OT: La Liga bald ohne Barca?


Moderatoren: hejabvb, amoroso2008

Re: OT: La Liga bald ohne Barca?

Beitragvon MattiBeuti » Fr 6. Okt 2017, 15:44

driverx hat geschrieben:Tolles Geschwurbel. Mal wieder ist die Freiheit bedroht wegen der doofen Herrschenden. Die sind zwar selbst in Spanien heutzutage demokratisch gewählt, aber das hindert einen ja nicht daran, durchs Geschichtsbuch zu pflügen und angefangen beim Mittelalter bis hin zu Adolf alles mit diesem Referendum in einen Pott zu werfen.
Im Übrigen hast auch du keine Ahnung davon,was DIE Katalanen wollen.
Im übrigen darfst du gerne Beispiele dafür anführen , wo man andernorts angeblich Freiheits-oder Unabhängigkeitsbewegungen unterstützt , während man die heroischen Katalanen verdammt.
Tatsächlich tut man weder ersteres noch zweiteres.


Schwejk Josef hat geschrieben:So und nur so kenne ich unseren Schorschiboy. "Iss halt ihm sein üblicher Boogie". ;-)


Mir geht es in erster Linie darum, dass Bürger niedergeprügelt wurden, die zu einer Wahl gehen wollten um ihre Stimme abzugeben. Die waren nicht auf dem Weg andere Menschen zu überfallen oder in Häusern einzubrechen oder sonst irgendwie gewaltsam auf sich aufmerksam zu machen. Sie wollten zu einer - von mir aus illegalen - Wahl um ihre Stimme abzugeben. Dass da die Staatspolizei gewaltsam einschreitet und die Menschen niederprügelt, ist einfach nicht akzeptabel. Das geht nicht!! Die Wahl war illegal und man hätte das Ergebnis so oder so nicht anerkannt. Aber dieser Weg hat mich echt negativ überrascht. Und dass es wirklich Menschen außerhalb Spaniens gibt, die das Verhalten der Polizei nicht für falsch erachten, macht mich fast sprachlos.

Wie seht ihr denn diesen Punkt?
Willst Du den BVB oben sehen, kannste die Tabelle so stehen lassen :D

Re: OT: La Liga bald ohne Barca?

Beitragvon Wacken » Fr 6. Okt 2017, 17:16

Separatisten Terroristen Freiheitskämpfer

Kommt in der Weltpoltik immer ganz auf den Blickwinkel an.

Genau so wie das Menschenrechtsgedöns.
#kingofthekoppel

"Ich hab in den sieben Jahren gelernt, die ich jetzt im administrativen Bereich arbeite, dass Fußball im Konjunktiv nicht funktioniert. Es funktioniert im Heute und Jetzt." - Max Eberl

Re: OT: La Liga bald ohne Barca?

Beitragvon driverx » Fr 6. Okt 2017, 17:59

Schorsch hat geschrieben:
Im Übrigen hast auch du keine Ahnung davon,was DIE Katalanen wollen.


Das ist richtig. Ich erwähnte das explizit. Und halte es deshalb grundsätzlich für angebracht, das mit Hilfe von Wahlen heraus zu finden. Nicht angebracht finde ich es hingegen, wenn es wieder einmal Deutsche mit großen Plänen sind, die anderen Ländern oder deren Bewohnern ihren politischen Willen aufzwingen wollen.

Ich registriere zudem högschd amüsiert Sympathien für Schläger in Polizeiuniform, so sie denn für die große Sache prügeln. Schon in Kürze werden sie wieder auf euch einprügeln, wenn ihr in den Farben eures Vereins in Spanien an einer falschen Stelle steht.


Da du mich zitiert hast: Nein, ich hege keine Sympathien für Schläger in Polizeiuniform.
Ich hab den Polizeieinsatz nirgendwo erwähnt.
Ich kann den Polizeieinsatz aber auch nur aus dem TV beurteilen und gehe davon aus,das da einiges überzogen war.

Aber erzähl doch mal, welche Deutsche mit großen Plänen dem unterdrückten Katalanen (der hauptsächlich keinen Bock hat, seine Kohle solidarisch mit den Laumalochern aussem Norden zu teilen) ihren Willen aufzwingen wollen?
Ich kenne keinen.Ganz im Gegenteil hält sich das offizielle Deutschland genau wie die EU aus diesem Konflikt raus.

