Neue Debatte: Pyrotechnik – ein (un-)lösbarer Konflikt?


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Re: Neue Debatte: Pyrotechnik – ein (un-)lösbarer Konflikt?

Beitragvon Frahe04 » Mo 14. Nov 2016, 13:41

Neunzehnnullvier hat geschrieben: Ich freue mich darüber, das der Scheißdreck verboten ist. Das gehört nicht ins Stadion.
Da gehört auch nicht "drüber gesprochen". Das ist verboten, es ist durch Gesetze klar geregelt und gut ist.


+1
Wer königsblau im Herzen trägt, sieht niemals schwarz!

Re: Neue Debatte: Pyrotechnik – ein (un-)lösbarer Konflikt?

Beitragvon Jack_1906 » Mo 14. Nov 2016, 14:55

Frahe04 hat geschrieben:
Neunzehnnullvier hat geschrieben: Ich freue mich darüber, das der Scheißdreck verboten ist. Das gehört nicht ins Stadion.
Da gehört auch nicht "drüber gesprochen". Das ist verboten, es ist durch Gesetze klar geregelt und gut ist.


+1

Nur noch einmal kurz, bevor da ein +42 raus wird:
Durch die bestehenden Gesetze und Verordnungen (hier VstättV sowie 1. SprengV) in Deutschland ist klar geregelt, dass Feuerwerkskörper der Klasse T1 (Bengalen) in Stadien verboten sind, jedoch entsprechende Sondergenehmigungen erteilt werden können.

Das Gesetz räumt also durchaus die Möglichkeit ein, dass "drüber gesprochen" werden kann.
Ich bin nur dafür verantwortlich was ich schreibe. Nicht dafür, was Du verstehst.

Re: Neue Debatte: Pyrotechnik – ein (un-)lösbarer Konflikt?

Beitragvon Fahnebub » Mo 14. Nov 2016, 15:56

Jack_1906 hat geschrieben:
Frahe04 hat geschrieben:
Neunzehnnullvier hat geschrieben: Ich freue mich darüber, das der Scheißdreck verboten ist. Das gehört nicht ins Stadion.
Da gehört auch nicht "drüber gesprochen". Das ist verboten, es ist durch Gesetze klar geregelt und gut ist.


+1

Nur noch einmal kurz, bevor da ein +42 raus wird:
Durch die bestehenden Gesetze und Verordnungen (hier VstättV sowie 1. SprengV) in Deutschland ist klar geregelt, dass Feuerwerkskörper der Klasse T1 (Bengalen) in Stadien verboten sind, jedoch entsprechende Sondergenehmigungen erteilt werden können.

Das Gesetz räumt also durchaus die Möglichkeit ein, dass "drüber gesprochen" werden kann.


Eine Möglichkeit besteht immer. Nur braucht es dazu als allererstes die Beantragung einer Sondergenehmigung bei den Behörden durch den Veranstalter und nicht durch die Besucher.
Wie der DFB als Veranstalter zu der Thematik steht ist doch allen klar: keine Gesprächsgrundlage in der Pyro Thematik.
Damit hat sich das Thema auch erledigt.

Jeder weitere Vorfall (Raketen, Böller, geworfene Bengalos, Unterbrechung wegen Rauch) tut sein Übriges den DFB in seiner Annahme zu bestätigen.

Re: Neue Debatte: Pyrotechnik – ein (un-)lösbarer Konflikt?

Beitragvon Kreisklasse » Mo 14. Nov 2016, 16:05

Mal eine durchaus ernst gemeinte Frage: Glaubt Ihr wirklich, dass legalisierte Pyrotechnik von der überwältigenden Mehrheit der Pyrofans akzeptiert würde? Also "keimfreie" Pyros in einem Sicherheitsbereich unter Aufsicht zu definierten Zeitpunkten. Oder ist es nicht gerade die Grenzverletzung, die die Motivation interessierter Kreise liefert. Würde legale Pyrotechnik die illegale weitestgehend aussterben lassen?

