Heidel-Interview in der WAZ


Moderatoren: Erwin u Helmut, S04ever, EddieW

Re: Heidel-Interview in der WAZ

Beitragvon guzzi » Mi 13. Sep 2017, 15:27

Gutes Interview.
Interessante Zahl, die 48!

Re: Heidel-Interview in der WAZ

Beitragvon saihttaM » Mi 13. Sep 2017, 15:39

Eigentlich ist es genau das, was ich mir von CH erhofft hatte.
Kaderkosten spürbar senken und sportlich ein Konzept vor Augen,
welches mit dem neuen Trainer auch umgesetzt wird.
Wenn jetzt die Mannschaft noch "Fußball spielt" . . . . . . . .
Mit CH Zukunft königsblau gestalten.

Re: Heidel-Interview in der WAZ

Beitragvon Himmel04 » Mi 13. Sep 2017, 15:43

Die Philosophie von HH und CH scheint extrem anders zu sein. Heidel zahlt hohe Ablöse bei kleinerem Gehalt und vielleicht höheren Erfolgsprämien, Heldt lockte ablösefreie Spieler mit fetten Verträgen.

Beides klingt erstmal okay. Heldts Problem war aber, dass die Leistung der Spieler nicht zur Kohle passte und keiner seinen MW steigern konnte, mal abgesehen von Goretzka.

Die Schieflage konnte HH eigentlich nur vermeiden durch den Verkauf von Knappenschmiedentalenten und das internationale Geschäft. Dabei hat ihm aber vor allem das Stammpersonal seiner Vorgänger geholfen.

Das Gehaltsgefüge hatte aber wahrscheinlich schon FM auf dem Gewissen mit dem Huntelaar-Deal und HH hat nur keinen Weg gefunden, das zu ändern. Vielleicht auch keine Notwendigkeit gesehen, denn es ging ja irgendwie.

Kling aber auch ein wenig nach "die fetten Jahre sind vorbei". Andererseits will er ja für Goretzka alles geben und kann das wohl auch. Dann wäre es eher ein "Leistung soll sich wieder lohnen". Klingt doch gut...
"Und dann sagte der Russe, der ein wenig deutsch konnte, zu mir: Kommst Du aus Schalke?" (Mein Oppa)

Re: Heidel-Interview in der WAZ

Beitragvon Farfan04 » Mi 13. Sep 2017, 16:16

Man könnte jetzt auch sagen ,Heidel hat den Schalke Kader auf Mainz Niveau gebracht ;)
Es wird sich alles zeigen am Ende des Jahres ob es die richtigen Schritte waren oder ob Wir endgültig im Mittelmass versinken .

Re: Heidel-Interview in der WAZ

Beitragvon frieders » Mi 13. Sep 2017, 16:38

Interview klingt gut.

So kann es aufwärts gehen. Identifikation kommt schneller als man glaubt.

Das mit der Knappenschmiede ist doch gutes Marketing.
Schade nur dass manche das verwechseln mit dem Märchen nach dem Motto
dann musst du nur noch die Eigengewächse züchten und wirst mit den blau-weissen Jungs am Besten schnell Meister.

Was wird hier eine blöde Spaltung zwischen den Fans von den angeblich echten Fans angezettelt. Heidel identifiziert sich eher mehr mit Schalke 2017 als die Mehrheit der angeblich echten Fans. Ganz großes Theater von Heidelfans und Traditionalisten zu sprechen, alles nur aufgebauschte Wichtigtuerei und Futter für die Medien.

Schwarzsehen ist wenig gesund.

In Ruhe betrachtet ist Schalke auf einem guten Weg.
Der Verein ist größer als ein Spieler oder auch zwei. Seit wann gilt das nicht mehr?
Wer sich auf die Fußspitzen stellt, steht nicht fest...

