Ausgliederung: Am (Ent)Scheideweg


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Re: Ausgliederung: Am (Ent)Scheideweg

Beitragvon donaupreusse » Di 9. Jan 2018, 09:27

Das Schlimmste an der Abstimmung am Sonntag ist,das ich dich am Wochenende an den Hacken habe. :x
Köche an die Macht!

Re: Ausgliederung: Am (Ent)Scheideweg

Beitragvon Relic » Di 9. Jan 2018, 09:31

Inselpreuße hat geschrieben: Sollten wir nicht Ausgliedern geht aber doch tatsächlich die Welt nicht unter.
Alle mal locker bleiben.



Lieber Inselpreuße, ich stimme dir –wie so oft eigentlich- in allem zu.

Aber, mit dem locker bleiben ist das so eine Sache. ;)

Denn das, was mir übers Wochenende bei einer privaten Zusammenkunft mit einem bei der Stadt Münster in höherer Funktion Beschäftigten (verbeamtet) hinsichtlich der Perspektiven eines Stadionneubaus von Preußen Münster außerhalb der Stadtgrenzen von Münster zu Ohren gekommen ist, käme für mich persönlich trotz vollzogener Ausgliederung dann doch einem „Weltuntergang“ ziemlich nahe.
Wohlgemerkt, es handelte sich dabei um jemanden, der bei Leuchtturmprojekten vergleichbarer Art für die Stadt Münster im administrativen Bereich bereits seit längerer Zeit verantwortlich zeichnet. Die von ihm zur Causa „Preußen Münster“ u.a. preisgegebenen Informationen, wie z.B. eine realistische und halbwegs zu vertretene zeitgemäße Umsetzbarkeit von Neubauplänen außerhalb Münsters, waren dermaßen ernüchternd wie desillusionierend, dass ich schon kurz davor war, die kleine private Feier zum Schutze Anderer vor unkontrollierten Wutanfällen mit damit im Zusammenhang stehenden Sachbeschädigungen vorzeitig zu verlassen.
Allein durch die von ihm genannten einzuleitenden Genehmigungsverfahren (mir klingeln jetzt noch die Lauscher), und hier sind nicht nur Anpassungen des Regionalplans mit angesprochen, würden letztlich eine Zeitspanne in Anspruch nehmen, die weit über das hinausgehen, was hierzu bislang kolportiert wurde.

Ein Umstand, den Weber & Reiners im Trauerspiel gegen unseren Verein Preußen Münster wohlwissend, kalt berechnend , dafür allerdings sehr geschickt einzusetzen wissen. Vor diesem Hintergrund würde es mich nicht wundern, wenn Strässer und Westermann nach hoffentlich erfolgter Ausgliederung sich mangels mittelfristig realisierbarer Stadionstandortalternativen doch zur Hammerstraße -wie von der Politik eingefordert- bekennen müssten (also mehr oder weniger zwangsweise).

Ich muss jetzt aufhören, mir schwillt wieder der Kamm…
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Gib dem Luder ordentlich Puder! Kleiner Scherz am Rande, aber im Prinzip isses so.
Lieber `ne erregte Unbekannte als `n unbekannter Erreger.
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Re: Ausgliederung: Am (Ent)Scheideweg

Beitragvon since72 » Di 9. Jan 2018, 10:22

Nachdem man dich ja fachlich präzise über zeitlich langatmige Verfahren aufgeklärt hat,
gehst du mit keinem einzigen Wort darauf ein welche weiteren Hürden sich den Stadionbauern auftun.
Es wäre schön wenn du dein traumatisches Ereignis etwas mehr präzisierst.
So wie du es beschrieben hast, klingt es unbedeutend.
>>>Jetzt sind wir dran!!!<<<

Re: Ausgliederung: Am (Ent)Scheideweg

Beitragvon Carri on » Di 9. Jan 2018, 10:25

Und wenn, wie durch ein (Euro-/Seinsch-) Wunder diese Barrieren in Bösensell auf einmal viel kleiner und plötzlich ganz schnell überwunden wären ??

Allein deshalb und um die dummen Visagen dieser "Stadtväter" hier zu sehen gönne ich denen dass das ganze Dingen ruckzuck durchgeht und es hier mal ordentlich rappelt.
Wo unsere Fahne weht,
ist es für jedes Schiff zu spät!
Wir sind im Kampfe vereint,
des lieben Gottes Freund
und aller Welt Feind!

