MdA: Im Rückblick


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MdA: Im Rückblick

Beitragvon Martin » Do 12. Jan 2012, 09:17

Die Frage, ob Sie heute noch Kontakt zu Roger Schmidt haben, wurde ja bereits gestellt. Aber aus diesem Bereich würde mich noch etwas interessieren.
Im Rückblick auf diese Zeit, was würden Sie sagen, war der größte Fehler? Ab wann war der Punkt erreicht, an dem sich etwas hätte ändern müssen, um erfolgreicher in Gegenwart und Zukunft zu sein? Woran ist Roger Schmidt mit seinem Weg letztendlich gescheitert? War er zu stur?
Münster braucht ein neues Stadion

Re: MdA: Im Rückblick

Beitragvon Marco de Angelis » Do 12. Jan 2012, 12:47

Martin hat geschrieben:Die Frage, ob Sie heute noch Kontakt zu Roger Schmidt haben, wurde ja bereits gestellt. Aber aus diesem Bereich würde mich noch etwas interessieren.
Im Rückblick auf diese Zeit, was würden Sie sagen, war der größte Fehler? Ab wann war der Punkt erreicht, an dem sich etwas hätte ändern müssen, um erfolgreicher in Gegenwart und Zukunft zu sein? Woran ist Roger Schmidt mit seinem Weg letztendlich gescheitert? War er zu stur?


Dazu sage ich gerne etwas: Ich bin mit Roger Schmidt nach wie vor befreundet. Auch wenn uns die Situation um seine Freistellung durchaus belastet hat.

Ich bin nach wie vor der Überzeugung, dass er ein sehr guter Trainer ist, mein Plan war mit ihm langfristig zusammenzuarbeiten. Auch Roger hat Fehler gemacht. Er hat aus meiner Sicht die Qualität eines Kaders, der aufsteigen soll, falsch eingeschätzt.

Es gab hier am Ende eine total vergiftete Stimmung gegen Roger Schmidt, woher die auch immer kam. Er hat aber sicher viel aus dieser Erfahrung mitgenommen, um daraus zu lernen. Es wäre schön gewesen, diesen Lernprozess mit ihm in Münster durchzustehen. Aber dafür gab es am Ende keine Basis mehr.

Ein Fehler? Man kann die langfristige Vertragsverlängerung mit Schmidt so werten. Ich war aber damals davon überzeugt, dass es gut ist für einen Verein wie Münster, langfristig mit einem Trainer, von dem man total überzeugt ist, zusammenzuarbeiten und auch schlechte Zeiten gemeinsam durchzustehen.

Voraussetzung für so etwas ist ein ungetrübte Vertrauensverhältnis zwischen Trainer und Vereinsführung.

Re: MdA: Im Rückblick

Beitragvon Inselpreuße » Do 12. Jan 2012, 12:56

Marco de Angelis hat geschrieben:Es gab hier am Ende eine total vergiftete Stimmung gegen Roger Schmidt, woher die auch immer kam. ,

Das ist vielleicht ganz einfach.
Schmidt:
Regungsloses -An-der-Seitenlinie-stehen. Egal bei welchem Spielstand.
Emotionslose Interviews mit fehlender Kritik an der Mannschaft und an sich selbst. Der hübsche Schal und die Frisur saßen immer.
Bei zum Schluß fehlenden Erfolgen ein explosiver Cocktail.

Wahrscheinlich ist Fascher deswegen so beliebt. Meist klare Worte die Leistung der Mannschaft und sich seiner eigenen betreffend. Einfach authentisch, dazu oft von Erfolg gekrönt.
Fascher könnte man sich auf der GG vorstellen, wie er mit Kleini auf die Pauke haut.
Mir Senfflecken auf der Jacke und Bier in der Femme.

Schmidt dagegen stellt man sich eher in der Lounge vor, mit Prosecco und Häppchen.

Ich weiß, völlig unsachliche und undifferinzierte Sichtweise, aber sie reden hier mit Fans. ;)

Re: MdA: Im Rückblick

Beitragvon Fatze_ » Do 12. Jan 2012, 14:10

Inselpreuße hat geschrieben:
Marco de Angelis hat geschrieben:Es gab hier am Ende eine total vergiftete Stimmung gegen Roger Schmidt, woher die auch immer kam. ,

Das ist vielleicht ganz einfach.
Schmidt:
Regungsloses -An-der-Seitenlinie-stehen. Egal bei welchem Spielstand.
Emotionslose Interviews mit fehlender Kritik an der Mannschaft und an sich selbst. Der hübsche Schal und die Frisur saßen immer.
Bei zum Schluß fehlenden Erfolgen ein explosiver Cocktail.


Noch dazu Aktionen wie Ornatelli in die Viererkette und Lars Remmert in den Sturm, die ich bis heute nicht verstehe.

Re: MdA: Im Rückblick

Beitragvon Orinocco » Do 12. Jan 2012, 22:20

Marco de Angelis hat geschrieben:Ein Fehler? Man kann die langfristige Vertragsverlängerung mit Schmidt so werten. Ich war aber damals davon überzeugt, dass es gut ist für einen Verein wie Münster, langfristig mit einem Trainer, von dem man total überzeugt ist, zusammenzuarbeiten und auch schlechte Zeiten gemeinsam durchzustehen.

Voraussetzung für so etwas ist ein ungetrübte Vertrauensverhältnis zwischen Trainer und Vereinsführung.


Genau das ist der Grund warum mit MF nicht verlängert wurde: Schlechte Erfahrungen beim langfristigen Vertrag mit RS und getrübtes Vertrauensverhältnis zw. MF und Vereinsführung.