Debatte nach Wulff-Rede



Debatte nach Wulff-Rede

Beitragvon sharpo » Mi 6. Okt 2010, 09:28

zitat:"Das Christentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Das Judentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Das ist unsere christlich-jüdische Geschichte. Aber der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland."

quelle:http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,721388,00.html


zitat:"„Dass der Islam Teil unserer Kultur ist, unterschreibe ich nicht“, sagt CSU-Landesgruppenchef Friedrich. Weitere Unionspolitiker gehen auf Distanz zu Formulierungen des Bundespräsidenten. Laut einer Umfrage stimmen zwei Drittel der Bundesbürger den Äußerungen Wulffs nicht zu."

quelle:http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~EFFD4842CC945486C81F5725206758C66~ATpl~Ecommon~Scontent.html

nun sind bereits einige tage vergangen seit unser bundespräsident den berüchtigten satz aussprach.

bin überrascht über diese ruhe im forum bezügllich thema islam in deutschland.
da gab es doch mal einige andere stimmen.

wo sind se?

oder traut sich keiner was zu sagen weil es von einem cdu- politiker kommt? :mrgreen:

Re: Debatte nach Wulff-Rede

Beitragvon shaggy2dope » Mi 6. Okt 2010, 10:10

Es gibt wichtigeres als das Geseier dieses Interims-Bundespräsidenten.

Aber sowas kann man schön hochpuschen damit man unnötige Diskussionen am kacken hält.

Re: Debatte nach Wulff-Rede

Beitragvon Vogelhändler » Do 7. Okt 2010, 09:58

sharpo hat geschrieben:zitat:"Das Christentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Das Judentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Das ist unsere christlich-jüdische Geschichte. Aber der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland."

quelle:http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,721388,00.html


zitat:"„Dass der Islam Teil unserer Kultur ist, unterschreibe ich nicht“, sagt CSU-Landesgruppenchef Friedrich. Weitere Unionspolitiker gehen auf Distanz zu Formulierungen des Bundespräsidenten. Laut einer Umfrage stimmen zwei Drittel der Bundesbürger den Äußerungen Wulffs nicht zu."

quelle:http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~EFFD4842CC945486C81F5725206758C66~ATpl~Ecommon~Scontent.html

nun sind bereits einige tage vergangen seit unser bundespräsident den berüchtigten satz aussprach.

bin überrascht über diese ruhe im forum bezügllich thema islam in deutschland.
da gab es doch mal einige andere stimmen.

wo sind se?

oder traut sich keiner was zu sagen weil es von einem cdu- politiker kommt? :mrgreen:



Hey, sharpo!

"Der CDU-Politiker", wenn Du Wulff jetzt damit meinst, den Bundespräsidenten "aller Deutschen", stört mich keinesfalls.

Und dessen Erwähnung, daß auch der Islam "inzwischen auch zu Deutschland gehört", trifft in meinen Augen auch zu. Wohlweislich hatte Wulff nicht erwähnt, daß der Islam und seine Lehren auch zu unserer christlich-jüdischen Kultur zählt. Nach meiner Erinnerung hatte er als oberstes Gebot die Achtung unserer auf christlich-jüdischer Kultur gründenden deutschen Verfassung verlangt.

Möglicherweise hätte Wulff diese Einschränkung deutlicher betonen sollen/müssen. So hat er den Erz-Konservativen willkommenen Anlaß zum Räsonieren und, sich zu profilieren, geboten.

Man mag es Wulffs Unerfahrenheit, seine mangelnde Eignung zum Bundespräsidenten zuschreiben, was ja nicht wundern kann, wenn man bedenkt, daß er - nach U. v. d. Leyen - "auf die Schnelle" als Ersatz für H. Köhler aus dem Hut zaubern mußte.

Nach Fehlern in der Sarrazyn/Bundesbank-Geschichte wird man ihm, Wulff, wohl Zeit lassen müssen, ein guter, wenigstens besserer Bundespräsident zu werden. Von mir bekommt er die eingeräumt.

MfG - Vogelhändler -

Re: Debatte nach Wulff-Rede

Beitragvon sharpo » Do 7. Okt 2010, 11:49

oder...wie hat es heut morgen im radio geheissen....

er wollte sich kanten schaffen.

die rede hat nix mit seiner "unerfahrenheit" zu tun. er hat da eine menge erfahrene redenschreiber an seiner seite. und ne menge leute die diese rede lesen und nochmals lesen und nötigen falls korrigieren.

er wollte ganz klar sagen...auch der deutsche mit islamischen glauben gehört zu deutschland.
er ist der präsident aller deutschen. ob christen, juden oder moslems.

