Warum ist Gewalt (von links) nicht gleich Gewalt?


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Re: Warum ist Gewalt (von links) nicht gleich Gewalt?

Beitragvon Lily the Pink » So 9. Jul 2017, 13:45

Och, meine Liberaliät ist beinahe unbegrenzt. Man möge Texte anderer kommentieren, in welcher Form auch immer, oder auch nicht. Allein, ich mache aus meinem Herzen keine Mördergrube, indem ich mein Erstaunen und meine Enttäuschung darüber äußere, dass bei aller berechtigten Empörung über diese Gewaltexzesse nicht mal ein Einzeiler gefunden wird zu jener ungeheuerlichen Forderung eines Users. In meinem Verständnis gehört beides thematisch zusammen: Gewalt und (reechts-)staatlicher Umgang mit ihr. Dabei bleibe ich. Im Übrigen verweise ich erneut auf den gesamten Diskussionsverlauf dieses Stranges.

Re: Warum ist Gewalt (von links) nicht gleich Gewalt?

Beitragvon ErwinK » So 9. Jul 2017, 13:56

Lily the Pink hat geschrieben:Och, meine Liberaliät ist beinahe unbegrenzt. Man möge Texte anderer kommentieren, in welcher Form auch immer, oder auch nicht. Allein, ich mache aus meinem Herzen keine Mördergrube, indem ich mein Erstaunen und meine Enttäuschung darüber äußere, dass bei aller berechtigten Empörung über diese Gewaltexzesse nicht mal ein Einzeiler gefunden wird zu jener ungeheuerlichen Forderung eines Users. In meinem Verständnis gehört beides thematisch zusammen: Gewalt und (reechts-)staatlicher Umgang mit ihr. Dabei bleibe ich. Im Übrigen verweise ich erneut auf den gesamten Diskussionsverlauf dieses Stranges.

Okay, Du willst mich bewusst nicht verstehen, auch gut.

Genau Deine Haltung macht diesen Thread so aktuell. Die linke Gewalt lehnt man sozusagen mit einem pauschalen Hinweis auf seine Gewaltablehnung ab, die rechte Gewalt (und sei sie nur verbal) dagegen gilt es an den Pranger zu stellen.
Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen. Voltaire (1694-1778), eigtl. François-Marie Arouet, frz. Philosoph u. Schriftsteller

Re: Warum ist Gewalt (von links) nicht gleich Gewalt?

Beitragvon Lily the Pink » So 9. Jul 2017, 14:20

Genau Deine Haltung macht diesen Thread so aktuell. Die linke Gewalt lehnt man sozusagen mit einem pauschalen Hinweis auf seine Gewaltablehnung ab, die rechte Gewalt (und sei sie nur verbal) dagegen gilt es an den Pranger zu stellen.


Erwin, soll ich mich wirklich erneut wiederholen. ich meine etwas (und das sogar mantraartig) von der Perspektivität der Wahrnehmungen und Einstellungen geschrieben zu haben. Ich beanspruche nicht, ein wandelnder Vermittlungsausschuss zu sein, der kontrafaktisch von sich behaupten könnte, er sei in allem ausgewogen. Wer Ausgewogenheit für sich beansprucht, sollte seiner Glaubwürdigkeit zuliebe auch mein Unverständnis über das Schweigen (ich kann's eigentlich nicht mehr erneut hinschreiben) zumindest nachvollziehen können. Mehr iss nich.

Re: Warum ist Gewalt (von links) nicht gleich Gewalt?

Beitragvon Herb » So 9. Jul 2017, 18:12

Vielleicht liegt das Grundproblem darin, dass vorgeblich linksextremen Gewalttätern von vielen eine irgendwo "ehrenwerte" Motivation angedichtet wird.
Wenn ich mir aber die Bilder von Hamburg so ansehe, fällt es mir schwer zu glauben, dass sich auch nur einer der Täter mal wirklich sachlich und verständig mit den Auswüchsen des Turbokapitalismus und der Globalisierung einschließlich der Auswirkungen auf unsere Umwelt auseinandergesetzt hat. Hätten sie es getan, würden sie nämlich dafür Sorge tragen, dass die Auseinandersetzung mit dem wichtigen Thema nicht durch plumpe, kontraproduktive Gewalt zerstört wird.
Meiner Meinung nach wird der Mantel des Guten von den Tätern auf perfide Art und Weise missbraucht. Denen geht es um das Ausleben von Gewalt, dem Spaß daran, anderen Leid zuzufügen, den Kick, sich stark zu fühlen, Applaus und Bewunderung von Mittätern zu erfahren, Angst und Schrecken zu verbreiten, vielleicht sogar in der Zeitung oder im Fernsehen aufzutauchen. Persönlicher Profit wird dabei auch gerne mitgenommen, wenn z.B. ein Geschäft geplündert wird.

Re: Warum ist Gewalt (von links) nicht gleich Gewalt?

Beitragvon Jasper1902 » Mo 10. Jul 2017, 11:31

Hier mal ein paar Highlights der Verharmlosung:

Manuela Schwesig 2014: " Linksextremismus ist ein aufgebauschtes Problem"
Jetzt fordert sie harten Strafen ohne zu erwähnen , dass ex Linksextreme waren

Ralf Stegner: "Als linker Demokrat (...) lasse ich mir nicht kriminelle Gewalttäter als
angebliche Gesinnungsfreunde unterjubeln." Aha.....

Katja Kipping: " Die Eskalation geht eindeutig von den Behörden aus."
Hierfür sollte man sie direkt einbuchten.

Andreas Beuth: " Für solche Aktionen ( sind ja nur Plünderungen, Gewalt , Brandstiftung etc.) bekunde ich Sympathie, aber doch bitte nicht im eigenen Viertel
wo wir wohnen." Soso , man darf also alles zerstören was Anderen gehört?
Aktuell ein enges Rennen zwischen Kipping und ihm was die pole position betrifft.

