US-Wahlen


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US-Wahlen

Beitragvon Gomez » Sa 5. Mär 2016, 11:28

Nach der gestrigen Debatte bin ich der Meinung, dass es Mr. Donald Trump salopp gesagt scheissegal ist, ob er Präsident wird oder nicht. Bei einem Besuch in den USA im Februar sagte mir ein Kenner, dass er in keinster Weise versteift ist, die Wahl zu gewinnen - er braucht es nicht. Gerade deswegen sei es so interessant, einen Mann reden zu hören, der spricht, was er denkt.

Ich hatte dennoch den Eindruck, im Gegensatz zu diversen Meinungen um mich herum, bei Trump eine gewisse Verbissenheit erkannt zu haben. Nach seinen Ausführungen in der gestrigen Debatte insbesondere zu den Themen Bildung, Haushalt, Militär und Aussenpolitik scheint es doch so zu sein, als wenn der Spassfaktor, nochmal so richtig in der Öffentlichkeit zu stehen, doch eher Antrieb für ihn ist, als eine ernsthafte Kandidatur.

Dennoch werfen seine nach wie vor vorhandenen Chancen ein abstossendes Bild nicht auf ihn, sondern auf die politische Kultur und Debattenlandschaft allgemein: Seine Popularität kann man nur mit einer erfrischenden Wirkung erklären, die seine Art, zu reden wie man denkt, in einer von politischer Korrektheit erstickten Welt, hervorruft. Die Kultur der Political Correctness steht für Konformität und Fesseln, der "Trump-Effect" steht für Freiheit und Frische.

Wer setzt sich am Ende durch? Besser gesagt, *Was* setzt sich am Ende durch?
Enge, Mief, Konformität und Fesseln für das Versprechen von ein klein wenig Sicherheit, Kontinuität und ruhigem Gewissen und weiterhin nur scheinbarer Kontrolle?
Oder Frische und freies Durchatmen, ein frischer Wind - mit einem gewissen Risiko einer Bauchlandung?
Am Ende entscheidet evtl. nicht, wovon die Leute überzeugt sind, sondern wozu sich die Leute hingezogen fühlen. Es bleibt spannend!

Die Leute jedenfalls hatten Recht, aus Trumps Sicht sieht es wohl so aus: If he's elected President, great! And just fine if he's not - obviously he'll be able to live happily ever after either way plus he will've had a real fun time...

Re: US-Wahlen

Beitragvon Harlekin » Do 10. Mär 2016, 15:55

Sehr erhellend finde ich die Kommentare einiger Trump-Anhänger.
Sollte Trump nicht Präsident werden, dann bitte Bernie Sanders.
Und politisch sind beide ja nicht gerade auf einer Wellenlänge.
"Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft." - Jean-Paul Sartre

Re: US-Wahlen

Beitragvon Calimero » Sa 12. Mär 2016, 08:58

Mexiko will Grenzmauer zu den USA errichten, falls Trump Präsident wird


Mexiko-Stadt (dpo) - 3185 Kilometer soll sie lang werden. Mexiko plant eine gigantische Mauer entlang der Grenze zu den USA für den Fall, dass Donald Trump tatsächlich ins Weiße Haus einziehen sollte. Mit dem ambitionierten Bauprojekt "La Pared para proteger contra Donald Trump" will sich das Land vor dem dann erwarteten US-amerikanischen Flüchtlingsstrom schützen.

http://www.der-postillon.com/2016/03/me ... n-usa.html
Reitet weiter, lasst mich liegen!

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Re: US-Wahlen

Beitragvon ErwinK » So 13. Mär 2016, 20:01

Calimero hat geschrieben:Mexiko will Grenzmauer zu den USA errichten, falls Trump Präsident wird


Mexiko-Stadt (dpo) - 3185 Kilometer soll sie lang werden. Mexiko plant eine gigantische Mauer entlang der Grenze zu den USA für den Fall, dass Donald Trump tatsächlich ins Weiße Haus einziehen sollte. Mit dem ambitionierten Bauprojekt "La Pared para proteger contra Donald Trump" will sich das Land vor dem dann erwarteten US-amerikanischen Flüchtlingsstrom schützen.

http://www.der-postillon.com/2016/03/me ... n-usa.html

Noch ist es Satire...
Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen. Voltaire (1694-1778), eigtl. François-Marie Arouet, frz. Philosoph u. Schriftsteller

Re: US-Wahlen

Beitragvon Calimero » Mo 14. Mär 2016, 09:05

Tja, leider kann man es mittlerweile nicht mehr als bloß denkbaren Alptraum ansehen, dass Trump tatsächlich der nächste US-Präsident wird. :shock:
Reitet weiter, lasst mich liegen!

