Susanne Hein-Reipen: Was spricht eigentlich für Weinzierl?


Moderatoren: Erwin u Helmut, S04ever, EddieW

Re: Susanne Hein-Reipen: Was spricht eigentlich für Weinzier

Beitragvon Der Steiger » Di 18. Apr 2017, 23:14

tottitom hat geschrieben:Gegenfrage: Für welchen Trainer wäre unser Club der richtige oder welcher Trainer passte zu uns? Egal wer hier in den letzten Jahren die Mannschaft trainiert hat, wer hat die Fans denn zufrieden gestellt? Keller? Di Matteo? Breitenreiter oder Weinzierl? Bis dato kann ich keinen (!!!) erkennen, der den ungeteilten Zuspruch des S04 Fans hatte! Wohl wurde bei jedem dieser Trainer schnell die Frage so oder so ähnlich gestellt! Hier ist m. E. auch das Problem, was wollen wir denn!? Den erfolgreichen, den ruhigen, den emotionalen, den Liebling der Fans, den.......Nein, das Problem sind vllt. nicht die Trainer sondern die Summe einer Mischung aus Erwartungsdruck der Fans, Spielertypen, Funktionsträgern und der medialen Berichterstattung!? Ich glaube, dass alle hier Angesprochenen die gleiche Antwort auf die Frage nach dem richtigen Trainer für unseren Verein haben: keine!!! Es sei denn, es findet sich ein Bäcker und der backt uns einen!


Vielleicht sollte man einfach mal den Trainercharakter wieder wechseln. Ich bin der Meinung, dass wir seit Stevens im Prinzip immer den gleichen Trainercharakter hatten, nämlich jung und relativ unerfahren. Vielleicht wäre gerade bei unserem noch relativ jungen Kader mal wieder ein erfahrener Haudegen an der Reihe.
I am a supporter of the glorious FC Schalke 04 and of ANY team playing against Borussia Dortmund. ;)

Frei nach Marcus Porcius Cato: "Im übrigen bin ich der Meinung, dass Deniz Aytekin keine Spiele mit Schalker Beteiligung pfeifen sollte!"

Re: Susanne Hein-Reipen: Was spricht eigentlich für Weinzier

Beitragvon Knappenelfer » Di 18. Apr 2017, 23:36

Vorweg muss fairerweise einfach mal Folgendes gesagt werden:
Warum es mit Weinzierl nicht klappt kann viele Gründe haben.
Bspw. Atmosphärische, familiere oder gesundheitliche Gründe.
Wir wissen es nicht.

Was spricht nun für Weinzier:
Das Ziel geduldig zu sein und nicht schnell den Trainer zu entlassen.
Was spricht gegen Weinzierl:
Die schlechteste Punktebilanz seit den schlimmen 80ern.
Viele völlig indiskutable Auftritte der Mannschaft.
Oftmals sehr schlechter Fussball. Miese Standards und sehr behäbig und langsames Offensivspiel.
Ich kenn einige Schalke Fans, die einfach keine Lust mehr haben sich Spiele der Mannschaft anzusehen.

Ich denke, dass wesentlich weniger für Weinzierl spricht, als gegen ihn.

Glück Auf!

Re: Susanne Hein-Reipen: Was spricht eigentlich für Weinzier

Beitragvon Himmel04 » Di 18. Apr 2017, 23:45

Ich bin ja dahingehend ein Exot, dass ich das Verpassen der EL als gut und wichtig erachte. Der einzige Grund dafür ist es, dass ich es für sehr viel wahrscheinlicher halte, ohne EL nächste Saison das Ziel CL zu erreichen. Und ohne dauerhafte CL sehe ich mittelfristig keinerlei Chance, einen richtig guten Kader aufzubauen.

Ohne CL werden uns auch die Talente mit längerfristigen Verträgen schnell verlassen wollen und neue Spieler hoher Qualität werden schwer zu überzeugen sein.

Die EL ist nun mal nicht das, wovon Spieler träumen, auch wenn es vielleicht schon ihr augenblickliches Niveau überfordert. Und die ewigen Sonntag-Spiele machen denen sicher auch keine Freude.

Es wird ganz wichtig sein, unter der Woche mal mit den Spielern zu arbeiten und endlich das Spielsystem zu implementieren.

