Nächster Akt: 1000-Freunde-Ticket für sozial Schwächere


Moderatoren: Erwin u Helmut, S04ever, EddieW

Re: Nächster Akt: 1000-Freunde-Ticket für sozial Schwächere

Beitragvon Kampfbahn » Fr 27. Jul 2012, 07:41

Das Leitbild wird leider instrumentalisiert, um die Liebe der Fans zu diesem einmaligen Verein, im wahrsten Sinne des Wortes, auszunutzen. Da haben sicherlich Menschen mitgewirkt, denen unser Verein eine Herzensangelegenheit ist und deren Integrität unbestritten ist. Sie wérden sich heute vermutlich ihre Gedanken dazu machen. Wer vor Monaten im Forum (als das Leitbild filmisch völlig verkitscht auf der Leinwand vorgestellt wurde) darauf hinwies, wurde leider sehr kritisch betrachtet. Warum auch immer? Die Gründe dafür sind vielfältig.

Es ist beschämend, was derzeit bei uns in den Vereinsspitzen abläuft. Dies jetzt (geschickt oder unbewußt) auf Peter Peters zu fokussieren, ist doch eher eine eindimensionale Sichtweise. Die Rolle der Schalker AR-Mitglieder ist völlig zu vernachlässigen. Der AR ist Clemens Tönnies - und dann lange niemand! Erschreckend. Wobei man abwarten muss, wie sich der Neue (Müller) im AR bewegt/bewährt. Er sollte tatsächlich noch "Welpenschutz" genießen.

Sich über den SFCV nur noch eine Sekunde Gedanken zu machen, ist eine Sekunde zuviel. Interessanter ist doch die Frage, wer und warum versucht man durch solch einen Dachverband die "Fans" mundtot zu machen :?: :?: Nichts anderes geschieht auf Schalke. Mies! Wie sehr wurde Magath gescholten, weil er die Finger auf diese Wunde legte. Schalke begibt sich auf einen Weg, der diesen Verein für einen Teil der Fans gleichgültig werden läßt. Da es sich nur um Fußball handelt, müßte es einen (der Ratio nach) eigentlich gleichgültig lassen. Wie hier in vielen Debatten oft angeklungen: Es gibt wichtigeres und wertvolleres im Leben. Wirklich bedauerlich ist nur, dass man Teilen der Fans ihrer Leidenschaft (Tradition etc.) beraubt - und in Folge große Fußballkultur unwiderruflich verloren geht. Da stehen wir erst am Beginn des Weges ....

Ich bleibe dabei, warum erst mit dem Sozialticket das große Wehklagen einsetzt, ist mir unbegreiflich (oder doch nicht?)

KBG
Zuletzt geändert von Kampfbahn am Fr 27. Jul 2012, 07:52, insgesamt 1-mal geändert.

Re: Nächster Akt: 1000-Freunde-Ticket für sozial Schwächere

Beitragvon BuB » Fr 27. Jul 2012, 07:52

Uwe E hat geschrieben: Kampfbahn kann halt praktisch nichts anderes als versteckt ad hominem zu argumentieren, aber darauf muss man nicht dauernd einsteigen. Don't feed the trolls.


Ok, Papa. :D Bild
Bild Lieber Staub aufwirbeln als Staub ansetzen!!!Bild

Re: Nächster Akt: 1000-Freunde-Ticket für sozial Schwächere

Beitragvon Uwe E » Fr 27. Jul 2012, 09:05

Mich würde interessieren, wann sich der AR turnusgemäß wieder trifft - und ob das Sozialticket dann Thema sein wird.

