BVB: Wir können nicht einfach zur Tagesordnung übergehen


Moderatoren: hejabvb, amoroso2008

Re: BVB: Wir können nicht einfach zur Tagesordnung übergehen

Beitragvon Stumpen2007 » Sa 15. Apr 2017, 03:23

... klar bieten wir angriffsfläche. aber dies macht uns vielleicht aus. wir sind halt nicht so "clean" wie andere clubs.

bedenklich ist allerdings, dass differenzen zwischen tuchel und unserer vereinsführung, mal wieder, in der öffentlichkeit ausgetragen wird.

sowohl tuchel, wie unser capitain und auch die mannschaft bzw. jeder einzelnen im team hätten die möglichkeit gehabt das spiel am mittwoch zu verweigern bzw. zu erklären, dass man nicht in lage ist zu spielen.

sollten unsere sportliche führung wirklich trainer und mannschaft übergangen haben, so ist dies nicht schlau und sehr bedauerlich.

trotzdem hätten mannschaft und trainer nein sagen können, mit dem hinweis, dass so ein spiel einfach keinen sinn macht, dass man dazu nicht in der lage ist. nach allem was passiert ist.

für sowas braucht man eier, sowas ist nicht leicht. nach dem anschlag schon zweimal nicht. der druck, der auf der mannschaft lastete war unmenschlich. aus falsch verstandender solidarität zum verein, zum trainer, zu jedem einzelnen mitspieler, hat man sich einer entscheidung gebeugt,

trainer und capitain waren in dieser situation überlastet. kein vorwurf. doch die beiden hätten den widerstand organisieren können. doch auch die beiden waren durch die situation überfordert. sowas lernt man nicht. solche situationen sind einmalig. hoffentlich.

im nachhinein ist es einfach zu sagen es war falsch zu spielen.

schwer war es eine entscheidung zu treffen, unter zeitdruck, unter der erwartungen von vielen, die gar nicht betroffen waren.

die entscheidung von unserer sportlichen führung, aki & rauball, mag man kritisieren, doch ich finde man muss dafür verständnis haben. beide anzuzählen finde ich nicht richtig. auch die standen unter druck.

letztlich finde ich, war die beste begründung dieses spiel auszutragen, die die kollege streich gegeben hat.

https://youtu.be/My3VG_86oek

Re: BVB: Wir können nicht einfach zur Tagesordnung übergehen

Beitragvon schwarzgelbcolonia » Sa 15. Apr 2017, 06:22

Klar kann die Presse nicht zur Tagesordnung übergehen. Kann man doch mit vermeintlichen Zerwürfnissen etc. so schön Clicks bzw. Auflage generieren. War ja gerade um die Personalie TT zu ruhig so klar wie unsere Verantwortlichen für ihn positioniert haben.

Ich finde es hochgradig unseriös eine solche Extremsituation derart auszuschlachten bzw. zu sezieren und jedes Wort auf die Goldwaage zu legen. Schade, dass auch so viele hier darauf anspringen.

Wir sollten dahingehend zu Tagesordnung übergehen. Am Dienstag ist etwas schreckliches passiert und in der Folge sind, auch unter dem Druck der UEFA, Fehler gemacht worden. Das hat jeder verstanden. Genauso sollte jeder verstanden haben, dass die Alternative des nicht Antretens für die Mannschaft keine gewesen wäre. Man hat so also zwischen Pest und Cholera entscheiden müssen. Und dass Politiker sich in einem Wahljahr noch mehr als sonst positionieren sollte auch keine Überraschung sein.

Wir sollten zur Tagesordnung übergehen und uns als Verein nicht durch Gerüchte und aus dem Zusammenhang gerissene Zitate auseinander dividieren lassen. Sonst wird das hier von einigen heraufbeschworenen Mimimi schnell zur self fullfilling prophecy. Wir sind der Insolvenz entgangen und haben es bis hier geschafft, weil wir gerade in schwierigen Zeiten zusammengehalten haben. Jetzt sind schwierige Zeiten und ich kann mich nur Akis Apell anschließen, heute alles zu geben. Normalität halt.

Re: BVB: Wir können nicht einfach zur Tagesordnung übergehen

Beitragvon winnido » Sa 15. Apr 2017, 08:30

Gut geschrieben sgc.