Und wenn man die CL schafft, muss es in die Köpfe rein, dass die Buli ein Punktesammelsystem ist und man nicht einen einzigen Punkt zu verschenken hat. Die CL Spiele sind nur das Sahnehäubchen und wer in der Buli nicht Vollgas gibt, wird auch keine Sahne sehen - maximal von der Tribüne. Anders geht es mE nicht.

Amsterdam und Leipzig zeigen wie man aus Talenten eine leistungshungrige Truppe formt. Elgert auch immer wieder, hat es mE da aber auch etwas leichter, weil alle in den Profifussball wollen, während es in der A-Elf neben einem vollen Konto auch schon viele Alternativen gibt.

Dann hat MW sein Jahr, in dem er zeigen kann, was er drauf hat und ob auch er sich entwickeln kann.
"Und dann sagte der Russe, der ein wenig deutsch konnte, zu mir: Kommst Du aus Schalke?" (Mein Oppa)

Re: Susanne Hein-Reipen: Was spricht eigentlich für Weinzier

Beitragvon Erwin u Helmut » Mi 19. Apr 2017, 00:02

Trotz vieler guter Argumente bleibe ich dabei. Weinzierl soll ein zweites Jahr bekommen.

Tom
Leute mit Stroh im Kopf fürchten den Funken der Wahrheit

Re: Susanne Hein-Reipen: Was spricht eigentlich für Weinzier

Beitragvon DerFicher » Mi 19. Apr 2017, 00:54

Himmel04 hat geschrieben:Es wird ganz wichtig sein, unter der Woche mal mit den Spielern zu arbeiten und endlich das Spielsystem zu implementieren.


Das ist ja genau die Crux. Im laufenden Betrieb mit massig englischen Wochen den Neuaufbau einzuleiten, wo eigentlich überwiegend Regeneration in den drei zur Verfügung stehenden Trainingseinheiten angesagt ist. Ein Gutteil der Spieler ohne Saisonvorbereitung, muss dann eingebaut werden, wenn "bauen" schwierig ist.
Ich wunder mich übrigens immer wieder wenn es heißt, die Verletzungen seien ja ein Argument, aber das könne man nicht die ganze Saison über anführen. Warum nicht? Wenn erst alle Stürmer wegbrechen und danach fast alle Abwehrspieler, dann wird das Argument nicht dünner, wenn es wieder angeführt wird.
Nein, zufrieden bin ich auch nicht, aber immer dankbar für eine etwas abgeklärtere Sicht wie bspw. von @21 auf die hochemotionalen Ausbrüche nach solchen Niederlagen wie gegen Darmstadt. Es war nicht nur schlecht, es war "hast du Schei*e am Schuh, hast du Schei*e am Schuh".
BWG aus HH
DerFicher
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"Politik kann man in diesem Lande definieren als die Durchsetzung wirtschaftlicher Zwecke mit Hilfe der Gesetzgebung." (Kurt Tucholsky)

Re: Susanne Hein-Reipen: Was spricht eigentlich für Weinzier

Beitragvon ruvler04 » Mi 19. Apr 2017, 07:07

Erwin u Helmut hat geschrieben:Trotz vieler guter Argumente bleibe ich dabei. Weinzierl soll ein zweites Jahr bekommen.

Tom


Ab wann würdest du anfangen, deine Einstellung hierzu zu ändern?

Eines ist doch auch klar. Wir werden Donnertag eine Reaktion zeigen, aber sicherlich ausscheiden, wir werden in der Buli weiterrumpeln, aber dennoch die Klasse halten. Und dann?
Herr Weinzierl, der es bisher überhaupt nicht geschafft hat, aus einer Truppe eine Mannschaft zu formen, die mit einem Spielsystem aufwarten kann plant mit Herrn Heidel die kommende Saison.
Was soll da besser werden? Die Mannschaft wird vermutlich ganz anders aussehen, da uns sehr viele Spieler verlassen werden und nach dem eigentlichen Jahr des Umbruchs erfolgt eigentlich ein Neuaufbau und genau diesen traue ich einem Weinzierl nicht zu.

Ich gehöre mittlerweile auch zu denen, der sich ein Schalke-Spiel nicht mehr antut. Etwas, was ich für undenkbar gehalten habe, aber das ist meine persönliche Sache. Ich kann die Meinung vieler nachvollziehen, die zur Kontinuität raten, aber ich habe keinerlei Hoffnung, dass Herr Weinzierl den Bock umstoßen kann.

