Verhältnis zwischen Politik und Bürgern zerrüttet



Re: Verhältnis zwischen Politik und Bürgern zerrüttet

Beitragvon Van Nuys » So 10. Okt 2010, 15:19

girlie hat geschrieben:und es geht um direkt betroffen. den rest verstehen die meisten doch eh nicht


Darum geht es im eigentlichen Sinne. In Casting Germany brauchst du dich um vieles gar nicht erst zu kümmern. Der Staat ist ja immer da und Pleite gehen kann der Staat auch nicht, weil... ja, gut das wissen die Leute nicht, aber das hört man halt.

Wie unser Staat funktioniert und dass Geld vom Staat nicht wirklich vom Staat, sondern von jedem einzelnen Bürger kommt, dem man gerne noch mehr Geld abnehmen möchte, ja das interessiert halt keinen. Wichtig ist auf jeden Fall, demonstrieren, protestieren, egal gegen wen oder was. Dabei sein ist alles ;)

Ach ja und immer schön sein Geld da anlegen, wo genau das versprochen wird, gegen das man ja eigentlich ist, nämlich hohe Renditen ;)

Re: Verhältnis zwischen Politik und Bürgern zerrüttet

Beitragvon Kalsbacher » Mi 13. Okt 2010, 11:33

Wähler, bzw. ein nicht unbeträchtlicher Teil davon, haben erkannt, dass die Politik anscheinend nicht in der Lage ist, Probleme zu lösen. Deweiteren, dass die Volksparteien nicht mehr für das stehen, für das sie Jahrzehnte gestanden haben. Vorreiter hier die SPD, die CDU ist mit Angie gerade auf dem Weg, ihre Stammwähler noch weiter zu vergraulen. Mittelfristige und langfristige Strategien sind nicht vorhanden, echter Reformwille ebenso nicht, von klaren Profilen fehlt jede Spur.
Gepaart mit der derzeitigen Personalqualität braucht sich also niemand wundern, es handelt sich aus Sicht der Wähler nur um eine logische Konsequenz. Wahlen werden mit dem Mittelstand gewonnen, nur wird dieser Mittelstand nur noch geschröpft und verarscht.
/" Lassen Sie mich eins mal sagen: Die These, der Geist steht links, ist nichts anderes als die permanente Wiederholung einer Dummheit"/

Re: Verhältnis zwischen Politik und Bürgern zerrüttet

Beitragvon sharpo » Mi 13. Okt 2010, 11:39

du hast die FDP vergessen.... ;)

das klientel der SPD hat sich in der arbeitswelt verändert. keine stahlarbeiter, keine bergarbeiter...
diese typischen SPD wähler sind net mehr vorhanden. kein wunder das die SPD ein profilproblem hat. nach links kann man net weil man dann zur linken tendierten...rechts von der spd die cdu/ fdp...auch net unbedingt spd ziel.

ansonsten kann ich deiner ausführung nur zustimmen.....*ausnahmsweise... :lol: *

Re: Verhältnis zwischen Politik und Bürgern zerrüttet

Beitragvon Kalsbacher » Mi 13. Okt 2010, 11:45

sharpo hat geschrieben:du hast die FDP vergessen.... ;)

das klientel der SPD hat sich in der arbeitswelt verändert. keine stahlarbeiter, keine bergarbeiter...
diese typischen SPD wähler sind net mehr vorhanden. kein wunder das die SPD ein profilproblem hat. nach links kann man net weil man dann zur linken tendierten...rechts von der spd die cdu/ fdp...auch net unbedingt spd ziel.

ansonsten kann ich deiner ausführung nur zustimmen.....*ausnahmsweise... :lol: *



Die FDP, die Linke und die Grünen habe ich bewusst daraus gelassen, sie werden ihre Stammwählerschaft garantiert erhalten.
Die SPD hat das größte Potential von allen, jeder abhängig Beschäftigte zählt grundsätzlich dazu.
/" Lassen Sie mich eins mal sagen: Die These, der Geist steht links, ist nichts anderes als die permanente Wiederholung einer Dummheit"/

Re: Verhältnis zwischen Politik und Bürgern zerrüttet

Beitragvon girlie » Mi 13. Okt 2010, 11:55

Ich denke nicht, dass die SPD ihre Stammwähler verliert. Ein Problem, dass die SPD hat ist dass durch die Gründung der Linken die Stammwähler aufgeteilt wurden. Sehr Linke und eben gemässigt Linke. Und es ist nunmal so, dass in schwierigen Zeiten und Krisen die Menschen eher zu extremen tendieren.
Ausserdem sehe ich die Anstiege der Grünen eher als Abstrafen der SPD. Jedem ist bewusst, dass im "Normalfall" Rot-Grün eine Koalition bilden.
Gleiches war zeitweise bei CDU und FDP zu beobachten.