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Re: US-Wahlen

Beitragvon Lily the Pink » Sa 8. Okt 2016, 13:10

Video erschüttert US-Wahlkampf - Donald Trump prahlte mit sexuellen Übergriffen
Ein Video von 2005, in dem Donald Trump mit sexuellen Übergriffen auf Frauen prahlt, erschüttert die USA. Die wichtigsten Republikaner gehen auf Distanz zu ihrem Kandidaten. Und im Hintergrund schwelt noch ein anderer Skandal. (...)
Der verstörende Inhalt: Donald Trump sitzt 2005 in einem Bus, der im Auftrag für die Unterhaltungsshow "Access Hollywood" unterwegs ist. Er unterhält sich mit dem Moderator Billy Bush. Zu sehen ist nur der Bus von außen, zu hören ist aber, was die Insassen an Bord miteinander reden.
Das Gespräch dreht sich um eine verheiratete Frau, mit der Trump offenbar Geschlechtsverkehr haben wollte. Trump sagt unter anderem: "Ich hab versucht, sie zu vögeln. Sie war verheiratet. Ich bin wie verrückt auf sie los, aber es klappte nicht. Und sie war verheiratet. Dann hab ich sie wieder gesehen, sie hat diese großen künstlichen Titten und so." Aus seiner Stimme klingt Verachtung.
Trump weiter: "Weißt du, ich stehe automatisch auf schöne Frauen - ich küsse sie einfach. Es ist wie bei einem Magneten. Ich küsse sie. Ich warte nicht ab." Wenn man berühmt sei, erklärt Trump, dann sei das kein Problem. "Wenn du ein Star bist, dann lassen sie dich. Du kannst alles machen. Ihnen in die ***** fassen. Alles."
(sic!) Die Männer lachen. (sic!) (...)
http://www.spiegel.de/politik/ausland/d ... 15742.html
Da spricht der Held einer betimmten Macho-Klientel nicht sehr überraschend das aus, was sie sich insgeheim wünscht. Stichworte auch aus Foren sind wohl kaum nötig zu bieten.

Re: US-Wahlen

Beitragvon ErwinK » So 9. Okt 2016, 11:08

Für mich ist der Erkenntnisgewinn aus dieser Veröffentlichung nicht sonderlich groß, denn jeder, der auch nur etwas Menschenkenntnis hat, wird schon längst erkannt haben, dass Trump so ziemlich nichts verkörpert, was mit Anstand, Wissen, Respekt, Empathie etc. zu tun hat. Es spricht erschreckend gegen einen Teil des amerikanischen Volkes, dass ein solcher Vollpfosten auch nur in die Nähe einer Kandidatur rücken konnte. Nicht nur der Kapitalismus ist in den USA im Endstadium, auch die Demokratie selbst ist längst am Ende.
Interessant ist allerdings, dass solche Veröffentlichungen mal wieder zeitlich wunderbar in eine Dramaturgie passen, die in den USA offenbar dazu gehört. Wer die Demokratie mit ihrer fiesesten Seite studieren will, der muss sich amerikanische Wahlkämpfe ansehen.
Noch etwas am Rande; Clinton ist für mich bestenfalls das etwas kleinere Übel. Mit ihr wird es vermutlich keine Entspannung geben, wenn es um den längst tobenden Kalten Krieg geht.
Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen. Voltaire (1694-1778), eigtl. François-Marie Arouet, frz. Philosoph u. Schriftsteller

Re: US-Wahlen

Beitragvon Lily the Pink » So 9. Okt 2016, 12:17

Dies ist nicht nur ein Psychogramm eines schamlosen, egomanischen Sexisten, der sich vor seiner männlichen Begleitung als toller Hecht brüstet, der sich bedenkenlos, gegen jeden Anstand (also wider alle Political Correctness (sic :!: ) ) das Recht nehmen zu können anmaßt, frei über das "Frauengut" zu verfügen, sondern auch ein Soziogramm eines bestimmten von Männern beherrschten Milieus, in dem solche sexistischen Prahlereien vor allem ein Gelächter des Einverständnisses erzeugen. Leider eine nicht nur aus Witzblättchen bekannte Szenerie einer Frauenwitze kloppenden, brüllend-schenkelklopfenden (Alt-)Herrenrunde. Darüber hinaus sind Vorgang und Ablauf, wie dein Kommentar zu Recht nahelegt, als ein Lehrstück (ohne Lehre mit Ausstrahlungswirkung auf andere parlamentarisch-demokratisch verfasste Gesellschaften?) über Zustand, Entwicklungsstand und -tendenz einer Gesellschaft und deren Unkultur zu lesen:

Es spricht erschreckend gegen einen Teil des amerikanischen Volkes, dass ein solcher Vollpfosten auch nur in die Nähe einer Kandidatur rücken konnte. Nicht nur der Kapitalismus ist in den USA im Endstadium, auch die Demokratie selbst ist längst am Ende.
Interessant ist allerdings, dass solche Veröffentlichungen mal wieder zeitlich wunderbar in eine Dramaturgie passen, die in den USA offenbar dazu gehört. Wer die Demokratie mit ihrer fiesesten Seite studieren will, der muss sich amerikanische Wahlkämpfe ansehen.

