Der DFB und China? Empört euch! Nicht.


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Re: Der DFB und China? Empört euch! Nicht.

Beitragvon FernetBranca » So 25. Jun 2017, 14:24

Bernd1958 hat geschrieben:
driverx hat geschrieben:Tatsächlich wird keinem was weggenommen, auch Pirmasens nicht, sondern den Vereinen werden zwei fest terminierte Freundschaftsspiele angeboten, für die es auch noch Geld gibt. Das irgendein Verein zur Teilnahme gezwungen werden kann, davon gehe ich nicht aus.

Siehst Du, das ist die irrige Annahme. Die Mannschaften der Regionalliga Südwest müssen an ihrem spielfreien Spieltag gegen die Chinesische Auswahl spielen. Und zwar mit allem Zipp und Zapp.

Und deswegen sind die Chinesen sehr wohl eingegliedert in den sportlichen Betrieb , auch wenn die Ergebnisse nicht zählen. Ich glaube nicht, daß Vereine da nachher dann sagen können das lassen wir, weil es finanziell nicht lohnt. Da wird schon ein entsprechender Vertrag bestehen, der die Vereine dazu verpflichtet.

Re: Der DFB und China? Empört euch! Nicht.

Beitragvon Fahnebub » So 25. Jun 2017, 15:07

FernetBranca hat geschrieben:
Bernd1958 hat geschrieben:
driverx hat geschrieben:Tatsächlich wird keinem was weggenommen, auch Pirmasens nicht, sondern den Vereinen werden zwei fest terminierte Freundschaftsspiele angeboten, für die es auch noch Geld gibt. Das irgendein Verein zur Teilnahme gezwungen werden kann, davon gehe ich nicht aus.

Siehst Du, das ist die irrige Annahme. Die Mannschaften der Regionalliga Südwest müssen an ihrem spielfreien Spieltag gegen die Chinesische Auswahl spielen. Und zwar mit allem Zipp und Zapp.

Und deswegen sind die Chinesen sehr wohl eingegliedert in den sportlichen Betrieb , auch wenn die Ergebnisse nicht zählen. Ich glaube nicht, daß Vereine da nachher dann sagen können das lassen wir, weil es finanziell nicht lohnt. Da wird schon ein entsprechender Vertrag bestehen, der die Vereine dazu verpflichtet.


Verträge werden häufiger zu Freundschaftsspielen aufgesetzt. Immerhin geht es auch um Antrittsgelder, Einnahmenteilung, in Verbindung mit Transfers oder ähnliches..Also können die sonst auch Teil eines Deals und daher verpflichtend sein.

Nichtsdestotrotz können die Vereine jetzt noch Nein sagen und die genaueren Bedingungen beeinflussen. Oder nicht?

Man muss erstmal abwarten, was und wie das konkret umgesetzt werden soll. Es wird auf der nächsten Managertagung sicherlich ausführliche Gespräche geben.

Re: Der DFB und China? Empört euch! Nicht.

Beitragvon driverx » So 25. Jun 2017, 19:51

Bernd1958 hat geschrieben:
driverx hat geschrieben:Tatsächlich wird keinem was weggenommen, auch Pirmasens nicht, sondern den Vereinen werden zwei fest terminierte Freundschaftsspiele angeboten, für die es auch noch Geld gibt. Das irgendein Verein zur Teilnahme gezwungen werden kann, davon gehe ich nicht aus.

Siehst Du, das ist die irrige Annahme. Die Mannschaften der Regionalliga Südwest müssen an ihrem spielfreien Spieltag gegen die Chinesische Auswahl spielen. Und zwar mit allem Zipp und Zapp.
Da es in der Regionalliga Südwest dazu einige Vereine gibt, die so ein wenig als "Risikospielpartner" eingestuft werden sind besondere Sicherheitsvorkehrungen vorgeschrieben. Da kommen mit Ordnungsdienst, Stadionmiete etc mal gut und gerne mehr als 10000 € zusammen. Da aber nicht unbedingt mit einem großen Zuschauerzuspruch zu rechnen ist wird sich das nicht rechnen.


Wo steht das denn,dass die "müssen" müssen? Ich hab dazu nichts gefunden und die Verträge dazu sind noch gar nicht unterschrieben.
Und so wie es aussieht, sind außer Mannheim alle dafür, zumindest aus Offenbach und Stuttgart gibt es solche Aussagen.
Von daher scheint es sich auch zu lohnen.
Was die Zuschauerzahlen angeht, wäre ich auch nicht so pessimistisch.
Warten wir's ab.

