Olaf Scholz muß endlich zurücktreteten


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Re: Olaf Scholz muß endlich zurücktreteten

Beitragvon Sträfling » Di 25. Jul 2017, 18:51

ErwinK hat geschrieben:
Sträfling hat geschrieben:Polizisten sind keine Heiligen.
Das hast du schön gesagt.

Und Opfer und Täter ist nicht das gleiche!
Und nachts ist es kälter als draussen!


Jedenfalls war diese Farce erfolgreich:
die Anliegen der Demonstranten wurden vollkommen ausgeblendet,
das Bevölkerung ist gespalten,
die Politik ruft nach härteren Strafen und Überwachung
und Merkel macht sich einen schlanken Fuß.

Divide et Impera.

...und Schuld an dem Dilemma sind die Organisatoren und naiven Demonstranten, die diesen Chaoten eine Plattform gegeben haben. Ich habe merkwürdigerweise nicht eine Stimme von den friedlichen Demonstranten wahrgenommen, die die Verbrechen am Rande der Demo klar verurteilt hätten. Stattdessen sucht man nach ein paar Beispielen von polizeilichen Übergriffen, um den Chaoten noch eine Deckung zu geben.



"...und Schuld an dem Dilemma sind..."
Wo ist denn da ein Dilemma?
Deine eindimensionalen, reflexhaften Schuldzuweisungen lassen nicht auf ein
Dilemma bei dir schliessen.
Betrüger Republik Deutschland - Arbeit macht arm!

Bauern wehrt euch oder Glyphosat-Merkel verzehrt euch!

Re: Olaf Scholz muß endlich zurücktreteten

Beitragvon ErwinK » Di 25. Jul 2017, 19:02

:?: :?: :?:
Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen. Voltaire (1694-1778), eigtl. François-Marie Arouet, frz. Philosoph u. Schriftsteller

Re: Olaf Scholz muß endlich zurücktreteten

Beitragvon Resser Marker » Di 25. Jul 2017, 19:35

Es fällt täglich schwerer, den reaktionären Wolf unter dem liberalen Schafspelz zu verbergen, nicht wahr?
Patriotismus ist die Tugend der Boshaften! (Oscar Wilde)

Re: Olaf Scholz muß endlich zurücktreteten

Beitragvon ErwinK » Di 25. Jul 2017, 20:55

Resser Marker hat geschrieben:Es fällt täglich schwerer, den reaktionären Wolf unter dem liberalen Schafspelz zu verbergen, nicht wahr?

Aus Deiner Perspektive sieht eben auch ein Mensch der linken Mitte noch reaktionär aus. Das ist aber ganz allein Dein Problem.
Du hast es Dir in Deiner Oberlehrerecke schön gemütlich gemacht; diskutierst nirgendwo wirklich mit aber haust gerne mal auf jeden drauf, der Deinem Weltbild nicht entspricht.
Wann hast Du das letzte Mal hier wirklich eine Meinung vertreten, Dich auch mal mit Inhalten angreifbar gemacht oder so richtig Farbe bekannt? Mir fällt da spontan keine einzige Diskussion ein.
Wenn Du an meinen Ausführungen inhaltlich etwas entgegensetzen willst, gerne. Ich habe überhaupt kein Problem mit anderen Meinungen. Ein Problem habe ich aber mit Menschen, die sich über andere erheben und immer nur verbale Seitenhiebe verteilen. Immer schön im Hintergrund bleiben, nichts von sich geben, worauf man wirklich festgenagelt werden könnte aber jeden zur Sau machen, der die Dinge beim Namen nennt und vielleicht auch mal daneben liegt.
Ich würde gerne mit Leuten wie Dir richtig ins Gespräch kommen. Dazu muss aber von beiden Seiten eine Bereitschaft vorhanden sein.
Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen. Voltaire (1694-1778), eigtl. François-Marie Arouet, frz. Philosoph u. Schriftsteller

Re: Olaf Scholz muß endlich zurücktreteten

Beitragvon Standfußballer » Di 25. Jul 2017, 21:37

https://g20-doku.org/

Leider kann man da nicht mehr von einigen wenigen Fällen von Polizeigewalt sprechen.

Re: Olaf Scholz muß endlich zurücktreteten

Beitragvon Inselpreuße » Mi 26. Jul 2017, 07:36

Standfußballer hat geschrieben:https://g20-doku.org/

Leider kann man da nicht mehr von einigen wenigen Fällen von Polizeigewalt sprechen.