Ich glaube das nicht. Ich kenne aber auch Städte, die Flächen für legale Grafitties bieten. Was andere Wände nicht wirklich sauberer macht.
Durch leidenschaftlichen, ehrlichen und erlebnisreichen Fußball
vermitteln wir Freude, Faszination und Begeisterung.

Re: Neue Debatte: Pyrotechnik – ein (un-)lösbarer Konflikt?

Beitragvon Jack_1906 » Mo 14. Nov 2016, 16:14

Fahnebub hat geschrieben:Eine Möglichkeit besteht immer. Nur braucht es dazu als allererstes die Beantragung einer Sondergenehmigung bei den Behörden durch den Veranstalter und nicht durch die Besucher.
Wie der DFB als Veranstalter zu der Thematik steht ist doch allen klar: keine Gesprächsgrundlage in der Pyro Thematik.
Damit hat sich das Thema auch erledigt.

Äh.... irgendwie ist es doch genau das, was die einschlägigen Fanverbände und auch der in diesem Artikel zitierte Ultra-Fan sich wünschen bzw. fordern: dass der DFB von seiner rigorosen Weigerungshaltung abtritt und zumindest Gespräche darüber führt, ob und in welchem Rahmen die Frage, ob Pyro mit Sondergenehmigung möglich ist, auf die Vereine und die zuständigen Behörden übertragen werden kann.

Klar, wenn der DFB nicht will, will er nicht. Dann muss er aber auch damit leben, wenn einige diese Einstellung schei*e finden. Rein rechtlich - wie es sowohl DFB als auch Foren-Hardliner gerne behaupten - gibt es jedenfalls keinerlei Hinderungsgrund für solche Gespräche oder gar einer entsprechenden Lösung!

@Kreisklasse: sie müssen es ja gar nicht gut finden oder die Möglichkeit nutzen. Hier sollte es erst einmal darum gehen, überhaupt eine Lösung zu finden, die die rechtlichen Vorgaben einhält und möglichst vielen Interessen gerecht wird.
Wenn dann eine Ultra-Gruppe weiter illegal zündet, bekommen sie halt weiterhin die heute schon bestehenden und immer weiter ausgebauten Repressionen zu spüren - und das dann noch mehr zurecht, weil sie dann nicht mehr den (irrigen) Rechtfertigungsgrund für sich in Anspruch nehmen können, gegen das repressive Verhalten des DFB anzugehen.
Man verliert eben nichts, wenn man eine solche Lösung anbietet. Wird sie nicht genutzt, geht's halt weiter wie bisher.
Ich bin nur dafür verantwortlich was ich schreibe. Nicht dafür, was Du verstehst.

Re: Neue Debatte: Pyrotechnik – ein (un-)lösbarer Konflikt?

Beitragvon Fahnebub » Mo 14. Nov 2016, 16:52

Jack_1906 hat geschrieben:Äh.... irgendwie ist es doch genau das, was die einschlägigen Fanverbände und auch der in diesem Artikel zitierte Ultra-Fan sich wünschen bzw. fordern: dass der DFB von seiner rigorosen Weigerungshaltung abtritt und zumindest Gespräche darüber führt, ob und in welchem Rahmen die Frage, ob Pyro mit Sondergenehmigung möglich ist, auf die Vereine und die zuständigen Behörden übertragen werden kann.

Klar, wenn der DFB nicht will, will er nicht. Dann muss er aber auch damit leben, wenn einige diese Einstellung schei*e finden. Rein rechtlich - wie es sowohl DFB als auch Foren-Hardliner gerne behaupten - gibt es jedenfalls keinerlei Hinderungsgrund für solche Gespräche oder gar einer entsprechenden Lösung!


Einige Fans haben doch ebenfalls eine rigorose Weigerungshaltung. Die ignorieren stumpf gewisse Regeln. Punkt.

Dann muss man auch damit leben, wenn der DFB diese Einstellung schei*e findet, dass weiterhin munter Strafen ausgesprochen werden.
Man kann alles so drehen wie man will.

