Wahlrecht für Migranten ohne Staatsangehörigkeit.


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Re: Wahlrecht für Migranten ohne Staatsangehörigkeit.

Beitragvon ErwinK » Fr 17. Feb 2017, 22:07

Du sagst zwar, wogegen Du bist aber kein Wort, nach welchen Kriterien Du Zuwanderung steuern willst. Vielleicht willst Du auch gar keine Bedingungen und jeder, der will, soll zu uns kommen? Dann allerdings sind wir meilenweit auseinander in unseren Meinungen.
Was also sind Deine Kriterien für eine Zuwanderung?
Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen. Voltaire (1694-1778), eigtl. François-Marie Arouet, frz. Philosoph u. Schriftsteller

Re: Wahlrecht für Migranten ohne Staatsangehörigkeit.

Beitragvon Sträfling » Fr 17. Feb 2017, 22:54

Über die Zuwanderung würde ich in einer demokratischen Wahl die Bevölkerung abstimmen lassen.
Allerdings würde ich das Asylrecht ausweiten und Menschen von außerhalb der EU aufnehmen, die durch die kolonial-imperiale Wirtschaftspolitik der EU und die damit einhergehenden Handelsabkommen wie CETA ihre Existenzgrundlage verlieren.
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Re: Wahlrecht für Migranten ohne Staatsangehörigkeit.

Beitragvon ErwinK » Sa 18. Feb 2017, 12:41

Sträfling hat geschrieben:Über die Zuwanderung würde ich in einer demokratischen Wahl die Bevölkerung abstimmen lassen.
Allerdings würde ich das Asylrecht ausweiten und Menschen von außerhalb der EU aufnehmen, die durch die kolonial-imperiale Wirtschaftspolitik der EU und die damit einhergehenden Handelsabkommen wie CETA ihre Existenzgrundlage verlieren.

Mit anderen Worten; Du hast keine eigene Meinung zur Zuwanderung. Warum beteiligst Du Dich dann an diesem Thread?
Um das Thema Asyl und Asylrecht geht es hier nicht. Interessant ist aber, dass Du Zuwanderung zur Wahl stellen willst, nicht aber das Asylrecht.Für Deine Idee der Ausweitung des Asylrechts würdest Du auch kaum eine Mehrheit finden.
Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen. Voltaire (1694-1778), eigtl. François-Marie Arouet, frz. Philosoph u. Schriftsteller

Re: Wahlrecht für Migranten ohne Staatsangehörigkeit.

Beitragvon Sträfling » Sa 18. Feb 2017, 19:29

Es stimmt schon, ich stehe Zuwanderung ambivalent gegenüber.
Zuwanderung führt zu Segregation und vertieft die Klassengesellschaft.
Ich halte Zuwanderung, die an die Bedürfnisse der Wirtschaft angepasst
ist, für falsch. Die Wirtschaft wünscht sich mehr Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt,
weil sie sich davon mehr Lohndruck verspricht. Konflikte sind also vorprogrammiert
und begünstigen das Aufkommen nationaler Parteien.
Und das ist nicht in meinem Interesse.
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Re: Wahlrecht für Migranten ohne Staatsangehörigkeit.

Beitragvon Schorsch » Mo 20. Feb 2017, 16:59

Sträfling hat geschrieben:Es stimmt schon, ich stehe Zuwanderung ambivalent gegenüber.
Zuwanderung führt zu Segregation und vertieft die Klassengesellschaft.
Ich halte Zuwanderung, die an die Bedürfnisse der Wirtschaft angepasst
ist, für falsch. Die Wirtschaft wünscht sich mehr Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt,
weil sie sich davon mehr Lohndruck verspricht. Konflikte sind also vorprogrammiert
und begünstigen das Aufkommen nationaler Parteien.
Und das ist nicht in meinem Interesse.


Im Prinzip siehst du es also ein. Aber aus Prinzip bist du dagegen.
"Queen ruft Notfall-Meeting ein - Heiratet Prinz Harry?" (Focus online)

Re: Wahlrecht für Migranten ohne Staatsangehörigkeit.

Beitragvon Rogerg » Di 21. Feb 2017, 12:57

Bin gespannt wenn Schulz sein Wahlprogramm öffentlich macht. Sollte er die Flüchtlingspolitik der Merkel weiter verfolgen und so sieht es aus, wird er keinen Blumentopf ernten.

Re: Wahlrecht für Migranten ohne Staatsangehörigkeit.

Beitragvon Rogerg » Di 21. Feb 2017, 13:32

ErwinK hat geschrieben:Ich spreche von Integration und ein Bestandteil ist in der Tat, dass man auch etwas beitragen muss, wenn man dauerhaft hier bleiben und vielleicht sogar deutscher Staatsbürger werden will. Zu einer halbwegs glaubwürdigen Einwanderungspolitik gehört es, sich die Menschen auch auszusuchen und nicht jeden ins Land zu lassen, der diesen Wunsch hat. Ein wesentliches Kriterium dieses Auswahlverfahrens ist es, dass der- bzw. diejenige auch auf dem Arbeitsmarkt benötigt wird. Ich glaube nicht, dass ich in ein anderes Land migrieren könnte, um dort die Sozialsysteme als erstes in Anspruch zu nehmen. Die klassischen Einwanderungsländer schauen schon sehr genau hin, wen man ins Land lässt. Das erwarte ich auch hier bei uns.
Am Ende einer erfolgreichen Integration kann dann auch die deutsche Staatsbürgerschaft und damit Wahlrecht stehen, keinesfalls aber am Anfang dieses Prozesses oder mittendrin.
Um es klar zu sagen; die deutsche Staatsangehörigkeit ist für mich Grundvoraussetzung für das Wahlrecht.
Eine Verhöhnung unserer Verfassung und Demokratie dagegen ist es, eine solche Forderung wie die der Integrationsbeauftragten der SPD zu stellen.



