Alphabet des rechten Denkens


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Alphabet des rechten Denkens

Beitragvon Lily the Pink » Fr 3. Mär 2017, 17:35

Ich bin mal so fesch, als Service und zur vergnüglichen Information "aller Lager" eine Serie eines "Zeit"-Artikels meines Lieblingsjournalisten, des högscht belesenen Thomas Assheuer, zu eröffnen und sukzessive, peu à peu fortzusetzen:
Alphabet des rechten Denkens
Nationale Politiker haben der Demokratie weltweit den Kampf angesagt. Sie instrumentalisieren sowohl linke als auch konservative Gesellschaftskritik und legen damit den Grundstein für einen neuen Faschismus. Eine Liste der Kampfbegriffe von "Alternative" bis "Wahre Demokratie":
To start with:
Alternative:
Die Rechte ist keine Reformbewegung, sie ist eine revolutionäre Bewegung. Sie ist keine Alternative im, sondern eine Alternative zum System: zu Liberalismus, Kosmopolitismus und Globalisierung. Legitimiert ist die rechte Revolte durch das Volk. Während die "Parteien von Davos" in ihrer grenzenlosen Gier nur eigennützliche Interessen verfolgen, spricht aus dem rechten Politiker die unverfälschte Stimme des Volkes. Das gilt auch für Donald Trump. Weil in ihm das Herz des Volkes schlägt, war er der legitime Präsident, noch bevor er vom Volk legal gewählt wurde. Das Herz des Volkes schlägt immer rechts. Aus diesem Grunde hassen wehleidige Liberale den Willen des Volkes und ertragen ihn nur in demokratisch verdünnter Emulsion. Sie verwässern ihn durch Rechtsstaat und Gewaltenteilung.


Wohl kaum nötig, darauf hinzuweisen, dass wir es hier mit einer (logo: rechten) Rollensprache zu tun haben.
tbc....

Re: Alphabet des rechten Denkens

Beitragvon Inselpreuße » Sa 4. Mär 2017, 09:43

Guten Morgen Lily ;)
Was ich komisch finde:
Ich gelte hier als rechts, und ich streite das grundsätzlich gar nicht ab, ich wüsste auch nicht warum.
Dennoch: Trump ist ein Vollpfosten, die AFD eine Ansammlung unfähiger Trottel und ich suche nach einer Partei die deutliche Worte spricht, dabei aber sich die Rechte und das Wohlergehen eines jeden Menschen zur Pflicht auferlegt aber auch in der Lage ist Grenzen zu ziehen....in welches Schema passe ich?

Re: Alphabet des rechten Denkens

Beitragvon Lily the Pink » Sa 4. Mär 2017, 10:33

Moin, Inselpreuße, du fragst, in welches Schema du passt. Keine Ahnung. Am besten in keines. Be yourself. Was anderes als dies kann ich darauf antworten? ;-)
Und deine Erwartung an Politik, so abstrakt und allgemein formuliert, kann ich locker unterschreiben. Immerhin ist damit bereits eine Negativauswahl getroffen. Denn als Präambel im Parteiprogramm der AfD ist dieses Postulat trotz seiner Deutungsweite auch wohl kaum zu erwarten. Allein: "Leicht beieinander wohnen die Gedanken, doch hart im Raume stoßen sich die Sachen" (Friedrich Schiller: Wallenstein). ;-)

Re: Alphabet des rechten Denkens # 2

Beitragvon Lily the Pink » Sa 4. Mär 2017, 10:36

Part 2:

Arkanum der Macht:
Nichts ist abwegiger als die liberale Auffassung, politische Macht könne ihre Rechtmäßigkeit in einem demokratischen Prozess aus sich selbst erzeugen. Tatsächlich gründet wahre Macht in einem mythischen Tiefengrund, in einer jahrtausendealten Kultur oder einem Königtum. So bekennt die von Viktor Orbán veränderte ungarische Verfassung ihren "Stolz darauf, dass der Heilige Stephan den ungarischen Staat vor tausend Jahren auf festen Fundamenten errichtete". Der Schutz der Krone rangiert über dem Schutz der Menschenrechte. Auch Wladimir Putin, der neue Zar, versöhnt das Sakrale mit dem Politischen, dies zu trennen eine liberale Sünde war. Zum Gefallen des Volkes präsentiert er sich vor jenem dunkel schimmernden Gold, das die orthodoxe Kirchenkunst seit zwei Jahrtausenden als Hintergrund für ihre Heiligenbildnisse verwendet. Nicht anders Donald Trump. Auch er pfeift auf den uniformen Bauhausgeschmack der kosmopolitischen Snobs und liebt das Gold. Gold ist der irdische Gott, in dem der Geldkreislauf zur Ruhe kommt. Gold transsubstantiert vergängliches Kapital in ewigen Wert. Die "New York Times" hat recht: Trump will Kaiser sein. Der heilige Glanz des Goldes bezeugt die Rechtmäßigkeit seiner polittischen Macht.

