Landtagswahlen in BW und RP



Re: Landtagswahlen in BW und RP

Beitragvon DonMartin » Mo 28. Mär 2011, 10:36

Geht es jetzt mit BW auch abwärts ? Ich denke eher nicht. In 5 Jahren kann selbst grün/rot kaum das hervorragende Fundament BW´s zerstören. Ausserdem sieht es in der Verantwortung etwas anders aus, als in der Opposition. Von daher ist es sogar positiv, dass in BW mal eine andere Regierung antreten darf. Wie sollte in dem solidesten Bundesland sonst auch ein Vergleich möglich sein ?

Re: Landtagswahlen in BW und RP

Beitragvon Deichgraf06 » Mo 28. Mär 2011, 11:37

Es ist geschafft!>>>>>>Ein Dorfschullehrer regiert B/W!>>>>>>Mal sehen, was aus dem Muschterländle wird?>>>Die mit Abstand (15% Vorsprung) stärkste Partei, muß draußen bleiben!>>>
So legen zwei "Schwächere" einen "Starken" flach, auch das ist Demokratie!
Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Schutzmauern, die anderen bauen Windmühlen!

Re: Landtagswahlen in BW und RP

Beitragvon Deichgraf06 » Mo 28. Mär 2011, 11:43

tottitom hat geschrieben:Der beste "vorneweg": eine gute Wahlbeteiligung und keine extreme Parteien in den Parlamenten!
Interessant: bei hoher Wahlbeteiligung hat die Linke anscheinend "Schwierigkeiten"!
Fragwürdig: Bei den Sozialdemokraten überwiegt die Freude der "Ablösung" mehr, als das eigene desaströse Abschneiden in beiden Bundesländern! Realitätsverlust!?
Und nu?: CDU und FDP müssen jetzt endgültig eine Aussage zur zukünftigen Energiepolitik treffen ansonsten laufen sie Gefahr, auch durch Vorkommnisse außerhalb des "Ländle" oder Europas abgestraft zu werden!Der Angst der Menschen vor der "unsichtbaren Gefahr" muß mit einem "klaren" Ausstiegsszenario begegnet werden!

Ich finde es gut, wenn es erstmalig einen grünen Ministerpräsidenten in einem Bundesland gibt! Jetzt wird sich zeigen ob grüne Politik tatsächlich so "anders" sein wird, als in der Opposition oder als Juniorparner der SPD! Ich denke immer noch mit Vergnügen an die Fernsehsendung zurück wo Frau Künast einen Tag "Bäuerin" war und schon bei kleinen "Aufgaben des täglichen Bauernlebens" achselzuckend scheiterte und davon sprach, dass Landwirtschaftspolitik ja für viele und nicht nur für einzelne Bauern gemacht würde! Andererseits kann grüne Politik den anderen Parteien vllt. auch zeigen, dass es andere, neue Wege gibt um Politik für den Menschen zu machen! Ich bin einmal gespannt!


Ja, die Genossen jubeln! Bei jedem Bundesliagverein würde bei solchen desaströsen Ergebnissen der Trainer geschasst und die klopfen sich die Schultern blau!! :lol: :lol:

Beck verliert 10% in R/Pfalz und in Stuttgart darf man mit lächerlichen 23% mitregieren (CDU knapp 40 %)! Gestern gab es bis auf das Bündnis 90 nur Verlierer!

Die Koalition der Zukunft heißt für mich Schwarz/Grün, warten wir die nächsten Wahlen ab, NRW könnte den Anfang machen! ;)

Die Grünen mußten exakt NICHTS für ihren Wahlsieg tun außer da zu sein und die 'Gunst' der Stunde nutzen.
Zuletzt geändert von Deichgraf06 am Mo 28. Mär 2011, 12:07, insgesamt 1-mal geändert.
Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Schutzmauern, die anderen bauen Windmühlen!

