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Loveparade endet in einer Tragödie

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Re: Loveparade endet in einer Tragödie

Beitragvon sharpo » Di 27. Jul 2010, 15:24

fussball- bundesliga
spieltag:

BVB 09 vs XXXXXX 04

zuschauerzahl 6 - AUSVERKAUFT!
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Re: Loveparade endet in einer Tragödie

Beitragvon terrier » Di 27. Jul 2010, 15:36

Ist es eigentlich moralisch verwerflich, sich vorerst mit Schuldzuweisungen zurückzuhalten, und zunächst einmal mit einfacher Anteilnahme anzufangen?
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Re: Loveparade endet in einer Tragödie

Beitragvon Sprite » Di 27. Jul 2010, 15:51

terrier hat geschrieben:Ist es eigentlich moralisch verwerflich, sich vorerst mit Schuldzuweisungen zurückzuhalten, und zunächst einmal mit einfacher Anteilnahme anzufangen?


Nein, aber es passt nicht (mehr) in unsere Zeit.

Guckt man sich die Videos bei Spiegel Online an, so bekommt man schnell ein ganz anderes Gefühl von der Stimmung dort und den "feiernden" Menschen.

Die beste Aussage ist dann auch die, dass die Toten selbst Schuld sind, wenn sie bei der Loveparade umkommen. Mit Kreislaufproblemen sollte man sich da auch nicht hintrauen.

Das ist schon keine Ahnungslosigkeit oder Doofheit mehr, sondern ein Spiegelbild unserer Gesellschaft. Wenn das Gelände wegen Überfüllung gesperrt wird, dann muss man eben die Absperrungen umgehen. Da kann kein Veranstalter der Welt noch etwas bewegen.

Dass teilweise aber nicht einmal die Notärzte von den "friedlich feiernden" durchgelassen wurden, davon spricht heute niemand. Wie viel Rücksichtslosigkeit die Menschen dort erlebt haben, selbst nach dem die ersten gestorben sind... das ist es, was mich so schockiert und traurig macht. Mit Ravern oder Techno hatte die Veranstaltung auch nur dem Namen nach noch etwas zu tun.
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Re: Loveparade endet in einer Tragödie

Beitragvon Diavo » Di 27. Jul 2010, 16:00

Sprite hat geschrieben: Mit Ravern oder Techno hatte die Veranstaltung auch nur dem Namen nach noch etwas zu tun.


Genau wie Public Viewings bei der WM kaum noch etwas mit Fussball zu tun hatten.

Die Gesellschaft stumpft immer mehr ab.

Feierhansels und Klatschäffchen bestimmen das Bild. Der Anlass ist beliebig auswechselbar.
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Re: Loveparade endet in einer Tragödie

Beitragvon Schorsch » Di 27. Jul 2010, 16:17

Feierhansels und Klatschäffchen bestimmen das Bild. Der Anlass ist beliebig auswechselbar


Da magst du ja gar nicht Unrecht haben. Darum geht es aber nicht. So etwas weiß ein Veranstalter. Wer drei mal sieben ist weiß, dass es nicht um Rave oder Techno Kultur geht, sondern um ein Fest. Nenn es Karneval, nenn es Giga-Schützenfest, vollkommen egal. Für Schaller war es Werbung. Es ging um Kohle, Zaster, Profit. Für Duisburg ging es um einen Imagegewinn. Alles legitime Anliegen.

Was daran stört ist ausschließlich, dass dieser Event mit einem vollkommen desaströsen Sicherheitskonzept durchgeführt wurde, wofür 20 Tote und viele Verletzte Beweis genug sind.