Hoffen wir dass es für alle Betroffenen schnell möglich ist zur Normalität zurückzukehren
Bin heute leider nicht im Stadion, bin mir aber sicher das unser Tempel heute im positiven Sinne brodeln wird und der Mannschaft Rückhalt gibt.
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Re: BVB: Wir können nicht einfach zur Tagesordnung übergehen

Beitragvon joey1987 » Sa 15. Apr 2017, 09:25

schwarzgelbcolonia hat geschrieben:Klar kann die Presse nicht zur Tagesordnung übergehen. Kann man doch mit vermeintlichen Zerwürfnissen etc. so schön Clicks bzw. Auflage generieren. War ja gerade um die Personalie TT zu ruhig so klar wie unsere Verantwortlichen für ihn positioniert haben.

Ich finde es hochgradig unseriös eine solche Extremsituation derart auszuschlachten bzw. zu sezieren und jedes Wort auf die Goldwaage zu legen. Schade, dass auch so viele hier darauf anspringen.



Ich weiß, dass es deine Vorstellungskraft vermutlich erschüttern wird, zumal es in deiner Welt ja eh nur eine maßgebende Meinung, die eigene gibt und alle anderen Schwachmaten sind, aber es gibt durchaus Leute die den Umgang mit der Situation auch schon vor den Pressestimmen als unangemessen angesehen haben und es auch unmittelbar geschrieben haben. Da braucht nicht jeder auf Presseberichte anzuspringen.

Der Print Teil des Spiegels ist auch qualitiv immer noch mit das Beste was Deutschland journalistisch zu gieten hat und da werden mit Sicherheit keine Unwahrheiten verbreitet. Das Watzke Zitat wird auch nicht verfälscht oder falsch widergegeben worden sein, sondern er wird es genauso empathielos gesagt haben. Darüber hinaus musste er natürlich damit aufzeigen wer die höhere moralische Instanz beim BvB ist und mal wieder Thomas Tuchel, der mit allem überragend reagiert hat und sich mit Sicherheit noch mehr Respekt innerhablb der Mannschaft erarbeitet hat, in die Parade fahren.

Re: BVB: Wir können nicht einfach zur Tagesordnung übergehen

Beitragvon Gelber Tyrion » Sa 15. Apr 2017, 09:39

Diese Aussagen von Watzke/Rauball die ja jetzt immer wieder seziert werden, sind ja weitestgehend am Dienstag getroffen worden.

Zu dem Zeitpunkt, war ihnen wahrscheinlich selbst das ganze Ausmaß noch gar nicht so bewusst- Medienprofi hin oder her, das war einfach mal eine ganze andere (neuartige) Dimension.

Warum dann jetzt "Der Spiegel und Co versuchen Stricke zu knüpfen ist einfach mal abartig.


Bewegende Worte: Streich äußert sich zum Anschlag von Dortmund

Nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund spricht Christian Streich offen über Angst und Schicksal. Eine Botschaft, die man so wohl von keinem anderen Bundesligatrainer hört.


https://www.youtube.com/watch?v=My3VG_86oek

Re: BVB: Wir können nicht einfach zur Tagesordnung übergehen

Beitragvon Tschuttiball » Sa 15. Apr 2017, 09:46

Einige hier sollten sich mal etwas mäßigen. Jede getätigte Aussage auf die Goldwaage zu legen nach so einer Ausnahmesituation halte ich für unverschämt und masslos überzogen.
Leuchte auf mein Stern Borussia:
https://www.youtube.com/watch?v=bG1EweODGSY