Was Herb z.B. auch nicht richtig zu finden scheint.Ich schon.Das ist eine Sache Spaniens und Kataloniens.

Aber ich darf auch eine Meinung dazu haben, ohne, das man mir germanische Großmannssucht unterstellt : wieder mal sorgen nationale Besoffenheit, gepaart mit Egoismus, für einen an sich vollkommen überflüssigen Konflikt.
Wenn Auf der anderen Seite dann auch betonköpfige Sturheit vorherrscht, dann kommt vielleicht etwas dabei raus, was nachher keiner wollte.

Und dann ist das Geschrei wieder groß,so wie bei der britischen Jugend. Die 18-25-jährigen dort waren zwar mit übergroßer Mehrheit gegen den Brexit, hatten in ihrer Altersgruppe aber nur 46% Wahlbeteiligung.

Re: OT: La Liga bald ohne Barca?

Beitragvon driverx » Fr 6. Okt 2017, 18:02

MattiBeuti hat geschrieben:
driverx hat geschrieben:Tolles Geschwurbel. Mal wieder ist die Freiheit bedroht wegen der doofen Herrschenden. Die sind zwar selbst in Spanien heutzutage demokratisch gewählt, aber das hindert einen ja nicht daran, durchs Geschichtsbuch zu pflügen und angefangen beim Mittelalter bis hin zu Adolf alles mit diesem Referendum in einen Pott zu werfen.
Im Übrigen hast auch du keine Ahnung davon,was DIE Katalanen wollen.
Im übrigen darfst du gerne Beispiele dafür anführen , wo man andernorts angeblich Freiheits-oder Unabhängigkeitsbewegungen unterstützt , während man die heroischen Katalanen verdammt.
Tatsächlich tut man weder ersteres noch zweiteres.


Schwejk Josef hat geschrieben:So und nur so kenne ich unseren Schorschiboy. "Iss halt ihm sein üblicher Boogie". ;-)


Mir geht es in erster Linie darum, dass Bürger niedergeprügelt wurden, die zu einer Wahl gehen wollten um ihre Stimme abzugeben. Die waren nicht auf dem Weg andere Menschen zu überfallen oder in Häusern einzubrechen oder sonst irgendwie gewaltsam auf sich aufmerksam zu machen. Sie wollten zu einer - von mir aus illegalen - Wahl um ihre Stimme abzugeben. Dass da die Staatspolizei gewaltsam einschreitet und die Menschen niederprügelt, ist einfach nicht akzeptabel. Das geht nicht!! Die Wahl war illegal und man hätte das Ergebnis so oder so nicht anerkannt. Aber dieser Weg hat mich echt negativ überrascht. Und dass es wirklich Menschen außerhalb Spaniens gibt, die das Verhalten der Polizei nicht für falsch erachten, macht mich fast sprachlos.

Wie seht ihr denn diesen Punkt?


So wie du.
Aber bei der spanischen Polizei wundert mich das auch nicht wirklich.

Re: OT: La Liga bald ohne Barca?

Beitragvon Der Dude » Fr 6. Okt 2017, 19:29

Ich habe da eine ganz andere Meinung zu.

Mir geht dieses "diese armen armen Bürger sind doch nur zu einer friedlichen Wahl gegangen und die Polizei war böse böse böse" tierisch auf den Sack.
Das hat folgende Gründe:

Die Wahl wurde illegal erklärt. Ok, hingehen kann man ja trotzdem ohne Angst haben zu müssen totgeknüppelt zu werden. Alles ok so weit. Nun gibt es aber ein Versammlungsrecht und eine Versammlung kann aufgelöst werden wenn das gewünscht wird. In der Regel (und ich beziehe mich jetzt explizit auf Deutschland) gibt es dann eine Ansage der Polizei, dass man bitte verschwinden solle.
Bis zu diesem Punkt halte ich jede Gewalt seitens der Polizei für masslos übertrieben.

