - sehr gut! Und auch der Elfmeter wirkte deutlich besser geschossen als zuletzt.

Als neuen Punkt würde ich aber Hereingaben und Flanken mit aufnehmen. Dass hohe Flanken wegen unserer eher kleinen Spieler häufig am gegnerischen Kopf landen, ist ja noch halbwegs verständlich. Und das 2:1 fällt sogar nach einer Flanke. Dennoch:

Häufig gab es erfolgversprechende Situationen eines lang durchgesteckten Balls über außen und die Hereingabe scheiterten ziemlich kläglich schon am vordersten Abwehrspieler. Wenn man man alle seitlichen Hereingabeversuche des Spiels hintereinander anschauen würde, ergäbe das ein wiirklich recht klägliches Bild. Wenigstens am ersten Abwehrspieler vorbeizuflanken, sollte man auf höchstem Bundesliganiveau doch schon erwarten können - bitte nochmal trainieren!

Re: Trainingsüberlegungen im technisch-taktischen Bereich

Beitragvon Shafirion » Sa 9. Mär 2019, 19:39

ImperatoM hat geschrieben:Heute mal wieder ein Sieg - sehr gut! Und auch der Elfmeter wirkte deutlich besser geschossen als zuletzt.

Als neuen Punkt würde ich aber Hereingaben und Flanken mit aufnehmen. Dass hohe Flanken wegen unserer eher kleinen Spieler häufig am gegnerischen Kopf landen, ist ja noch halbwegs verständlich. Und das 2:1 fällt sogar nach einer Flanke. Dennoch:

Häufig gab es erfolgversprechende Situationen eines lang durchgesteckten Balls über außen und die Hereingabe scheiterten ziemlich kläglich schon am vordersten Abwehrspieler. Wenn man man alle seitlichen Hereingabeversuche des Spiels hintereinander anschauen würde, ergäbe das ein wiirklich recht klägliches Bild. Wenigstens am ersten Abwehrspieler vorbeizuflanken, sollte man auf höchstem Bundesliganiveau doch schon erwarten können - bitte nochmal trainieren!


Ich hoffe, Lucien Favre liest Deine Anweisungen mit, damit wir, nachdem wir neuerdings Torschusstraining machen, bald auch Flanken trainieren!

Re: Trainingsüberlegungen im technisch-taktischen Bereich

Beitragvon pewpewlazorgunz » Sa 9. Mär 2019, 20:00

ImperatoM hat geschrieben:Heute mal wieder ein Sieg - sehr gut! Und auch der Elfmeter wirkte deutlich besser geschossen als zuletzt.

Als neuen Punkt würde ich aber Hereingaben und Flanken mit aufnehmen. Dass hohe Flanken wegen unserer eher kleinen Spieler häufig am gegnerischen Kopf landen, ist ja noch halbwegs verständlich. Und das 2:1 fällt sogar nach einer Flanke. Dennoch:

Häufig gab es erfolgversprechende Situationen eines lang durchgesteckten Balls über außen und die Hereingabe scheiterten ziemlich kläglich schon am vordersten Abwehrspieler. Wenn man man alle seitlichen Hereingabeversuche des Spiels hintereinander anschauen würde, ergäbe das ein wiirklich recht klägliches Bild. Wenigstens am ersten Abwehrspieler vorbeizuflanken, sollte man auf höchstem Bundesliganiveau doch schon erwarten können - bitte nochmal trainieren!


Man kann sicherlich über die Qualität der Hereingaben diskutieren, gerade Wolf hat finde ich nicht unbedingt schlecht, aber doch relativ bieder agiert, als er mehrfach außen freigespielt wurde.
Aber insgesamt war das heute (und in manchem anderen Spiel) mMn eher Wirkung als Ursache: Es fehlt uns leider in der Rückrunde öfter das Vertikalspiel.
Grundsätzlich war das Spiel schon ziemlich gut heute, wie wir uns dem Stuttgarter Pressing entzogen und schön methodisch bis zum gegnerischen Strafraum vorgespielt haben.
Aber wenn ich für jeden Meter nach vorne gefühlt 2-3x im Dreieck passen muss, dann hat es der Gegner relativ leicht sich zu formieren und das Zentrum dicht zu machen, was unsere Spieler dann dazu veranlasst den Weg über den Flügel zu suchen, wo dann am Ende der Kombination zwar der Wolf ein bisschen Raum bekommt, aber eben trotzdem noch 8 Beine zwischen Ball und dem Mitspieler hat, weil der Gegner mehr als genug Zeit hat, um sich hinten zu formieren.

In der Hinrunde haben wir öfter Leute zwischen den Linien gefunden (oft auch schon aus der IV heraus), wenn das glückt ergeben sich auch mal ein paar Räume für unsere OMs und die gegnerische Abwehr gerät etwas unter Druck, statt wie Stuttgart heute mehr oder weniger im Stehen zu verteidigen.
Einzig Götze hat das heute wirklich konsequent versucht/geschafft.
Ich kann aber ehrlich gesagt jetzt auch nicht sagen, woran das liegt. Vielleicht haben sich die Gegner besser auf diese Pässe eingestellt, vielleicht fehlt das Selbstvertrauen, vielleicht machen wir nicht mehr die richtigen Läufe.

Re: Trainingsüberlegungen im technisch-taktischen Bereich

Beitragvon ImperatoM » Mo 18. Mär 2019, 15:49

In Berlin haben wir eine gute zweite Halbzeit auf sehr schlechtem Rasen gesehen. Die Flanken und Hereingaben wirkten gegenüber den letzten Spielen verbessert. Vielleicht hat man da wirklich nochmal dran gearbeitet, vielleicht war aber der Berliner Strafraum auch einfach nicht ganz so zugestellt wie bei anderen, defensiver agierenden Klubs.

Was weiterhin echt schwach wirkte, waren die Torabschlüsse, ist Euch das auch aufgefallen? Vor allem Pulisic hat vorne keinen Schuss richtig getroffen. Aber auch Sancho lief mal alleine auf den Berliner Keeper zu und verzog trotz eher mittelhoher Schussgeschwindigkeit gleich um rund 10 Meter. Auch die Fernschüsse (bis auf den einen tollen Knaller von Delnaney an die Latte) ließen in Präzision und Schusskraft arg zu wünschen über.

Diese Schussschwäche hat zur Folge, dass wir unsere Tore zumeist nur schießen, wenn wir bis auf 6, 7 oder 8 Meter ans Tor herangekommen sind. Dank der Spielfreude und der verbesserten Passgenauigkeit hat das gegen Berlin gereicht. Rein darauf verlassen sollten wir uns aber nicht - die Torschüsse aus 12-20 Metern müssen unbedingt deutlich besser werden!