Kann ich so unterschreiben. Aber wenn ein Migrant deutscher Staatsbürger wird soll er seine alte Staatsbürgerschaft aufgeben. 2 Staatsbürgerschaften darf es nicht geben.

Re: Wahlrecht für Migranten ohne Staatsangehörigkeit.

Beitragvon Sträfling » Di 21. Feb 2017, 23:31

Schorsch hat geschrieben:
Sträfling hat geschrieben:Es stimmt schon, ich stehe Zuwanderung ambivalent gegenüber.
Zuwanderung führt zu Segregation und vertieft die Klassengesellschaft.
Ich halte Zuwanderung, die an die Bedürfnisse der Wirtschaft angepasst
ist, für falsch. Die Wirtschaft wünscht sich mehr Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt,
weil sie sich davon mehr Lohndruck verspricht. Konflikte sind also vorprogrammiert
und begünstigen das Aufkommen nationaler Parteien.
Und das ist nicht in meinem Interesse.


Im Prinzip siehst du es also ein. Aber aus Prinzip bist du dagegen.


Was sehe ich ein?
Ich lehne Zuwanderung nicht grundsätzlich ab, befürchte aber, daß die
unbestreitbaren Probleme, die sich ergeben, von der Politik fahrlässig unterschätzt
und kleingeredet werden. Man wälzt die Arbeit der Integration einfach auf die
Gesellschaft ab, während die Wirtschaft sich über billige, dankbare Arbeitsuchende freuen kann und die heimische Bevölkerung vom Jobcenter zur nächsten Tafel verwiesen wird um die kargen Bezüge neben den 2-3 Jobs aufzubessern.
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Re: Wahlrecht für Migranten ohne Staatsangehörigkeit.

Beitragvon ErwinK » Mi 22. Feb 2017, 17:27

Sträfling hat geschrieben:Was sehe ich ein?
Ich lehne Zuwanderung nicht grundsätzlich ab, befürchte aber, daß die
unbestreitbaren Probleme, die sich ergeben, von der Politik fahrlässig unterschätzt
und kleingeredet werden. Man wälzt die Arbeit der Integration einfach auf die
Gesellschaft ab, während die Wirtschaft sich über billige, dankbare Arbeitsuchende freuen kann und die heimische Bevölkerung vom Jobcenter zur nächsten Tafel verwiesen wird um die kargen Bezüge neben den 2-3 Jobs aufzubessern.

Kann es sein, dass Du Zuwanderung und Asyl/Flüchtlinge irgendwie vermischst? Eine halbwegs sinnvolle Zuwanderung steuert ja gerade und sorgt weitgehend für integrationswillige und für den Arbeitsmarkt hilfreiche Menschen aus anderen Ländern. Hier sehe ich weit weniger ein Integrationsproblem als bei der weitgehend unkontrollierten Flüchtlings-/Asylthematik. Gerade hier aber willst Du eher erhöhen. Verstehe ich also richtig, dass Du zwar die Problematik der Integration deutlich siehst, trotzdem aber für eine höhere Anzahl Flüchtlinge/Asylbewerber bist?
Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen. Voltaire (1694-1778), eigtl. François-Marie Arouet, frz. Philosoph u. Schriftsteller

Re: Wahlrecht für Migranten ohne Staatsangehörigkeit.

Beitragvon Resser Marker » Do 23. Feb 2017, 20:03

ErwinK hat geschrieben:Kann es sein, dass Du Zuwanderung und Asyl/Flüchtlinge irgendwie vermischst? Eine halbwegs sinnvolle Zuwanderung steuert ja gerade und sorgt weitgehend für integrationswillige und für den Arbeitsmarkt hilfreiche Menschen aus anderen Ländern. Hier sehe ich weit weniger ein Integrationsproblem als bei der weitgehend unkontrollierten Flüchtlings-/Asylthematik. Gerade hier aber willst Du eher erhöhen. Verstehe ich also richtig, dass Du zwar die Problematik der Integration deutlich siehst, trotzdem aber für eine höhere Anzahl Flüchtlinge/Asylbewerber bist?

Kann es sein, dass genau das von der anderen Seite des Meinungsspektrums schon lange so gehandhabt wird? Flüchtlingen aus Syrien, Afghanistan, Somalia usw. Asyl zu gewähren ist ein humanitärer Akt und folgt erst einmal keinem gesellschaftlichen Zweck außer der Menschlichkeit und trotzdem werden mittlerweile sogar Kriegsflüchtlinge so zu Zuwanderern ("Einwanderer in unsere Sozialsysteme") herunterargumentiert. Tatsächlich wird die Zahl der Flüchtlinge nicht allein von dem, was du oder Andere als angemessen empfinden, bestimmt, sondern von der humanitären Notwendigkeit. Was daran im Übrigen unkontrolliert ist, wird wohl dein und das Geheimnis der AfD bleiben. Wenn es im September 2015 noch ziemlich chaotisch zuging, so ist die Bürokratiekrise (und genau das ist es und keineswegs eine Flüchtlingskrise) längst beseitigt, nicht zuletzt auch dank Erdogan und demnächst womöglich Libyen, einem Land ohne Regierung. Aber da nimmt man, was man kriegen kann, um sich nicht mit den Bimbos rumärgern zu müssen, nicht wahr? Schliesslich wollen wir brauchbares Menschenmaterial haben und nicht solchen Müll. Sollen sie doch den Facharbeiterbrief beim Ertrinken hochhalten, dann greifen wir gern die Hand.
Patriotismus ist die Tugend der Boshaften! (Oscar Wilde)