Re: Der DFB und China? Empört euch! Nicht.

Beitragvon Adlertraeger » Mo 26. Jun 2017, 11:38

1. Wenn das nicht verpflichtend wäre - wieso muss man dann auf einer Managertagung zustimmen? Der gesunde Menschenverstand sagt, dass China Geld bezahlt für eine verlässliche Gegenleistung - und damit dürfte die Liga als solche abstimmen, ob die Liga diese Spiele absolviert.

2. Natürlich werden die Vereine nicht gezwungen...und doch sind sie faktisch gezwungen. Das ist in etwa so, als ob ich einen Nichtschwimmer ins Wasser schubse und mich hinterher hinstelle und sage "Ich schmeiss dir den Schwimmring zu, wenn du im Gegenzug XY für mich erledigst." Schön, er hatte ja die Wahl...hätte ja auch absaufen können.
Die TV Gelder sind mickrig. Man muss richtig Kohle herbeischaffen um aus diesem Drecksloch rauszukommen. Und wenn man dann doch über sich hinauswächst, endlich 17 Mannschaften +x hinter sich lässt, darfst du in zwei Entschiedungsspielen gegen jemand anderen, der genauso viel Kohle investiert hat, nochmal ran. Ist doch klar dass die für die Kohle alles mögliche tun würden. Da gibts keine doppelten Böden. Da nimmt nicht noch der 7 an der EuropaLeague und der 4 in der Championsleague teil. Da wirste erster und dann kommt der Zonk und sacht dir "ätschi bätsch, außer Spesen nix gewesen".
Sorry, ich halte das weiterhin für extrem perfide.

Re: Der DFB und China? Empört euch! Nicht.

Beitragvon Fahnebub » Mo 26. Jun 2017, 19:39

Adlertraeger hat geschrieben:1. Wenn das nicht verpflichtend wäre - wieso muss man dann auf einer Managertagung zustimmen? Der gesunde Menschenverstand sagt, dass China Geld bezahlt für eine verlässliche Gegenleistung - und damit dürfte die Liga als solche abstimmen, ob die Liga diese Spiele absolviert.


Es wird als geschlossenes System abgestimmt. Entweder die Liga ist dafür oder aber nicht. Wenn sie dagegen ist, bleibt alles beim alten.
Was wohl passiere würde, wenn die Mannschaften selbst entscheiden könnten, ob sie überhaupt einen 19. Verein in der Liga haben wollen. Würde man dann trotz mehrheitlicher Zustimmung, aber eigener Ablehnung, die Spiele boykottieren?

2. Natürlich werden die Vereine nicht gezwungen...und doch sind sie faktisch gezwungen. Das ist in etwa so, als ob ich einen Nichtschwimmer ins Wasser schubse und mich hinterher hinstelle und sage "Ich schmeiss dir den Schwimmring zu, wenn du im Gegenzug XY für mich erledigst." Schön, er hatte ja die Wahl...hätte ja auch absaufen können.
Die TV Gelder sind mickrig. Man muss richtig Kohle herbeischaffen um aus diesem Drecksloch rauszukommen. Und wenn man dann doch über sich hinauswächst, endlich 17 Mannschaften +x hinter sich lässt, darfst du in zwei Entschiedungsspielen gegen jemand anderen, der genauso viel Kohle investiert hat, nochmal ran. Ist doch klar dass die für die Kohle alles mögliche tun würden. Da gibts keine doppelten Böden. Da nimmt nicht noch der 7 an der EuropaLeague und der 4 in der Championsleague teil. Da wirste erster und dann kommt der Zonk und sacht dir "ätschi bätsch, außer Spesen nix gewesen".
Sorry, ich halte das weiterhin für extrem perfide.


Die Aufstiegsregelung hat mit diesem Thema nichts zu tun.
Die Vereine werden auch nicht ins kalte Wasser geworfen. Sie bekommen vorher die Zusage 15.000 Euro pro Spiel (Rettungsring) zu kassieren. Ob sie dafür ins Wasser springen, entscheiden sie gemeinsam im Verbund.
Und natürlich könnte es anschließend einen faktischen Zwang geben. Den gibt es aber fast überall wo durch Mehrheitsentscheid abgestimmt wird. Da muss die Minderheit bzw Seite ohne nötige Mehrheit mit klarkommen.