Man kann nur hoffen, dass endlich umgedacht wird und die Links-Aktivisten
endlich auf eine Stufe mit gewaltbereiter Nazis gestellt werden.

sgG
Unsere Asozialität - werden wir niemals bereuen
1909

Re: Warum ist Gewalt (von links) nicht gleich Gewalt?

Beitragvon schwarzgelbcolonia » Mo 10. Jul 2017, 13:34

Jasper1902 hat geschrieben:Hier mal ein paar Highlights der Verharmlosung:

Manuela Schwesig 2014: " Linksextremismus ist ein aufgebauschtes Problem"
Jetzt fordert sie harten Strafen ohne zu erwähnen , dass ex Linksextreme waren

Ralf Stegner: "Als linker Demokrat (...) lasse ich mir nicht kriminelle Gewalttäter als
angebliche Gesinnungsfreunde unterjubeln." Aha.....

Katja Kipping: " Die Eskalation geht eindeutig von den Behörden aus."
Hierfür sollte man sie direkt einbuchten.

Andreas Beuth: " Für solche Aktionen ( sind ja nur Plünderungen, Gewalt , Brandstiftung etc.) bekunde ich Sympathie, aber doch bitte nicht im eigenen Viertel
wo wir wohnen." Soso , man darf also alles zerstören was Anderen gehört?
Aktuell ein enges Rennen zwischen Kipping und ihm was die pole position betrifft.

Man kann nur hoffen, dass endlich umgedacht wird und die Links-Aktivisten
endlich auf eine Stufe mit gewaltbereiter Nazis gestellt werden.

sgG


Ich denke Du meinst mit Links-Aktivisten die gewaltbereiten Verbrecher aus Hamburg und nicht die friedlich demonstrieren Wollenden...

Ansonsten finde ich die Diskussion über das was vermeintlich bösartiger ist reichlich albern. Gewalt ist immer zu verurteilen, egal von welcher Seite sie kommt, auch wenn man aufgrund der deutschen Geschichte ggf. geneigt ist, Gewalt von rechts irgendwie als schlimmer einzuschätzen bzw. wie Herb schon schrieb, Mancher den linken Schlägern eher ehrenhafte Motive unterstellen mag. Muss man nicht. Ist beides Kacke und stinkt auch gleich. Genau wie die Auswürfe von einigen Usern hier.

Re: Warum ist Gewalt (von links) nicht gleich Gewalt?

Beitragvon ErwinK » Mo 10. Jul 2017, 16:31

schwarzgelbcolonia hat geschrieben:Ansonsten finde ich die Diskussion über das was vermeintlich bösartiger ist reichlich albern. Gewalt ist immer zu verurteilen, egal von welcher Seite sie kommt, auch wenn man aufgrund der deutschen Geschichte ggf. geneigt ist, Gewalt von rechts irgendwie als schlimmer einzuschätzen bzw. wie Herb schon schrieb, Mancher den linken Schlägern eher ehrenhafte Motive unterstellen mag. Muss man nicht. Ist beides Kacke und stinkt auch gleich. Genau wie die Auswürfe von einigen Usern hier.

Genau darum ging es mir in diesem Thread. Es gibt nicht die Schläger, Brandstifter oder Plünderer "in guter Absicht" und trotz unserer Geschichte ist es der falsche Weg, zwischen rechtem und linkem Mob zu unterscheiden. Insofern sind wir uns hier einig.
http://www.n-tv.de/politik/politik_kommentare/Von-fiesen-und-weniger-fiesen-Extremisten-article19928425.html
Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen. Voltaire (1694-1778), eigtl. François-Marie Arouet, frz. Philosoph u. Schriftsteller

Re: Warum ist Gewalt (von links) nicht gleich Gewalt?

Beitragvon Jasper1902 » Mo 10. Jul 2017, 17:09

ErwinK hat geschrieben:
schwarzgelbcolonia hat geschrieben:Ansonsten finde ich die Diskussion über das was vermeintlich bösartiger ist reichlich albern. Gewalt ist immer zu verurteilen, egal von welcher Seite sie kommt, auch wenn man aufgrund der deutschen Geschichte ggf. geneigt ist, Gewalt von rechts irgendwie als schlimmer einzuschätzen bzw. wie Herb schon schrieb, Mancher den linken Schlägern eher ehrenhafte Motive unterstellen mag. Muss man nicht. Ist beides Kacke und stinkt auch gleich. Genau wie die Auswürfe von einigen Usern hier.

Genau darum ging es mir in diesem Thread. Es gibt nicht die Schläger, Brandstifter oder Plünderer "in guter Absicht" und trotz unserer Geschichte ist es der falsche Weg, zwischen rechtem und linkem Mob zu unterscheiden. Insofern sind wir uns hier einig.
http://www.n-tv.de/politik/politik_kommentare/Von-fiesen-und-weniger-fiesen-Extremisten-article19928425.html


Ausgezeichneter Artikel, der die Problematik sehr schön darstellt.

sgG
Unsere Asozialität - werden wir niemals bereuen
1909

Re: Warum ist Gewalt (von links) nicht gleich Gewalt?

Beitragvon grauschleier » Mo 10. Jul 2017, 19:48

Die Karikatur oben rechts sagt eigentlich schon alles über das Niveau der Berichterstattung in den selbsternannten "Qualitätsmedien".

http://www.nachdenkseiten.de/

Re: Warum ist Gewalt (von links) nicht gleich Gewalt?

Beitragvon masafakka » Do 17. Aug 2017, 10:49

seid ihr #teamTrump in der sache?