Dekonstruktion*)
Ist ein Fanalwort von Trumps Chefberater Stephen K. Bannon. Seine Forderung nach einer "Dekonstruktion des administrativen Staates" folgt dem Programm des autoritären Liberalismus der frühen 1930er Jahre. Nur ein starker, autoritärer Staat, der sich aus allen Regulierungen (auch aus der Sozialpolitik) zurckzieht, garantiert eine gesunde Wirtschaft. Die AfD hört das gern.

tbc....

*) Eine begriffliche (verballhornte) Übernahme aus dem philosophischen Konzept Derridas.

Re: Alphabet des rechten Denkens # 3

Beitragvon Lily the Pink » So 5. Mär 2017, 01:17

Part 3:

Den Sumpf austrocknen
Seit dem US-Wahlkampf ist es die Lieblingsparole der rechten Revolution. Trumps Mastermind Stephen Bannon benutzt sie ebenso häufig wie der russische Vordenker Alexander Dugin. Der globalen Sekte des Liberalismus - der "letzten totalitären Ideologie der Moderne"- muss das Handwerk gelegt werden. Dazu zählen die "Befürworter der offenen Gesellschaft, LGBT-Maniacs und Posthumanisten". "Draining the swamp" ist der neue kategorische Imperativ aller aufrechten Völker. "Säuberer aller Länder vereinigt euch!" (Dugin)

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Zu Dugin, dem Neofaschisten und ehemaligen Co-Vorsitzenden der inzwischen verbotenen "Nationalbolschewistischen Partei Russlands", vgl.: https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander ... tsch_Dugin

Ehre statt Würde
Eine wahre Demokratie ist eine Gesellschaft der Ehre, nicht der Würde. Menschen sind nun mal unterschiedlich. Gleichheit ist der Urschrei des Knechts, um den Herrn zu stürzen. Liberale Gesellschaften singen das Leierlied von der Solidarität und predigen die Würde des Einzelnen. In Wirklichkeit muss sich in ihnen jeder die soziale Wertschätzung mühsam erkämpfen. Liberalismus und Ungleichheit sind zwei Seiten derselben Münze: Jedes siebte Kind lebt in Armut, schon die Kleinen und Kleinsten werden gezwungen, aus dem liberalen Rattenrennen als Testsieger hervorzugehen. In der Volksgemeinschaft dagegen ist jedem die Ehre garantiert. Wer bislang nichts war, der wird nun alles sein. Keiner muss sich ständig neu erfinden. Jeder darf so bleiben, wie er von Geburt an ist.

Entscheidung:*)
Der Wille zur Macht bezeichnet das Wesen der Politik. Der Liberalismus verleugnet diesen Willen und drängt ihn ins Verborgene. Rechte Politik ändert das. In ihr verlässt die Macht das liberale Versteck und tritt erneut ins helle Licht der Öffentlichkeit; sie ist wieder überall präsent und tut, was sie tun muss: Sie entscheidet. Nicht später, sondern sofort; nicht erwartbar, sondern aus heiterem Himmel - wie Donald Trump mit seinem Sperrfeuer aus "executive orders". Wichtig ist nicht, wie entschieden wird, sondern dass entschieden wird, denn nicht die Wahrheit, sondern die Macht schreibt die Gesetze. Wie kein US-Präsident vor ihm hat Trump verstanden, dass nicht rationale Argumente, sondern vorpolitische Affekte die Gesellschaft zusammenhalten. Wenn sein autoritärer Irrationalismus Hass und Widerstand freisetzt, dann ist das durchaus zu begrüßen. Gefühle vitalisieren das Volk, und es spürt sich wieder. "In der Ausnahme durchbricht die Kraft des wirklichen Lebens die Kruste einer in der Wiederholung erstarrten Mechanik" (Carl Schmitt). Heroisch erträgt der Machthaber alle Ärgernisse und wird dafür bewundert. Er opfert sich, um den Staat zu retten. "Alles Große steht im Sturm", schrieb Martin Heidegger. "Alle reden über meine Politik", freut sich Donald Trump.


tbc....