Die Seite ist doch Bullshit.
Es wird 100%ig unnötige Polizeigewalt gegeben haben. Aber diese Seite ist doch wirklich trottelig.

Re: Olaf Scholz muß endlich zurücktreteten

Beitragvon Standfußballer » Mi 26. Jul 2017, 08:40

Inselpreuße hat geschrieben:
Standfußballer hat geschrieben:https://g20-doku.org/

Leider kann man da nicht mehr von einigen wenigen Fällen von Polizeigewalt sprechen.

Die Seite ist doch Bullshit.
Es wird 100%ig unnötige Polizeigewalt gegeben haben. Aber diese Seite ist doch wirklich trottelig.


Klär mich auf.
Natürlich kommt die Seite von einer bestimmten politischen Richtung. Die Videos finde ich aber auch so im Netz. Ist für einige halt so einfacher.
Aber ich werde wohl kaum Videos mit Polizeigewalt auf der Internetseite der Polizei finden.

Re: Olaf Scholz muß endlich zurücktreteten

Beitragvon Resser Marker » Mi 26. Jul 2017, 09:13

So richtig weiß ich auch nicht, warum diese Seite Bullshit sein soll. Weil sie nicht in das übliche Horn stößt, wonach ausschliesslich linke Chaoten für die Gewalt verantwortlich waren? Die Polizeigewalt bei G20 wurde in frage gestellt und daraufhin hat Standfußballer diese Seite gepostet. Die Seite muss einem nicht gefallen, erfüllt aber ihren Zweck als Sammlung der Übergriffe.
Patriotismus ist die Tugend der Boshaften! (Oscar Wilde)

Re: Olaf Scholz muß endlich zurücktreteten

Beitragvon Resser Marker » Mi 26. Jul 2017, 11:59

Hier mal eine ganz andere Sichtweise. Ich empfehle einigen Teilnehmern dieses Forum, schon mal die Herztabletten bereitzulegen. ;)

An alle, die gegen die G20 auf der Straße waren
Ein Gastbeitrag von Emily Laquer über die kollektive Erfahrung zehntausender Demonstranten in Hamburg

Wir haben in Hamburg das Schöne und Schreckliche, das Ermutigende, Intensive und auch Traumatische erlebt. Als wir nach Hause kamen, wurden wir mit der Realität derer konfrontiert, die Hamburg nur am Fernseher mitverfolgt hatten. Uns schlug Unverständnis und Hass entgegen. Wir sollten uns rechtfertigen, für jedes brennende Auto, jeden geplünderten Laden, jeden angeblich oder tatsächlich verletzten Polizisten. In Familien, Schulen und Betrieben wurden wir mit der ultimativen Forderung konfrontiert, uns zu distanzieren. Die AfD-Trolle und Law-and-Order-Fanatiker überschwemmten die sozialen Medien mit ihrem Hass und ihrer Verachtung für alle, die den Kapitalismus nicht für das letzte Wort der Geschichte halten. Je weniger Kenntnis von den tatsächlichen Vorgängen in Hamburg, desto lauter.

Der Kampf um die Deutungshoheit der Ereignisse in Hamburg ist ein Versuch, uns unsere Erfahrungen auszureden. Er ist ein Angriff auf unsere Erinnerung, der uns an unser Wahrheit zweifeln lässt. Schwer auszuhalten, wenn wir nicht andere haben, die mit uns in Hamburg waren, die uns bestätigen können, dass nicht wir es sind, die verrückt sind.

Gegen den Zweifel, lasst uns vertrauen: Die kollektive Erfahrung von Zehntausenden, die wir waren, kann man nicht löschen. Wir haben eine Stadt im Ausnahmezustand erlebt. Überall Polizei in Kampfmontur, gepanzert, vermummt, gesichtslos, wie eine Armee imperialer Sturmtruppen. Die riesigen Wasserwerfer, unwirkliche, bedrohliche Maschinen zur Aufstandsbekämpfung. Wir haben Gewalt erlebt, sind geschlagen und getreten worden, hatten Pfefferspray in den Augen. Manchen wurden die Knochen gebrochen. Die meisten von uns sind wieder aufgestanden und haben neue Demonstrationen und Blockaden gebildet. Unser kollektiver Mut hat die Ohnmacht besiegt.

