Verhältnis zwischen Politik und Bürgern zerrüttet



Verhältnis zwischen Politik und Bürgern zerrüttet

Beitragvon sharpo » Fr 8. Okt 2010, 09:16

http://www.tagesschau.de/inland/deutsch ... d1158.html

zitat:"Zerrüttung ist wohl das Wort, das am besten beschreibt, was der neue ARD-DeutschlandTrend über das gegenwärtige Verhältnis von Politikern und Bürgern offenlegt. Weit über seine regionale Bedeutung hinaus beschäftigt das Bahnhofsprojekt in Stuttgart die Deutschen, sie sympathisieren mehrheitlich mit den Demonstranten. Und sie haben darüber hinaus das Gefühl, dass sich die politisch Handelnden von ihrer Lebenswelt abgekoppelt haben. So fordern mit 98 Prozent praktisch alle Befragten: "Die Politik muss wieder stärker den Kontakt zum Volk suchen.""

demokratie endet nicht mit der stimmenabgabe bei den wahlen.

Re: Verhältnis zwischen Politik und Bürgern zerrüttet

Beitragvon Ahnungsloser » Fr 8. Okt 2010, 09:22

sharpo hat geschrieben:So fordern mit 98 Prozent praktisch alle Befragten: "Die Politik muss wieder stärker den Kontakt zum Volk suchen.

Mich würde ja mal interessieren, wie viele dieser 98% sich überhaupt für die Politik in Deutschland interessieren. Die Wahlbeteiligungen der letzten Jahre sagen dazu ja einiges aus.

Re: Verhältnis zwischen Politik und Bürgern zerrüttet

Beitragvon sharpo » Fr 8. Okt 2010, 09:54

die wahlbeteiligung sagt genau dies aus.

keiner geht zur wahl weil man mit der politik unzufrieden ist. statt dessen werden die proteste auf der strasse heftiger.

Re: Verhältnis zwischen Politik und Bürgern zerrüttet

Beitragvon girlie » Fr 8. Okt 2010, 09:58

Ahnungsloser hat geschrieben:
sharpo hat geschrieben:So fordern mit 98 Prozent praktisch alle Befragten: "Die Politik muss wieder stärker den Kontakt zum Volk suchen.

Mich würde ja mal interessieren, wie viele dieser 98% sich überhaupt für die Politik in Deutschland interessieren. Die Wahlbeteiligungen der letzten Jahre sagen dazu ja einiges aus.


jeder interessiert sich für die politik sobald es ihn selber betrifft. nur leider vergessen die leute zu wahlzeiten häufig, dass auch entscheidungen getroffen werden können, die ihr leben stark beeinflussen.

Wobei sich mir die Frage stellt, ob die Politik immer die Meinung des Volks vertreten muss? Ich denke nein. Sie werden gewählt um für das Wohl des Volks und nicht 100% seine Meinung zu vertreten. Die Politiker müssen halt auch mal unpopuläre Entscheidungen treffen wenn dieses dem Allgemeinwohl dient. Natürlich muss dieses vernünftigt kommuniziert werden und ich denke, dass ist eher das Problem woran es scheitert.

Die Politiker sind nicht in der Lage ihre Entscheidungen vernünftig zu kommunizieren und dadurch kommt es zu Problemen. Beim Volk kommt das so an als würden die Politiker selbstherrlich über ihre Köpfe hinweg entscheiden.

Re: Verhältnis zwischen Politik und Bürgern zerrüttet

Beitragvon Ahnungsloser » Fr 8. Okt 2010, 10:00

sharpo hat geschrieben:keiner geht zur wahl weil man mit der politik unzufrieden ist. statt dessen werden die proteste auf der strasse heftiger.

Meinste, wenn die Ursula regelmäßig zu H4 Veranstaltungen geht um dort ihre Intention zu erklären (also den Kontakt zum Volk sucht), werden die auf einmal alle glücklicher?

Re: Verhältnis zwischen Politik und Bürgern zerrüttet

Beitragvon sharpo » Fr 8. Okt 2010, 10:16

Ahnungsloser hat geschrieben:
sharpo hat geschrieben:keiner geht zur wahl weil man mit der politik unzufrieden ist. statt dessen werden die proteste auf der strasse heftiger.

Meinste, wenn die Ursula regelmäßig zu H4 Veranstaltungen geht um dort ihre Intention zu erklären (also den Kontakt zum Volk sucht), werden die auf einmal alle glücklicher?


absolut nicht. die leute sind doch net blöd. nur fähnchen schwingen reicht nicht.