Re: Heidel-Interview in der WAZ

Beitragvon Olvera » Mi 13. Sep 2017, 19:20

Farfan04 hat geschrieben:Man könnte jetzt auch sagen ,Heidel hat den Schalke Kader auf Mainz Niveau gebracht ;)
Es wird sich alles zeigen am Ende des Jahres ob es die richtigen Schritte waren oder ob Wir endgültig im Mittelmass versinken .


Es gibt viele Gründe, warum wir nicht mehr ganz oben dran sind. Am wenigsten kann man das Heidel ankreiden.
In meinen Augen sind das folgende Punkte:
- extrem starke nationale Konkurrenz, die gut gewirtschaftet haben (BVB und FCB) und mit Leipzig einen Konkurrenten, der nicht aufs Geld gucken muss
- finanziell komplett neue Grundordnung in der Welt mit nun mindestens 20 wirtschaftlich gleich- oder höherwertigen Konkurrenten, die es vorher nicht gab (England, China)
- jahrelange Misswirtschaft von Horst Held mit Turbo-Gehälter für Durchschnittsprofis wie Aogo, Sam, Huntelaar und Co
- verschlafen der neuen Entwicklung auf dem Weltmarkt, so dass etliche Verträge, bei denen es drauf ankam, weil es Leistungsträger oder Talente betraf, zu spät eine adäquate Verlängerung hinzubekommen (Matip, Kola, Goretzka und Co, mit denen man früher hätte Gespräche führen müssen)... Dieses Paket teilen sich Heldt und Heidel.

Alles in allem haben wir nun endlich passende Lohnkosten für unseren Kader. Ich würde mich freuen, wenn wir jetzt Platz 5 oder 6 schaffen können, dann stünden wir blendend da.
Blau und weiß wie lieb ich dich

Re: Heidel-Interview in der WAZ

Beitragvon $stan » Mi 13. Sep 2017, 19:52

Recht optimistisch die letzten Kommentare hier.
DT finde ich bisher auch gut, er verspricht für mich tatsächlich mehr, als die letzten Trainer. Bei ihm habe ich den Eindruck, dass er tatsächlich die regelmäßigen Lethagieanfälle der Mannschft beseitigen kann.
Heidel hat einen großen Sparkurs umgesetzt, was fehlt ist das glückliche Händchen bei Transfers.
Wenn allein seine Transfers, die als richtige Verstärkungen gedacht waren geklappt hätten, d.h. Kono, Coke, Embolo und Betaleb echte Leistungsträger wären, könnte ich wesentlich entspannter sein.

Re: Heidel-Interview in der WAZ

Beitragvon Olvera » Mi 13. Sep 2017, 20:07

Du vergisst Naldo und Burgstaller.
Blau und weiß wie lieb ich dich

Re: Heidel-Interview in der WAZ

Beitragvon elTribe » Mi 13. Sep 2017, 20:13

$stan hat geschrieben:Recht optimistisch die letzten Kommentare hier.
DT finde ich bisher auch gut, er verspricht für mich tatsächlich mehr, als die letzten Trainer. Bei ihm habe ich den Eindruck, dass er tatsächlich die regelmäßigen Lethagieanfälle der Mannschft beseitigen kann.
Heidel hat einen großen Sparkurs umgesetzt, was fehlt ist das glückliche Händchen bei Transfers.
Wenn allein seine Transfers, die als richtige Verstärkungen gedacht waren geklappt hätten, d.h. Kono, Coke, Embolo und Betaleb echte Leistungsträger wären, könnte ich wesentlich entspannter sein.


Naja, so schlecht ist Heidel's Bilanz bis jetzt auch nicht. Embolo, Bentaleb, Naldo, Burgstaller, Harit kann man stand jetzt durchaus als gute Transfers bezeichnen. Auch Caligiuri ist zumindest solide.