Gegen eine Polizei, die unsere Camps in offener Missachtung der Gerichte umstellte, haben wir unser Recht zu schlafen durchgesetzt. Wir haben Solidarität erfahren. Die Kirchen ließen uns auf ihren Wiesen schlafen, das Stadion, das Schauspielhaus. Hunderte rührende Angebote gingen auf der Bettenbörse ein. Nachbarn haben Beifall geklatscht, als Tausende Donald Trump blockierten, haben Kaffee gebracht, sich um Verletzte gekümmert und Zuflucht vor der Polizei geboten.

Am Ende sollten wir die größte Demonstration Hamburgs in 30 Jahren auf die Straße bringen, und das trotz Schikanen der Versammlungsbehörde, Diffamierung durch den Verfassungsschutz, Verbote der Innenbehörde. Ja, wir weigerten uns, die Demoverbotszone zu akzeptieren. Kein Kilometer, wo die Menschen nicht demonstrierten.

In der Bewertung des Riots von Freitagnacht sind wir unter uns nicht einig, viele von uns sind es mit sich selbst nicht. In uns wohnt beides: Wir staunen über die kollektive Zurückweisung einer Polizei und Innenpolitik, die seit Monaten auf Krawall gebürstet war. Freitagnacht wurde das unversöhnliche Nein greifbar, die dissidente Lust, die wir doch auch alle irgendwie spüren. Hamburg wird für mich immer der Ort sein, an dem die Polizei rückwärts läuft.

Und doch: Die Anwohner_innen, die Angst hatten, dass das Feuer der Barrikaden auf ihre Wohnungen übergreifen würde, gehören sie nicht zu uns? Die Menschen, die sich selbst angegriffen fühlten, anstelle des Gipfels? Die Mackrigkeit, die Zerstörungen inmitten eines solidarischen Stadtteils, die Gefährdung Unbeteiligter - all das hat mit einem Aufstand der Hoffnung wenig zu tun.

Diese Widersprüchlichkeit ist in der Welt und in uns. Sie verbietet die Distanzierung, weil man sie damit leugnen würde. Wir werden reden und zuhören müssen. Alle, die jetzt einfache Antworten wissen, werden diesen Widersprüchen nicht gerecht.

Der Gipfel ist vorbei, der Wahnsinn der Welt herrscht noch immer. Wir vergessen nicht, warum wir nach Hamburg kamen: Weil der Kapitalismus uns in seiner Hoffnungslosigkeit zu erschlagen versucht. Gegen die G20 und ihre Kriege, ihre Klimazerstörung, ihre (Kollaboration mit) diktatorischen Regimes, ihre Klimazerstörung. Gegen das Sterben im Mittelmeer, den Hunger auf der Welt, den Ausbau autoritärer Staaten, auch in Hamburg. Man brauchte sich die Belagerung der Stadt ja nur ansehen, um zu wissen, was Wahnsinn ist.

Der Gipfel hat nichts, gar nichts zur Lösung der Probleme der Welt beigetragen. Er war sinnlos und teuer, mehr noch: er war ein innenpolitisches Desaster. Das Diskreditieren unseres Neins und der Angriff auf die Rote Flora sind ein Ablenkmanöver. Schon jetzt werden die Lügen des Olaf Scholz, es hätte keine Polizeigewalt gegeben, aufgedeckt. Was bleibt: In Hamburg waren Zehntausende Katniss Everdeens, um ihre drei Finger gegen das Kapitol zu heben. Wir haben im Wahnsinn der Welt das richtige getan.

In vielen Städten finden jetzt Auswertungstreffen statt. Geht dort hin. Verarbeitet eure Erlebnisse nicht alleine. Vergesst die Gefangenen nicht. Schließt euch zusammen gegen den Wahnsinn der Welt. Hamburg kann überall sein, weil wir überall sind. Wir sehen uns wieder: auf der Straße.

Emily Laquer ist Sprecherin der Großdemonstration »Grenzenlose Solidarität statt G20« und aktiv in der »Interventionistischen Linken« (IL). Die bundesweite, linksradikale Organisation hatte als Teil eines breiten Bündnis von Beginn an die Proteste gegen das Gipfeltreffen mitorganisiert. Einer ihrer Schwerpunkte lag auf der Aktion »Block G20 - Colour the red zone«. Politiker, Medien und Behörden werfen der IL vor, für die Randale in Hamburg eine Mitverantwortung zu tragen.

Quelle: https://www.neues-deutschland.de/artike ... waren.html
Patriotismus ist die Tugend der Boshaften! (Oscar Wilde)

Re: Olaf Scholz muß endlich zurücktreteten

Beitragvon Jasper1902 » Mi 26. Jul 2017, 16:00

Unsere Asozialität - werden wir niemals bereuen
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