Eine weitere apokalyptische Vision


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Eine weitere apokalyptische Vision

Beitragvon Lily the Pink » Mi 17. Mai 2017, 22:32

An einigen apokalyptischen Zukunftsvisionen war ja hier bereits einiges zu lesen.
Ich kann, nachdem ich gestern "Leschs Kosmos" gesehen habe, eine weitere hinzufügen:

Gefahr im Anflug: Die Monster-Mücken
Aus Plagegeistern können auch Monster werden. Nicht die Mücke an sich, sondern ihre mögliche Fracht macht sie zu einer ernsthaften Bedrohung. Wie können wir uns schützen? Harald Lesch zeigt den Stand des Kampfs Mensch gegen Mücke.
(...)
Steckbriefe: Mücken in Deutschland


Invasive (eingeschleppte) Arten (Neozoen) - vor allem:

Asiatische Tigermücke:
Aggressiv – sticht auch tagsüber
Kann diese Krankheiten übertragen: Gelbfieber, West-Nil-Fieber, Chikungunya-Fieber, Denguefieber, Enzephalitis, Zika
Seit 2006 im Sommer und Herbst im Süden Deutschlands zu finden. Ein Erreger konnte in den bisher gefangenen Exemplaren nicht gefunden werden.

Asiatische Buschmücke:
Sticht auch tagsüber
Kann diese Krankheiten übertragen: West-Nil-Fieber, Chikungunya-Fieber, Denguefieber, Enzephalitis (Gehirnentzündung)
In Deutschland bereits in einem Gebiet zwischen Köln und Koblenz gesichtet (...)

https://www.zdf.de/wissen/leschs-kosmos ... g-100.html

Was hilft: Etwa eine Ganzkörperverschleierung oder ein Ganzkörperkondom? ;-)

Re: Eine weitere apokalyptische Vision

Beitragvon Schorsch » Do 18. Mai 2017, 09:03

Was hilft: Etwa eine Ganzkörperverschleierung oder ein Ganzkörperkondom? ;-)


Definitös. Alternativ könnte man auch den Fernseher aus lassen.
"Queen ruft Notfall-Meeting ein - Heiratet Prinz Harry?" (Focus online)

Re: Eine weitere apokalyptische Vision

Beitragvon Lily the Pink » Do 18. Mai 2017, 09:32

Schorsch hat geschrieben:
Was hilft: Etwa eine Ganzkörperverschleierung oder ein Ganzkörperkondom? ;-)


Definitös. Alternativ könnte man auch den Fernseher aus lassen.


Stimmt. Dann stechen die Biester nicht. Andererseits gelten eingeschaltete Fernseher nicht auch als Mückenfalle? ;-)

Re: Eine weitere apokalyptische Vision

Beitragvon Schorsch » Do 18. Mai 2017, 09:59

Ernsthaft gezz: Exotische Mücken hat es in D mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit immer wieder gegeben. Nur hat man früher weniger danach gesucht, und war auch nicht in der Lage die Krankheitserreger zu isolieren. Südeuropa dürfte davon schon ein paar hundert Jahre länger betroffen sein.

Die Vogelgrippe hat es nachweislich auch schon lange bevor sie zum Thema wurde gegeben. Und aktuell sterben Jahr für Jahr vielfach mehr Leute an Schweinegrippemutationen als in dem Jahr, in dem das ganze Land panisch war. Und verzweifelt nach einem Medikament schrie, dass den Krankheitsverlauf bei einem "normalen" Menschen, wenn überhaupt, um einen einzigen Tag verkürzt, wie man anschließend erfuhr. Kein Mensch redet mehr drüber.

Diese Berichte mögen in Teilen richtig sein. Ich sage in Teilen, weil mir jedes(!) Mal auffällt, wenn ich von einem Thema, über das berichtet wird, etwas verstehe, wie verdreht oder auch sachlich falsch über solche "Spektakuläritäten" berichtet wird. Die eigentlich keine sind.
"Queen ruft Notfall-Meeting ein - Heiratet Prinz Harry?" (Focus online)