*) Das beinahe mantraartig bereits dargebotene Politikmodell Carl Schmitts, des Kronjuristen der Nazis, ist ja hier leicht wiedererkennbar, nicht nur anhand des angeführten geradezu klassischen Zitats; Stichworte: "Politische Theologie", "Dezisionismus", "Freund-Feind-Unterscheidung als Wesen des Politischen".

Re: Alphabet des rechten Denkens

Beitragvon Resser Marker » So 5. Mär 2017, 12:21

Inselpreuße hat geschrieben:Guten Morgen Lily ;)
Was ich komisch finde:
Ich gelte hier als rechts, und ich streite das grundsätzlich gar nicht ab, ich wüsste auch nicht warum.
Dennoch: Trump ist ein Vollpfosten, die AFD eine Ansammlung unfähiger Trottel und ich suche nach einer Partei die deutliche Worte spricht, dabei aber sich die Rechte und das Wohlergehen eines jeden Menschen zur Pflicht auferlegt aber auch in der Lage ist Grenzen zu ziehen....in welches Schema passe ich?

Hm, wer hat Dich denn hier als rechts bezeichnet?
Patriotismus ist die Tugend der Boshaften! (Oscar Wilde)

Re: Alphabet des rechten Denkens # 4

Beitragvon Lily the Pink » So 5. Mär 2017, 20:12

Part 4:

Establishment
Dazu zählen sämtliche Angehörige des Systems. In Deutschland sind es Politiker der Konsensparteien. CDUSPDGrüne, abgehobene Funktionsträger, unverständliche Wissenschaftler, liberale Protestanten, liberale Katholiken und Mediokraten. Das Establishment, auch Elite genannt, hat sich 1968 an die Macht geputscht und durch kulturfremde Reeducation den Deutschen das Deutsche ausgetrieben, vor allem den Mut zur nationalen Selbstbehauptung im Herzen Europas. Eine Opposition gibt es nicht. Wenn sogar ein grüner Ministerpräsident jeden Tag für die Systempolitikerin betet, dann kann der Aufstand gegen die herrschende Klasse nur aus einer Richtung kommen: von rechts. Danach werden die falschen Eliten durch richtige Eliten ersetzt. Diese wurzeln wieder organisch im Volk und gehen durch natürliche Auslese aus ihm hervor. An der Spitze steht der Regent. Er ist der leibgewordene Wille des Volkes. Wer ihn angreift, greift das Volk an.

Evolution
Das Wort meint eigentlich Sozialdarwinismus und stammt aus dem Gilded Age des amerikanischen Hochkapitalismus am Ende des 19. Jahrhunderts. Der englische Soziologe Herbert Spencer machte es hoffähig, und Tycoons wie John D. Rockefeller und Andrew Carnegie führten es prominent im Munde. Evolution kennt keine Moral, sie kennt nur Sieger und Verlierer, Millionäre sind das Produkt natürlicher Auslese. Die Wirklichkeit ist rechts.

Gesellschaft
Wie schon Margaret Thatcher erkannte, ist das Wort Gesellschaft eine linke Erfindung. "There is no such thing such as society". Ein geselliges Vereinsleben kann allerdings nicht schaden, zum Beispiel naturtrübe Pfadfinder, fleißige Bienenzüchter und lustige Dorfmusikanten. Anders als liberale Träumer wissen rechte Politiker, dass Menschenmassen verführbar sind und sich jederzeit in Brutstätten des Widerstands verwandeln können. Urplötzlich schleicht der Teufel des Bürgerkriegs durch die Menge und verspricht ihr ein glückliches Leben in Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit. Damit das gefährdete Volk seinen wahren Willen nie vergisst, muss es von der Regierung kontrolliert, geformt unnd zum Bewusstsein seiner selbst gebracht werden.

