Diesel-Gipfel: Show must go on


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Diesel-Gipfel: Show must go on

Beitragvon Sträfling » Mi 2. Aug 2017, 17:47

Der Diesel-Gipfel war eine reine Alibiveranstaltung der Politik, bei der sich diese noch nach allen Regeln der Kunst von der Autoindustirie vorführen liess.
Fahrverbote sind nach dieser Farce sicher.
Ein Witz, wenn Seehofer davon spricht, daß die Autoindustrie ihrer Verantwortung deutlich gerecht werde.
Wieder zeigt sich, dass die BRD bereits eine Bananenrepublik ist, bei der die Industrie die Schwäche und Handlungsunfähigkeit der Politik und der staatlichen Institutionen genüßlich aussitzt und den Rechtsstaat vorführt!
Fast shakespearehaft listig-heuchlerisch mutete der Auftritt des Conferenciers der Kanzlerin, Matthias Wissmann an; war er es doch der der lieben Angela einen Bettelbrief
um Erlaubnis nach mehr Lustverschmutzung und damit mutwillig mehr geschädigten Menschen schrieb:
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/auto ... 01016.html
Zu diesem Kasperle-Theater fällt mir nur noch das ein:

https://www.youtube.com/watch?v=AHWLVxg8MxA
Betrüger Republik Deutschland - Arbeit macht arm!

Bauern wehrt euch oder Glyphosat-Merkel verzehrt euch!

Re: Diesel-Gipfel: Show must go on

Beitragvon Resser Marker » Do 3. Aug 2017, 07:43

Software-Update! Yeah!

Ich schlage auch gleich noch ein Software-Update für Atommüllendlager vor. Und eines für Eier mit Insektoziden. So löst er Probleme, der deutsche Wirtschaftsboss. Und Kanzlereuse Merkel grinst glücklich.
Patriotismus ist die Tugend der Boshaften! (Oscar Wilde)

Re: Diesel-Gipfel: Show must go on

Beitragvon Deichgraf06 » Do 3. Aug 2017, 08:36

Früher war es so, daß Ingenieure etwas entwickelt haben, und dann stand es dem Konsum zur Verfügung. Heute ist es so, daß Politiker, Soziologen und Lehrer den Ingenieuren sagen was sie zu entwickeln haben. Ohne jegliches Fachwissen werden völlig irrsinnige Rahmenbedingungen gesetzt. Dann kuschen die Manager der Konzerne vor den Politikern (die Manager haben Technisch auch keine Ahnung), und die armen Ingenieure müssen auf Teufel-komm-raus die Rahmenbedingungen erfüllen. Egal ob das sinnvoll ist oder nicht. Bis vor 2 Jahren ging es um CO2. Jetzt wird tatsächlich darüber geredet ob der Diesel sterben soll. Dabei verbrennt er wesentlich effizienter als ein Benziner. Die ganze Diskussion jetzt ist nichts anderes als eine große Show. Eine Parade der Öko-Gutmenschen. Man muss aus Rohöl auch entsprechend weniger Diesel herstellen KÖNNEN! Höhersiedender Dieselkraftstoff und leichtes Heizöl machen nämlich bis zu 21 % der Produktionsmenge aus Rohöl aus. Und da sind wir auch schon bei 6 Millionen Heizungsanlagen die in Deutschland auf Heizöl laufen. Die müssen teuer auf Gas oder Wärmepumpe umgerüstet werden. Wer soll das bezahlen? Ach klar, der arme Bürger. Glückwunsch!
Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Schutzmauern, die anderen bauen Windmühlen!