Jetzt sehen wir aber Bilder von Bürgern innerhalb eines Gebäudes, die sich aneinanderketten, um es der Polizei möglichst schwer zu machen, sie aus dem Haus zu schaffen. Jedem dort war nun klar, dass es von Seiten der Regierung oder zumindest der Polizei jetzt nicht mehr gestattet ist, sich in diesem Gebäude aufzuhalten. Diese Menschen widersetzen sich damit den Befehlen der Polizei.
Die bösen bösen Polizisten bekommen nun allerdings die Anweisung, die Verrsammlung notfalls mit Gewalt aufzulösen. Was sollen die tun? Bitte, bitte sagen? Haben sie wahrscheinlich schon. Klappt aber nicht.
Dann versucht man die Menschen mit Gewalt loszureißen, zieht Ihnen notfalls an den Haaren, gibt ihnen eine Ohrfeige, sprüht ihnen Reizgas ins Gesicht (wobei das innerhalb eines Gebäudes etwas doof wäre..) oder was auch immer. Einige verlieren die nerven und treten die Demonstranten.
Ist das überzogen?

Vielleicht. Haben diese Demonstranten die Situation aber selbst zu verantworten?
Zu 100%.
Ich habe Verständnis für jeden der bereit ist sich für seine Motive eine blutige Nase oder eine Platzwunde zu holen. Da darf man meinetwegen auch stolz drauf sein.
Aber bitte... jetzt tut doch nicht so unschuldig. Jeder von den Demonstranten wusste, dass sie in dem Moment sich den Anweisungen der Polizei widersetzen. Und die Polizei hatte Befehle die Versammlung aufzulösen.
Von daher ist es logisch was dort passiert ist und für die Verletzten kann man NUR jeden Demonstranten selbst für verantwortlich machen. Denn sie wurden aufgefordert zu gehen.

Rechtfertigt(!) das Tritte Schläge und Tritte gegen Frauen? Natürlich nicht. Da haben definitiv Polizisten überreagiert. Sind diese aber der Auslöser? Nein, das waren die Demonstranten.
Und von daher sag ich es noch einmal ganz provokant: Jeder Verletzte ist selbst schuld.

Bevor es hier Unklarheiten gibt: Ich beziehe mich hier genau auf eine Szene. In anderen Plätzen, kann der Fall schon wieder ganz anders liegen.
Allerdings war hier ganz klar ersichtlich, dass Befehle der Polizei missachtet wurden, ansonsten hätte man sich nicht ineinanderketten müssen.

Hat übrigens nix damit zu tun, dass ich den Befehl zu gewalttätigen Auflösung aller Wahlveranstaltungen ebenfalls völlig hirnrissig finde. Total überflüssig. Aber das ist eine ganz andere Baustelle.

Und den Matti Pazifisten frage ich mal:
Was soll denn die Polizei tun, wenn sie den Befehl erhält einen Platz zu räumen, die Demonstranten aber alle Aufforderungen ignorieren?

Re: OT: La Liga bald ohne Barca?

Beitragvon Stumpen2007 » Fr 6. Okt 2017, 20:10

... man darf aber doch die frage stellen, ob es bürgern in einer demokratie gestattet sein darf für den eigen willen, und einem rechtsstaat nach eigen vorstellungen zu kämpfen.

die jetzige situation bzw. staatsmacht entspricht nicht mehr den willen der mehrheit. ok, dies ist auf eine region innerhalb spaniens begrenzt. aber, mit welchem recht setzt dann der staat seine interessen durch und warum sind diese legitimer als der bürgerwille.

soetwas wird nur radikale kräfte hervorrufen, welche auch zu radikalen mitteln greifen werden. jegliche form von unterdrückung, missachtung und der damit verbundenen demütigung wird nicht ohne folgen bleiben. nicht in spanien und früher oder später nicht bei uns.

ein reset einer demokratie und eines staatswesens entfinde ich als heilsam. was ist daran verkehrt verkrustungen, privilegien weniger, überholte rechtsnormen und eine gesetz gewordene staatsmacht auf ein neues fundament zu stellen.

unsere beamtendemokratie gehört auch reformiert, wir benötigen eine andere form der mitbestimmung, eine teilhabe aller an entscheidungsprozessen.

es gibt genug fehlentwicklungen in unserem land. die welt ist im wandel, warum nicht auch der staat?