Re: Landtagswahlen in BW und RP

Beitragvon sharpo » Mo 28. Mär 2011, 12:06

:mrgreen:

tja, im schulterklopfen sind alle parteien spitze...auch wenn se um die 10% stimmenverlust haben.
kennen wir ja auch von der FDP...ne? ;)

aber auch da...muss ich an herrn beck sagen..kollege...die wahl zwar gewonnen aber bei ca. 10% stimmenverlust kann man sich nicht unbedingt als gewinner feiern lassen.
ein dicker dämpfer für k. beck!

was für die FDP gillt, gillt auch für die SPD.

Re: Landtagswahlen in BW und RP

Beitragvon sharpo » Mo 28. Mär 2011, 12:14

Deichgraf06 hat geschrieben:
tottitom hat geschrieben:Der beste "vorneweg": eine gute Wahlbeteiligung und keine extreme Parteien in den Parlamenten!
Interessant: bei hoher Wahlbeteiligung hat die Linke anscheinend "Schwierigkeiten"!
Fragwürdig: Bei den Sozialdemokraten überwiegt die Freude der "Ablösung" mehr, als das eigene desaströse Abschneiden in beiden Bundesländern! Realitätsverlust!?
Und nu?: CDU und FDP müssen jetzt endgültig eine Aussage zur zukünftigen Energiepolitik treffen ansonsten laufen sie Gefahr, auch durch Vorkommnisse außerhalb des "Ländle" oder Europas abgestraft zu werden!Der Angst der Menschen vor der "unsichtbaren Gefahr" muß mit einem "klaren" Ausstiegsszenario begegnet werden!

Ich finde es gut, wenn es erstmalig einen grünen Ministerpräsidenten in einem Bundesland gibt! Jetzt wird sich zeigen ob grüne Politik tatsächlich so "anders" sein wird, als in der Opposition oder als Juniorparner der SPD! Ich denke immer noch mit Vergnügen an die Fernsehsendung zurück wo Frau Künast einen Tag "Bäuerin" war und schon bei kleinen "Aufgaben des täglichen Bauernlebens" achselzuckend scheiterte und davon sprach, dass Landwirtschaftspolitik ja für viele und nicht nur für einzelne Bauern gemacht würde! Andererseits kann grüne Politik den anderen Parteien vllt. auch zeigen, dass es andere, neue Wege gibt um Politik für den Menschen zu machen! Ich bin einmal gespannt!


Ja, die Genossen jubeln! Bei jedem Bundesliagverein würde bei solchen desaströsen Ergebnissen der Trainer geschasst und die klopfen sich die Schultern blau!! :lol: :lol:

Beck verliert 10% in R/Pfalz und in Stuttgart darf man mit lächerlichen 23% mitregieren (CDU knapp 40 %)! Gestern gab es bis auf das Bündnis 90 nur Verlierer!

Die Koalition der Zukunft heißt für mich Schwarz/Grün, warten wir die nächsten Wahlen ab, NRW könnte den Anfang machen! ;)

Die Grünen mußten exakt NICHTS für ihren Wahlsieg tun außer da zu sein und die 'Gunst' der Stunde nutzen.



schwarz / grün wird es nicht geben. die differenzen sind zu gross.
beispiel: AKW´s

auch bei einem bundesligaverein ist es egal mit wieviel punkten vorsprung man meister wird.
;) 1 punkt vorsprung zum tabellen zweiten reicht da...in vielen fällen reicht sogar auch ein tor mehr in der tordifferenz. ;)

Re: Landtagswahlen in BW und RP

Beitragvon Deichgraf06 » Mo 28. Mär 2011, 12:22

sharpo hat geschrieben:
Deichgraf06 hat geschrieben:
tottitom hat geschrieben:Der beste "vorneweg": eine gute Wahlbeteiligung und keine extreme Parteien in den Parlamenten!
Interessant: bei hoher Wahlbeteiligung hat die Linke anscheinend "Schwierigkeiten"!
Fragwürdig: Bei den Sozialdemokraten überwiegt die Freude der "Ablösung" mehr, als das eigene desaströse Abschneiden in beiden Bundesländern! Realitätsverlust!?
Und nu?: CDU und FDP müssen jetzt endgültig eine Aussage zur zukünftigen Energiepolitik treffen ansonsten laufen sie Gefahr, auch durch Vorkommnisse außerhalb des "Ländle" oder Europas abgestraft zu werden!Der Angst der Menschen vor der "unsichtbaren Gefahr" muß mit einem "klaren" Ausstiegsszenario begegnet werden!

