Scholl lästert über Tedesco


Moderatoren: Erwin u Helmut, EddieW

Re: Scholl lästert über Tedesco

Beitragvon Langewilli » So 10. Dez 2017, 13:16

miguelito hat geschrieben:
Homer Jay hat geschrieben:Der Spiegel-Kommentar ist ja fast Pulitzer-verdächtig... :D

Aber insgesamt sind mir die Reaktionen der Vereine und Verantwortlichen schon viel zuviel Aufmerksamkeit für diese Meinungsäußerung (lobenswerte Ausnahme: DT!!!).

Ein einfaches unveröffentlichtes "Häääää???? Wovon redet der jetzt eigentlich?" hätte vermutlich schon gereicht. Jetzt meint Scholli womöglich noch, dass er einen Nerv getroffen hätte... :?


Und bekam auch noch Wasser auf seine Mühlen durch Dieter Hecking.
Sinngemäß: Also, Namen hätte er nicht nennen dürfen, aber grundsätzlich seien da einige Punkte schon richtig.
Überhaupt! Hecking war gestern ein schlechter Punktgewinner. Er fand ja, dass seine Mannschaft sowohl in HZ1, wie auch in HZ2 das klar bessere Team war.
Kopfschüttelnde

bwg


Und Heidel sagte dem ZDFler "Ihr macht da ein Thema draus!"
Bild

Re: Scholl lästert über Tedesco

Beitragvon Radieschen » So 10. Dez 2017, 21:43

Selbst wenn das Trainerkarussell sich fast überschlägt wie heute spielen die Namen Scholl, Matthäus oder Effenberg keine Rolle.

Warum wohl???

Re: Scholl lästert über Tedesco

Beitragvon BuB » Mo 22. Jan 2018, 17:40

Was genau hat eigentlich Jens Lehmann seit seinem Karriereende gerissen...?

https://www.derwesten.de/sport/fussball ... m_term=s04
Bild Lieber Staub aufwirbeln als Staub ansetzen!!!Bild

Re: Scholl lästert über Tedesco

Beitragvon Ballbesitz04 » Mo 22. Jan 2018, 18:51

BuB hat geschrieben:Was genau hat eigentlich Jens Lehmann seit seinem Karriereende gerissen...?



die Niveau-Latte. Mehrfach.
Ist das noch Fußball?

Re: Scholl lästert über Tedesco

Beitragvon ErwinK » So 4. Feb 2018, 12:16

Ich fürchte langsam, Scholl lag mit seiner Kritik gar nicht so weit daneben. Ob Nagelsmann, Wolf, Tuchel, Gisdol, M.Schmidt oder Tedesco, man könnte auch noch Breitenreiter und Weinzierl dazurechnen; sie alle sind keine Wundertrainer, die den Fußball neu erfinden.
Viele bei uns haben nach der ordentlichen Hinrunde schon die CL fest im Blick gehabt und konnten gar nicht glauben, dass ein talentierter Spieler mit internationalen Ansprüchen lieber zu den Bayern geht, obwohl wir doch so große Fortschritte gemacht hatten.
Wie ich schon mehrfach schrieb, es ist ein sehr zartes Pflänzchen und wir sind noch lange nicht so stabil, um problemlos Oben mitspielen zu können.
Nach der zu erwartenden Niederlage in München sind wir gegen Hoffenheim und in Leverkusen mächtig unter Druck. Es wird sich zeigen, ob Tedesco aus seinen Fehlern lernt und uns in einen internationalen Wettbewerb führt oder ob wir nach hoffnungsvollem Beginn auch mit ihm im Mittelfeld der Bundesliga landen. Spielerisch habe ich zwar in ein paar Spielen durchaus Fortschritte gesehen. Allerdings gab es nur wenige Spiele, die mich wirklich begeistern konnten. Souveräne Siege sieht man bei uns gefühlt schon seit mindestens 10 Jahren kaum noch.
Die meisten jungen Trainer werden derzeit ganz schön gerupft und der große Zauber verfliegt zusehends.
Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen. Voltaire (1694-1778), eigtl. François-Marie Arouet, frz. Philosoph u. Schriftsteller

Re: Scholl lästert über Tedesco

Beitragvon Konrad » So 4. Feb 2018, 12:27

ErwinK hat geschrieben:Ich fürchte langsam, Scholl lag mit seiner Kritik gar nicht so weit daneben. Ob Nagelsmann, Wolf, Tuchel, Gisdol, M.Schmidt oder Tedesco, man könnte auch noch Breitenreiter und Weinzierl dazurechnen; sie alle sind keine Wundertrainer, die den Fußball neu erfinden.

Wirfst Du jetzt nicht arg viel in einen Topf?
Tuchel hat bereits über Jahre bewiesen, dass er ein meisterhafter Trainer ist. Gisdol war noch nie einer. Breitenreiter und Weinzierl hätte wohl niemand in diese Kategorie der jungen Laptop-Trainer gerechnet. Wolf und Tedesco haben gerade erst begonnen. Einzig bei Nagelsmann könnte man sagen, dass der Lack zu blättern beginnt. Ist aber halt auch schwer, wenn die guten Spieler alle weg wollen.

Tedesco muss sicher noch einiges lernen. Aber so viel Spielidee und Plan habe ich seit Magaths Zeiten bei uns nicht mehr gesehen. Er ist jetzt gerade mal ein halbes Jahr da. Lassen wir ihn mal ein bisschen arbeiten ...