Re: Eine weitere apokalyptische Vision

Beitragvon Lily the Pink » Do 18. Mai 2017, 10:51

Diese Biester sind sicherlich bereits früher eingeschleppt worden. Entscheidend ist allerdings die Gefahr ihrer stetigen wachsenden Verbreitung. Und unter dem Eindruck der verlinkten Doku sehe ich die Aussichten nicht ganz so entspannt wie du. Aber angenehm zu lesen, dass du aus dieser Apokalyptik die Luft rauslässt. Sicherlich auch übertragbar auf andere düstere Zukunftsvisionen. ;-) Vielleicht auch dank der Gültigkeit des dialektischen, kompensatorischen Prinzips: "Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch" (Hölderlin) .
Siehe auch:
Tropenmücken in Deutschland Hartnäckig, aggressiv, tagaktiv
Immer mehr Mückenarten aus den Tropen schaffen es nach Deutschland, besonders die Asiatische Tigermücke gilt als Virenträger. Forscher sagen: Noch kann sie gestoppt werden.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/uebe ... 89544.html

Re: Eine weitere apokalyptische Vision

Beitragvon Schorsch » Fr 19. Mai 2017, 12:02

Und unter dem Eindruck der verlinkten Doku sehe ich die Aussichten nicht ganz so entspannt wie du.


Da haben wir den Grund der unterschiedlichen Betrachtung. Ich konsumiere seit Jahrzehnten Jagd- und Fischereiliteratur, durch die ich immer mal wieder mit dem (für mich!) uralten Thema Neozoen konfrontiert werde. Und betrachte es deshalb ziemlich entspannt als eines der normalen Lebensrisiken, an die man sich gewöhnt. Zumal die Viecher hier ja erst mal überleben müssen, und dann auch nur die Überträger(!), m.W. aber nicht die Verursacher von Krankheiten sind, die hier so gut wie nicht vorkommen. Und dann noch von Jahr zu Jahr besser behandelbar sind und irgendwann ausgerottet werden. Anders als die Viecher, um die es ging.

Würden die einschlägigen Forscher die Situation so entspannt beschreiben wie ich es hier mache, würde sich das allerdings nicht unbedingt positiv auf die Höhe ihres Forschungsetats auswirken. Insofern ist gelegentliche "Panikmache" ein wohl notwendiges Mittel zum Zweck.
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Re: Eine weitere apokalyptische Vision

Beitragvon Lily the Pink » So 21. Mai 2017, 10:09

Schorsch, ich nehme an, dass du deine Zeilen nicht unbedingt als ein Plädoyer für eine trumpeske Wissenschaftsfeindlichkeit oder eine ohnehin in der Hochkonjunktur befindliche Intellektuellenschelte verstanden wissen willst. Denn sicherlich verschließt du dich nicht der Einsicht in den Gedanken, dass eine praxisferne Wissenschaft leer und eine theorielose Praxis blind ist. ;-) Eher willste wohl mit deinem Beitrag wieder eines deiner drei Anthropina "Sex, Macht, Geld" herausstellen, dem sich Menschen in ihrer Praxis nicht entziehen können. Müsste dann ja auch für (Freizeit-)Jäger gelten. ;-)

Re: Eine weitere apokalyptische Vision

Beitragvon Schorsch » So 21. Mai 2017, 14:56

Hasekin, wat habsch denn nu schon wieder gemacht? :shock:

Abgesehen davon, dass es selbstverständlich meistens (natürlich nicht immer) zumindest hintergründig um Sex, Macht und Geld geht, will er gar nix heraus stellen, der Schorsch. Und ist ganz sicher alles andere als ein Wissenschaftsfeind. Ganz im Gegentum. Denn Selbiger hatter sein (Über)Leben zu verdanken, der Pursche. Jenes Leben, an dem er merkwürdigerweise hängt. Nur hat der Vatta im Laufe seines Lebens lernen müssen sehr genau darauf zu achten, wann Experten wissen wovon sie reden, und wann Sie, manchmal äußerst großkalibrig, ins Blaue schießen. Und dem Blauen gegenüber, der geneigte Fußballfan wird dafür Verständnis haben, steht der Schwattgelbe (an un für sich) grundsätzlich recht skeptisch gegenüber. :oops:

Ich wollte nur ganz entspannt darauf hinweisen, dass dieses Thema schon lange diskutiert und erforscht wird. Und (selbstverständlich imho!!!) eher nicht eines der großen Themen sein wird, welches die jüngeren Generation in den nächsten Jahrzehnten erwähnenswert beschäftigen wird.