Ich finde es gut, wenn es erstmalig einen grünen Ministerpräsidenten in einem Bundesland gibt! Jetzt wird sich zeigen ob grüne Politik tatsächlich so "anders" sein wird, als in der Opposition oder als Juniorparner der SPD! Ich denke immer noch mit Vergnügen an die Fernsehsendung zurück wo Frau Künast einen Tag "Bäuerin" war und schon bei kleinen "Aufgaben des täglichen Bauernlebens" achselzuckend scheiterte und davon sprach, dass Landwirtschaftspolitik ja für viele und nicht nur für einzelne Bauern gemacht würde! Andererseits kann grüne Politik den anderen Parteien vllt. auch zeigen, dass es andere, neue Wege gibt um Politik für den Menschen zu machen! Ich bin einmal gespannt!


Ja, die Genossen jubeln! Bei jedem Bundesliagverein würde bei solchen desaströsen Ergebnissen der Trainer geschasst und die klopfen sich die Schultern blau!! :lol: :lol:

Beck verliert 10% in R/Pfalz und in Stuttgart darf man mit lächerlichen 23% mitregieren (CDU knapp 40 %)! Gestern gab es bis auf das Bündnis 90 nur Verlierer!

Die Koalition der Zukunft heißt für mich Schwarz/Grün, warten wir die nächsten Wahlen ab, NRW könnte den Anfang machen! ;)

Die Grünen mußten exakt NICHTS für ihren Wahlsieg tun außer da zu sein und die 'Gunst' der Stunde nutzen.



schwarz / grün wird es nicht geben. die differenzen sind zu gross.
beispiel: AKW´s

auch bei einem bundesligaverein ist es egal mit wieviel punkten vorsprung man meister wird.
;) 1 punkt vorsprung zum tabellen zweiten reicht da...in vielen fällen reicht sogar auch ein tor mehr in der tordifferenz. ;)


In der Bundesliga kann aber nur "ein" Verein gewinnen, hier haben sich der Tabellenzweite und der Tabellendritte zusammengeschlosssen und sind nun in der CL.
Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Schutzmauern, die anderen bauen Windmühlen!

Re: Landtagswahlen in BW und RP

Beitragvon sharpo » Mo 28. Mär 2011, 12:30

tja....so ist das halt bei politischen wahlen.
aber net beschweren....cdu/ fdp profitieren auch dadurch.....ohne dem gebe es kein schwarzgelbe bundesregierung. ;)

dadurch spielt der abstiegskandidat fdp in der CL. ;)

Re: Landtagswahlen in BW und RP

Beitragvon Deichgraf06 » Mo 28. Mär 2011, 12:45

sharpo hat geschrieben:tja....so ist das halt bei politischen wahlen.
aber net beschweren....cdu/ fdp profitieren auch dadurch.....ohne dem gebe es kein schwarzgelbe bundesregierung. ;)

dadurch spielt der abstiegskandidat fdp in der CL. ;)


tja....... so ist es eben nicht. In Berlin hat sich der Tabellenführer den Partner ausgesucht! In BW hat es die Partei mit dem höchsten Stimmenzuwachs getan, der Tabellenfüherer hat hier locker 15% mehr erreicht, das sollte man nicht vergessen.
Ich persönlich finde es sehr gut, dass endlich mal die Grünen den MP stellen, das ist für die CDU und vor allem für Frau Merkel strategisch gesehen ein riesiger Vorteil für die nächsten Wahlen.
Die "Grünen" und das weiß jeder, können gar nicht die überhöhten Erwartungen erfüllen.
Dazu zählt auch der sofortige Ausstieg aus der Kernernergie! ;)
Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Schutzmauern, die anderen bauen Windmühlen!