Re: Scholl lästert über Tedesco

Beitragvon ErwinK » So 4. Feb 2018, 12:45

Wo hat Tuchel diesen Beweis wirklich angetreten? In Mainz hat er sicherlich ordentliche Arbeit geleistet. Er wurde dort ziemlich zu Beginn 5., danach aber auch zweimal 13.
Ich kann nicht erkennen, was daran meisterhaft war. In Mainz hat er vom Underdogimage profitiert, weil die Erwartungshaltung recht gering war.
Auch in Dortmund hat er im ersten Jahr die Erwartungen erfüllt, danach gab es bereits zunehmend Probleme.
Bisher kann ich bei diesen Jungtrainern eher die Tendenz erkennen, dass sie zu Beginn motivieren können und dann teilweise deutlich abfallen. Wollen wir hoffen, dass es bei Tedesco anders ist...
Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen. Voltaire (1694-1778), eigtl. François-Marie Arouet, frz. Philosoph u. Schriftsteller

Re: Scholl lästert über Tedesco

Beitragvon 21 » So 4. Feb 2018, 12:54

Der Weg mit einem Trainer wie Tedesco kann nur auf Strecke gelingen. Hier entsteht ein Prozess bei dem ein jeder auch Federn lassen wird. Zurzeit kommen wir wieder auf den Boden an und haben damit automatisch eine kleine Krise. Normalität geht bei uns nicht.
Gestern war der Versuch aufs zweite Tor zu gehen in hz2 sichtbar. Schade war, dass Tedesco frühzeitig alle Optionen rausgehauen hatte und in der 1 Hz sehr Verhalten agieren liess.
Damit ist alles zum Trainer gesagt. Ich denke es bringt nix alles über Tedesco abzuwickeln im Guten wie im schlechten. Ich glaube vielmehr, dass jetzt die Komponente, dass man was zu verlieren hat dazu kommt und Uns etwas hemmt. Dazu kommt ein latentes Sturmproblem im Abschluss. Wobei man auch hier schon reagiert hat. Vielleicht sollte man bis auf weiteres mehr auf Burgstaller setzen. Kann ich aber nicht einschätzen, weil ich seine trainingsleistungen nicht kenne.
Um das zusammenzufassen mit Scholl und dessen Thesen hat das nix zutun. Es war schon zu Ende Der Hinrunde sichtbar, dass das so nicht durchläuft, so stabil wird man nicht von jetzt auf gleich. Das was jetzt sichtbar wird ist "auf schalke" normal - immer einwenig auf und ab. Tedesco ist auf Schalke angekommen und muss nun auf Strecke gehen.
Bwg
21

Re: Scholl lästert über Tedesco

Beitragvon hannover1958 » So 4. Feb 2018, 14:19

Irgendwie wird in allen Diskussionen geflissentlich verschwiegen, dass Nagelsmann zum Saisonanfang zwei, ab der Winterpause drei Leistungsträger direkt an Heynckes' Mannschaft verloren hat. Wenn ich nur in Kategorien denken würde, könnte ich glatt darauf kommen, dass erfahrene Exprofis die besseren Trainer als die sog. Laptoptrainer sind. Zum Glück tue ich es nicht.

Re: Scholl lästert über Tedesco

Beitragvon pewpewlazorgunz » So 4. Feb 2018, 14:33

Ich finde es falsch jedes kleine Schlagloch als Bestätigung für Scholls Aussagen zu sehen.
Wenn ich eure Probleme benennen müsste wäre das (oberflächlich formuliert) ein Mangel an individueller Qualität und ein nicht gut genug strukturiertes Ballbesitzspiel.
Ersteres ist nicht Verantwortung des Trainers, strukturelle Schwächen natürlich schon, aber da würde ich anmerken, dass es die ältere Trainergeneration (Ausnahme natürlich Heynckes) kein Stück besser macht - das ist einfach generell ein Problem im (dt) Fußball, bzw die Kehrseite des ausgezeichneten Niveaus im Umschaltspiel und Pressing in der gesamten Liga.

Wolfs Schicksal bei Stuttgart als Beleg zu nehmen halte ich ebenfalls für trügerisch, mMn wurde deren Abstiegsnot im Management eingeleitet, als man meinte als Aufsteiger vom internationalen Geschäft zu philosophieren und einen Haufen komplett unerfahrener Talente zu kaufen oder gar nur zu leihen. Als Stützen konnte man da in der Hinrunde nur Badstuber (und der ist mit seinen Verletzungen ggf auch zweifelhaft), Gentner und Zieler bezeichen.


Die Toptrainer in Deutschland sind wohl Tuchel, Klopp, Nagelsmann und Heynckes. 3:1 für Scholls Feindbild. International mag ein Guardiola zwar eine große Spielerkarriere gehabt haben, in den von Scholl kritisierten Aspekten sticht aber trotzdem besonders hervor: wer bei ihm nicht exakt das umsetzt was er sich vorstellt wird ohne einen Hauch von Skrupeln wegrasiert, sei Ibrahomovic, Deco, Ronaldinho, Toure, Eto'o, Schweinsteiger, Mandzukic, Götze - die Liste von Peps Opfern ist prominent, lang und die meisten der genannten passen in eine der beiden Kategorien, die von Scholl genannt wurden.