Re: Diesel-Gipfel: Show must go on

Beitragvon Lily the Pink » Do 3. Aug 2017, 09:04

Dieselgipfel: Deutschland, das Gelobte Land des Dinglichen
Manchmal reicht die stückchenweise Verbesserung des Bestehenden nicht aus. Weil Deutschland das nicht verstehen will, gibt es jetzt einen Dieselgipfel. Zukunftsweisend wäre eine andere Veranstaltung.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/dies ... 61001.html

Re: Diesel-Gipfel: Show must go on

Beitragvon ErwinK » Do 3. Aug 2017, 17:59

Ohne Zweifel stinkt Vieles an diesem sogenannten Diesel-Gipfel. Waren da eigentlich auch Umweltverbände und Interessenvertreter der Stadtbevölkerung anwesend oder nur die Autoindustrie, deren Lobbyisten und die weitgehend gefügige Politik?
Eines sollte jedem Autofahrer eines Benziners klar sein; sobald der Diesel "besiegt" ist, werden zunächst die Benziner mit den kleinen Turbomotoren dran sein. Ruhe wird erst sein, wenn alle Autos zumindest aus den Innenstädten verbannt sind.
Die Autoindustrie wird heute leider von recht skrupellosen Figuren angeführt, die nicht einmal merken, was sie da gerade anrichten. Anstatt nun zu signalisieren "Wir haben verstanden." versuchen sie weiter zu tricksen und ihre Lobbyisten in Stellung zu bringen. Dabei merken sie gar nicht, dass sie ihre eigene Branche Schritt für Schritt an den Abgrund führen.
Die Politik ist offenbar derart mit dieser Industrie verflochten, dass sie nicht die Kraft hat, das Ruder herumzureißen. Damit tut sie den Menschen, der Autoindustrie und sich selbst keinen Gefallen.
Das Fatale ist aber, dass es mit relativ geringem Aufpreis (zumindest bei Neuwagen) möglich wäre, einen Diesel deutlich unter die Grenzwerte zu bringen. Es waren relativ kleine Einsparungen pro Fahrzeug, die zu dieser Schummelei geführt haben. Dafür müsste jeder Verantwortliche eigentlich zum Teufel gejagt werden.
Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen. Voltaire (1694-1778), eigtl. François-Marie Arouet, frz. Philosoph u. Schriftsteller

Re: Diesel-Gipfel: Show must go on

Beitragvon Kugelschreiber » Do 3. Aug 2017, 18:20

Wenn dies alles immer so einfach wäre..

Ein interessanter Artikel dazu...

http://www.sueddeutsche.de/politik/kons ... -1.3610212

SUV-Fahrer repräsentieren den rücksichtslosen Konsum unserer Gesellschaft, sagt der Politologe Markus Wissen. Auch Elektro-Autos seien keine Lösung. Nötig ist radikales Umdenken.

Re: Diesel-Gipfel: Show must go on

Beitragvon Kugelschreiber » Do 3. Aug 2017, 18:36

Während wir in DE die Diesel- Sau durch das Dorf jagen...

http://www.focus.de/auto/news/abgas-ska ... 32682.html

Re: Diesel-Gipfel: Show must go on

Beitragvon Sträfling » Do 3. Aug 2017, 21:02

Kugelschreiber hat geschrieben:Wenn dies alles immer so einfach wäre..

Ein interessanter Artikel dazu...

http://www.sueddeutsche.de/politik/kons ... -1.3610212

SUV-Fahrer repräsentieren den rücksichtslosen Konsum unserer Gesellschaft, sagt der Politologe Markus Wissen. Auch Elektro-Autos seien keine Lösung. Nötig ist radikales Umdenken.

Seltsame Thesen stellt der Mann auf! Der Mann schmeisst Dinge zusammen, die nicht zusammengehören!
"Bei Elektromobilität dreht sich alles darum, wie viel CO₂ die E-Autos ausstoßen. Wenn sie mit Ökostrom betrieben werden, dann emittieren sie nichts. Aber: Es wird schwer, die komplette Pkw-Flotte auf E-Autos umzustellen und mit Ökostrom zu betreiben. In der Diskussion wird auch ausgeblendet, welche Unmengen an Strom und Ressourcen nötig ist, um die Fahrzeuge herzustellen. Die Abhängigkeit von Öl nimmt ab, aber jene von Metallen nimmt zu."