Re: Heidel-Interview in der WAZ

Beitragvon IM Friseur » Mi 13. Sep 2017, 20:34

Immer diese gleiche fruchtlose Diskussion, mit welchen Spielern man "früher" hätte sprechen müssen. Erstens weiß keiner von uns, ob man das nicht hat. Zweitens gibt es auch seitens des Vereins nicht immer Planungssicherheit. Es spielen einfach unglaublich viele Faktoren zu einem bestimmten Zeitpunkt eine Rolle. Auch für die Spieler. Und da ist es beileibe nicht immer das ach so gerne angeführte "bessere Angebot". Ich wette, wenn vor zwei Jahren mit Kola langfristig verlängert worden wäre, hätten 50 % der Leute auch wieder krakeelt, wie man so einem Durchschnittstypen so viel Geld in den Rachen werfen kann. Dann spielt er eine Saison überragend, geht zu einem Top-Club und alle wollen es schon immer gewusst haben, dass er der Größte ist.

Matip wiederum wurde hier nahezu aus dem Stadion geraunt. An seiner Stelle hätte ich hier auch nicht verlängert. Und er hat in einem Interview auch deutlich gemacht, dass das seine Entscheidung beeinflusst hat.

Unter Strich sind viele Schalke-Fans nämlich dauernörgelnde Besserwisser mit ausgeprägtem Minderwertigkeitskomplex.

Und was die angebliche wirtschaftliche Schieflage bei HH angeht: Wir haben einen Kader zusammengestellt, der kontinuierlich Champions League spielen kann – aber ohne die Garantie, dass er es auch wirklich wird. Sowas nennt man Unwägbarkeiten. Ich hab's ja immer wieder geschrieben: Bei ein wenig Pech gehen wir den Bremer Weg, denen ähnliches wiederfahren ist: Gute Spieler kommen nur gegen gutes Geld und vor allem, wenn andere gute Spieler kommen, die auch gutes Geld wollen. Und dann wollen die, die bereitzs da sind, natürlich auch mehr Geld. Und schwupps hast du einen Kader, der nur durch regelmäßige Einnahmen auf CL-Niveau überhaupt finanzierbar ist. Und ansonsten mindestens so unzufrieden wie die Fans.

Ein Teufelskreis, dem wir gerade entkommen müssen, ohne auf Jahre hinaus sportliche Substanz zu verlieren.

Profifußball ist immer und in jeder Tabellensituation ein Ritt auf der Rasierklinge, da Spielerverträge immer mehrjährig gelten, die sportliche Quittung aber jeweils jährlich kommt. dDas ist in Mainz nicht anders als auf Schalke, nur mit kleineren Summen.

Ob der Manager nun HH oder CH heißt, alles hängt vom Erfolg ab. Und ob man gut oder schlecht eingekauft hat, weiß man immer erst nachher. Jeder Fußballmanager schließt eine Pakt mit dem Faktor Wahrscheinlichkeit. Aogo, Boateng, Afellay, Bastos, Goretzka, Sam – alles Transfers, für die HH bei Vertragsbeginn als Riesenfuchs gefeiert wurde, weil natürlich alle wussten, dass man sich Granaten für vergleichsweise kleine Kohle gesichert hatte. Aber nur Goretzka war eine nachhaltige Verstärkung (jetzt, da er seine lange Verletzungszeit überstanden hat und dauerhaft gute bis sehr gute Leistungen zeigt, alles vorher ist sowieso vergessen). Alle anderen sind mit Schimpf und Schande vom Hof gejagt worden. Natürlich wussten das die gleichen Leute, die sich zuvor vor Lust die Hände gerieben haben, schon damals besser.

Und heute ist es Stambouli, der der Sündenbock für alles ist. Ein Supertyp, der aber das Pech hat, bei einem Verein zu spielen, der keinen Fehler jemals verzeiht. Es sei denn, man geht und hat woanders Erfolg. Dann war man immer schon ein Weltstar. Siehe Rakitic.

Schalke hat weiß Gott nicht die besten Fans der Welt, aber ganz, ganz sicher die schizophrensten!