Re: Debatte nach Wulff-Rede

Beitragvon girlie » Do 7. Okt 2010, 12:44

Ich verstehe das Problem nicht ...

Er sagt doch im Endeffekt nur, dass der Islam zu Deutschland gehört. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und behaupte JEDE Religion gehört zu Deutschland. Ich hab das sowas im Ohr von wegen Selbstbestimmung der Religion ...

Und wer behauptet, dass der Islam unsere Kultur nicht beeinflusst verleugnet ziemlich die Geschichte.

Wie auch immer, von einer Partei deren Chef vor ein paar Jahren sagte "Deutschland ist verrasst" erwarte ich nichts anderes.

Re: Debatte nach Wulff-Rede

Beitragvon sharpo » Do 7. Okt 2010, 12:51

du ich auch net.

aber cdu- u. csu politiker haben lt. medienberichten ein grösseres problem damit. :mrgreen:

Re: Debatte nach Wulff-Rede

Beitragvon Ahnungsloser » Do 7. Okt 2010, 12:54

sharpo hat geschrieben:aber cdu- u. csu politiker haben lt. medienberichten ein grösseres problem damit. :mrgreen:

Du meinst Herrn Buschikowski aus Berlin? Oder herrn Sarrazin aus "Was-weiß-ich"?

Re: Debatte nach Wulff-Rede

Beitragvon sharpo » Do 7. Okt 2010, 12:57


Re: Debatte nach Wulff-Rede

Beitragvon Vogelhändler » Do 7. Okt 2010, 13:01

sharpo hat geschrieben:oder...wie hat es heut morgen im radio geheissen....

er wollte sich kanten schaffen.

die rede hat nix mit seiner "unerfahrenheit" zu tun. er hat da eine menge erfahrene redenschreiber an seiner seite. und ne menge leute die diese rede lesen und nochmals lesen und nötigen falls korrigieren.

er wollte ganz klar sagen...auch der deutsche mit islamischen glauben gehört zu deutschland.
er ist der präsident aller deutschen. ob christen, juden oder moslems.



OK, sharpo!

Wenn ich das richtig verstehe, haben die Erz-Konservativen die islamische Kultur da hineininterpretiert. Und warum? Etwa über Wulff A. Merkel hineinzureden? Sieht man Merkels Felle schwimmen, auch nachdem sie die Landtagswahlen in Baden-Württemberg zum Volksentscheid über "S21" erklärt hatte? Ich glaube, daß A. Merkel diese Ankündigung inzwischen bedauert.

Zu den Redenschreibern:
Ich kenne die nicht, weiß auch nicht, ob die nach Köhlers Abdanken ausgetauscht wurden, und, ob die die von Wulff vorgegebene Generalaussage (Präsident aller Deutschen, auch der islamischen Glaubens) beeinflussen oder sogar ändern dürfen.

Dagegen bleibe ich bei Wulffs Unerfahrenheit angesichts seiner voreiligen Einflußnahme auf Sarrazins Entlassung durch die Bundesbank. Da war er, kurz nach seiner Wahl zum Bundespräsidenten noch zu sehr Ministerpräsident. Und keinen (Redenschreiber oder sonstigen Berater) scheint er befragt zu haben.

Das muß man ihm verzeihen, um nicht schon wieder einen neuen Bundespräsidenten wählen zu müssen. Dabei glaube ich auch gar nicht, daß man ihn, den Bundespräsidenten, so mir nichts Dir nichts seines Amtes entheben kann. Höchstens könnte man ihn, wie vorher Köhler, durch geharnischte Kritik zum Rücktritt zu veranlassen.

Und selbst das erscheint mir trotz der Erz-Konservativen-Kritik recht unwahrscheinlich. Die Blamage wäre für die UNION (die FDP spielte da m. E. keine Rolle) eine unvorstellbare.

MfG - Vogelhändler -

Re: Debatte nach Wulff-Rede

Beitragvon Ahnungsloser » Do 7. Okt 2010, 13:09


Und? Da geht es um Röttgen und Hermann. Der eine findet das gut, der andere nicht. So wie auch Politiker anderer Parteien.