Re: Nächster Akt: 1000-Freunde-Ticket für sozial Schwächere

Beitragvon Oppa Pritschikowski » Fr 27. Jul 2012, 09:31

@ Lokonda

Das mobile Dach und der mobile Rasen sind kein unnötiger Schnickschnack, sondern machen Sonderveranstaltungen wie Boxen, Konzerte, Biathlon usw. erst möglich. Die Einahmen für die Vermietung solcher Veranstaltungen sollten doch das rein und raus und auf und zu wieder einspielen. Auch nicht von der Hand zu weisen ist, dass durch dieses Stadion Ereignisse wie das CL-Finale und die WM-Spiele erst möglich waren. Der Standort Gelsenkirchen profitiert hierdurch enorm.
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In meinem Herzen flattert leise,
ein blau und weißes Fähnelein...

Re: Nächster Akt: 1000-Freunde-Ticket für sozial Schwächere

Beitragvon leoluca » Fr 27. Jul 2012, 10:05

Danke Oppa für die paar standortpolitischen Selbstverständlichkeiten in einer strukturschwachen Region.

Schalke ist halt auch hier mehr als ein Fußballclub.

Re: Nächster Akt: 1000-Freunde-Ticket für sozial Schwächere

Beitragvon Der Schalker » Fr 27. Jul 2012, 10:10

Das mobile Dach und die Schublade sind sicher auch der Tatsache geschuldet, dass die Arena eine Art Referenzstadion in Deutschland werden sollte.
Zu Beginn der Schubladenkarriere waren sehr viele davon ausgegangen, dass sie für den Rasen optimal sei, weil der frische Luft + Sonnenlicht bekommen konnte. Die Schneewinter 09-10 und 10-11 hatte keiner einkalkuliert.

Die Erfahrung lehrte uns allerdings, dass diese Konstruktion auch sehr kostenintensiv ist.

Die ärgerlichsten Geldausgaben waren die für Spieler, die auf Schalke nie richtig ankamen, wie Agali oder Matellan, letzterer wurde gekauft und die Frauenfussballabteilung in die Tonne gekloppt - - - und das fast taggleich.

Begruendung gg die Frauen: finanzielle Risiken.
Freundliche Grüße und bleibt gesund
Der Schalker

Re: Nächster Akt: 1000-Freunde-Ticket für sozial Schwächere

Beitragvon blauerklaus » Fr 27. Jul 2012, 11:31

Die Extras, wie das verschließbare Dach sind sicher Ansichtssache. Fest steht aber, das es dem Geist der 90er entsprach (nicht nur auf Schalke), das jedes Stadion eine Multimedia-Multifunktions-Arena sein musste.
Preis war Nebensache, man würde ja x Events holen.

Und die gibt es ja bis heute, allerdings vor allem in der spielfreien Sommerpause.
Und da mag ich bei Konzerten doch lieber OpenAir als Halle. Geschmackssache.
Die Stones und Jacko haben damals jedenfalls auch im PS gespielt.

Fest fest steht, ist, das die Infrastruktur für Fußball und dementsprechend viele Ortskundige
und Bus/Bahn-Anreisende ausgelegt ist, für Bundesliga eben. Nach Konzerten z.B bricht jedesmal das Verkehrschaos aus.

BWG

Re: Nächster Akt: 1000-Freunde-Ticket für sozial Schwächere

Beitragvon Lokonda » Fr 27. Jul 2012, 11:45

Nun ja; Fakt ist, dass Assauer & Co die Situation damals völlig falsch eingeschätzt haben und naiv an die Sache rangingen.

Da ging man davon aus, dass die Arena fast alle 14 Tage - wenn man ein Auswärtsspiel hat - anderweitig für Großveranstaltungen genutzt wird.

Das lief von Anfang an - logischerweise - nicht und es mußten einige Arena-Event-Manager gehen.

Aber die Madonnas dieser Welt gibt es nun mal nicht an jeder Ecke und sie kommen erst recht nicht alle 14 Tage nach Deutschland und dann schon gar nicht grundsätzlich nach Gelsenkirchen.