Als Konsequenz daraus erfolgt dann vielleicht wieder mal ein Trainerwechsel innerhalb der Saison, wo wieder ein Trainer mit der Grütze seines Vorgängers arbeiten muss und wieder ein verlorenes Jahr.

Ich denke nicht, dass es sinnvoll ist, die internationalen Plätze zu verpassen, um kommende Saison um einen CL-Platz zu spielen. Erst einmal sehr theoretisch diese Aussage und es werden uns genau die Spieler verlassen, die in diesen Wettbewerben spielen wollen. Und auch bei Neuzugängen werden sich die besseren Spieler für einen internationalen Verein entscheiden.

Re: Susanne Hein-Reipen: Was spricht eigentlich für Weinzier

Beitragvon Ralle04 » Mi 19. Apr 2017, 09:28

Noch schaffe ich das nicht , mir die Spiele nicht anzuschauen. Ich bin aber nicht mehr weit davon weg :(

Re: Susanne Hein-Reipen: Was spricht eigentlich für Weinzier

Beitragvon Bodo » Mi 19. Apr 2017, 09:43

Also erst einmal ein Danke schön, der Artikel bringt es auf den Punkt, was spricht für Weinzierl - in Summe nichts .

Wir haben auch letztes Jahr, das eine oder ander Mal gejammert, aber nehmen wir doch mal die Fakten. Von den Spielern, die letztes jahr regelmäßig gespielt haben, haben wir Sanè, Matip und Neustädter verloren . Auch Höger ging, der war abewr letztes Jahr im Prinzip nur verletzt, der Rest des Kaders blieb.
Dieses Jahr haben wir Nastasic(letztes Jahr komplett verletzt) und Naldo in der IV, dazu macht Höwedes wesentlich mehr Spiele als letztes Jahr. Anstelle von Sané kamen Embolo, Konoplyanka und Avijdai. Zusätzlich wurden mit Stambouli und Bentaleb zwei MF-Spieler verpflichtet und mit Baba und Coke zwei Aussenverteidiger. Dazu ein ganzer Haufen Eigenwächse in der Hinterhand.
Das heißt von der Quantität und der Qualität war es vom Kader beim Fc Augsburg ein Quantensprung für den Herrn Weinzierl, Ausgaben dafür ungef. 65 Mio Euro. Damit nicht genug er bekam den Witztransfer Badstuber(sorry, aber ich glaube nicht das der Manager den ohne Rücksprache mit MW verpflichtet hat), Burgstaller und Caligiuri.
Alleine die Verpflichtung von Badstuber zeigt doch die Ahnungslosigkeit der handelnden Personen. Bei Bayern zu einem Zeitpunkt ausgesondert, als die anderen Innenverteidiger verletzt waren, man nicht wusste wie lange Boateng und Martinez ausfallen, hat man dort freiwillig auf diesen ehemaligen Nationalspieler verzichtet.
Auf jeden Fall, soll er nicht der Qualität von Lewandowski und oder Aubameyang nachtrauern, er soll mit dem Kader arbeiten den er hat. Das aber bei der Eingewöhnung die Zeit bei Naldo, Burgstaller und Caligiuri wesentlich kürzer zu sein scheint als bei Stambouli, Bentaleb und Konoplyanka hängt vielleicht auch mit dem anderen kulturkreis, der anderen Sprache zusammen.

Wir haben einen jungen Kader, da sind eigentlich Schwankungen in der Leistungsfähigkeit normal. Aber ich muss nicht nur Leistung fordern, ich muss auch die Spieler fördern , ich fördere sie nicht unbedingt, in dem sie solange missachte oder übersehe, bis sie um die Freigabe bitten(siehe Kehrer) oder wochenlang auf falsche Positionen einsetze(Meyer). Tatsache ist, das von unserem Kader: Kolasineac und Goretzka einen Leistungssprung nach vorne gemacht haben, die meisten anderen aber in der Entwicklung zurückgeworfen wurden(Geis, Meyer, Avijdai) . Auch das ein Spieler wie Neumann z.B. lieber mit Ingolstadt in die 2. Liga geht als noch ein Jahr auf Schalke zu spielen, lässt tief blicken. Auch andere Spieleer aus unserem Nachwuchsbereich spielen keine Rolle wurden verliehen oder ignoriert wie Ayhan, Bitter, Tekpetey die ja sowieso zum Profikader gehören. Und ob ein Ayhan nicht die gleiche Leistung wie ein Badstuber zur Zeit abrufen kann, wage ich zu bezweifeln.