Klüngelkapitalismus
Das Schlagwort machte in Trumps Wahlkampf Karriere und erobert jetzt auch Europa. Gemeint ist damit, dass der Staat von hedonistischen Babyboomern unterwandert wurde und man mit den Konzernen im Bett liegt. "Crony capitalism" verhindert echten Wettbewerb, er politisiert die Wirtschaft und ökonomisiert die Politik. Das "system of fat cats" (Bannon) hat ohne strafrechtliche Folgen 2007 die Finanzkrise entfesselt und sich dann mit den Steuergeldern der Mittelklasse retten lassen. Leute wie Bannon legen Wert auf die Feststellung, dass es ihnen nicht um die Zähmung des Kapitalismus geht, sondern um seine Entfesselung. "Je härter, desto besser" Vetternwirtschaft gibt es auch in Deutschland. Während eine Kassiererin wegen der Unterschlagung von ein paar Cent gefeuert wird, durften Banken durch Cum-Ex-Geschäfte den Steuerzahler um zwölf Milliarden Euro betrügen. Der zuständige Minister wusste angeblich von nichts. "It's a disaster".

Re: Alphabet des rechten Denkens (5/8)

Beitragvon Lily the Pink » Mo 6. Mär 2017, 13:58

Part 5:

Korrektheitsterror
Ganze Brigaden aus linksmoralischen Gutmenschen verbieten normal fühlenden Menschen, so zu reden, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Politisch Korrekte glauben, die Gesellschaft durch "respektvolles Sprechen" verändern zu können - die Welt werde gut, wenn man keine bösen Worte mehr benutzt. Wozu hat es geführt? Ausgerechnet linke Identitätshasser erzeugen eine Gesellschaft, die nur aus Gruppen-Identitäten besteht. Wenn diese sich nicht gerade bekämpfen, segeln sie aneinander vorbei wie Schiffe in der Nacht. Linke Sprachtabus sind wie Legalitätsstrukturen der repräsentativen Demokratie: Sie lähmen die "thymotischen Energien" (Peter Sloterdijk) des Volkes, sie lähmen Zorn, Leidenschaft und den Willen zur nationalen Arterhaltung. Schon seit der Regierung Schröder/Fischer/Maschmeyer hat sich im Volk eine große Wut aufgestaut. Der Rückbau des Sozialstaates und die Privatisierung der Volksrente demütigen den Einzelnen. Menschen sind Menschen und keine Ich-AGs. Während die vegane Elite ihre Schäfchen ins Trockene bringt, muss sich das normale Volk von verbildeten Bildungspolitiken sagen lassen, wie kosmopolitisch es seine Kinder erziehen soll, damit alle in Oxford Professor werden.

Leben
Westliche Gesellschaften haben zwar ein Bewusstsein vom Überleben, aber nicht mehr vom Leben. Ihre Sozialstaatsbürokratie nimmt den Bürgern das Schicksal aus der Hand und betrügt sie um die Intensität des Daseins. Erst eine existenzielle Politik wird ihnen das Gefühl von Tragik und Tiefe zurückgeben. Anstatt sich in der sozialen Hängematte wund zu liegen, wird der Bürger die Mächte des Schicksals wieder am eigenen Leib verspüren und sie mit heroischem Realismus zu ertragen lernen. Alles, was geschieht, ist eine Manifestation des schicksalhaften Lebens, auch ein Börsencrash. Putins Stabschef Anton Waino sagt es so: "Das Leben ist immer eine Einheit. Das Wesen des Lebens und das Wesen des Marktes sind miteinander verknüpft".