Re: OT: La Liga bald ohne Barca?

Beitragvon Wacken » Fr 6. Okt 2017, 21:08

Manches Demokratieverständnis spottet jeder Beschreibung.

Der Staat hat dem Volke zu dienen und nicht sich selbst.
#kingofthekoppel

"Ich hab in den sieben Jahren gelernt, die ich jetzt im administrativen Bereich arbeite, dass Fußball im Konjunktiv nicht funktioniert. Es funktioniert im Heute und Jetzt." - Max Eberl

Re: OT: La Liga bald ohne Barca?

Beitragvon driverx » Fr 6. Okt 2017, 22:20

Stumpen2007 hat geschrieben:... man darf aber doch die frage stellen, ob es bürgern in einer demokratie gestattet sein darf für den eigen willen, und einem rechtsstaat nach eigen vorstellungen zu kämpfen.

die jetzige situation bzw. staatsmacht entspricht nicht mehr den willen der mehrheit. ok, dies ist auf eine region innerhalb spaniens begrenzt. aber, mit welchem recht setzt dann der staat seine interessen durch und warum sind diese legitimer als der bürgerwille.

soetwas wird nur radikale kräfte hervorrufen, welche auch zu radikalen mitteln greifen werden. jegliche form von unterdrückung, missachtung und der damit verbundenen demütigung wird nicht ohne folgen bleiben. nicht in spanien und früher oder später nicht bei uns.

ein reset einer demokratie und eines staatswesens entfinde ich als heilsam. was ist daran verkehrt verkrustungen, privilegien weniger, überholte rechtsnormen und eine gesetz gewordene staatsmacht auf ein neues fundament zu stellen.

unsere beamtendemokratie gehört auch reformiert, wir benötigen eine andere form der mitbestimmung, eine teilhabe aller an entscheidungsprozessen.

es gibt genug fehlentwicklungen in unserem land. die welt ist im wandel, warum nicht auch der staat?


Was ist daran so schwer zu kapieren?

Ob es dem Willen der Mehrheit entspricht, wie du hier mal so locker behauptest,steht in den Sternen.
Es ist sogar eher unwahrscheinlich.
Warum, kann man nachlesen und wurde auch hier erörtert.

Und noch was : ich empfinde unsere Demokratie nicht als Beamtendemokratie.Ganz im Gegenteil funktioniert unser Staatswesen zwar nicht fehlerfrei, aber doch ziemlich zufriedenstellend.
Und diese ständige Jammerei der notorisch Unzufriedenen, die alles beklatschen und bejubeln, was irgendwo,und sei es noch so sinnfrei, einfach nur Hauptsache dagegen ist,ödet mich nur noch an.

Und nur mal so als Verständnisfrage: wenn irgendein Kaff in Sachsen-Anhalt oder Ostfriesland plötzlich mit 657 zu 489 Stimmen seiner Bewohner bei einer Wahlbeteiligung von roundabout 40% seinen Austritt aus der Bundesrepublik Deutschland erklärt, finden wir das auch irre demokratisch oder sagen wir dann nicht eher, ihr habt einen an der Murmel?

Re: OT: La Liga bald ohne Barca?

Beitragvon driverx » Fr 6. Okt 2017, 22:23

Wacken hat geschrieben:Manches Demokratieverständnis spottet jeder Beschreibung.

Der Staat hat dem Volke zu dienen und nicht sich selbst.


Deine Zwei-oder Dreizeiler spotten auch jeder Beschreibung.

Re: OT: La Liga bald ohne Barca?

Beitragvon Wacken » Fr 6. Okt 2017, 22:47

Man tut immer besser, daß man sich grad ausspricht, wie man denkt, ohne viel beweisen zu wollen; denn alle Beweise, die wir vorbringen, sind doch nur Variationen unserer Meinungen, und die Widriggesinnten hören weder auf das eine noch auf das andere.
#kingofthekoppel

"Ich hab in den sieben Jahren gelernt, die ich jetzt im administrativen Bereich arbeite, dass Fußball im Konjunktiv nicht funktioniert. Es funktioniert im Heute und Jetzt." - Max Eberl