Wir hatten genau 1 Jahr, in dem in der Arena auch etliche Konzerte von internationalen Größen stattfanden. Und dazu noch einige andere Großveranstaltungen. Und selbst in dem Jahr hat die Arena keinen Euro Gewinn abgeworfen.

Und die Veranstaltungen wie 1x jährlich Stock-Car, 1x jährlich Biathlon (für beides bräuchte man noch nicht mal das Dach) und alle paar Jahre mal einen großen Boxkampf können die Kosten, die das Dach mit sich gebracht hat, noch nicht mal im Ansatz wieder reinholen.

Selbst das CL-Finale, natürlich fürs Image des Stadions und der Stadt eine tolle Sache, hat dem Verein Geld gekostet.

KBWG

Lokonda

Re: Nächster Akt: 1000-Freunde-Ticket für sozial Schwächere

Beitragvon leoluca » Fr 27. Jul 2012, 12:02

Zwischen Rudis hochfliegenden Plänen damals (ein paar Arenen im Umkreis von 100 km standen noch nicht: Düsseldorf, Köln..), die Lokonda dann auch gerne mal noch etwas übertriebener als sie waren darstellt, und einer angeblichen Fehlinvestition heute, die Lokonda natürlich astrein mit konkreten Zahlen belegen kann (oder?), ist die Spannbreite doch recht groß.

Ein kurzer Blick auf die website der Arena zeigt dabei, dass bisken mehr los ist als Biathlon im Winter. Ich werde zum Beispiel dort recht bald meine kalifornische Lieblingscombo genießen.

Re: Nächster Akt: 1000-Freunde-Ticket für sozial Schwächere

Beitragvon Der Jörch B. » Fr 27. Jul 2012, 12:04

Lokonda hat geschrieben:Nun ja; Fakt ist, dass Assauer & Co die Situation damals völlig falsch eingeschätzt haben und naiv an die Sache rangingen.

Da ging man davon aus, dass die Arena fast alle 14 Tage - wenn man ein Auswärtsspiel hat - anderweitig für Großveranstaltungen genutzt wird.

Das lief von Anfang an - logischerweise - nicht und es mußten einige Arena-Event-Manager gehen.

Aber die Madonnas dieser Welt gibt es nun mal nicht an jeder Ecke und sie kommen erst recht nicht alle 14 Tage nach Deutschland und dann schon gar nicht grundsätzlich nach Gelsenkirchen.

Wir hatten genau 1 Jahr, in dem in der Arena auch etliche Konzerte von internationalen Größen stattfanden. Und dazu noch einige andere Großveranstaltungen. Und selbst in dem Jahr hat die Arena keinen Euro Gewinn abgeworfen.

Und die Veranstaltungen wie 1x jährlich Stock-Car, 1x jährlich Biathlon (für beides bräuchte man noch nicht mal das Dach) und alle paar Jahre mal einen großen Boxkampf können die Kosten, die das Dach mit sich gebracht hat, noch nicht mal im Ansatz wieder reinholen.

Selbst das CL-Finale, natürlich fürs Image des Stadions und der Stadt eine tolle Sache, hat dem Verein Geld gekostet.

KBWG

Lokonda


Sich nun hinzustellen und den Stadionbau zu kritisieren ist allerdings sehr einfach. Hinterher bin auch ich immer schlauer. Die Vermarktung der Arena was sicherlich falsch kalkuliert. Keine Frage. Das man das vorher wissen musste? NEIN!
Schliesslich hat man es geschafft große Konzerte in die Arena zu ziehen. Robbie Williams, U2. Sind ja nicht grade Leichtgewichte die da waren. Der Fehler lag sicherlich darin, dass man gemeint hat, mit ein bisschen "Marketing" rennen einen die Veranstalter die Bude ein.
Nene, so einfach ist das Ganze nicht und ich finde es grotesk sich nun hinzustellen und die hohen Baukosten der Arena zu kritisieren.
"Wollen alle stolz sein auf Schalke."

Christian Heidel