Re: Verhältnis zwischen Politik und Bürgern zerrüttet

Beitragvon sharpo » Mi 13. Okt 2010, 11:58

fdp is lt. umfragen ziemlich tief abgestürzt. da is net viel potenzial vorhanden..war es in den letzten 15 jahren offensichtlich auch net. ;)

spd...
schwierig. hätten ja.......da kommt so ein psychologischer effekt hinzu...spd= arbeiter= malocher..dreck........

will ja keiner sein. das thema hatten wir schon mal..wurde auch von den medien in ähnliherweise aufgegriffen.
der bürger will eher zu "oberschicht" gehören..ist schicker..moderner..also tendenz CDU- wähler.

die grünen? ahja....eine mischung von allem...irgendwie ...ka.
wofür stehn se? denke eher ..die reiten auf einer welle ..welle namens protest.
kann sich wer nen grünen bundeskanzler/in vorstellen? ..
i net.

Re: Verhältnis zwischen Politik und Bürgern zerrüttet

Beitragvon Vogelhändler » Mi 13. Okt 2010, 12:43

girlie hat geschrieben:Ich denke nicht, dass die SPD ihre Stammwähler verliert. Ein Problem, dass die SPD hat ist dass durch die Gründung der Linken die Stammwähler aufgeteilt wurden. Sehr Linke und eben gemässigt Linke. Und es ist nunmal so, dass in schwierigen Zeiten und Krisen die Menschen eher zu extremen tendieren.
Ausserdem sehe ich die Anstiege der Grünen eher als Abstrafen der SPD. Jedem ist bewusst, dass im "Normalfall" Rot-Grün eine Koalition bilden.
Gleiches war zeitweise bei CDU und FDP zu beobachten.


Hey, girlie!

So sehe ich es auch: Weitere Stammwähler wird sie wohl kaum verlieren, weil sie schon einen erheblichen Teil, die so genannte WASG schon an die LINKEN verloren hat. Jedenfalls sehe ich das so, weil ich immer noch mich zu den verbliebenen SPD-Stammwählern zähle.

Die Abspaltung der WASG wurde nach meiner Beurteilung durch die per "Order de Mufti" durch G. Schröder verkündeten "Hartz"-Gesetze, unterstützt durch den "Seeheimer Kreis" (sh. Wikipedia: "Rechter SPD-Flügel") ausgelöst.

Und Vater der WASG-Abspaltung war Lafontaine. Wenn er auch aus sozialer Sicht durchaus verständliche Gründe dazu hatte, wäre es, anstatt sich der PDS anzuschließen, besser gewesen, sich mit dem "rechten" SPD-Parteiflügel hart oder härter auseinanderzusetzen. Da konnte "Lafo" aber, wie's schien, nicht verwinden, von G. Schröder "abgewatscht" worden zu sein.

Die Verbindung PDS/WASG war insofern unselig, weil die WASG hier die "Haue" mitbekommt, die UNION und FDP, berechtigt oder nicht, der PDS als SED-Nachfolge-Partei laufend verabreichen.

Eine Versöhnung zwischen SPD und WASG erschiene mir für "die Sozen" ein Gewinn, schon allein deshalb, weil dann die "Kommunistenhetze" der Bürgerlichen (UNION und FDP) dann - möglicherweise - nur die Richtigeren (PDS) träfe. Eine Trotzreaktion der WASG-Wähler erscheint mir schon verständlich.

Die Wandlung der grundsätzlichen SPD-Wählerschaft (von "Püttrologen" zu anderen Beschäftigungsformen) müßte eine ungeteilte oder wiedervereinigte SPD genau so schaffen, wie es doch auch die UNION mit den rechts von ihr angesiedelten Wählern - wenigstens versucht.

Aber wer von Rest-SPD und WASG nimmt jetzt "den Kopp untern Arm?"
Nahles traute ich es eher zu als Gabriel. - Irrtum natürlich vorbehalten! -

MfG - Vogelhändler -

Re: Verhältnis zwischen Politik und Bürgern zerrüttet

Beitragvon Jasper1902 » Mi 13. Okt 2010, 20:03

Aber wer von Rest-SPD und WASG nimmt jetzt "den Kopp untern Arm?"
Nahles traute ich es eher zu als Gabriel. - Irrtum natürlich vorbehalten! -

MfG - Vogelhändler -[/quote]

Nahles?
Um Gottes Willen, auch wenn meine politische Gesinnung ,eine andere ist wie deine so
denke ich, daß viele Deiner Aussagen korrekt sind.

Wie schon vorher von mir geschrieben geht es jetzt darum seine eigene Identitä - egal ob
CDU oder SPD - wiederzufinden.

Nahles wäre - auch wenn es mir nicht gerade unrecht käme - meiner Meinung nach die
schlechteste Lösung für die SPD, die geht ja nun gar nicht.

sgG
Unsere Asozialität - werden wir niemals bereuen
1909

Re: Verhältnis zwischen Politik und Bürgern zerrüttet

Beitragvon Bratmaxe » Mo 25. Okt 2010, 11:11

Nur mal 'ne Anmerkung zu H4 und "dem Volk".
Offensichtlich wird gerne vergessen, dass die H4-Leute absolut in der Minderheit sind und daher das "Volk" gar nicht repräsentieren. Genauso gut könnte sich ein Minister die Begehrlichkeiten der Hotellerie oder der Atomstromerzeuger anhören ;)

Insofern muss die Politik die Volksnähe zur Basis in Form der Mehrheit suchen. Wir reden in Deutschland mittlerweile viel zu viel über die Minderheiten - egal in welcher Form.