1. Ein für 250.000 Menschen ausgelegtes Areal bei einer erwartetetn Zuschauerzahl von 500.000 bis 1 Million.

2. Ein einziger, durch Mauern begrenzter Zu- und zunächst auch Ausgang für so viele Menschen.

3. Nachweislich und offensichtlich nicht ausreichendes Management der Lenkung von Zuschauerströmen.

Wir diskutieren hier den Unfall auf der Loveparade, nicht die Sittsamkeit des Events an sich. Insofern können wir den lieben Gott, die Moral und Eva Hermann zu Hause lassen.
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Re: Loveparade endet in einer Tragödie

Beitragvon scphurra » Di 27. Jul 2010, 16:24

Einfach nur grausam was dort passiert ist. Zum Glück war ich diesmal nicht vor Ort. War schon 4 x in Berlin und auch in Essen und Dortmund. Ich habe die Bilder im WDR verfolgt und habe mir schon gegen 16 Uhr gedacht, das das Gelände nicht gerade groß ist!

Das das Klientel was zur LP geht sicht gewandelt hat, war aber auch schon in Berlin erkennbar. Aber deswegen zu verwischen was da passiert ist geht nicht.

Also für mich sind die Verantwortlichen ganz klar der Veranstalter und die Stadt Duisburg. Hier sind die Schuldigen ausfindig zu machen und angemessen zu bestrafen.

1. Man hätte niemals eine Gelände was für 250.000 Menschen zugelassen war als Veranstaltungsort wählen dürfen. DA helfen auch keine Worte das GElände war größer als in Dortmund. Das stimmt nämlich nicht, da es auch eine große Strasse ga wo über 40 floats fuhren. Dadurch hat sich das ganze entzerrt. Auch hier gab es schon durch die Mauern Engpässe, die ich zum Teil schon schlimm fand!

2. Der Veranstalter hätte sich niemals auf das Gelände einlassen dürfen. Wie kann man eine LP so kaputt machen. Man soll auch mal bedenken, das nach der Katastrophe kein Zug mehr in Duisburg ankam. Es wollte zum abend noch bei weitem mehr hin!

3. Den Ein und Ausgang zu vermischen ist eine Katastrophe. Damals in Berlin war ich auch zwischendurch mal zum Ku-damm um in Ruhe was zu essen um mich dann wieder zur Siegessäule zu begeben. Hier war das wohl schwer realisierbar.

Ich bin gespannt was die Recherche der Staatsanwaltschaft ergibt, ich hoffe aber das die Trauernden jmd. bekommen den Sie verklagen können um Schadenersatz einzufordern! Zudem wäre eine Gefängnisaufenthalt auch sehr angebracht, so können einige mal die Enge erleben!!!
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Re: Loveparade endet in einer Tragödie

Beitragvon meistereder1909 » Di 27. Jul 2010, 17:10

Ich frage mich gerade warum hier einige Leute noch mit irgendwelchen Personen diskutieren, die in ihrer Weltanschauung noch auf dem Level eines bis heute unbekannten Urwaldvolkes einzustufen sind. Was Diavo hier schreibt, kann man getrost unter die Rubrik - Ablage"P" stecken. jedes weitere Wort wäre eins zuviel!!! Danke
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Re: Loveparade endet in einer Tragödie

Beitragvon vfl_8zehn48 » Di 27. Jul 2010, 17:19

traurig das noch niemand, insbesondere der OB zurückgetreten ist, dass ist schon abartig wie die an ihren Stühlen kleben und sich die Schuld hin und herschieben....
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Re: Loveparade endet in einer Tragödie

Beitragvon Schorsch » Di 27. Jul 2010, 18:10

Der Duisburger OB steht spätestens zur Trauerfeier vor einem Riesenproblem. Geht er hin, muss er mit Aggressionen rechnen. Geht er nicht, wird das die Wut auf ihn noch steigern.

Er wird, da bin ich mir sicher, in Kürze zurück treten, um wenigstens ein wenig aus der Schusslinie zu kommen.