Es gibt soviele Dinge, die rein rechtlich erlaubt sind aber durch das Hausrecht verboten werden. Bsp: Rauchen in Nichtraucher-Wohnung.
Kann man drüber reden und einen Kompromiss finden, muss man aber nicht.
Und das ist dann einfach mal zu akzeptieren.

Re: Neue Debatte: Pyrotechnik – ein (un-)lösbarer Konflikt?

Beitragvon Neunzehnnullvier » Mo 14. Nov 2016, 19:51

Schade, dass bei diesem Thema zu oft "postfaktisch" argumentiert wird. Denn dadurch wird der Blick auf das versperrt, was eigentlich wichtig sein sollte.


Stimmt. Bei mir ist das zum Beispiel die Gesundheit der Frau die vom DRK aus dem Block getragen werden musste.

Wenn überhaupt, dann reden wir hier über den Einsatz von Bengalen und die gibt es durchaus auch in raucharmen Varianten.


Wenn die nicht mehr so höllisch heiß abbrennen und die furchtbare Rauchentwicklung unterbleibt, warum nicht. Taschenlampen sind nicht verboten. Ich glaube aber kaum, das es das ist was die Pyro-freaks wollen.

Außerdem können empfindliche Personen durch eine frühzeitige Information entsprechend Abstand zum Geschehen wahren oder erst nach der Choreo ihren Platz einnehmen.


Super, die betroffenen kämen dann zehn Minuten nach Spielbeginn in die Kurve und könnten sich noch nen Platz irgendwo ganz hinten suchen.

Ich bezahle mein Ticket um das ganze Spiel ohne Gefahr für Leib, Leben und Gesundheit zu sehen.

Bislang war das Singen und Schreien noch immer effektiver als ne Spielunterbrechung wg. starker Rauchentwicklung. Sowohl für die Stimmung im Stadion als auch für die Mannschaft.

Glück auf.
"Schalke ist so ein Verein, der geht unter die Haut und das geht nie wieder weg" (Klaas-Jan Huntelaar)

Re: Neue Debatte: Pyrotechnik – ein (un-)lösbarer Konflikt?

Beitragvon BuB » Mo 14. Nov 2016, 20:38

Bild Lieber Staub aufwirbeln als Staub ansetzen!!!Bild

Re: Neue Debatte: Pyrotechnik – ein (un-)lösbarer Konflikt?

Beitragvon 8.5.15 » Mo 14. Nov 2016, 20:45

BuB hat geschrieben:Lauter Ultras in der FDP

http://www.faszination-fankurve.de/inde ... s_id=14207



Die fordern auch die Abschaffung von Mitbestimmung und Kündigungsschutz. 18% und Spring ins Feld.

Wäre schön wenn von dir mal ein vertretbarer Kompromiss aufgezeigt würde.
Als Schalker muss du Kerngesund sein sonst hältst du das nicht aus

Re: Neue Debatte: Pyrotechnik – ein (un-)lösbarer Konflikt?

Beitragvon driverx » Mo 14. Nov 2016, 22:32

8.5.15 hat geschrieben:
BuB hat geschrieben:Lauter Ultras in der FDP

http://www.faszination-fankurve.de/inde ... s_id=14207



Die fordern auch die Abschaffung von Mitbestimmung und Kündigungsschutz. 18% und Spring ins Feld.

Wäre schön wenn von dir mal ein vertretbarer Kompromiss aufgezeigt würde.


Das fordert die FDP zwar nicht, aber geschenkt.

Ein Kompromiss könnte sein,wenn die Pyrofreunde einseitig erklärten,für einen bestimmten längeren Zeitraum auf das zündeln zu verzichten, verbunden mit der Forderung an den DfB, mal wieder darüber zu reden.

Allerdings wäre dazu Einigkeit aller Interressierten nötig und die Akzeptanz dessen,das Gespräche nur ergebnisoffen sein können.

Daran glaube ich nicht.