Wer forschen will, braucht Geld. Wer Geld will, muss Interesse wecken. Interesse weckt man, indem man die Öffentlichkeit sensibilisiert. Und die sensibilisiert man sicher nicht, indem man etwas als nicht ganz so dramatisch darstellt. Mehr wollte ich nicht sagen.
"Queen ruft Notfall-Meeting ein - Heiratet Prinz Harry?" (Focus online)

Re: Eine weitere apokalyptische Vision

Beitragvon Lily the Pink » So 21. Mai 2017, 17:24

Schorsch, schön entspannte Antwort auf eine entspannt gestellte Frage. Widersprechen will und kann ich nicht, dass Forschung Geld braucht und für dieses häufig Phantasie in der Antragsprosa v.a. für die Akquisition z.B. auch von Drittgeldern, deren Höhe in der Regel jedoch weniger von jener Phantasie als vielmehr vom gesellschaftlichen Problemdruck abhängt, das dem Forschungsprojekt zugrundeliegt. So ist es sicherlich leichter, für den geschilderten Sachverhalt, der nicht nur nach meiner Auffassung "heileheilegänsjeartig" auf die leichte Schulter zu nehmen und ihn bloß als ein Hirngespinst von Interessierten abzutun ist, Forschungsgelder "aus dem 'Berch' zu hacken" als etwa für mein Projekt: " Der Einfluss irokesischer Designs auf die Frisurenmoden europäischer Adoleszenten". ;-) Offensichtlich ist die zunehmende Gefahr einer Verbreitung der genannten Infektionskrankheiten durch invasive "Monstermücken" jedoch nicht bloß von interessierter Seite herbeigeredet worden, sondern real, und die warnenden öffentlichen Worte sind eher ein notwendiger Teil jenes bereits zitierten dialektischen, kompensatorischen Prinzips: "Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch" als ein geschickter marketingartiger Trick für partikuläre Interessen. Wie gegensätzlich auch immer wir die Lage einschätzen, ich bin sicher, das Thema kommt noch auf eine größere Agenda. Wait and see. Es versteht sich jedoch, dass es lieber dort gesehen werden soll, wo du es wider meine Einschätzung vermutest:

Heile, heile Gänsje, ist bald wieder gut.
Kätzje hot e Schwänzje, ist bald wieder gut.
Heile, heile Mausespeck,
in hundert Jahr ist alles weg!
1. Bei all den Kleinen Kinderlein
gibt's manchen großen Schmerz.
Hat's Püppchen was am Fingerlein,
bricht Mutti fast das Herz.
Dann kommt die Mamma schnell herbei,
nimmt's Kindchen auf den Schoß
und sagt bedauernd: Ei, ei, ei,
was hat mein Kindchen bloß?
Bewegt sie es ans Herze zieht
und singet ihm zum Trost das Lied.
Refrain: Heile, heile Gänsje …

2. Und ist das Kindchen größer dann,
erwacht im Herz die Lieb.
Es dreht sich alles um den Mann,
den bösen Herzensdieb.
Doch wenn das Herz in Flammen steht,
vor Liebe, Lust und Glück,
der Mann gar oft von dannen geht,
lässt weinend es zurück.
Dann singt die Mutter angst und bang das Lied,
das Lied das sie dem Kind einst sang.
Refrain: Heile, heile Gänsje …

3. Das Leben ist kein Tanzlokal,
das Leben ist sehr ernst.
Es bringt so manche Herzensqual,
wenn du es kennen lernst.
Doch brich' nicht unter seiner Last,
sonst wärest du ein Tor.
Und trag' was du zu tragen hast,
geduldig mit Humor.
Und denk' dein ganzes Leben lang,
ans Lied das dir die Mutter sang.
Refrain: Heile, heile Gänsje …

4. Wär ich einmal der Herrgott heut,
dann wüsste ich nur eins:
Ich nähm' in meine Arme weit,
mein arm', zertrümmert Mainz.
Und streichelte es sanft und lind,
und sage: "Hab nur Geduld,
ich bau dich wieder auf geschwind.
Du warst ja gar nicht schuld.
Ich mach' dich wieder wunderschön,
du kannst, du darfst nicht untergehe'n.
Refrain: Heile, heile Gänsje …

https://www.youtube.com/watch?v=cVWaJFjMEqA