An dieser Tragödie werden nicht nur Angehörige der Opfer, sondern auch Verantwortliche zerbrechen.
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Re: Loveparade endet in einer Tragödie

Beitragvon Lily the Pink » Di 27. Jul 2010, 18:17

meistereder1909 hat geschrieben:Ich frage mich gerade warum hier einige Leute noch mit irgendwelchen Personen diskutieren, die in ihrer Weltanschauung noch auf dem Level eines bis heute unbekannten Urwaldvolkes einzustufen sind. Was Diavo hier schreibt, kann man getrost unter die Rubrik - Ablage"P" stecken. jedes weitere Wort wäre eins zuviel!!! Danke



Völlig richtig. Unterstes reaktionärstes Niveau. Und der spricht von Moral. Der hier die übelsten sozialdarwinistischen Sprüche ablässt. Das ist geradezu pornografisch.
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Re: Loveparade endet in einer Tragödie

Beitragvon vfl_8zehn48 » Di 27. Jul 2010, 18:27

ich hoffe nur die Verantwortlichen werden dingfest gemacht und nach rechtskräftig verurteilt !!!
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Re: Loveparade endet in einer Tragödie

Beitragvon Sprite » Di 27. Jul 2010, 18:58

Schorsch, wenn dir ein Polizist oder Mitglied der Security sagt, das Gelände sei überfüllt, es geht im Moment nicht weiter, dann bist du erstmal enttäuscht und wütend. Verständlich. Letztendlich solltest du es dann aber akzeptieren und wirfst nicht mit "F*** deine Mudda, Alter!" oder "Geh k****n, Alter" um dich, umgehst die Absperrungen, um doch noch irgendwie auf's Gelände zu kommen.

Für mich sind solche freien Events in Deutschland in Zukunft gestorben. Es hätte anders ausgesehen, wenn es Tickets um 35 € gegeben hätte, um auf das Gelände zu kommen. Der Grund warum so etwas bei anderen Veranstaltungen nicht passiert ist dann auch der, dass solche Idioten gar keinen Zugang bekämen. So etwas lässt du als Veranstalter nämlich aussortieren, bevor etwas passiert. Da kann man im Nachhinein auch nicht damit argumentieren, dass der Veranstalter damit rechnen muss. Wie gesagt, er ist auf die Vernunft der Leute angewiesen, sonst endet jedes Event in einer Katastrophe.

Und ob der Auslöser wirklich eine Massenpanik war oder einfach nur Ungeduld einiger weniger, die dann in einer Panik und dem Tod von mindestens 20 Menschen endete, das wird kaum zu klären sein. Da gibt es nämlich unterschiedliche Aussagen.

Ich frage mich nur, was z.B. Eltern mit ihren Kindern da verloren haben. Wenn du auch nur mal in der Nähe eines Float gewesen bist, dann würdest du mich verstehen. Da kommen mindestens 120 db aus den Boxen und die Anlage ist so eingestellt, dass es richtig knallt! Wenn du auf so einem Wagen bist, sind die Vibrationen so stark, dass es dir passieren kann, dass die CDs und Platten springen, wenn sie nicht auf einem weichen Untergrund stehen. Natürlich ist in der Lautstärke der besondere Kick. Ist ja auch ein geiles Gefühl, aber über sowas spricht niemand. Bei DJ's und Organisatoren ist es ein gängiges Thema, weil es um die eigene Gesundheit und die Gesundheit anderer geht.

Es gibt Menschen, die diese Frequnzen in der Stärke auch nicht vertragen und dann ernste gesundheitliche Probleme bekommen, von Hörschäden einmal abgesehen. Deswegen spreche ich den Punkt Vernunft an.

Die andere Seite ist dann die Organisation einer solchen Veranstaltung und dazu wurde ja schon alles gesagt. Wenn beides nicht passt, Organisation und Verhalten der Menschen, dann passiert genau das, was in Duisburg zur Katastrophe geführt hat. Die Performance einiger "Raver" danach war mindestens genauso erbärmlich, wie die der Organisatoren jetzt.
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Re: Loveparade endet in einer Tragödie

Beitragvon Eisenfinger » Di 27. Jul 2010, 20:33

@westline:
Danke für euren Kommentar in meinem mittlerweile geschlossenen Thread!
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Welche Rolle haben andere gespielt?