Re: Ausgliederung: Am (Ent)Scheideweg

Beitragvon Jack_1906 » Di 9. Jan 2018, 10:59

Dass wir nicht Baubeginn 2019 haben, ist doch allen klar. Bis der Bau beginnt, vergehen mindestens 3 Jahre, das wissen auch Seinsch und Strässer.
Das ist aber eine durchaus realistische Zeitspanne. In Augsburg erfolgte zum Beispiel die Ankündigung des Vereins, ein Stadion bauen zu wollen, im April 2004, ab November 2007 wurde gebaut und im Juli 2009 war dann die Eröffnungsfeier. Also ungefähr der selbe Zeitrahmen, nur dass in Augsburg sogar noch die Finanzierung geklärt werden musste (denn dort brauchte man neben den Investoren und dem Zuschuss der Stadt auch noch Landesmittel und Kredite) sowie den Aufstieg in die 2. Bundesliga abgewartet hat (der erst 2006 erfolgte). Inklusive aller Vorplanungen also 5 Jahre.
Die Rhein-Neckar-Arena bei Heidenheim sollte erst in Heidelberg entstehen. Erst im Sommer 2006 ist dieser Plan geplatzt und man wich auf den heutigen Standort aus, bei dem dann Anfang 2009 Eröffnung war. Hier ging das ganze sogar inklusive Bau in weniger als drei Jahren.
In Wolfsburg kamen die ersten konkreten Planungen für ein neues Stadion Ende 1997 auf, Eröffnung war dann Ende 2002, also auch innerhalb von 5 Jahren inklusive Bauzeit.

Wenn die Ausgliederung kommt, können wir uns durchaus Hoffnungen (oder Sorge) machen, dass wir 2023 in einem neuen Stadion spielen... vielleicht auch früher. Wenn der politische Wille da ist, sind die Vorbereitungen bis zum Spatenstich in 3 Jahren möglich.
Ich bin nur dafür verantwortlich was ich schreibe. Nicht dafür, was Du verstehst.

Re: Ausgliederung: Am (Ent)Scheideweg

Beitragvon SteinfurterSCP06 » Di 9. Jan 2018, 11:02

So sieht es aus Jack. Was mir dabei auch noch in den Sinn gekommen ist, ein hoher Beamter der Stadt Münster hat das Horrorszenario aufgezeichnet. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

Re: Ausgliederung: Am (Ent)Scheideweg

Beitragvon hegelvatter » Di 9. Jan 2018, 11:03

Vom Planfeststellungsverfahren bis zum ersten Spatenstich können locker 3 Jahre vergehen..und das wäre schon ziemlich schnell!
Es gibt sogenannte Mittelwerte für alle möglichen Vorhaben, die eine Änderung des Regionalplanes voraussetzen, wer Lust und Zeit hat kann ja mal gurgeln. Bei Windkraftklamotten konnte man im Schnitt mit etwa 4,5 Jahren rechnen (in NRW), diese Zahl ist aber alt und mit Sicherheit kein Maßstab für eine Sportstätte.

Aber ich wollte einfach auch mal was sagen... :ugeek:


Hups...der Jack hat schon gesucht... ;)
Wind in den Haaren, Stahl in der Hose!

Re: Ausgliederung: Am (Ent)Scheideweg

Beitragvon Jack_1906 » Di 9. Jan 2018, 11:33

SteinfurterSCP06 hat geschrieben:So sieht es aus Jack. Was mir dabei auch noch in den Sinn gekommen ist, ein hoher Beamter der Stadt Münster hat das Horrorszenario aufgezeichnet. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

Ja, vor allem einer, der für "Leuchtturmprojekte" der Stadt Münster verantwortlich ist? Mal im Ernst: kaum ein "Leuchtturmprojekt" kam in Münster doch ohne Diskussionen, Verzögerungen, Rumhampelei der politischen Entscheidungsträger und anderen Schildbürgerstreichen aus! Und dabei handelte es sich zumeist sogar um Projekte, die anderswo nicht mal für größere Diskussionen gesorgt hätten.