Liberalismus
Ist der Sündenfall der Moderne. Er verleugnet das mythische Wesen der Politik, nämlich den Willen zur Macht. Liberalismus ist Negation des Politischen. Er verachtet all das, was das Leben lebendig macht - Kampf und Härte, Blut und Opfer. "Kein Staat ohne Opfer". Liberale Politik verleiht der menschlichen Selbstsucht die höchsten rechtlichen Weihen. Sie herrscht durch Entpolitisierung, kehrt Konflikte unter den Teppich oder entschärft sie zum bloßen Meinungsstreit. Anstatt über national-existenzielle Fragen zu streiten, streiten liberale Einheitsparteien über Mülltrennung und Genderklo. Dadurch feminisieren sie die Gesellschaft und treiben ihr den Kampfeswillen aus. Postheroisch entmännlichte Gesellschaften kenne ihre Feinde nicht und sind gegenüber dem Islam nur bedingt abwehrbereit. "Es ist höchste Zeit, dass das deutsche Volk zu seiner verlorenen Männlichkeit zurückfindet" (AfD). Auch linke Philosophen wie Slavoj Žižek oder Alain Badiou wissen: Liberalismus ist die Metaphysik des Kapitalismus. Er übergießt Klassenkämpfe mit einer rot-grünen Soße aus Multikulti-Toleranz oder verwandelt sie in scheinprogressive Identitätspolitik ("mehr Frauen in Dax-Vorstände"). Sehr früh hat Karl Marx das egoistische Wesen des Liberalismus durchschaut: "Es ist schon rätselhaft, wenn ein Volk bei der Gründung eines Gemeinwesens die Berechtigung des egoistischen, vom Mitmenschen und vom Gemeinwesen abgesonderten Menschen feierlich proklamiert".

Lügenpresse
Medien, behaupten Systempolitiker üben eine Kontrollfunktion aus und schauen der Regierrung auf die Finger. Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen artikulieren Zustimmung oder Widerspruch und geben denen eine Stimme, die keine haben. Und weil sie selbst Agenten im Meinungskampf sind, kritisieren Medien sich wechselseitig. Diese Schulbuchweisheit ist eine Lüge. Noch nie waren Medien das Sprachrohr der Gesellschaft, sie waren stets der publizistische Arm kapitalistischer Eliten oder linker Realitätsverweigerer, die sich mit dem irdischen Jammertal nicht abfinden wollen. Schon die Idee einer "kritischen Öffentlichkeit" ist ein Hirngespinst. Martin Heidegger wusste, dass "Abständigkeit, Durchschnittlichkeit, Einebnung als Seinsweisen des 'Man' das konstituieren, was wir als 'die Öffentlichkeit' kennen. Sie verdunkelt alles und gibt das so Verdeckte als das Bekannte und jedem Zugängliche aus". Orbàn, Putin, Kaczyński, Erdoğan und Donald Trump haben recht: Mainstream-Medien sollen keine Kritik betreiben, sie sollen Resonanz organisieren und dem Volk das Regierungshandeln verständlich machen. Es trifft sich gut, dass Massenmedien durch die rasend schnelle Taktung ihrer Nachrichten eine permanente Erwartungsspannung aufbauen. "Fuck the facts, enjoy the ride!" Ist die Spannung groß genug, wird die lang erwartete Maßnahme der Regierung wie eine Erlösung empfunden. Wenn Medien überhaupt eine kritische Funktion ausüben sollen, dann wie in China als Störungsmelder. Noch bevor der Unmut über schlechte Luft aus dem Ruder läuft, schlagen sie Alarm und verhindern den möglichen Aufstand. Sobald Medien - wie in der Türkei oder in den USA - Oppositionspartei spielen und der Regierung den Krieg erklären, sind sie Feinde des Volkes und müssen durch Strohmänner aufgekauft oder anderweitig zur Raison gebracht werden. In Ungarn funktioniert das gut.

Re: Alphabet des rechten Denkens

Beitragvon BuB » Mo 6. Mär 2017, 20:14

Schon mal was vom Urheberrecht gehört?
Bild Lieber Staub aufwirbeln als Staub ansetzen!!!Bild

Re: Alphabet des rechten Denkens

Beitragvon Der Olaf » Mo 6. Mär 2017, 20:42

BuB hat geschrieben:Schon mal was vom Urheberrecht gehört?


Hat sie definitiv, sie erinnert andere gerne daran, aber wenn man sich selbst als das Oberhaupt des politischen Forumteils sieht, dann steht man halt darüber.
Deutscher Meister: 1956, 1957, 1963, 1995, 1996, 2002, 2011, 2012
DFB-Pokalsieger: 1965, 1989, 2012
Supercup-Sieger: 1989, 1995, 1996, 2013, 2014
Champions-League-Sieger: 1997
Europacup der Pokalsieger: 1966
Weltpokal-Sieger: 1997