Beitragvon Grete Weiser » Di 27. Jul 2010, 22:33

Hier mal ein Brief von Thomas Mahlberg MdB (aus 2009):

Brief an den Innenminister Dr. Ingo Wolf von Thomas Mahlberg MdB vom 9.2.2009:

Sehr geehrter Herr Dr. Wolf,

aus Sorge um das Ansehen meiner Heimatstadt Duisburg wende ich mich heute mit diesem Schreiben an Sie...

Am vergangenen Wochenende lies die Duisburger Polizei nunmehr erklären, eklatante Sicherheitsmängel stünden einer Durchführung der Love Parade in Duisburg im Jahre 2010 entgegen. Während der Veranstalter der Love Parade noch nicht einmal eine Strecke angemeldet hat und die Gespräche zwischen Stadt und Veranstalter geführt werden, sagt Herr Cebin, wenn man die Presseberichterstattung richtig interpretiert, die Love Parade für Duisburg ab. Eine Negativberichterstattung in der gesamten Republik ist die Folge.

Ich frage Sie, Herr Dr. Wolf, was treibt den Duisburger Polizeipräsidenten zu einer derartigen Handlung ? Warum spricht er nicht mit den Verantwortlichen der Stadt Duisburg sondern fügt der Stadt Duisburg einen weiteren Imageschaden zu ?

Mit freundlichen Grüßen, Thomas Mahlberg MdB

(09.02.2009)

http://www.cdu-duisburg.de/index.jsp?in ... =ja&id=103

Ich finde es erstaunlich, dass dieser Brief eines MdB aus Duisburg aus dem Jahre 2009 an den Innenminister NRW noch nicht in das Bewustsein der Öffentlichkeit gerückt ist. Es zeigt, welcher Druck dort bereits im Vorfeld aufgebaut worden sein muss.
Der OB Sauerland scheint gleichzeitig Täter und Bauernopfer zu sein, die wahren "Schuldigen" scheinen mir aber ganz woanders zu sitzen.

Ebenso erstaunlich, dass dieser MdB nach meiner Lesart den Innenminister NRW in 2009 auffordert, einen ihm "mißliebigen" Polizeipräsidenten abzulösen, weil dieser offensichtlich bereits 2009 Sicherheitsbedenken geäußert hat.

Wer ist der wahre Täter? Ich kann diese Frage nicht eindeutig beantworten.

Ich bin mal gespannt, wielange dieser Brief dieses MdB aus 2009 noch auf der HP des CDU Kreisverbandes Duisburgs öffentlich zu lesen sein wird.

R.I.P. den sinnlosen Opfern

edit:
Thomas Mahlberg (* 19. Januar 1965 in Duisburg) ist ein deutscher Politiker (CDU). Von 2008 bis 2009 war er Abgeordneter des Deutschen Bundestages.

"Leider" hat diese "schillernde" Persönlichkeit es nur kurze Zeit im Bundestag ausgehalten. Was ihn davon abgehalten hat, seinen hoffnungsvollen Weg weiterzugehen, wird sein Geheimnis bleiben.

http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Mahlberg
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Re: Loveparade endet in einer Tragödie

Beitragvon Kurusz » Di 27. Jul 2010, 23:56

Diavo hat geschrieben:
Genau wie Public Viewings bei der WM kaum noch etwas mit Fussball zu tun hatten.

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In diesem Punkt hast Du sowas von recht.
Und die regierenden "Hansels" wissen das genau. Der Herr Sauerland verkriecht sich jetzt wahrscheinlich n paar Wochen und tut dann so als wär nix gewesen, anstatt jetzt zurück zu treten.
Nach dem Motto "Was wollen die Deppen von Wählern denn jetzt von mir".
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