Eckbälle, Freistöße und sogar mit Elfmetern scheinen nicht wirklich Spielvorteile für unsere Mannschaft zu bringen. Gibt es da mal irgendwelche einstudierten Varianten , ich habe bisher nichts gesehen. Auf der anderen Seite habe ich immer das Gefühl, das es bei uns brennt wenn der gegner solche Situationen hat. Was wird denn davon trainiert.

Hier wurden schon viele Gründe genannt, zu späte Verpflchtungen, langwierige Verletzungen, zu viele engl. Wochen für einen Neuaufbau usw. weswegen wir keine
Spielidee umsetzen können .
Hier spricht dann eigentlich mal etwas scheinbar für den Trainer, wobei... wenn ich mir Werder anschaue, die haben ebenfalls viele Verletzte, zwar nicht so viele engl. Wochen(aber die intern. Spiele sind doch angeblich das Highlight für die Spieler), aber auch nicht die Mittel um sich extern zu verstärken und der Trainer hatte noch weniger Zeit mit der Mannschaft als unserer , die waren noch schlechter gestartet, vom Personal beschränkter usw. . Aber sie haben uns überholt, weil der Trainer eine Spielidee hat und diese auch umsetzt. Bei uns gibt es keine erkennbare Spielidee, kein Spielsystem, keine eingespielten Mannschaftsteile, weder links noch rechts, noch im Mittelfeld und manchmal hat man sogar den Eindruck, das wenn irgendetwas gut funktioniert hat, dann muss man das im nächsten Spiel wieder verändern. MW ist hier nur ein große Enttäuschung bisher.

Aber wenn ich an Werder denke, komme ich mal auf unsere Einkaufspolitik zurück
Da tut es ein T. Delaney, der kommt von einem Verein, der noch intern. vertreten war für 2,0 Mio, auf einer Position wo wir 27,5 Mio zahlen für die bei ihrem Verein jeweils nur mit dem Reservistenstatus versehenen Stambouli und Bentaleb. Auch hat werder für das Geld, das wir für Konoplyanka ausgeben Kruse und Gnabry verpflichtet. Gerade Gnabry hätte doch sicherlich nichts dagegen gehabt mit seinem (Fast)Schwager Kehrer in einer Mannschaft zu spielen. Aber scheinbar wurde nur an den Satz gedacht:"Geld schiesst eben doch Tore" .

Ich habe aber ein ganz anderes Problem, mir fällt kein Trainer ein der uns weiterhelfen könnte. Einem n.Elgert vielleicht, aber es ist ein Unterschied, ob ich mit hungrigen jungs oder mich mit einem Haufen Millionäre herumärgern muss.

Wenn ich heute den Satz von Goretzka lese: "Wir haben ganz schön Druck ", geht mir die Hutschnur hoch, bei einem Verdienst 1,5 Mio € im Jahr hat ein Spieler ein Tagesbruttoeinkommen von über 4000 € (auf alle 365 Tage umgelegt) rechne ich nur mit 260 Arbeitstagen wären es schon über 5700 € pro Arbeitstag. Wenn jetzt mal alle, die diesen Wert im Monat nicht erreichen nicht ins Stadion gehen würde, hätte er tatsächlich weniger Druck. Vielleicht müssten sie wirklich wiede rmal so richtig geerdet werden. Bei einem Bruttomonatseinkommen von 5000 € müsste ein Arbeitnehmer 25 Jahre arbeiten, um dieses Geld Brutto zu verdienen. In unserer Mannschaft gehört man damit aber garantiert nicht zu den Großverdienern .
KBWG

Bodo

Re: Susanne Hein-Reipen: Was spricht eigentlich für Weinzier

Beitragvon Frahe04 » Mi 19. Apr 2017, 09:52

Gegenfrage: Welcher Trainer würden denn Schalke weiterhelfen können und wer ist verfügbar?
Wer königsblau im Herzen trägt, sieht niemals schwarz!

Re: Susanne Hein-Reipen: Was spricht eigentlich für Weinzier

Beitragvon S04ever » Mi 19. Apr 2017, 09:53

Gegenfrage: Wer ist unserer Sportdirektor und was macht dieser beruflich?