Sind etwa keine Unmengen an Strom und Ressourcen für die Produktion
der Verbrenner nötig? Und was bitte sollte schwer daran sein, die PKW-Flotte
auf Elektroautos umzustellen? Der Trabi ist doch auch problemlos ersetzt worden!
In Norwegen gibt es bereits ein dichtes Netz an Ladestationen und der Strom kommt aus Wasserkraft. Norwegen könnte uns übrigens ebenfalls mit mehr Ökostrom
beliefern, wenn die Klimakanzlerin nicht die Energiewende ausgebremst hätte!
Die Merkel-Bremse wirkt besser als Honecker!
"Bei Elektromobilität dreht sich alles darum, wie viel CO₂ die E-Autos ausstoßen."
Der Mann hat offensichtlich noch nie einen Tesla gefahren, sonst wüsste
er, daß es bei der Elektromobilität um viel, viel mehr geht.

Für mich klingt das nach einem Gefälligkeitsinterview für die Autoindustrie,
welches davon ablenken soll, daß man in Deutschland keine konkurrenzfähigen
E-Autos bauen kann.
Deutschland wird sehr bald von der verschlafenen Entwicklung überrollt werden.
Betrüger Republik Deutschland - Arbeit macht arm!

Bauern wehrt euch oder Glyphosat-Merkel verzehrt euch!

Re: Diesel-Gipfel: Show must go on

Beitragvon ErwinK » Fr 4. Aug 2017, 07:38

Aufgabe der Politik ist es nicht, der Autoindustrie goldene Brücken zu bauen und sich an Lösungsvorschlägen zu beteiligen, denn auch dazu fehlt den Politikern jegliche Kompetenz. Es geht darum, die verbindlich festgesetzten Grenzwerte einzuhalten. Es ist genau definiert, wie hoch diese Grenzwerte sind und wie diese ermittelt werden. Die Autoindustrie ist verpflichtet, die notwendigen Maßnahmen auf ihre Kosten durchzuführen, um diese Werte tatsächlich und ohne Trickserei zu erreichen. Wenn dazu Software reicht (was höchst fragwürdig ist), dann bitte. Wenn dazu eine technische Umrüstung erforderlich ist, dann muss die eben gemacht werden. Wenn die Grenzwerte gar nicht eingehalten werden können, dann sind Entschädigungen oder die Rücknahme des Fahrzeugs die Konsequenz (eigentlich eher Letzeres, denn die Autos müssten ja konsequenterweise stillgelegt werden). Die Maßnahmen dürfen natürlich nicht dazu führen, dass das Fahrzeug anschließend langsamer wird, mehr verbraucht oder früher seinen Geist aufgibt.
Die Politik ist außerdem in der Pflicht, realitätsnahe Überprüfungen von Abgaswerten auf den Weg zu bringen. Tricksereien und Schlupflöcher müssen da unterbunden werden. Außerdem sollten Manager künftig nicht nur wegen Betrugs zur Rechenschaft gezogen werden, sondern wegen Körperverletzung oder sogar Körperverletzung mit Todesfolge. Dann würden solche Betrügereien auf ein Minimum zurückgehen. Schön wäre, wenn sie denn überhaupt mal zur Rechenschaft gezogen würden.
Schließlich sollten Umweltverbände die Politik stärker unter Druck setzen. Eine Klage wegen Beihilfe zu vielfacher Körperverletzung (mit Todesfolge) gegen einen Verkehrsminister oder die Autokanzlerin würde vermutlich auch seine Wirkung zeigen.
Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen. Voltaire (1694-1778), eigtl. François-Marie Arouet, frz. Philosoph u. Schriftsteller

Re: Diesel-Gipfel: Show must go on

Beitragvon Deichgraf06 » Di 8. Aug 2017, 18:43

Leben am Limit ... fahre gleich mit einem VW Diesel
zu Edeka ... Eier einkaufen ... schönen Dienstag liebe Freunde!
Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Schutzmauern, die anderen bauen Windmühlen!