@girlie

nein , politik muss nicht die meinung des volkes vertreten.
nur aber auch nicht politik betreiben die am volk vorbei geht...oder..wie du es auch sagtest ..besse vermitteln.

nur wie kann man z.b. milliarden euros an bürgschaften für die banken bei gleichzeitigen einschnitten in hartz 4, gkv etc. vermitteln?

Re: Verhältnis zwischen Politik und Bürgern zerrüttet

Beitragvon girlie » Fr 8. Okt 2010, 10:18

@sharpo dafür gibt es definitiv gute finanzpolitische gründe. was würde wohl in deutschland passieren wenn plötzlich 3-5 banken pleite gehen?
das problem ist einfach dass die bürger nur direkte konsequenzen sehen und nicht in der lage sind längerfristig zu denken

Re: Verhältnis zwischen Politik und Bürgern zerrüttet

Beitragvon Ahnungsloser » Fr 8. Okt 2010, 10:20

sharpo hat geschrieben:nur wie kann man z.b. milliarden euros an bürgschaften für die banken bei gleichzeitigen einschnitten in hartz 4, gkv etc. vermitteln?

Indem man sich mit dem Thema beschäfftigt und versteht, warum die Bankenrettung für das Land wichtiger war, als 10€ mehr für die H4 Empfänger.

Re: Verhältnis zwischen Politik und Bürgern zerrüttet

Beitragvon sharpo » Fr 8. Okt 2010, 10:34

mein genanntes beispiel war nur mal eins von vielen. das vorab.

dann stell ich mal die frage...: was hat einer davon wenn banken gerettet werden wenn 1. fall: sein geld eh futsch ist...siehe lehmann brothers. 2. fall: er eh kein erspartes hat, weil er von der hand in den mund lebt.

und dann och sehn muss wie die "pleitebanken" anschliessend weiter so agieren wie vor der krise, weitere millionen gehälter oder bankenboni bezahlen?

und anschliessen kein gelder für unsere schulen da sind.

da besteht doch ein erhebliches vermittlungsproblem.

davon ab...ich geb euch beiden recht.

aber was wäre wenn man sagen würd. leXXX mich am popo...geh pleite. wird eine lehre für alle sein. siehe lehmann brothers.
banken lasst dieses sehr risikoreiche spekulieren, es geht auf eure kappe. der staat hilft nicht.

ergebnis: grosse wirtschaftskrise, verlust von arbeitsplätze etc.

wie appeliert man nun an die vernunft aller?

Re: Verhältnis zwischen Politik und Bürgern zerrüttet

Beitragvon Vogelhändler » Fr 8. Okt 2010, 10:49

girlie hat geschrieben:
Hey, girlie!

Ich nehme mal Deine guten Gedanken auf - zur Unterscheidung von Deinem Text meinen in Kursiv:


jeder interessiert sich für die politik sobald es ihn selber betrifft. nur leider vergessen die leute zu wahlzeiten häufig, dass auch entscheidungen getroffen werden können, die ihr leben stark beeinflussen.

Vielleicht nicht jeder, so doch viele mal mehr, mal weniger, je nach Betroffenheit und(!!!) Bildung.

Wobei sich mir die Frage stellt, ob die Politik immer die Meinung des Volks vertreten muss? Ich denke nein. Sie werden gewählt um für das Wohl des Volks und nicht 100% seine Meinung zu vertreten. Die Politiker müssen halt auch mal unpopuläre Entscheidungen treffen wenn dieses dem Allgemeinwohl dient. Natürlich muss dieses vernünftigt kommuniziert werden und ich denke, dass ist eher das Problem woran es scheitert.

Richtig! Und je besser und ehrlicher diese unpopulären Entscheidungen erklärt und begründet werden, desto eher ist auch eine Akzeptanz im Volke zu erreichen.

Lieber vernebeln viele (nicht alle) Politiker aber ihre Beweggründe, weil sie mit der verständlichen Wahrheit Stimmenverluste befürchten.


Die Politiker sind nicht in der Lage ihre Entscheidungen vernünftig zu kommunizieren und dadurch kommt es zu Problemen. Beim Volk kommt das so an als würden die Politiker selbstherrlich über ihre Köpfe hinweg entscheiden.

Eher glaube ich, daß die Politiker ihre Entscheidungen wegen Stimmverlustsorgen nicht kommunizieren wollen oder dürfen (Parteidoktrin, möglicherweise wegen "Einfluß von außen" [Q.]


Zum Schluß muß ich Dir gestehen, daß dieser Beitrag von Dir mir besser gefällt als der mit den absurden Religionen. Den habe ich auch ohne Satire-Hinweis als solchen abgehakt.

MfG - Vogelhändler - ,

der davon ausgeht, daß Du als vermutete Deutsche immer in Deutschland wählst, und hoffentlich immer richtig. *grins*