Re: US-Wahlen

Beitragvon Der Olaf » So 9. Okt 2016, 14:12

Ich finde es auch abstoßend, dass sich jemand so gegenüber Frauen benimmt, ach sorry, war ja keine Frau anwesend bei diesem Gespräch.
Also war das mehr das Bellen und noch nicht das Beissen oder das Befeuchten einer Zigarre an weiblichen Orten die nicht für das Befeuchten einer Zigarre gedacht sind.
Abstoßend und widerlich, echt, und wenn dann noch die Ehefrau dieses bedauernswerte Opfer schädigen will.

Merkst was, der Trump redet der Clinton hat im Oral sorry Oval Office gehandelt.
Komisch das eine Uschi Obermaier für eine als Heldin durchgeht, weil sie mit jedem ins Bett stieg. Hört sich so na Doppelmoral an, aber wie gesagt JFK hätte die Monroe bestimmt auch ohne Titel flachgelegt (Wer es glaubt wird selig).

Trump hat nur ausgesprochen, was manchmal Tatsächlich passiert.
Komisch, warte immer noch auf das Sylvester geschrei, da hat man ganz ohne Gegenleistung Frauen irgendwie angegrapscht und mehr.
Ahh das waren die Falschen Täter, wie pässlich da doch der Trump ist.


P.S. Mag beide Kandidaten nicht.
Deutscher Meister: 1956, 1957, 1963, 1995, 1996, 2002, 2011, 2012
DFB-Pokalsieger: 1965, 1989, 2012, 2017
Supercup-Sieger: 1989, 1995, 1996, 2013, 2014
Champions-League-Sieger: 1997
Europacup der Pokalsieger: 1966
Weltpokal-Sieger: 1997

Re: US-Wahlen

Beitragvon haumichblau » So 9. Okt 2016, 16:26

Wenn es noch eines letzten Beweises für einseitige, manipulative Berichterstattung der (insbesondere deutschen) Mainstream-Medien bedurft hätte, so wäre dieser mit dem diesjährigen US-Wahlkampf endgültig erbracht. Die (zurecht) hohe Anzahl negativer Meldungen über Trump, während das Monster Hillary Clinton überwiegend positiv dargestellt wird, sind der jämmerliche Versuch, uns die politisch korrekte Kandidatin des Establishments als das kleinere Übel zu verkaufen. Dabei sind Trumps widerliche Äußerungen ein Fliegenschiss, allein im Vergleich zu Clintons E-Mail-Skandal sowie ihrer entscheidenden Rolle in Libyen.

Kein Wort hingegen über die Finanzierung von Clintons Wahlkampf durch die Saudis:
Saudi Arabia Has Funded 20% Of Hillary's Presidential Campaign, Saudi Crown Prince Claims

Kein Wort über die Veröffentlichungen von Roger Stone, der behauptet, Hillary habe jahrzehntelang die Vergewaltigungen ihres Mannes gedeckt (könnte man ja zumindest mal diskutieren, auch wenn die Opfer natürlich bezahlt sein könnten).
Juanita Broaddrick Relives Bill Clinton Rape/Hillary Intimidation

Kein Wort über die Geschichte von Kathy Shelton, die 1975 vergewaltigt und deren Vergewaltiger von Clinton verteidigt wurde. Dabei ließ Clinton eine Unterhose mit Blut des Mädchens und Spermien des Täters verschwinden. Weiterhin behauptete sie, die damals 12-jährige hätte sich nach Sex mit älteren Männern gesehnt. Kathy Shelton lag 5 Tage im Koma und verbrachte 10 Jahre in Therapie. Ihr Vergewaltiger kam mit 2 Monaten Gefängnis davon. In einem 2014 aufgetauchten Audiotape aus den 80ern erklärt Clinton lachend, wie sie die forensischen Beweise verschwinden ließ und wie der Täter den Lügendetektor überlisten konnte - womit sie ihren Glauben an Lügendetektoren für immer verlor!
Child rape victim comes forward for the first time in 40 years to call Hillary Clinton a 'liar' who defended her rapist by smearing her, blocking evidence and callously laughing that she knew he was guilty
Je freier die Wirtschaft, umso sozialer ist sie auch. Ludwig Erhard, Begründer der sozialen Marktwirtschaft