Wenn man nur alleine mal bedenkt, wie langwierig in MS die Änderung des Bebauungsplanes für unser Stadiongrundstück in Berg Fidel ist... :roll:
Aus Sicht eines münsterschen Verwaltungsbeamten sind solche Regionalplanänderungen natürlich immense Vorgänge, die schon Jahre beanspruchen müssen. Allerdings sehe ich da das Problem weniger bei Verwaltung sondern eher bei Beamter! :mrgreen: :lol:
Ich bin nur dafür verantwortlich was ich schreibe. Nicht dafür, was Du verstehst.

Re: Ausgliederung: Am (Ent)Scheideweg

Beitragvon SCP-Arch » Di 9. Jan 2018, 11:35

Am Standort Hammerstraße wird das auch nicht schneller funktionieren - als z.B. in Bösensell oder Greven -, da an der Hammer Straße noch immer die Wasserschutzgebiet Verordnung „Münster-Geist“ von 1990 greift und noch bis 2030 gültig ist. Die Baugenehmigung für einen Umbau des Stadions und der Umgebung am derzeitigen Standort kann durch diese wasserrechtliche Situation „nicht kurzfristig“ erfolgen. Frühestens 2020 bei erfolgreicher (!) Änderung des Bebauungsplanes, da der derzeitige Bebauungsplan Nr. 183 unwirksam ist.

(Zitat aus der Öffentlichen Berichtsvorlage V/0123/2017, S. 7): „Die zeitliche Umsetzungsfähigkeit des Zielkonzepts bzw. der zur Offenlegung vorgelegten Zielplanung als Angebotsplanung steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Trinkwassergewinnung in diesem Stadtbereich: Aktuell gilt dort (vgl. auch nachrichtliche Übernahme in der Planzeichnung des Bebauungsplans) die Wasserschutzgebietsverordnung „Münster-Geist“ vom 18.06.1990 (geltend bist Ende Juni 2030). Die für künftige Baugenehmigungen stets anzuhaltende aktuelle wasserrechtliche Situation mit ihren Genehmigungsvorbehalten erlaubt die zeitnahe Umsetzung des Zielkonzeptes Preußenstadion und Umfeld in der Folge überwiegend nicht kurzfristig.

Gleichwohl baut die (Bauleit-)Planung mit Ihren Zielen nicht auf „Sand“: […] Die Bezirksregierung Münster hat im Rahmen der Beteiligung zur Bauleitplanung die grundsätzliche Bereitschaft zur Aufhebung der Wasserschutzgebietsverordnung erklärt, wenn die Stadt / die Stadtwerke deren Aufhebung beantragen (oder alternativ: keine Verlängerung der bis 2020 datierten Trinkwassergewinnungsgenehmigung begehren). Formale Voraussetzung ist also eine durch Aufsichtsrat der Stadtwerke Münster GmbH und Rat der Stadt Münster erfolgende Beschlussfassung zur Umsetzung des DiPol-Konzeptes, die als wesentliche Grundlage der Abwägung zu diesem Bebauungsplan spätestens vor Inkrafttreten diesem Bebauungsplan erfolgt sein muss.)

Re: Ausgliederung: Am (Ent)Scheideweg

Beitragvon Relic » Di 9. Jan 2018, 12:53

Ochottechott!

Dieser mit der Materie vertraute Beamte der Stadt Münster ist, man mag es kaum glauben, selber Anhänger des SCP. Also nix mit "ein Schelm, wer Böses dabei denkt."

Und dem mit allem Nachdruck auf Präzision stehenden Kollegen bleibt es natürlich unbenommen, zu obiger Thematik auf dieser Plattform abgegebene Hinweise, Informationen, die dem Grunde nach lediglich allen mit dem Verein in irgendeiner Weise verbundenen Anhängern zugute kommen sollten, weiterhin als völlig irrelevant zu bezeichnen.
Im Übrigen war bei den erforderlichen Genehmigungsverfahren nicht die Rede von 3 bis 4 Jahren, sondern vielmehr von 12 bis 15 Jahren. Das mal nur so am Rande.

Und jetzt?

Sicherlich kann dies von mit reichlich Kompetenz und präzisem Hintergrundwissen gesegneten regelmäßigen Plattformbesuchern sofort dementiert werden. Sollen ja nur 3 Jahre bis zum ersten Spatenstich sein, wenn die Politik mitspielt...
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