Re: BVB: Wir können nicht einfach zur Tagesordnung übergehen

Beitragvon BlackHellDriver » Sa 15. Apr 2017, 10:32

Ich finde die Aussagen von Aki und Rauball auch nicht glücklich. Wobei ich noch stärker verwundert bin bei Rauball, der gemeinhin als sehr reflektiert und rethorisch scheinbar zum besten seines Faches ghören soll.
Nachdem ich mich jetzt, wie viele andere warscheinlich auch, durch 1000 Meinungen gelesen habe ergab sich mir nur auf einmal die Frage: Muss man die Mannschaft überhaupt fragen? Die Entscheidung musste ja anscheinend innerhalb von 2 Stunden getroffen werden. Vielleicht wurde nicht mit der Mannschaft diskuteiert aus selbstschutz. Unter dem Einfluss der Ereignisse hätte das Team vielleicht entschieden nicht zu spielen, nach einer Nacht drüber schlafen hätte es ihr aber vielleicht leid getan?! Ich bin mittlerweile der Ansicht, dass wir in der Debatte nur verlieren konnten! Zünglein an der Waage war in diesem Fall für mich die Uefa! Aufgrund der Ereignisse hätte die Uefa einen Vorschlag unterbreiten müssen, der alle zufrieden stellt und damit ein Zeichen für ihre scheinbar Werte setzen können: FairPlay, Menschlichkeit und Respekt.
Bild

Re: BVB: Wir können nicht einfach zur Tagesordnung übergehen

Beitragvon Bernd1958 » Sa 15. Apr 2017, 11:29

BlackHellDriver hat geschrieben:...ihre scheinbar Werte setzen können: FairPlay, Menschlichkeit und Respekt.

Wie Du schreibst... scheinbare Werte... es geht der UEFA wie allen anderen Verbänden nur um die Kohle und das gute Äußere ( auf kleiner Verbandsebene guck Dir den FLVW an )

Re: BVB: Wir können nicht einfach zur Tagesordnung übergehen

Beitragvon Buggy591 » Sa 15. Apr 2017, 11:52

Gelber Tyrion hat geschrieben:Diese Aussagen von Watzke/Rauball die ja jetzt immer wieder seziert werden, sind ja weitestgehend am Dienstag getroffen worden.

Zu dem Zeitpunkt, war ihnen wahrscheinlich selbst das ganze Ausmaß noch gar nicht so bewusst- Medienprofi hin oder her, das war einfach mal eine ganze andere (neuartige) Dimension.

Warum dann jetzt "Der Spiegel und Co versuchen Stricke zu knüpfen ist einfach mal abartig.


Das ist so nicht richtig. Ich habe am Mittwochmorgen eine Live- Schalte von einem Nachrichtensender , weiß gerade nicht mehr welcher, da ich dauernd gewechselt habe wegen neuer Infos, gesehen mit einem Interview mit Rauball vor dem Stadion, auch da wiederholte er recht emotionslos das abends gespielt würde, die Spieler seien schließlich Profis.

Da ich ein grosser Fan von Rauball bin, hat mich diese Aussage, auch wie sie vorgetragen wurde, doch recht erschüttert.

Re: BVB: Wir können nicht einfach zur Tagesordnung übergehen

Beitragvon xSchwattGelbx » Sa 15. Apr 2017, 12:03

joey1987 hat geschrieben:Der Print Teil des Spiegels ist auch qualitiv immer noch mit das Beste was Deutschland journalistisch zu gieten hat und da werden mit Sicherheit keine Unwahrheiten verbreitet. Das Watzke Zitat wird auch nicht verfälscht oder falsch widergegeben worden sein, sondern er wird es genauso empathielos gesagt haben. Darüber hinaus musste er natürlich damit aufzeigen wer die höhere moralische Instanz beim BvB ist und mal wieder Thomas Tuchel, der mit allem überragend reagiert hat und sich mit Sicherheit noch mehr Respekt innerhablb der Mannschaft erarbeitet hat, in die Parade fahren.

Weder Der Spiegel und auch sonst niemand weiß, was genau am Dienstag abgelaufen ist und intern gesagt wurde.

Wir wissen auch nicht die Gründe, wieso gewisse Worte von Watzke und Rauball gefallen sind.

Ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber es könnte ja sein, dass Watzke und Rauball intern sich mit den Sicherheitsexperten geeinigt haben und genau die Worte nach außen gewählt haben, damit im Stadion keine Panik ausbricht?

Watzke hat ja auch gesagt, dass es Überlegungen gab, gar nicht mehr in der Champions League anzutreten, wegen der Schwere des Vorfalls am Dienstag.

Ich kann mich nicht dran erinnern, dass die betroffenen Spieler oder Trainer sich über Watzke oder Rauball beschwert hätten. Warum man sich jetzt auf Watzke oder Rauball einschießen muss, braucht hier wohl niemand verstehen.
Der Bild ist im Pott - Deutscher Pokalsieger ist nur der BVB