Re: Landtagswahlen in BW und RP

Beitragvon Q. » Mo 28. Mär 2011, 13:06

Der Vergleich hinkt schon ein wenig mit dem Fußball, denn natürlich hat die CDU als stärkste Kraft eigentlich erstmal den Auftrag zur Regierungsbildung. Nur wird Mappus keinen Koalitionspartner finden mit seinen 39%, der ihm die Mehrheit sichert, und so tun sich eben Grün und Rot zusammen, die das auch schon vor der Wahl kundgetan haben.
Ich denke mal, da regiert bei uns noch zu sehr das Schemadenken, daß wir zwei große Volksparteien haben, dazu 1-2 kleine Juniorpartner, und die größte Partei sucht sich dann was aus.

Ich sehe da auch prinzipiell keinen Nachteil, egal bei welcher Farbkonstellation, wenn sich zwei Parteien auf Augenhöhe zusammenschließen, die zusammen über eine Mehrheit im Parlament verfügen. Mehrheit ist Mehrheit, tönte es dazu letzte Woche noch aus dem Bundestag von Seiten der Regierung, und so ist das nun eben auch in Stuttgart.

Warten wir es ab, wie die Koalitionsverhandlungen laufen, und was nach 100 Tagen als erste Maßnahmen getroffen wurden. Ich denke mal, daß die Grünen gerade in BW soviel Realitätssinn haben, daß man nicht mit dem Untergang des Musterländles rechnen muß.
Die SPD allerdings sollte so langsam aufpassen, daß ihre Wähler nicht dauerhaft stiften gehen, erst zu den Linken, und nun zu den Grünen. Da bleibt am Ende vielleicht nicht mehr viel.

Re: Landtagswahlen in BW und RP

Beitragvon Bratmaxe » Mo 28. Mär 2011, 15:15

Eine erfreuliche Wahlbeteiligung mit einem historischen Ergebnis für BW, denn jetzt wird es interessant. Erstmals können sich die Grünen als stärkste Kraft mit der SPD als "Anhang" beweisen. Abzuwarten, was tatsächlich umgesetzt werden kann und darf. Ob Japan nun alleiniger Auslöser war, ob rational oder nicht spielt bei einer demokratischen Wahl keine Rolle. Und die CDU täte gut daran, sich nicht den gleichen Peinlichkeiten hinzugeben wie man sie so gerne aus dem linken Lager hört, wenn die Umfrageergebnisse nicht passen, nämlich "dass die Leute alle bildzeitungsverblödet seien". Besser in sich gehen und draus lernen.

Aber auf jeden Fall werden sich die Grünen zum ersten Mal wirklich an Taten messen lassen müssen und können sich hinter der SPD verstecken, denen all die Übel zugeschustert werden, obwohl man es gemeinsam verabschiedet hat.

Irgendwie witzig, dass diese Konstellation ausgerechnet in BW gewählt wurde und nicht in einem schon immer rotgrünen BL wie Bremen.

Die SPD selbst sollte eigentlich statt Jubelei eine furchtbare Katerstimmung haben, denn sie haben von der desolaten schwarz-gelben Regierungsarbeit überhaupt nicht profitieren können. Offensichtlich traut der Wähler ihnen NOCH weniger zu.

Auf jeden Fall werden die nächsten 2 Jahre höchst spannend zu beobachten wie sich immerhin 3 (!!) Parteien inhaltlich völlig neu positionieren müssen (nämlich CDU, FDP UND SPD). Ach ja und die personellen Fragen werden auch interessant (auch das betrifft alle 3).